Freitag, 21. November 2014

Bauernführer Juan Galindo in Bajo Aguan ermordet




Bajo Aguan, Honduras. Der "Rat der Volks- und indigenen Organisationen von Honduras" (Copinh) hat am 13. November bekannt gegeben, dass der Bauernführer Juan Galindo ermordet worden ist.

Galindo sei in der Nacht des 11. November in der Gemeinschaft Rigores (Departement Colón) umgebracht worden, so die Organisation in einer Erklärung. Galindo sei wegen seiner Aktivitäten im Zusammenhang mit den Forderungen um Landrechte bedroht worden und war deshalb in Schutzprogramme von Menschenrechtsorganisationen und –institutionen aufgenommen worden, so etwa der Interamerikanischen Menschenrechtskommission CIDH (Comisión Interamericana de Derechos Humanos), die ihm vorläufigen Rechtsschutz gewährt hatte.

Donnerstag, 6. November 2014

Offensive gegen Garífuna in Honduras

Mithilfe von Vertreibungen und juristischen Anfechtungen versuchen Kapital und Regierung in Honduras die Garífuna um ihr Land zu bringen 

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Bergbauinteressen und Konflikte in Honduras

Bergbauprojekte verursachten eine Vielzahl von Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden. Dennoch versucht die aktuelle Regierung den Bergbausektor auszubauen

Von, amerika21.de

Samstag, 27. September 2014

Ex-Polizist deckt Vorgehen von Todeschwadronen in Honduras auf

Von , amerika21.de

Tegucigalpa. Der Ex-Mitarbeiter der Nationalpolizei von Honduras, Romero Ellner, hat die Arbeitsweisen von Todesschwadronen innerhalb dieser Sicherheitsbehörde offengelegt. Dies gab der Direktor des Rundfunksenders Radio Globo, David Romero bekannt. Er bezog sich auf ihm vorliegende Dokumente, die hohe Funktionäre verschiedener Sicherheitsbehörden belasten.

Ellner, Romeros Informant, hatte für mehrere Jahre bei der Ermittlungsabteilung gearbeitet und versichert, über die von ihm genannten Vorgänge Bescheid zu wissen, da er bei jedem von ihnen persönlich beteiligt war.

Machterhalt erfolgreich gesichert

Interview mit dem oppositionellen Abgeordneten Jari Dixon Herrera über die Beschneidung der Rechte des honduranischen Parlaments


Bei den honduranischen Wahlen im November 2013 konnte die Nationale Partei (PN) mit Juan Orlando Hernández einen Sieg der oppositionellen Präsidentschaftskandidatin Xiomara Castro durch Wahlbetrug und Wahlfälschung verhindern (LN 475). Castros Partei für Freiheit und Neugründung (LIBRE) wurde jedoch zweitstärkste Partei im Parlament. Erstmals seit 100 Jahren wurde das Zweiparteiensystem in Honduras aufgebrochen, womit sich seitens der Opposition wie der EU-Wahlbeobachter_innen große Hoffnungen verbanden. Nach acht Monaten zeigt sich, dass die beiden traditionellen Parteien PN und PL (Liberale Partei) die parlamentarischen Rechte der drei Oppositionsparteien einschränken. Die LN sprachen mit dem LIBRE-Abgeordneten Jari Dixon Herrera über die Arbeit im Kongress. 



Jari Dixon Herrera
Wie ist aus Ihrer Sicht die Zusammenarbeit zwischen Regierung und Opposition im neu gewählten Nationalen Kongress?
Die beiden traditionellen Parteien, die PN und die PL, wählten den Kongressvorstand gemeinsam. LIBRE machte zusammen mit zwei weiteren Oppositionsparteien einen Vorschlag für mögliche eigene Kandidaten, den Innenminister Áfrico Madrid jedoch ohne weitere Erklärung abehnte. Das gleiche passierte bei der Wahl des Kongresspräsidenten. Der aktuelle Kongressvorstand besteht jetzt zu 90 Prozent aus Abgeordneten der PN, Kongresspräsident Mauricio Oliva ist ebenfalls von der PN.

Mittwoch, 24. September 2014

Neue deutsche Botschafterin in Honduras vorgestellt

Verhandlungen über neue Art der Kooperation. Kritik an deutscher Entwicklungszusammenarbeit

Von , amerika21.de

Tegucigalpa. In Honduras hat die neue deutsche Botschafterin Beatrix Christina Kania das Amt übernommen. Die Außenministerin des mittelamerikanischen Landes, Mireya Agüero, empfing die Diplomatin und nahm deren Beglaubigungsschreiben entgegen. Kania war zuvor unter anderem in Kuwait und Ankara tätig. Für die KFOR im Kosovo arbeitete sie als politische Beraterin.

Laut honduranischen Medien befindet sich Honduras und Deutschland aktuell in einem Revisionsprozess hinsichtlich der laufenden Projekte der Zusammenarbeit. Bei der Überprüfung soll der Fortschritt der Projekte evaluiert und bestehende Hürden identifiziert werden, welche die Umsetzung erschweren. Zudem sollen am 23. und 24. September zwischenstaatliche Verhandlungen für eine neue Kooperationsstrategie der beiden Länder stattfinden. Der Schwerpunkt wird dabei auf den Themen Bildung, Umwelt, Klimawandel und Staatsführung liegen.

Donnerstag, 11. September 2014

Die Macht der Kartelle

Seit dem Putsch im Jahr 2009 hat der Drogenhandel zwischen den Anbaugebieten in Südamerika und dem Markt in den USA in Honduras an Bedeutung gewonnen. Die Drogenkartelle konnten sich zwischen korrumpierten Staatsinstitutionen und einer Wirtschaftsoligarchie, die über Leichen geht, etablieren.

von Kathrin Zeiske, erschienen in der jungle world

Fast drei Jahre nach dem Mord an ihrem Mann hat Hilda Caldera nachgefragt, welche Ermittlungsergebnisse die Staatsanwaltschaft inzwischen vorweisen könne. Alfredo Landaverde, Chef der Nationalen Antidrogenbehörde (DNL) von Honduras und unermüdlicher Kämpfer gegen die Korruption, war im Dezember 2011 ermordet worden. Seine Witwe, Hilda Caldera, überlebte schwerverletzt die Schüsse der Auftragsmörder auf den Wagen ihres Mannes. Es gebe keine Ermittlungsergebnisse, so die lakonische Antwort der Behörden. Kurz vor seinem Tod hatte Landaverde öffentlich die enge Zusammenarbeit zwischen Politikern, Polizei und Drogenbossen in Honduras angeprangert. »Mit dem Mord an Landaverde setzte der Drogenhandel in Honduras eindeutige Zeichen«, sagt Edgar Soriano, ein honduranischer Analytiker, mit blick auf die historischen wie aktuellen Fakten. »Es war eine klare Ansage: Mischt euch nicht ein.«

Dienstag, 2. September 2014

Honduras: Bauernaktivistin Margarita Murillo ermordet

Von , amerika21.de
 
Die ermordete Bauernaktivistin Margarita Murillo
Tegucigalpa. In Villanueva nahe der Stadt San Pedro Sula im Nordwesten von Honduras wurde ein Attentat auf eine der bekanntesten Vertreterinnen der honduranischen Widerstandsbewegung verübt. Margarita Murillo arbeitete auf einem Stück Land ihrer Bauerngemeinschaft, als eine Gruppe schwerbewaffneter und vermummter Männer sie am Morgen des 27. August erschoss. Die Interamerikanische Kommission hatte zuvor vergeblich von der Regierung von Honduras Maßnahmen zum Schutz von Murillo gefordert, da diese seit dem Putsch vom 28. Juni 2009 immer wieder das Ziel von Bedrohungen geworden war.

Mittwoch, 13. August 2014

Soliparty in Berlin am 05.09.2014

"Junkerland in Bauernhand"

Freitag 05 September, 22:00 Uhr

New Yorck im Bethanien
Mariannenplatz 2A, 10997 Berlin
(U Görlitzer Bahnhof, Kottbusser Tor; S Ostbahnhof)

Mit der Soliparty unterstützen wir soziale, vor allem indigene Bewegungen aus Honduras (Zentralamerika), die sich im Widerstand gegen Megaprojekte, wie Staudämme und Bergbau stehen, um ihre Territorien zu verteidigen. CADEHO (Menschenrechtskette Honduras) setzt sich seit mehr als 3 Jahren für die Bekanntmachung der Menschenrechtsverletzungen in Honduras ein und unterstützt die sozialen Bewegungen.

Fotoausstellung, Essen, Bands: Huepil Che (Latin fusion), La Neta (Rock Intergalactico), Nicolas Miquea (Liedermacher) Djs: Papo Yoplack (Cumbia Psycodelic), Liberto (Global pics), Intiche, Radioperdida, Boney Collins (Salsa, Tropical Bass) und mehr ...



