Dienstag, 29. Dezember 2015

Honduras wegen Verletzung indigener Rechte verurteilt


Dienstag, 1. Dezember 2015

Migration – warum auch Frauen flüchten...

(Berlin, 24. November 2015, npl).- Hochtechnisierte Grenzanlagen, auf ihrem Weg gen Norden verschwundene Migrant*innen, Deportationen in ihre Herkunftsländer. All das hält sie nicht auf: Die Hunderttausenden, die sich jährlich aus Guatemala, El Salvador und Honduras auf den Weg in Richtung Mexiko und USA machen. Darunter sind mehr und mehr Frauen – allein oder mit ihren Kindern. Frauen fliehen auch wegen erlebter sexualisierter Gewalt – sei es häusliche Gewalt im privaten Umfeld oder sei es Gewalt durch Sicherheitskräfte oder durch Mitglieder von Banden, den sogenannten Maras.

Donnerstag, 26. November 2015

Honduras: Höchste Frauenmordate der Welt!

Nach Angaben der UNO ist Honduras momentan das Land mit der höchsten Frauenmordrate der Welt und hat damit Mexiko und Guatemala diesen traurigen Rang abgelaufen. 7 von 10 honduranischen Frauen haben in ihrem Leben schon am eigenen Leib Gewalt erfahren. Erschreckend ist auch, dass die meisten Fälle sexueller Gewalt Mädchen zwischen 10 und 19 Jahren betreffen. Frauenrechtler_innen sehen die Gewalt gegen die Frauen in der allgemeinen kulturellen Praxis verankert, wobei die Situation seit dem Putsch 2009 fortwährend verschlechtert hat. Und auch die aktuelle Regierung beschneidet weiter die Frauenrechte.

Zum Beitrag von Jutta Blume auf Radio Onda

Sonntag, 15. November 2015

Mittelamerika-Mexiko-USA: Immer mehr Frauen auf der Migrationsroute

Weder hochtechnisierte Grenzanlagen, noch die unzähligen Kontrollen durch Militär- oder Polizeiposten entlang der Migrationsroute, auch nicht die ansteigenden Zahlen der verschwundenen Migrantinnen und Migranten auf der Strecke und noch nicht einmal die Deportationen in ihre Herkunftsländer halten sie auf: Die Hunderttausenden, die jährlich ihre Heimat in den Ländern des mittelamerikanischen Dreiecks verlassen. Die Flüchtenden aus Guatemala, El Salvador und Honduras.
Darunter immer mehr Frauen.
Sie fliehen alleine oder mit ihren Kindern. Fliehen wegen erlebter sexualisierter Gewalt - sei es häusliche Gewalt im privaten Umfeld oder sei es Gewalt durch Sicherheitskräfte oder durch Mitglieder von Banden, den sogenannten Maras.
Bleiben oder Fliehen - die Entscheidung zwischen diesen beiden Optionen scheint häufig wie die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Zum Beispiel Honduras:

Zum Beitrag von Erika Harzer und Ute Löhning auf Radio Onda

Mittwoch, 28. Oktober 2015

"Junkerland in Bauernhand" - Solifiesta in Berlin


6.11. New York im Bethanien, ab 22:00 Uhr




AUFRUF ZUR SOLIDARITÄT, am 06. November 2015, Fiesta und Fotoausstellung zur Unterstützung der Gemeinden im Widerstand in Honduras, im New York 59 am Mariannenplatz ab 22 Uhr.
Mit der Soliparty unterstützen wir indigene Bewegungen in Honduras, die ihr Gemeindeland und ihre Lebensgrundlagen gegen wirtschaftliche Interessen verteidigen und Menschen die durch staatliche und staatlich geduldete Gewalt extrem bedroht sind. CADEHO (Menschenrechtskette Honduras) setzt sich seit mehr als 4 Jahren für die Bekanntmachung von Menschenrechtsverletzungen in Honduras ein und unterstützt die sozialen Bewegungen im Land.