Mittwoch, 6. August 2014

Hinter den Vorhängen

Immer mehr Kinder und Jugendliche aus Mittelamerika fliehen vor Gewalt und Armut in Richtung USA. Oft landen sie auf sich allein gestellt in Abschiebegefängnissen. Doch die Abschottung der Aufnahmeländer kann die Ursachen für die Migra­tion nicht beseitigen und die Flucht bleibt lebensgefährlich.

von Kathrin Zeiske, erschienen in der Jungle-World

»Die Kinder haben ein Recht auf Asyl«, konstatiert Pater Richard Estrada. Derzeit ist er in Mexiko unterwegs, um Verbündete für ein internationales Netzwerk zum Schutz der Kinder aus Mittelamerika zu suchen. Einst gründete der weißhaarige Kirchenmann in Los Angeles die Nichtregierungsorganisation Jovenes, Inc., die Straßenkindern und Jugendlichen mit Gewalt- und Missbrauchserfahrungen ein Zuhause gibt. Betroffen macht ihn der unverhohlene Rassismus, der den jugendlichen Einwanderern derzeit in den USA entgegenschlägt.

Samstag, 26. Juli 2014

Neue Drohung gegen Medienschaffende in Honduras

Betroffene berichteten über Missstände in einem Krankenhaus. Drohungen per Telefon. Fünf Pressevertreter seit Mitte April ermordet

Von , amerika21.de

Tegucigalpa. Im mittelamerikanischen Honduras sind erneut Journalisten wegen ihrer kritischen Berichterstattung bedroht worden. Der aktuelle Fall betrifft zwei Fernsehjournalistinnen und einen Kollegen des Nachrichtensenders KTV in der nördlich gelegenen Stadt San Pedro Sula. Yanina Romero, Carlos Rodríguez und Lourdes Ramírez hätten über Missstände in einem örtlichen Krankenhaus berichtet. Daraufhin erhielten sie nach eigenen Angaben anonyme Anrufe. Personen, die sich als Ärzte und Krankenschwestern des betreffenden Krankenhauses ausgaben, kündigten zudem an, die Berichterstatter aufzusuchen. Die Betroffenen mussten Mitte der Woche die Polizei zur Hilfe rufen, nachdem ihr Sender offenbar beschattet wurde.

Freitag, 25. Juli 2014

Eilaktion von Amnesty: Afro-honduranische Gemeinschaft in Gefahr

Am 17. Juli wurden Angehörige der afro-honduranischen Gemeinschaft der Garífuna im Nordosten von Honduras von bewaffneten Männern entführt und mehrere Stunden lang festgehalten. Unter ihnen befand sich auch die Menschenrechtlerin Miriam Miranda. Zuvor hatten sie eine illegale Landebahn auf dem Territorium der Garífuna entdeckt, die zum Drogenschmuggel benutzt wird. Es besteht nach wie vor große Sorge um ihre Sicherheit.

Am frühen Morgen des 17. Juli begaben sich mehrere Angehörige der afro-honduranischen Gemeinschaft der Garífuna, darunter auch die Menschenrechtlerin Miriam Miranda, in ein entlegenes Gebiet auf dem Territorium der Garífuna in Vallecito im Departamento Colón. Dort wurde die Gruppe von vier schwerbewaffneten Männern gefangengenommen. Bei einem vorhergehenden Ausflug in dieses Gebiet war der Gemeinschaft aufgefallen, dass eine illegale Landebahn, die früher zum Drogenschmuggel genutzt und von der Armee im Januar 2014 zerstört worden war, gerade wieder aufgebaut wird. Miriam Miranda sagte gegenüber Amnesty International, dass die Angreifer sie durchsuchten, ihre Mobiltelefone an sich nahmen und drohten, sie zu töten. Als die Angreifer erfuhren, dass sich in der Gegend noch weitere Angehörige der Gemeinschaft aufhielten, die die Entführung bemerken und Hilfe holen könnten, riefen sie ihren Anführer an. Kurz darauf erschien ein Wagen mit weiteren Männern. Nach längeren Verhandlungen kamen alle Entführten vier Stunden später frei.

Drei Journalist_innen aus San Pedro Sula aufgrund ihrer Berichterstattung bedroht


Wie die honduranische Journalistin und Menschenrechtsverteidigerin Dina Meza berichtet, sind drei Fernsehjournalist_innen des Nachrichtensenders KTV aus der honduranischen Großstadt San Pedro Sula akut bedroht. Die Kolleg_innen Yanina Romero, Carlos Rodriguez und Lourdes Ramírez hätten über Missstände im Krankenhaus Mario Catarino Rivas berichtet. Die drei erhielten anonyme Anrufe sowie Anrufe von Personen, die sich als Ärzte und Krankenschwestern aus dem betreffenden Krankenhaus ausgaben, und die sagten, dass sie sie aufsuchen würden. Am 23.7. standen verdächtige Personen vor ihrem Sender und die Journalist_innen schalteten die Polizei ein.
Carlos Rodriguez bekräftigt gegenüber der HondurasDelegation den Bericht der Menschenrechtsverteidigerin. Als Auslöser der Drohanrufe benennt er einen Beitrag seines Senders über den Tod eines Patienten als Folge von Vernachlässigung. Die Staatsanwaltschaft hätte die Vernachlässigung als Todesursache bestätigt. In einer Sendung von KTV sollen Gewerkschafter aus dem Krankenhaus außerdem den Verdacht geäußert haben, dass dort Todesfälle zugunsten von Beerdigungsunternehmen und illegalem Organhandel provoziert würden.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Eilaktion von Amnesty zu der Entführung von Garifuna-Aktivisten in Vallecito

Am 17. Juli wurden mehrere Angehörige der Garifuna-Organisation OFRANEH in Vallecito im Norden von Honduras für mehrere Stunden entführt und bedroht. Die schwerbewaffneten und vermummten Entführer arbeiten laut OFRANEH für das organisierte Verbrechen. Unter den am 17. Juli Entführten befand sich auch die Generalkoordinatorin der Organisation, Miriam Miranda.

Text der Eilaktion von Amnesty International auf Englisch

Meldung über die Ereignisse in Vallecito auf deutsch

Montag, 21. Juli 2014

Vorübergehende Entführung von Garifuna-Aktivisten in Honduras

Vallecito. Am 17. Juli wurden in Vallecito im Norden von Honduras über 20 Aktivisten der Garifuna-Organisation OFRANEH entführt. Die schwerbewaffneten und vermummten Entführer arbeiten laut OFRANEH für das organisierte Verbrechen, welches bis 2012 große Teile der Ländereien mehrerer Garifuna-Kooperativen in der Region besetzt hielt. Unter den Entführten, welche nach mehreren Stunden Gefangenschaft wieder freigelassen wurden, befand sich auch die Generalkoordinatorin von OFRANEH, Miriam Miranda.

Bergwerksunglück in Honduras fordert acht Tote

Regierung lehnt Hilfe aus Chile ab und erklärt verschüttete Minenarbeiter für tot. Angehörige und Arbeitskollegen wollen Suche fortsetzen

Von , amerika21.de

Choluteca, Honduras. Die honduranische Regierung hat die Suche nach acht verschütteten Bergleuten im Süden des Landes eingestellt und diese für tot erklärt. Bei dem Einsturz einer Goldmine im Berg Cuculmeca in San Juan de Arriba im Verwaltungsbezirk Choluteca waren am 2. Juli elf Bergleute verschüttet worden. Drei Arbeiter konnten am 4. Juli von Anwohnern und den Rettungsteams aus El Salvador, Guatemala und Honduras gerettet werden.

Bei Angehörigen und Arbeitskollegen der weiterhin Verschütteten stieß die Einstellung der Rettungsaktion auf Unverständnis und Ärger. Sie kündigten an, die Suche eigenständig weiterzuführen. Die lokale Verwaltung ordnete aus Sicherheitsgründen die Schließung des Bergwerkes für einen Monat an. Zu diesem Zweck wurden am 12. Juli Militär- und Polizeieinheiten in die Region beordert, um den Zugang zur Mine zu unterbinden.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Eilaktion von Amnesty: Menschenrechtlerin und Familie in Gefahr

UA und Musterbrief auf der Seite von Amnesty

Die honduranische Journalistin und Menschenrechtlerin Dina Meza ist in den vergangenen Wochen vermehrt drangsaliert und eingeschüchtert worden. Die Einschüchterungsversuche betreffen auch enge Familienangehörige. Amnesty International befürchtet, dass Dina Meza und ihre Familie in großer Gefahr sind.