Fotoausstellung zu den "Indignadxs „ (Empörte), die seit Mai 2015 in ganz Honduras zu Tausenden auf die Straßen gehen, um gegen die ausufernde Korruption zu protestieren.







Tombola

Live-Bands:
Planet Kate (Latin Neofolk)
Paranoia & Delphin (60s Punk/ Rock'n Roll)
Calzada de los Muertos (Cumbia/ Ska/ Reggae)

DJs:
Papo Yoplack (Cumbia Psycodelic)
Schapur (Punk/ New Wave/ NDW)
Selektor Bony ( Reggae, Cumbia )
Oscar Guerrero ( Mestizo Beats )


¡LLAMADA A LA SOLIDARIDAD! El 6 de noviembre de 2015, Fiesta y Exposición para el apoyo de las comunidades en resistencia en New York 59, Mariannenplatz a partir de 10 p.m.
A través de esta solifiesta pretendemos de apoyar movimientos indígenas en Honduras, que están en lucha por sus tierras y sus bases de vida en contra de intereses económicos y a personas que viven en alto riesgo sufriendo violencia estatal o violencia tolerada por el estado. CADEHO (Cadena de Derechos Humanos Honduras) tiene más de 4 años denunciando y difundiendo la grave situación a la que se enfrentan defensorxs de derechos humanos en Honduras y apoyando a los movimientos sociales.

Exposición sobre la protesta de los "Indignadxs": miles de personas estan protestando en las calles en todo el pais desde mayo 2015 en contra de la corrupcion masiva.

Rifa

Bandas:
Planet Kate (Latin Neofolk)
Paranoia & Delphin (60s Punk/ Rock'n Roll)
Calzada de los Muertos (Cumbia/ Ska/ Reggae)

DJs:
Papo Yoplack (Cumbia Psycodelic)
Schapur (Punk/ New Wave/ NDW)
Selektor Bony ( Reggae, Cumbia )
Oscar Guerrero ( Mestizo Beats )

Montag, 26. Oktober 2015

„Korruption, illegale Machenschaften und schwere Menschenrechtsverletzungen"

Pressemitteilung zum Staatsbesuch des
honduranischen Präsidenten Juan Orlando Hernández:

München/Berlin/Hamburg. Der honduranische Präsident Juan Orlando
Hernández ist am heutigen Montag, 26. Oktober und am Dienstag, 27. Oktober
2015 zu Gast in der Bundesrepublik. Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt
ihn am 27. Oktober mit militärischen Ehren im Bundeskanzleramt. In
Hamburg wird Hernández u.a. zu einem Business Forum „Germany and
Honduras: Trade and Investment Opportunities" erwartet. In Berlin ist
offenbar auch ein Besuch in der Technikakademie der Siemens AG geplant.

Aus diesem Anlass möchten wir Medien, Politik und Wirtschaft darauf
hinweisen, dass zahlreiche nationale und internationale
Investitionsprojekte in Honduras mit Gewalt und erheblichen
Menschenrechtsverletzungen durchgesetzt werden. Besonders betroffen sind u.
a. Gebiete mit indigener Bevölkerung, in denen der „free, prior and
informed consent" der Gemeinden eingeholt werden muss. Honduras hat die
entsprechende ILO-Konvention 169 unterzeichnet und ratifiziert, hält sie
aber nicht ein.

Dienstag, 20. Oktober 2015

Profit statt Frauenrechte

Montag, 24. August 2015

In Honduras beginnt der Dialog gegen die Korruption

Weiterhin starke Beteiligung an Protesten. Kritik am Regierungsdialog und der Rolle der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS)

Die Modellstadt (ZEDE), das Unternehmen Posco Daewoo und die allgegenwärtige Korruption

von OFRANEH, Übersetzung Poonal

(Quito, 22. Juli 2015, alai).- Der Besuch des honduranischen Staatspräsidenten Juan Orlando Hernández (JOH) in Südkorea und anderen asiatischen Staaten im Juli war überschattet von den schweren Korruptionsvorwürfen gegen die jetzige und gegen frühere honduranische Regierungen. Ein besonders wichtiger Tagesordnungspunkt während des Aufenthalts von JOH in Südkorea ist, neben seinem Werben für ein Freihandelsabkommen zwischen Korea und Mittelamerika, der Erhalt der Machbarkeitsstudie für die „Modellstadt“ (ZEDE) an der Südküste des Landes zu erhalten, einschließlich eines Tiefseehafens in Amapala.

Südkoreanischer Stahlgigant POSCO sollte Machbarkeitsstudie liefern

Zu den ersten Treffen von JOH in Südkorea gehörte denn auch eine Zusammenkunft mit der Firma Daewoo, einem Tochterunternehmen des weltweit sechstgrößten Stahlerzeugers POSCO (Pohang Iron and Steel Company). POSCO hatte den Auftrag für die Erstellung der Machbarkeitsstudie für ZEDE erhalten.
POSCO wird derzeit von einer Reihe von Korruptionsvorwürfen erschüttert, die es in seinen Tochterunternehmen gegeben haben soll. Das ging so weit, dass Anfang Juli die Hauptgeschäftsstellen in Pohan durchsucht und im vergangenen April mehrere Führungskräfte inhaftiert worden waren.
Das in Südkorea eröffnete Verfahren wegen der allgegenwärtigen Korruption bei POSCO hat eine Reihe von Manager*innen des Unternehmens, das bis zum Jahr 2014 von dem noch immer in Haft sitzenden Chung Joon-yangaño geleitet wurde, die Knie weich werden lassen.

Organisation der Entwicklungszusammenarbeit KOIKA mit im Boot

POSCO PLANTEC, eine der Tochterfirmen dieses multinationalen Konzerns, hatte im vergangenen Jahr erklärt, im März dieses Jahres die Machbarkeitsstudie der Modellstadt im Süden von Honduras übergeben zu wollen. Am Ende seiner Rundreise durch Südkorea erhielt JOH Medienberichten zufolge die „Machbarkeitsstudie des Logistikzentrums von Valle“ (Estudio de factibilidad del Centro Logístico de Valle) und die Unterstützung der Organisation für Entwicklungszusammenarbeit KOIKA für die Machbarkeitsstudien in den Sonderentwicklungsgebieten (ZEDE) in Honduras.
Die weit verbreitete Armut und die sich verschlimmernde Gewalt sowie die vorhandene Korruption in Honduras scheinen für das Unternehmen POSCO, das angesichts der Lawine von Vorwürfen gegen die Firma selbst in einer Glaubwürdigkeitskrise steckt, kein Hindernis zu sein.
POSCO und sein Tochterunternehmen Daewoo gerieten im Jahr 2009 in die Kritik, weil sie versucht hatten, sich ein riesiges Gebiet auf der Insel Madagaskar anzueignen, als es dem Wirtschaftswissenschaftler und Initiator der „Modellstädte“, Paul Romer gelungen war, den damaligen Premierminister dieser Insel, Marc Ravalomanana, davon zu überzeugen, ihm kostenlos 1,3 Millionen Hektar Land für die Aussaat von Mais und Ölpalmen zu überlassen.