Dina Meza hat angegeben, seit Ende Mai mehrfach drangsaliert und eingeschüchtert worden zu sein. Sowohl am 27. Mai als auch am 5. Juni wurde sie in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa von unbekannten Personen verfolgt und zuletzt am 5. Juli, als sie von einem Familienangehörigen begleitet wurde. Am 5. Juni verfolgte ein Unbekannter auf einem Motorrad ohne Nummernschild Dina Meza, als sie auf dem Morazán-Boulevard in Tegucigalpa spazieren ging. Er nahm den Helm ab, um ihr zu zeigen, dass er sie ansah. Um ihm zu entkommen, blieb der Menschenrechtlerin nichts anderes übrig, als fortzulaufen. Eine Woche zuvor, am 28. Mai um 9:05 Uhr, hatte Dina Meza auf ihrem Handy einen Anruf von einem Unbekannten erhalten: "Ich werde dich verprügeln, wenn du weiter Ärger machst" (te voy a pegar una pijada si seguis jodiendo). Kurz davor hatte sie einige Informationen zu dem Mord an einem politischen Aktivisten auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht.

Freitag, 13. Juni 2014

Menschenrechte in Honduras - fünf Jahre nach dem Putsch

Diskussionsveranstaltung am 26.06.
Bildungswerk Berlin der HBS, Kottbusser Damm 72

Am 28. Juni jährt sich zum fünften Mal der Putsch in Honduras. Fünf Jahre, in denen Repression, politische Verfolgung von sozialen Bewegungen und Militarisierung zugenommen haben; fünf Jahre, in denen durch neue Gesetze der Ausverkauf der natürlichen Ressourcen legitimiert und vorangetrieben wurde.

Massive Menschenrechtsverletzungen sind wieder an der Tagesordnung, besonders dort, wo sich in abgelegenen Regionen Widerstand gegen Großprojekte regt. Das Staudammprojekt Agua Zarca und die Agrarkonflikte im Sula- und Aguántal stehen symbolisch für eine Vielzahl von Konflikten, in denen transnationale Interessen auf die Existenzen der honduranischen Landbevölkerung bedrohen.

Zwei Mitglieder der Initiative Menschenrechtskette Honduras - CADEHO (Cadena de Derechos Humanos Honduras) haben über ein Jahr lang MenschenrechtsverteidigerInnen und bedrohte Gemeinden in Honduras begleitet und berichten über die aktuelle politische und Menschenrechtssituation.

Eine Veranstaltung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Diese Veranstaltung wird realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
Teilnahme frei. Anmeldung unter: global@bildungswerk-boell.de



Video der Kampagne "Freiheit für Chabelo"

Video der Kampagne "Freiheit für Chabelo"

video


Free Chabelo

Jose Isabel Morales, known as Chavelo, from the farmer movement of the
Aguan has been incarcerated since October 2008 without any evidence of
having committed a crime. Chavelo was accused of murder. This murder was
related to a confrontation that occurred in August of the same year
between a landowner, the police chief Henry Osorto and the farmers
belonging to the Guadalupe Carney community in the Aguan Valley.
Without any concrete evidence, arrest warrants were issued for residents
of the community. Chavelo was the one person to be tried and sentenced to
6 years in prison. During the early months of 2014, they repeated the same
process against him. During this new round, Chavelo’s lawyers filed
complaints about a series of irregularities and about the fact that the
witnesses contradicted themselves and changed their original statements in
order to intensify his incrimination.

Freitag, 6. Juni 2014

Deutscher Konzern und GIZ erstellen Bergbaukartierung in Honduras

Von , amerika21.de

Tegucigalpa/Hannover. Das deutsche Unternehmen M&P Geonova und das Schweizer Unternehmen Geoexpert sind mit der Kartierung der Vorkommen von seltenen Erden und Edelmetallen in Honduras beauftragt worden. Ein entsprechender Vertrag wurde am 22. Mai zwischen Vertreter des honduranischen Instituts für Geologie und Bergbau (INHGEOMIN) und Repräsentanten der genannten Unternehmen unterzeichnet. Laut dem Direktor von INHGEOMIN, Agapito Rodríguez, wird die Initiative durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gefördert und offenbar auch finanziert.

Das INHGEOMIN stellt Daten und Techniker zur Verfügung, welche die Unternehmensmitarbeiter in den verschiedenen Regionen des Landes begleiten. Nach Abschluss der Kartierung wird die verwendete technische Ausrüstung im Wert von über 300.000 US-Dollar für künftige Erkundungen an Honduras gespendet. Die Studie soll drei Jahre dauern und zur Identifikation der in Honduras vorhandenen Mineralien dienen.

Dienstag, 3. Juni 2014

EILAKTION: Tödliche Angriffe auf indigene Menschenrechtsverteidiger in Honduras, Foltervorwurf gegenüber der Nationalen Polizei


In Honduras ist es erneut zu zwei tödlichen Angriffen gegen Menschenrechtsverteidiger und Vertreter der Opposition gekommen. Angehörige der regierenden Nationalen Partei werden für die Angriffe verantwortlich gemacht. Die Indigenen-Organisation COPINH (Consejo Cívico de Organzaciones Populares e Indígenas de Honduras) hat zu den beiden Vorfällen Stellung genommen und fordert dringend umfassende Ermittlungen.

Wir bitten Sie bis zum 15.Juni 2014 bei den zuständigen honduranischen Behörden per e-mail oder Fax Ihre Besorgnis auszudrücken und eine sofortige, unabhängige Untersuchung der Vorfälle in San Francisco de Opalaca und in Rio Blanco zu fordern.

Donnerstag, 29. Mai 2014

Garífuna-Gemeinden klagen gegen den Staat

Bereits vor 13 Jahren hatten Bewohner von Triunfo de la Cruz und die Garífuna-Organisation OFRANEH ihre Situation vor der interamerikanischen Menschenrechtskommission angezeigt. Diese gab schließlich im April vergangenen Jahres bekannt, den Fall an den Gerichtshof weitergeleitet zu haben, da der honduranische Staat auf die von der Kommission ausgesprochenen Empfehlungen nicht reagiert hatte.

Dienstag, 27. Mai 2014

Tödliche Angriffe und Polizeifolter gegen Mitglieder der indigenen Widerstandsbewegung und der Partei LIBRE

Am vergangenen Wochenende fanden zwei tödliche Attentate auf Aktivisten der indigenen Bewegung in der Lenca-Region im Westen von Honduras statt. Mehrere Personen wurden verletzt.
In einer Erklärung von Montag, dem 26. Mai beschreibt die Lenca-Organisation COPINH die beiden Vorfälle:

San Francisco de Opalaca

In der Lenca-Gemeinde San Francisco de Opalaca eröffnete eine Gruppe von Angestellten des ehemaligen Bürgermeisters Socorro Sánchez das Feuer auf Irene Meza und Plutarco Bonilla, Angehörige der Partei LIBRE und Sympathisanten der Organisation COPINH. Meza und Bonilla kamen von einer Bürgerversammlung, bei der Unregelmäßigkeiten der Amtsführung von Socorro Sánchez (Nationale Partei) geklärt werden sollten und das weitere Vorgehen beim Aufbau einer autonomen indigenen Gemeindeverwaltung diskutiert wurde.

Samstag, 24. Mai 2014

Polizei und Armee als Partner der Minenbetreiber

Der honduranische Staat bietet den Minenunternehmen Straflosigkeit bei der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen. Über ein Gespräch mit dem Aktivisten Pedro Landa 

In Honduras wurden anderthalb Millionen Hektar des Bodens extraktivistische Projekte vergeben. Die transnationalen Minenunternehmen nutzen diese Fläche nicht nur, um die natürlichen Ressourcen des Landes auszubeuten, sondern sie schädigen die Gesundheit der Bevölkerung schwer. Aktuell sind 530 Minenprojekte genehmigt, andere warten noch auf die Erlaubnis und insgesamt sind es ungefähr 830 im ganzen Land. Die früher vorgesehene Befragung der Gemeinden ist außer Kraft gesetzt worden. Es werden Akten von Mordanzeigen unter Verschluss gehalten. Führende Umweltschützer, die sich entschieden haben, ihre Territorien zu verteidigen, sehen sich Bedrohungen und andere Formen der Repression ausgesetzt.

Freitag, 23. Mai 2014

Vom Putsch zur „grünen“ Diktatur

erschienen: iz3w (Mai/Juni 2014), Ausgabe 342, S. 15-17.
 
In Honduras wehren sich Indigene gegen den Ausverkauf des Landes

Nach dem Putsch von 2009 sollen neoliberale Wirtschaftspolitik, ausländische Investitionen und Green Economy Honduras aus der Krise helfen. Die damit verbundenen Projekte wie der geplante Staudamm Agua Zarca verletzen jedoch die Rechte der indigenen Bevölkerung. Von der honduranischen Regierung werden die Interessen transnationaler Unternehmen mit harter Hand durchgesetzt.