Fragwürdige Partner

Nach dem Staatsstreich vom März 2009 verlegte Paul Romer sein Interesse von Madagaskar nach Honduras – einem Staat, der nach dem Putsch vom 28. Juni 2009 in einem politischen Gemetzel zugrunde ging, das bis heute anhält, auch wenn die Medienmaschinerie angeworfen wurde, um das zu kaschieren. POSCO ist in eine Reihe von Menschenrechtsverletzungen im indischen Bundesstaat Odisha verwickelt, wo das Unternehmen vorhatte, ein metallurgisches Werk zu bauen. Durch das Bauvorhaben waren 22.000 Menschen von Vertreibung bedroht. Die Behörden ließen auf Anweisung von POSCO mehr als 150.000 Bäume fällen. POSCO trat von seinem Vorhaben scheinbar zurück.
Die Korruptionsvorwürfe gegen die Führungsebene bei POSCO stellen die Redlichkeit des Unternehmens in Frage. Das Image des Unternehmens wird in Honduras durch KOIKA verbreitet, der südkoreanischen Organisation für Entwicklungszusammenarbeit, die darum bemüht war, die Machbarkeitsstudie für die ZEDE voranzubringen.
Die Modellstädte – jener Name, unter dem man die jetzt ZEDE genannten Projekte früher kannte, haben einen enormen Widerstand in Honduras hervorgerufen, bis hin zu einem Putsch der Legislative gegenüber der Justiz, nachdem letztere die Modellstädte im September 2012 für illegal erklärt hatte.

Augenwischerei: ZEDE, Modellstädte und LEAP

Die Abkürzung ZEDE wurde von der ecuadorianischen Regierung „entliehen“, die bereits seit längerer Zeit dieses Kürzel für Freihandelszonen verwendet. Doch die ZEDE in Honduras unterscheiden sich von jenen in Ecuador hinsichtlich ihrer Souveränität. Diese wurde durch die „nationalistischen“ Regierungen untergraben, die das gewalttätige Honduras nach dem Putsch verwaltet haben.
Sowohl die allgegenwärtige Korruption als auch der Zusammenbruch des Justizsystems wie auch die Vorwürfe gegen die Manager von POSCO geben uns einen ersten Eindruck davon, was wir von den ZEDE zu erwarten haben. Es scheint, als könnten das mögliche Steuerparadies, das sich die Förderer und Initiator*innen von LEAP-Zonen erhoffen, also Gebiete mit eigenen rechtlichen, wirtschaftlichen, administrativen und politischen Regularien (1) sowie die wenigen Akademiker*innen, die die Modellstädte der Korruption mit bewerben, auf die Unterstützung der südkoreanischen Entwicklungshilfe zählen.

Sambo Creek, 22. Juli 2015

(1) Anm. d. Ü.: Aus dem Engl. „Legal, Economic, Administrative, Political jurisdictions“; dies ist ein weiterer Begriff für die vormals als „Modellstädte“ bezeichneten Konzepte.

Organización Fraternal Negra Hondureña, OFRANEH garifuna@ofraneh.org ofraneh@yahoo.com http://www.ofraneh.org http://www.ofraneh.wordpress.com Twitter:@ofraneh

Freitag, 24. Juli 2015

URGENT ACTION: Sorge um das Leben und die Unversehrtheit der Mitglieder der indigenen Gemeinschaft „Tribu de San Francisco de Locomapa“


Das internationale Menschenrechtsbegleitprojekt Proyecto de Acompañamiento Internacional en Honduras (PROAH) fürchtet um das Leben der sieben Mitglieder der indigenen Gemeinschaft „Tribu de San Francisco de Locomapa“, die am Hungerstreik in Tegucigalpa teilnehmen und ist sehr besorgt über die Situation der Straflosigkeit und der schweren Menschenrechtsverletzungen in den Gemeinden der Region Locomapa, Departement Yoro (Honduras).
Am 30. Juni 2015 haben sich sieben Mitglieder der indigenen Gemeinschaft der Tolupanes „Tribu de San Francisco de Locomapa“ einem Hungerstreik vor dem Sitz des Präsidenten angeschlossen. Sie fordern die Einsetzung einer internationalen Kommission gegen die Straflosigkeit sowie das Ende der Straflosigkeit im ganzen Land und speziell im Departement Yoro.
Allen sieben Mitgliedern der indigenen Gemeinschaft der Tolupanes, die an dem Hungerstreik teilnehmen, sind im Dezember 2013 von der Interamerikanischen Menschenrechtskommission Schutzmaßnahmen (medidas cautelares) zugesprochen worden. Grund war der Mord an drei Gemeindemitgliedern am 25. August 2013. Sie hatten sich dem illegalen Holzeinschlag und der illegalen Ausbeutung von Mineralien in der Region Locomapa widersetzt. Daraufhin forderte die Interamerikanische Menschenrechtskommission vom honduranischen Staat besonderen Schutz für 18 Gemeindemitglieder und deren Familienangehörige, insgesamt 38 Personen.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Petition zur Aufklärung des Mordes an Angy Ferreira und Schutz für LGBTI*-Aktivist_innen


Die LGBTI-Gemeinde in Honduras trauert um ihre Aktivistin Angy Ferreira (26). Auf sie wurde in der Nacht vom 25. auf den 26. Juni 2015 aus einer Gruppe von vier Unbekannten geschossen. Eine Polizeipatrouille, die am Tatort erschien, kam der noch Lebenden nicht zu Hilfe. Eine Augenzeugin des Mordes wurde einige Tage später ebenfalls von Unbekannten zusammengeschlagen.

Angy war Koordinatorin der Trans*Frauen-Gruppe bei der LGBTI-Organisation Arcoíris. Arcoíris setzt sich seit 2003 für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen (LGBTI*)in Honduras ein.

Seit dem Staatsstreich in Honduras 2009 sind mindestens 198 Angehörige der LGBTI-Community in Honduras Opfer von hate crimes geworden. Strafrechtlich verfolgt werden diese Verbrechen nur sehr selten. Stattdessen sind LGBTI mit willkürlichen Verhaftungen, Polizeigewalt und Mordanschlägen konfrontiert.

Dienstag, 7. Juli 2015

onda-info 359 zu den protesten der indignadxs in Honduras

Unter anderem mit den Themen:

Seit über einem Monat protestieren die Menschen in Honduras gegen einen riesigen Korruptionsskandal, in den hohe Regierungsfunktionäre verwickelt sind. Sie fordern unter anderem den Rücktritt des Präsidenten Juan Orlando Hernández und die Einrichtung einer Internationalen Kommission gegen die Straflosigkeit. Wöchentlich gehen die "Indignados" - die Empörten - auf die Straße, einzelne von ihnen protestieren seit dem 23. Juni mit einem Hungerstreik. Weltweit finden Solidaritätskundgebungen statt, so auch am 29. Juni vor der honduranischen Botschaft in Berlin. Unsere Kollegin Jutta Blume war dort!

Anlässlich der aktuellen Ereignisse bleiben wir in Honduras und senden Euch einen Beitrag mit der Honduranischen Musikerin, Feministin und Widerstandskämpferin Karla Lara als sie 2013 in Berlin war.  Honduras hat zwar eine neue Regierung, aber an der Situation der Medienschaffenden hat sich nicht allzu vieles verändert.

zur onda-info 359 vom 7.7.2015

Montag, 6. Juli 2015

Druck auf Regierung in Honduras wächst

Proteste nehmen weiter zu. Haftbefehl gegen Vizepräsidentin des Kongresses. Honduranische Regierung installiert Dialog 


Freitag, 3. Juli 2015

Demonstration in Honduras zum Jahrestag des Putsches



Tegucigalpa. Die honduranische Widerstandsbewegung "Frente Nacional de Resistencia Popular" (FNRP) sowie die Partei "Libertad y Refundación" (Libre) haben mit einem Protestmarsch durch die Hauptstadt Tegucigalpa an den Staatsstreich in Honduras vor sechs Jahren erinnert. Am 28. Juni 2009 war der amtierende Präsident Manuel Zelaya von Militärs aus dem Land gebracht und seines Amtes enthoben worden, nachdem er soziale Reformen zugunsten der ärmeren Bevölkerungsschichten eingeleitet und sich der linksgerichteten Bolivarischen Allianz (Alba) zugewandt hatte.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Video: Kundgebung vor der honduranischen Botschaft in Berlin

GEGEN DIE KORRUPTION UND STRAFLOSIGKEIT

Am Montag, den 29. Juni versammelten sich vor der honduranischen Botschaft in Berlin zirka 40 Personen um auf die gravierende Korruption und Straflosigkeit in Honduras zu protestieren und sich mit den massiven Protesten in Honduras zu solidarisieren.