Von Kirstin Büttner und Daniela Dreißig

Gemeindemitglieder aus Río Blanco mit gefälschten Unterschriftenlisten. CC CADEHO
La Tejera, eine Gemeinde der indigenen Gruppe der Lenca im Department Intibucá, nordwestlich der Hauptstadt Tegucigalpa: Am 1. November 2013 fällt eine maskierte, mit kugelsicheren Westen und Schnellfeuerwaffen ausgerüstete Einheit der Nationalen Polizei in das Dorf ein. Angeblich auf der Suche nach dem Anführer des Dorfes, richten sie ihre Waffen auf Kinder, Frauen und alte Menschen und drohen ein Blutbad an. La Tejera ist eines von elf Dörfern der Region Río Blanco, die sich gegen den Bau des geplanten Staudamms Agua Zarca wehren. Ob im westlichen Hochland, an der Karibikküste oder im Süden des Landes - ähnliche Vorfälle häufen sich im ganzen Land.

Montag, 19. Mai 2014

Proteste nach Rauswurf von Linken aus Parlament in Honduras

Von , amerika21.de

Tegucigalpa. Aktivisten der linksgerichteten Partei LIBRE in Honduras haben zu Protesten aufgerufen, nachdem die Abgeordneten der Gruppierung von der Militärpolizei gewaltsam aus dem Kongress entfernt worden sind. Der Konflikt zwischen der Partei LIBRE und der amtierenden Regierung war eskaliert, nachdem der Parteivorsitzende Manuel Zelaya, Abgeordnete und Aktivisten am Dienstag im Parlament gegen die Staatsführung protestiert hatte. Diese komme ihrem Versprechen nicht nach, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, hieß es von ihrer Seite. Einen Tag zuvor war ein Vertreter der Linkspartei im Rathaus von Tegucigalpa bei einem Schusswaffenangriff verletzt worden.

Samstag, 17. Mai 2014

Eilaktion von Amnesty zu José Guadalupe Ruelas


UA von Amnesty und Online Eilaktion

Der Leiter von Casa Alianza Honduras, einer Kinderrechtsorganisation, wurde am 8. Mai von Angehörigen der Militärpolizei geschlagen und inhaftiert. Er glaubt, dass seine Misshandlung eine Vergeltungsmaßnahme dafür war, dass er sich gegen Gewaltverbrechen an Kindern in Honduras ausgesprochen und die Untätigkeit der Regierung diesbezüglich verurteilt hatte.

Donnerstag, 8. Mai 2014

CO₂lonialismo - Green Grabbing und die Verteidigung indigener Territorien in Honduras

Diplomarbeit von Magdalena Heuwieser zu Green Grabbing und der Verteidigung indigener Territorien in Honduras.

PDF zum download 

Die Verteidigung der Territorien ist aktuell wichtigstes Anliegen der indigenen Bewegungen in Honduras. Vor allem seit dem Putsch 2009 stieg die Anzahl an nicht nur ‚braunen‘, extraktivistischen, sondern auch ‚grünen‘ Projekten dramatisch an, in welchen eine zunehmende Bedrohungen für die territoriale Souveränität und indigene Lebensweisen erkannt wird. Diese Arbeit analysiert aus einer polit-ökologischen und dekolonialen Perspektive die Durchsetzung von ‚Green Grabbing‘ – der Land- und Ressourcenaneignung im Namen des Klima- und Umweltschutzes – anhand von drei Beispielen in Honduras: dem Bau zweier Wasserkraftwerke zur Erzeugung ‚grüner‘ Energie im indigenen Lenca-Territorium und der nationalen Strategie zur Einführung des Waldschutzprogramms REDD+. Diese stehen in Zusammenhang mit den ‚Offsets‘ (Kompensationsmechanismen) des Emissionshandels sowie teilweise mit Zahlungen für Ökosystemdienstleistungen (PES) und Biodiversitäts-Offsets. Die drei Projekte werden als ‚Akkumulation durch Enteignung‘, als Inwertsetzung und teilweise auch Finanzialisierung der natürlichen Gemeingüter gefasst. Der Einhegung der Territorien bzw. Commons stellt sich die indigene Lenca-Organisation COPINH aktiv entgegen. Sie kritisiert die Strategien zur Durchsetzung als undemokratisch und gewaltsam und verdeutlicht deren (neo-)kolonialen und extraktivistischen Charakter der Green Grabs. Die dargestellten marktbasierten Klimaschutzstrategien im Zeichen der Green Economy werden als falsche Lösungen und als ‚CO₂lonialismo‘ dechiffriert.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Honduras-Broschüre "Wir waren unsichtbar - Honduras nach dem Putsch."

Die Broschüre "Wir waren unsichtbar" von 2011 ist nun auch online als download verfügbar.

"Wir waren unsichtbar" - PDF zum downloaden
  

Die Broschüre "Wir waren unsichtbar - Honduras nach dem Putsch. Perspektiven der Widerstandsbewegung." ist erschienen. Sie ist eine Gemeinschaftsproduktion der Lateinamerikanachrichten mit der Hondurasdelegation 2010. Bestellt werden kann die Broschüre bei elsal [at] oeku-buero.de für 2 € pro Broschüre + Versandkosten. 

Mittwoch, 30. April 2014

Vorschlag für umfassende Agrarreform in Honduras

Von , amerika21.de

Tegucigalpa. Der Abgeordnete der Partei LIBRE und Vorsitzende von Via Campesina in Zentralamerika, Rafael Alegría, hat unlängst im honduranischen Kongress einen Vorschlag für eine Agrarreform vorgelegt. Der Gesetzentwurf wird von honduranischen Bauernorganisationen unterstützt und wurde gemeinsam mit diesen ausgearbeitet. Die Reform soll die ländliche Entwicklung und den Agrarsektors stärken, die Ernährungssouveränität garantieren und die Forderungen landloser Familien nachkommen. Bauernorganisationen in Honduras setzen sich bereits seit Jahren für eine Reform des Agrargesetzes ein. Laut Alegria finde ein Dialog mit den anderen im Kongress vertretenen Parteien statt, diese zeigen Interesse an einer Agrarreform.

Auf Druck von Landlosen und Kleinbauernorganisationen wurde in Honduras 1972 eine Agrarreform eingeleitet, welche die Landverteilung von 600.000 Hektar Land an Kleinbauernfamilien vorsah. Dies wurde allerdings nur teilweise umgesetzt und die Strukturanpassungsmaßnahmen der 1990er Jahre sowie das Gesetz zur Modernisierung des Agrarsektors machten die Errungenschaften wieder zunichte. Laut Via Campesina haben in Honduras über 300.000 Kleinbauernfamilien keinen Zugang zu Land. Mehr als die Hälfte der vier Millionen Kleinbauern leben in absoluter Armut.

Montag, 28. April 2014

Seminar "Zentralamerika - Eine Region zwischen Ausverkauf und Widerstand" 17. Mai in Leipzig

unter dem Titel "Zentralamerika - Eine Region zwischen Ausverkauf und Widerstand" veranstaltet Quetzal Leipzig e.V. gemeinsam mit dem Öku-Büro München und unterstützt von ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V., der Stiftung Nord-Süd-Brücken und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen ein
Ganztagsseminar zu den aktuellen Entwicklungen in der Region.

Zeit: Samstag, 17. Mai, 9:30 Uhr bis 18:30 Uhr

Ort: Arbeit und Leben, Löhrstr. 17, im Leipziger Zentrum (5 Min. vom Hbf.)

Programm: Referate und Diskussion zu regionalen Sicherheitsstrukturen, Jugendbanden und Gewalt; Ressourcen- und Territorialkonflikten; Kanalbauplänen und anderen Megaprojekten; sozialen Bewegungen in Zentralamerika und zur neuen Situation in Costa Rica nach den Wahlen.

Eintritt frei! Aktive Teilnahme am ganzen Seminar ausdrücklich erwünscht.

Um Anmeldung bis zum 10. Mai 2014 wird (besonders für auswärtige
Teilnehmende) gebeten:
bei ARBEIT UND LEBEN Sachsen,
Tel. 0341/710050
Mail: toepferwein@arbeitundleben.eu


Eilaktion von Amnesty zur ermordung von Carlos Mejía

Zur Eilaktion bei Amnesty

Am 11. April ist Carlos Mejía bei sich zuhause in der Gemeinde El Progreso erstochen worde. Er war in der Vergangenheit bereits im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit in Projekten zur Förderung der Menschenrechte und sozialen Gerechtigkeit bedroht worden.