Samstag, 27. Juni 2015

"Indignadxs" in Honduras beginnen Hungersteik


Forderungen nach UN-Kommission gegen Straflosigkeit, Rücktritt von Präsident Hernańdez und Bestrafung korrupter Regierungsfunktionäre


Tegucigalpa. Anhänger der Bewegung der Indignadxs sind seit Anfang der Woche im Hungerstreik, um gegen den größten Korruptionsskandal in der Geschichte von Honduras zu protestieren. Die Aktion soll den Forderungen der Bewegung Nachdruck verleihen, die seit mehr als einem Monat Tausende von Honduranern auf die Straße mobilisiert.

Ariel Varela und Miguel Briceño, die seit dem Morgen des 22. Juni vor dem Präsidentenpalast den Hungerstreik durchführen, fordern die Einsetzung einer internationalen Kommission gegen die Straflosigkeit durch die Vereinten Nationen (CICIH), den Rücktritt des Präsidenten Juan Orlando Hernández und die Bestrafung der an dem Korruptionsskandal beteiligten Regierungsfunktionäre. Am Dienstag und Mittwoch schlossen sich Esteban Padilla, Agustín Lagos, Fernando Luna, Germán Ayala Sula und Gerson Suazo dem Hungerstreik an.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Honduras: Übergriffe und Gewalt gegen „Empörte“ im Hungerstreik mindern deren Entschlossenheit nicht

Sie fordern eine internationale Untersuchungskommission und ein Verfahren gegen die Beteiligten am Bankrott der Sozialversicherung

Der ganze Bereich wurde sofort von Militärs mit Metallgittern abgesperrt. Bürger_innen und  Pressevertreter_innen wurden nicht durchgelassen, ebenso wenig der Aufbau von Installationen, die einen Aufenthalt der Jugendlichen und ihrer über zwanzig Begleiter_innen ermöglichen sollen. „Sie wollen uns zermürben, indem sie den Zugang zu Strom, einen Ventilator, Sonnenschutz und ein mobiles WC verhindern. Auch den Medien geben sie keinen Zutritt und verletzen so das Recht auf freie Meinungsäußerung,“ sagte Ariel Varela zu LINyM.

Diese Abriegelung ermöglichte einer großen Gruppe unbekannter Angreifer_innen am frühen Morgen des Dienstag eine brutale Attacke mit Schlägen und Steinwürfen auf die Begleiter_innen der Hungerstreikenden. Mehrere Personen wurden verletzt, darunter auch Journalist_innern nationaler und internationaler Medien, die versuchten, über den Protest der Hungerstreikenden zu berichten. Einigen wurde ihre Ausrüstung abgenommen.

Trotz der Gewalt und der Drohungen gegen sie versichern die Jugendlichen, dass sie ihren Protest nicht aufgeben und an ihren Vorsätzen festhalten werden. 