Carlos Hilario Mejía Orellana war der Marketingleiter bei Radio Progreso und Mitglied der Equipo de Reflexión, Investigación y Comunicación, ERIC. Beides sind Projekte der Gesellschaft Jesu, die sich mittels Information, Bildung und Kommunikation für die Förderung der Menschenrechte und für soziale Gerechtigkeit einsetzt.

Am Abend des 11. April fand man Carlos Mejía mit zahlreichen Stichwunden tot bei sich zuhause in der Gemeinde El Progreso im Departamento Yoro. Nach dem Staatsstreich in Honduras 2009 und zahlreichen Vorfällen von Schikane, Einschüchterungen und Drohungen wurde 18 Mitgliedern von Radio Progreso Schutzmaßnahmen von der interamerikanischen Kommission für Menschenrechte (IACHR) bewilligt. Am 27. Mai 2011 wies die IACHR den Staat Honduras an, alle notwendigen Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um das Leben und die körperliche Unversehrtheit von Carlos Mejía zu schützen. Doch die Behörden haben keine der vielen Drohungen untersucht, die die Mitarbeiter_innen von Radio Progreso bis heute erhalten oder ihnen wirksame Schutzmaßnahmen zur Verfügung zu stellen.

Freitag, 18. April 2014

Nachdem unser Twitteraccount nicht mehr funktionierte, sind wir ab jetzt wieder unter HN_Delegation bei Twitter zu finden.

Donnerstag, 17. April 2014

Konflikt um Staudammprojekt Agua Zarca eskaliert weiter

Von , amerika21.de

Río Blanco, Intibucá. Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Staudammgegnern und -befürwortern in der honduranischen Region Río Blanco sind in der vergangenen Woche zwei Menschen getötet und mehrere schwerverletzt worden.

Laut der indigenen Organisation COPINH attackierten fünf Personen am Morgen des 6. April in der Nähe des Dorfes La Unión zwei Mitglieder des COPINH, die im Widerstand gegen das Staudammprojekt Agua Zarca aktiv sind und sich auf dem Weg zu Feldarbeiten befanden. Bei der darauf folgenden Auseinandersetzung kamen zwei der Angreifer, Doroteo Benítez und Santos Martínez, zu Tode. Die beiden Staudammgegner wurden bei der Konfrontation ebenfalls schwer verletzt. COPINH weist Berichte der honduranischen Medien entschieden zurück. Diese hatten von einem Überfall auf Benítez und Martínez berichtet, als diese friedlich zuhause beim Frühstück gesessen seien.

Offener Brief aus Río Blanco an die holländische Entwicklungsbank FMO

In einem offenen Brief forderten der indigene Rat, der Ältestenrat und das Patronat des Dorfes La Tejera, Río Blanco die holländische Entwicklungsbank FMO auf, das Staudammprojekt Agua Zarca nicht finanziell zu unterstützen.





Sehr geehrte Repräsentanten der Bank FMO (Holländische Entwicklungsbank),

Wir, die Mitglieder des Indigenen Rates, des Ältestenrates, des Patronats und weiterer aktiver Elemente des indigenen Lenca Dorfes La Tejera, Río Blanco Intibucá, haben uns am heutigen Dienstag, dem 1. April versammelt, um das einjährige Bestehen unseres Kampfes in Ablehnung des hydroelektrischen Projektes Agua Zarca zu zelebrieren.

Montag, 7. April 2014

Ein bisschen LIBRE


Nach der Wahl im November steht die honduranische Resistencia weiterhin einer Regierung der Oligarchie gegenüber, hat aber erstmals eine parlamentarische Vertretung
Von Johannes Schwäbl, Paula Brücher, Andrés Schmidt, der Artikel erschien im Infoblatt 82 des Ökumenischen Büros

Honduras wurde im Juni 2009 durch einen Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Manuel Zelaya erschüttert. In den Monaten nach dem Putsch kam es zu gravierenden und systematischen Menschenrechtsverletzungen gegen die honduranische Bevölkerung durch Polizei und Militär. Die auf den Putsch folgende Regierung von Porfirio Lobo diente den Interessen der nationalen Elite und stand für Korruption, Straflosigkeit und wirtschaftliche Stagnation. Als Reaktion auf den Putsch hatte sich die Bewegung Resistencia FNRP gebildet, in der sich unterschiedliche soziale Gruppierungen zusammengeschlossen hatten. Im Jahr 2011 entschloss sich ein Teil der Bewegung eine Partei zu gründen: Libertad y Refundacion (= Freiheit und Neugründung), kurz LIBRE genannt. Die Menschenrechtsverletzungen der Putschregierung sollten „an der Urne bestraft werden“, gab Ex-Präsident Zelaya als Losung aus. Seine Frau Xiomara Castro wurde Präsidentschaftskandidatin, er selbst kandidierte für den Kongress. Die Hoffnung war groß: Viele Umfragen bestätigten, dass LIBRE die Wahlen gewinnen könne.

Samstag, 5. April 2014

Land und Würde: Kurzdoku über den Landkonflikt um Agua Blanca Sur


video


zum Video auf Vimeo

Die Gemeinde Agua Blanca Sur (Honduras) befindet sich im oberen Sula-Tal, dessen landwirtschaftliche Entwicklung historisch durch tropisches Klima und eine ausgezeichnete Bodenqualität begünstigt wurde. Aktuell ist Zuckerrohranbau im Sula-Tal ein blühendes Geschäft und wurde der Großteil des Landes von verschiedenen Zuckerrohrunternehmen vereinnahmt. Eines davon ist Azucarera del Norte S.A., AZUNOSA, die zum britisch-südafrikanischen Unternehmen SABMiller gehört.

Montag, 31. März 2014

Weitere Morde an zwei oppositionellen Juristen

Am 14. März wurden ein Rechtsanwalt und ein Richter in Honduras ermordet. Die beiden Opfer sind zwei von 97 Juristen, die seit 2004 in Honduras gewaltsam ums Leben kamen. Der Rechtsanwalt José Nicolás Bernárdez wurde von Motorradfahrern getötet, während er in San Pedro Sula vor dem Ministerium Rey de Reyes in einem geparkten Wagen saß. Die Täter entkamen unerkannt. Bernárdez hatte bei den Wahlen zum Kongress im November 2013 für die oppositionelle Linkspartei LIBRE kandidiert.
Nur eine Stunde später wurde der Richter Lenin Castañeda in Tocoa im Departement Colón von mehreren bewaffneten Männern erschossen, als er um zehn Uhr morgens durch die Innenstadt ging. Die Täter entkamen unerkannt. Castañeda nahm an einem Treffen der honduranischen Anwaltskammer CAH teil. Er war der Sohn eines Gründers der Basisbewegung der Kleinbauern von Aguan (MUCA). 

// LN, Honduras Delegation
 


Dienstag, 18. März 2014

Lesung und Diskussionsveranstaltung in Detmold

Lesung und Diskussionsveranstaltung über die Menschenrechtslage in Honduras mit Diana Vallejo Baca, Nationaler Verband Honduranischer SchriftstellerInnen, ANDEH

am 04. 04. 2014 um 19.30 im Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38.

VeranstalterIn ist die ai-Gruppe Detmold.

Montag, 17. März 2014

Prognose: unsicher

Am 24. November fanden in Honduras Präsidentschaftswahlen statt, das internationale Interesse war überraschend groß. Fazit: Die Zweiparteienherrschaft ist ebenso Geschichte wie die Hoffnung auf einen tiefgreifenden Machtwechsel.
Johannes Schwäbl

Honduras führt nicht allzu viele internationale Statistiken an, eine jedoch kontinuierlich: Auch 2013 ist der kleine mittelamerikanische Staat mit 86,5 Morden pro 100.000 EinwohnerInnen laut UN-Berechnungen jener mit der höchsten Mordrate weltweit. Bis auf zweifelhafte Ehren wie diese findet sich Honduras relativ selten in den internationalen Medien. Zuletzt massiv 2009, als der damalige Präsident José Manuel Zelaya im Juni in einer Nacht-und Nebel-Aktion von der Macht geputscht und im Pyjama vom Militär nach Costa Rica verfrachtet worden war. Zelaya suchte während seiner Amtszeit den Dialog mit Bauern- und Indigenenorganisationen und unter seiner Federführung trat Honduras dem von Venezuela und Kuba ins Leben gerufenen Staatenbündnis ALBA bei. Mit seinen Plänen für eine Volksbefragung über die Einberufung einer Verfassunggebenden Versammlung brachte er die traditionellen Machteliten endgültig gegen sich auf. Der Staatsstreich führte zu einer breiten Protestbewegung in Honduras. Auf eine Übergangsregierung folgten Wahlen im November desselben Jahres, die Porfirio Lobo gewann.

Der Artikel erschien im Februar 2014 im Südwind-Magazin
weiterlesen bei suedwind-magazin.at

Sonntag, 16. März 2014

Honduras: Literatur im Widerstand

Vortrag und Diskussion in Hamburg
am 7. April, 19:30 Uhr 


Mit Diana Vallejo Baca, Nationaler Verband Honduranischer SchriftstellerInnen ANDEH

Nach dem Putsch im Juni 2009 haben sich KünstlerInnen in Honduras im Widerstand organisiert. Welche Bedeutung spielt die Literatur in der aktuellen gesellschaftlichen Situation? Diana Vallejo wird aus ihren Werken lesen und über das Engagement der KünstlerInnen berichten.
Veranstalter: zapapres, peace brigades international, ai-CASA-Gruppe. Kooperation mit Werkstatt 3

Werkstatt 3, Nernstweg 32-34, Eintritt 3 €




Samstag, 8. März 2014

Versuchter Mord an Staudammgegnern in Honduras

Von , amerika21.de

Río Blanco/Intibucá. Im Konflikt um das Staudammprojekt Agua Zarca im Departement Intibucá sind am Mittwoch drei Staudammgegner schwer verletzt worden. Laut der indigenen Organisation COPINH wurde María Santos Domínguez auf dem Nachhauseweg von sieben Personen mit Macheten, Stöcken und Steinen attackiert. Ihr Ehemann Santos Roque Domínguez und der zwölfjährige Paulo Domínguez, die ihr nach einem Telefonanruf zu Hilfe eilten, wurden von den Aggressoren ebenfalls angegriffen und durch Machetenhiebe schwer verletzt. Die drei Mitglieder des COPINH befinden sich nach der Attacke in einem kritischen Gesundheitszustand.

Eilaktion: versuchter Mord an Staudammgegner_innen in Rio Blanco

Schreiben Sie Emails an die honduranische Regierung um den Schutz der Familie Domínguez und ein Ende der Agressionen in Rio Blanco zu fordern

Im Konflikt um das Staudammprojekt Agua Zarca im Departement Intibucá sind am Mittwoch drei Staudammgegner schwer verletzt worden. Laut der indigenen Organisation COPINH wurde María Santos Domínguez auf dem Nachhauseweg von sieben Personen mit Macheten, Stöcken und Steinen attackiert. Ihr Ehemann Santos Roque Domínguez und der zwölfjährige Paulo Domínguez, die ihr nach einem Telefonanruf zu Hilfe eilten, wurden von den Aggressoren ebenfalls angegriffen und durch Machetenhiebe schwer verletzt. Die drei Mitglieder des COPINH befinden sich nach der Attacke in einem kritischen Gesundheitszustand.

Maria Domínguez ist Koordinatorin des indigenen Rates von Río Blanco. Sie und ihre Familie sind im Widerstand gegen das Staudammprojekt Agua Zarca aktiv. Für den Übergriff sind laut COPINH lokale Staudammbefürworter verantwortlich. Die gleiche Personengruppe habe in der Vergangenheit bereits mehrfach Maria Domínguez und ihre Familie bedroht und deren Anpflanzungen zerstört.


Musterbief in Spanisch:

Betreff: Agresiones en contra de miembrxs del COPINH en Río Blanco
 
Estimadxs señoras y señores

Les escribo expresando mi profunda preocupación por la nueva escalada de violencia en la región Río Blanco, Departamento Intibucá. El 5 de marzo la Defensora de Derechos Humanos María Santos Domínguez fue atacada por siete personas con machetes, palos y piedras cuando estaba en el camino a su casa. Asimismo fueron agredidos y gravemente heridos su esposo Santos Roque Domínguez y su hijo de 12 años, Paulo Domínguez. Lxs tres miembrxs del Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras, COPINH se encuentran en un estado delicado de salud.

María Domínguez es Coordinadora de Organización del Consejo Indígena de Río Blanco. Ella y su familia participan activamente en la resistencia pacífica contra el proyecto hidroeléctrico Agua Zarca. Según el COPINH los responsables del ataque violento son simpatizantes del proyecto hidroeléctrico. Los mismos hechores ya amenazaron en varias ocasiones en el pasado a la familia Domínguez y en una ocasión destruyeron los cultivos de la familia.

Desde casi un año la población indígena de varias comunidades del sector de Río Blanco se defiende en contra del proyecto hidroeléctrico. Según lxs pobladores, el proyecto viola su derecho a la consulta, garantizado en el convenio 169 de la OIT. Honduras ha ratificado el convenio 169 en el año 1995 y en 2007 firmó la declaración de las Naciones Unidas sobre los derechos de los pueblos indígenas.

La implementación del proyecto Agua Zarca en contra la voluntad de la mayoría de lxs habitantes afectadxs, ha causado frecuentes violaciones de Derechos Humanos y agresiones en contra de opositores del proyecto por parte de fuerzas de seguridad estatal y empleados de la Empresa Desarrollos Energéticos S.A. DESA, responsable del proyecto. En julio 2013 un miembro del Ejército de Honduras en el marco de una acción de protesta pacífica, asesinó al líder comunitario Tomas García. Hasta ahora todos las agresiones y amenazas en contra de opositores del proyecto quedan en impunidad.

Por el reciente ataque en contra de opositores del proyecto hidroeléctrico en Río Blanco exijo:
  • La adopción de medidas efectivas en coordinación con lxs afectadxs para garantizar la seguridad y la integridad física y psíquica de la familia Domínguez y lxs habitantes de las comunidades lencas, quienes se expresaron en contra de la construcción del proyecto hidroeléctrico “Agua Zarca” en el Río Gualcarque.
  • Una investigación independiente, exhaustiva e imparcial de los hechos de violencia que se llevaron a cabo el día 5 de marzo del 2014 en Río Blanco, departamento Intibucá. El anuncio publico de los resultados de las investigaciones y la acusación de los responsables.
  • De no dejar en la impunidad el caso de Tomas García, asesinado por un miembro del Ejército de Honduras y las otras agresiones contra miembros y miembras Lencas del COPINH en Río Blanco.
  • Es deber del Estado hondureño garantizar que los pueblos indígenas afectados por proyectos como el de “Agua Zarca” sean consultados de modo previo, libre e informado. Según la información recibida este no fue el caso en Río Blanco donde, entre otros, el estudio sobre los impactos ambientales del proyecto no fue publicado y los resultados de varios cabildos abiertos (ej. del 10 de octubre de 2011) no fueron tomados en cuenta, sino al contrario: Lxs habitantes opositores de la hidroeléctrica denunciaron varias veces intimidaciones, amenazas, seguimiento y agresiones físicas en su contra.

Atentamente:

ORT, DATUM

NAME

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Emails (oder auch telefonanrufe) können an folgende Personen gerichtet werden:

 S.E. Presidente Juan Orlando Hernández
Oficina del Presidente Casa Presidencial
Barrio Las Lomas Boulevard Juan Pablo II
Tegucigalpa Honduras
Fax +504 2290 5088
Email: info@presidencia.gob.hn (Adresse evtl. vorübergehend nicht erreichbar)
S.E. Presidente Juan Orlando Hernández Oficina del Presidente Casa Presidencial Barrio Las Lomas Boulevard Juan Pablo II Tegucigalpa Honduras Fax +504 2290 5088 info@presidencia.gob.hn
S.E. Presidente Juan Orlando Hernández Oficina del Presidente Casa Presidencial Barrio Las Lomas Boulevard Juan Pablo II Tegucigalpa Honduras Fax +504 2290 5088 info@presidencia.gob.hn

Carla Eugenia Cueva
Sub Secretaria de Justicia y Derechos Humanos
tlf. 99955297/22320231
e-mail: karlacueva2003@yahoo.com.mx

Fiscal general
Oscar Chinchilla Banegas
Fax: +504 2221 5667
Twitter: @MP_Honduras

Ministro de Seguridad
Arturo Corrales
e-mail: oaseguridad@hotmail.com y comunicacionCNDS@gmail.com
tlf. 94771646

Viceministro de Seguridad,
Francisco Javier Lima Bueso
tlf. 95001106

Comisario de la Policía de Intibucá
(504) 9711-8034 y
(504) 2783-1006

Martiniano Domínguez Meza, 
Alcalde de Intibuca
Telf. (504) 783-0660/0069

Empresa DESA:

BOTSCHAFT DER REPUBLIK HONDURAS en Alemania:
Mailadresse: informacion@embahonduras.de, informacion.embahonduras.de@gmail.com
Fax: (030) 3974 9712
Postadresse:
S.E. Herrn Ramón Custodio
Cuxhavener Straße 14
10555 Berlin



Weitere Adressen folgen demnächst...
Als Kopie (BCC) bitte auch an Hondurasblog2010@gmail.com und copinh@copinh.org senden


Übersetzung des Musterbiefes auf deutsch:


Sehr geehrte Damen und Herren

Ich schreibe ihnen um meine tiefe Besorgnis über die erneute Gewalteskalation in Río Blanco im Departement Intibucá, auszudrücken. Am 5. März wurde die Menschenrechtsverteidigerin María Santos Domínguez auf dem Nachhauseweg von sieben Personen mit Macheten, Stöcken und Steinen attackiert. Ihr Ehemann Santos Roque Domínguez und der zwölfjährige Sohn Paulo Domínguez wurden ebenfalls angegriffen und durch Machetenhiebe schwer verletzt. Die drei Mitglieder des COPINH befinden sich nach der Attacke in einem kritischen Gesundheitszustand.

Maria Domínguez ist Koordinatorin des indigenen Rates von Río Blanco. Sie und ihre Familie sind im friedlichen Widerstand gegen das Staudammprojekt Agua Zarca aktiv. Für den Übergriff sind laut COPINH lokale Staudammbefürworter verantwortlich. Die gleiche Personengruppe bedrohte in der Vergangenheit bereits mehrfach Maria Domínguez und ihre Familie und zerstörte unter anderem deren Anpflanzungen.

Seit nun fast einem Jahr wehren sich die indigenen Einwohner mehrerer Dörfer in der Region Río Blanco gegen das Staudammprojekt. Laut den Einwohner_innen verletzt das Projekt ihr Recht auf Konsultation, welches im Abkommen 169 der internationalen Arbeitsorganisation festgeschrieben ist. Honduras ratifizierte das Abkommen 169 im Jahr 1995 und unterzeichnete 2007 ebenfalls die Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte indigener Völker.

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen und Aggressionen gegen Staudammgegner_innen durch staatliche Sicherheitskräfte und Angestellten des für das Projekt verantwortlichen Unternehmens DESA . Im Juli 2013 wurde der lokale Aktivist Tomas García bei einer friedlichen Protestaktion von einem Soldaten erschossen. In keinem der Vorfälle wurden die Verantwortlichen bisher zur Verantwortung gezogen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind alle Übergriffe und Drohungen gegen Staudammgegner_innen straffreih geblieben.

Aufgrund der jüngsten Aggressionen gegen Staudammgegner_innen in Rio Blanco fordere ich:

  • Effektive Maßnahmen in Koordination mit den Betroffenen zu ergreifen um die Sicherheit und physische und psychische Unversehrtheit der Familie Domínguez und der Bewohner_innen der Lenca-Dörfer zu garantieren, welche sich gegen die Konstruktion des Staudammprojektes Agua Zarca im Fluss Gualcarque aussprechen.
  • Eine unabhängige, umfassende und unparteiische Ermittlungen der gewaltsamen Ereignisse des 5. März 2014 in Rio Blanco im Department Intibucá. Die Veröffentlichung der Ermittlungsergebnisse und die Anklage der Verantwortlichen
  • den Fall von Tomas García, der von einem Mitglied des Honduranischen Militärs ermordet wurde, sowie die anderen Aggressionen gegen Aktivist_innen des COPINH in Río Blanco nicht straflos zu lassen.
  • Es ist die Pflicht des honduranischen Staates zu gewährleisten, dass indigene Völker, die von Projekten wie “Agua Zarca” betroffen sind, vorab und ohne Zwang informiert und konsultiert werden. Nach meinen Informationen war dies in Rio Blanco nicht der Fall. U.a. wurde eine Umweltstudie zu dem Projekt nicht veröffentlicht und die Ergebnisse mehrerer Abstimmungen in den Gemeinden (u.a. am 10. Oktober 2011) wurden nicht berücksichtigt. Im Gegenteil: Die Gegner des Projektes wurden mehrfach eingeschüchtert, bedroht, verfolgt und tätlich angegriffen.

Mit freundlichen Grüßen,
Ort, Datum,
NAME

Donnerstag, 6. März 2014

Folgeprojekt der Modellstädte in Honduras geplant

Studien für erste Arbeits- und wirtschaftliche Entwicklungszone beginnen. Erneut Verfassungsklagen gegen Projekt beim obersten Gerichtshof eingereicht

Von , amerika21.de

Tegucigalpa. Die Pläne für die umstrittenen Arbeits- und wirtschaftlichen Entwicklungszonen (ZEDE) in Honduras werden konkreter. Laut Aussage von Regierungsvertretern soll die erste Zone im Süden des Landes entstehen. Die ZEDEs sind ein Nachfolgeprojekt der im Oktober 2012 für verfassungswidrig erklärten Modellstädte.

Am 10. Februar gab Ebal Diaz, Berater des honduranischen Präsidenten Juan Orlando Hernández, den Beginn von Studien zur Errichtung der ersten Zone bekannt. Mögliche Standorte sind in den Departements Choluteca und Valle. Zuvor fand ein Treffen zwischen Präsident Hernández, dem Südkoreanischen Botschafter, Unternehmern und Vertretern des honduranischen Staates statt. Die bisherigen Investitionen kommen von der südkoreanischen Regierung und Unternehmen dieses Landes. Die honduranische Regierung hatte bereits im Sommer 2012 einen Vertrag für den Bau der Modellstädte mit Südkorea unterzeichnet. Durch die Studie, die von der Südkoreanischen Firma Posco Plantec durchgeführt wird, soll der genaue Standort der Zone definieren werden. Diese soll vor allem der Förderung von Projekten für die Erzeugung von Solar- und Windenergie und von Billiglohnfabriken (Maquila) dienen.

Montag, 3. März 2014

Stimme der Armen

Für ihre kritische Berichterstattung über politische Missstände erhielten Mitarbeiter von "Radio Progreso" schon Morddrohungen - und der Staat sieht untätig zu. Trotzdem halten die Jesuiten an ihrem Kampf für die Armen fest.

Freitag, 21. Februar 2014

Kriminalisierung ist so alt wie die Macht


Von Jutta Blume

Was tun gegen die Kriminalisierung sozialer Bewegungen in Zentralamerika? - Unter dieser Fragestellung trafen sich Vertreter_innen von Nichtregierungsorganisationen und Solidaritätsgruppen aus dem deutschsprachigen Raum sowie aus Guatemala und Honduras Anfang Februar in Hofgeismar. Dabei ging es sowohl darum, das aktuelle Phänomen der Kriminalisierung in Zentralamerika besser zu verstehen als auch eine Perspektive der gemeinsamen Arbeit zu finden. Die teilnehmenden Organisationen fanden sich an diesem Wochenende zu einem „Runden Tisch Zentralamerika“ zusammen, der Forum für Informationsaustausch und Koordination gemeinsamer Aktionen werden soll.

Der neoliberale Ausverkauf Lateinamerikas. Einmal Honduras - Europa und zurück

Doku-Video der Grünen Bildungswerkstatt von der Veranstaltung am 23.1.2014 in Wien



Mitglieder des Solidaritäts-Netzwerks HONDURASDELEGATION berichten von der Delegationsreise zur Wahl und den Erfahrungen aus der langjährigen Zusammenarbeit mit sozialen, indigenen und Umwelt-Bewegungen in Honduras.

Andrés Schmidt (02:35) und Magdalena Heuwieser (54:47);
sowie Gabriele Küppers (29:01), Lateinamerika-Referentin der Grünen im Europaparlament und Mitglied einer Wahlbeobachtungsdelegation in Honduras

Die angefochtenen November-Wahlen in Honduras zementieren den neoliberalen und autoritären Regierungsstil, den der Militärputsch im Jahr 2009 ermöglichte. Welche Konflikte treten dabei auf? Welche Rolle spielt Europa bei der Unterstützung dieses Modells? Welche Auswirkungen hat es, insbesondere hinsichtlich der verstärkten Landaneignungen (Extraktivismus, 'Green Grabbing', Modellstädte, etc.)? Welche Widerstände sind sichtbar? Drei Mitglieder des Solidaritäts-Netzwerks HONDURASDELEGATION berichten von der Delegationsreise zur Wahl und den Erfahrungen aus der langjährigen Zusammenarbeit mit sozialen, indigenen und Umwelt-Bewegungen in Honduras.

Eine Veranstaltung der Grünen Bildungswerkstatt Wien in Kooperation mit dem Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien. Wien, 24.1.2014

Donnerstag, 13. Februar 2014

Filmabend und Diskussion in Köln am 19.02.2014

ERINNERN UND HANDELN FÜR DIE MENSCHENRECHTE - "No tenemos miedo"

19.2

Alternative und kommunitäre Radios in Honduras

Mi, 19. Februar 2014 - 20 Uhr

Filmabend und Diskussion mit dem Regisseur Axel Anlauf
3 Euro
Seit dem Militärputsch im Juni 2009 treibt die honduranische Regierung unter dem Motto „Honduras is open for business" einen massiven Ausverkauf des Landes voran, der mit Repression gegen den Widerstand von sozialen Bewegungen durchgesetzt wird. War der Staatsstreich selbst schon von brutaler Repression geprägt, nahmen die Menschenrechtsverletzungen unter dem demokratisch angestrichenen postputschregime von Porfirio Lobo weitaus systematischeren Charakter an.
Besonders Aktivist_innen die sich für eine Demokratisierungeinsetzen und gegen weltmarktorientierte Großprojekte, wie Palmölplantagen, Tourismusanlagen oder Staudämme wehren, sind betroffen. Aber auch kritische Journalist_innen, die sich oftmals als Sprachrohr sozialer Bewegungen verstehen, werden immer wieder Zielscheibe von Repressionen. Während Porfirio Lobos Präsidentschaft wurden mehr als 30 Journalist_innen ermordet. Reporter ohne Grenzen erklärte Honduras wiederholt zum gefährlichsten Land für journalistische Arbeit. Im Angesicht der von oligarchischen Familien dominierten Medienlandschaft, haben viele soziale Bewegungen, besonders im ländlichen Raum, begonnen, eigene kommunitäre Radios aufzubauen.

Mittwoch, 12. Februar 2014

SABMiller setzt die Kriminalisierung und Verfolgung von campesin@s in El Progreso, Yoro, fort

Die Zuckerfabrik Azucarera del Norte SA (Azunosa), Eigentum des britischen transnationalen Unternehmens SABMiller und verantwortlich für die Vertreibung von mehr als 1600 KleinbäuerInnen-Familien im Sektor Agua Blanca Sur (Valle de Sula), sieht keine Möglichkeit eines Dialogs während der 4. Versammlung, die seit November vergangenen Jahres mit den betroffenen BäuerInnenunternehmen stattfindet ... weiterlesen (spanisch)

Freitag, 7. Februar 2014

Proteste bei Siemens-Hauptversammlung

Staudammprojekte in Brasilien und Honduras: Aktivisten protestieren in München gegen Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen

von Hondurasdelegation, amerika21.de

München. Die Teilnehmer der Aktionärs-Hauptversammlung des Siemenskonzerns sind am 28. Januar auf dem Weg zum Tagungsort in der Münchner Olympiahalle mit  Protesten von Umweltschützern und Menschenrechtlern konfrontiert worden. "Hände weg vom Regenwald", "Stopp Belo Monte"  und "Terror, Tote und Turbinen – Siemens  verDAMMT Indigene in Honduras" war auf den Bannern der Demonstranten zu lesen. Auf ihren Flugblättern erklärten die Vertreter einer Koalition aus brasilianischen, US-amerikanischen, französischen und deutschen Organisationen, worauf ihr Protest zielt: Die Turbinenlieferungen des Siemens Joint Ventures Voith Hydro für die Staudämme Belo Monte in Brasilien und Agua Zarca in Honduras und die mit den Großprojekten verbundenen schweren Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen. In Belo Monte soll der drittgröße Staudamm der Welt entstehen, der Konflikt um Agua Zarca gilt als wichtigstes Beispiel für indigene Kämpfe in Honduras.

Sonntag, 2. Februar 2014

Indigener Aktivist in Honduras ermordet

Jesús de Otoro, Honduras. Der indigene Aktivist Justo Sorto ist vergangene Woche von Unbekannten ermordet worden. Seine Leiche wurde am 21. Januar in dem Dorf Yance im Landkreis Jesús de Otoro im westlichen Departement Intibucá mit Schussverletzungen in Kopf, Brust und der Hand aufgefunden.

Sorto war Gründungsmitglied der indigenen Organisation CINPH-MMP (Coordinadora Indígena del Poder Popular de Honduras - Movimiento Morazanista del Poder Popular) und zuvor über einen Zeitraum von zwanzig Jahren bei der indigenen Organisation COPINH aktiv. Er setzte sich für die Rechte der indigenen Lenca-Dörfer und die Verteidigung der natürlichen Ressourcen in Honduras ein. Unter anderem beteiligte er sich an den Protesten gegen den Staudamm El Tigre in der Grenzregion zu El Salvador und engagierte sich in seinem Dorf Yance gegen die illegale Abholzung und ein geplantes Staudammprojekt. Aufgrund seines politischen Einsatzes wurde Sorto in der Vergangenheit mehrfach Opfer von staatlicher Repression. In einer Erklärung von CINPH-MMP heißt es, die Ermordung Justo Sortos stehe in Zusammenhang mit seinen politischen Aktivitäten.

Samstag, 1. Februar 2014

Amtseinführung des honduranischen Präsidenten von Protesten begleitet

Von , amerika21.de

Tegucigalpa. Am vergangenen Montag hat Juan Orlando Hernández das Amt des Präsidenten von angetreten. Während der offiziellen Amtseinführung im Stadion Tiburcio Carias Andino demonstrierten laut der Nachrichtenagentur AFP etwa 5.000 Honduraner und Honduranerinnen in den Straßen der Hauptstadt Tegucigalpa.
Honduras

Die Demonstration, zu der die Partei LIBRE und das Widerstandsbündnis FNRP aufgerufen hatten, richtete sich sowohl gegen die Amtseinführung Orlandos, als auch gegen die Mehrwertsteuererhöhungen und gegen die jüngsten Vorfälle im Kongress, bei denen Parlamentariern der Opposition das Wort verweigert wurde. Die Kongressabgeordneten der Partei LIBRE boykottierten die offizielle Zeremonie und nahmen an der Demonstration teil.

Donnerstag, 30. Januar 2014

Presseberichte über die Proteste gegen Staudammprojekte vor Siemens-Hauptversammlung

Tödliche Turbinen

Proteste gegen Staudammprojekte vor Siemens-Hauptversammlung
Von Rudolf Stumberger, Neues Deutschland
 
Die Kritischen Aktionäre haben anlässlich der Hauptversammlung auf dubiose Praktiken von Siemens in Lateinamerika hingewiesen. 
 
»Terror, Tote & Turbinen« - dieser Spruch auf einem Transparent begrüßte am Dienstag die Aktionäre der Siemens AG vor der Jahreshauptversammlung in der Münchner Olympiahalle. Wie im Jahr zuvor richtete sich der Protest verschiedener Umweltorganisationen und Aktivisten gegen die Beteiligung des Konzerns am Bau von Megastaudämmen in Brasilien und Honduras. »Wir stellen Anträge gegen die Entlastung von Aufsichtsrat und Geschäftsführung«, so Markus Dufner vom Dachverband der Kritischen Aktionäre.
 
 

Die berüchtigtsten Wasserkraftwerke der Welt

Ein internationales Bündnis regierungsunabhängiger Organisationen protestiert auf der Siemens-Hauptversammlung gegen umstrittene Staudammprojekte in Brasilien und Honduras.

Unter Beteiligung des „Dachverbands Kritischer Aktionärinnen und Aktionäre“ haben NGO-Delegierte aus Brasilien, den USA, Frankreich und Deutschland die  Jahreshauptversammlung in der Münchner Olympiahalle „unterwandert“. Sie fordern die Anleger auf, Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens-AG die Entlastung zu verweigern.

weiter zum Artikel im Greenpeace Magazin

Dienstag, 28. Januar 2014

Presseerklärung: Protestaktion bei Siemensaktionärsversammlung


Koalition internationaler Nichtregierungsorganisationen
GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG
Lateinamerikas verbaute Zukunft Siemens` Beteiligung an Megastaudämmen in Brasilien und Honduras wird für Protest auf der Hauptversammlung am 28. Januar sorgen
München, 27. Januar 2014 – Eine Koalition aus brasilianischen, US-amerikanischen, französischen und deutschen Organisationen (NROs) bereitet eine lebhafte Protestaktion für die morgige Hauptversammlung der Siemens AG vor. Dabei wird die umstrittene Rolle des Unternehmens in zwei der berüchtigtsten Wasserkraftprojekte der Welt angeprangert: Belo Monte und Agua Zarca. Nach der Aktion vor der Olympiahalle wird die internationale Delegation auch direkt an der Hauptversammlung von Siemens teilnehmen. Sie wird dabei von der preisgekrönten brasilianischen Bewegung „Xingu Vivo para Sempre“, die in der Stadt Altamira im Amazonasbecken gegründet wurde. In dieser Region leiden die Menschen unter den schrecklichen Folgen, die die Errichtung des Belo-Monte-Großstaudamms bereits jetzt verursacht.