„Schluss mit der Korruption - Her mit einer Kommission gegen die Straflosigkeit“

Ihre Forderungen sind klar. Sie verlangen die Einsetzung einer Internationalen Kommission gegen die Straflosigkeit in Honduras (Comisión internacional contra la impunidad en Honduras - CICIH). Zudem soll das Parlament ein politisches Verfahren gegen die Funktionäre anstrengen, die in die Ausplünderung der Sozialversicherung verwickelt waren.
„Die honduranische Bevölkerung hat diese Ausplünderung satt, sie hat sich erhoben und will teilhaben, sie will ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und das ihre beitragen. Am Dienstag kamen Hunderte um unseren Protest zu unterstützen und verschiedene Organisationen werden das ab morgen fortsetzen. Für den Freitag erwarten wir eine große Demonstration mit Fackeln zum Präsidentenpalast um diesen Kampf zu unterstützen,“ erklärte Varela.
Der jugendliche „indignado“ wies zudem Erklärungen von Präsidentenberater Ebal Díaz zurück, der behauptet hatte, die Proteste würden gewalttätig und die „indignados“ mit einem Molotowcocktail in Verbindung gebracht hatte, der auf ein Nebengebäude des Obersten Gerichtshofes geworfen worden war. „Dieser Herr ist ein Lügner und überhaupt nicht maßgeblich. Seine Erklärungen haben nur das Ziel, die Protestbewegung zu diskreditieren. Wir haben landesweit bewiesen, dass die Fackeldemonstrationen entschlossen sind, aber friedlich. Diese Anschuldigungen zeigen die tiefe Angst die die Regierung vor der Bevölkerung gar. Sie fühlt sich gegen die Wand gedrängt und merkt, dass sie keine Unterstützung in der Bevölkerung mehr hat“, schlußfolgerte der jugendliche „indignado“.

Korruption und dreister Betrug

Seit über sieben Wochen reagieren weite Teile der Bevölkerung heftig auf eine Anschuldigung, die der Direktor von Radio Globo und  Globo TV, David Romero Ellner erhoben hat: Er bringt die Regierungspartei Partido Nacional mit einem riesigen Betrugsskandal gegen die honduranische Sozialversicherung in Verbindung, der im vergangenen Jahr aufgedeckt wurde.
Nach seinen Recherchen wurden 90 der 330 Millionen Dollar, die dem Sozialversicherungssystem entzogen wurden, dazu verwendet, Rechnungen der Nationalen Partei zu bezahlen, um die Wahlkampagne des damaligen Präsidentschaftskandidaten und heutigen Präsidenten Juan Orlando Hernández zu finanzieren. Unmittelbare Täter waren hohe Funktioäre des IHSS, die inzwischen in Haft sind.
Das Abzweigen von Geldern aus der Sozialversicherung in Richtung Nationale Partei wurde von einem Mehrparteien-Untersuchungsausschuss des Parlamentes bestätigt, der zwölf Korruptionsfälle untersuchte, unter anderem besagten Bankrott des Sozialversichungsinstitutes IHSS.
Um diesen Millionenbetrug zu begehen, hatten Familienangehörige der IHSS-Funktionäre Scheinfirmen gegründet, die angeblich Medikamente, Dienstleistungen und medizische Geräte lieferten. Diese wurden aus den Lagern des IHSS gestohlen und danach „geliefert“.  Romero Ellner versicherte, dass die gesamte Parteispitze der Nationalen Partei von diesem Betrugsmechnismus wusste – eingeschlossen der ehemalige Präsident Porfirio Lobo und der jetzige Juan Orlando Hernández – und dass Mitglieder der Staatsanwaltschaft (in Honduras: Ministerio Público, Anmerk. d. Ü.) Beweismittel unterschlagen und die Ermittlungen ad acta gelegt haben.

Mit freundlicher Genehmigung von Giorgio Trucchi - LINyM Quelle: http://nicaraguaymasespanol.blogspot.com/2015/06/honduras-acoso-y-violencia-contra.html

Übersetzung: Öku-Büro München (la)

Dienstag, 23. Juni 2015

Solidaritätsdemonstration in Hamburg

Am Sonntag, 28. Juni, 17:00 - 19:30 Uhr
Stephansplatz bis Jungfernstieg

Invitamos cordialmente a todas y todos los Hondureños, Guatemaltecos y hermanos de Latinoamérica en la cuidad de Hamburgo.
A las y los amigos de CENTROAMERICA en ALEMANIA a que se nos unan en la marcha contra la impunidad y la corrupción.

Es una marcha solidaria y pacifica,
En memoria de 2,888 seres humanos que fallecieron por falta de medicinas e insumos médicos en el seguro social de Honduras.
¿La causa de todas esas muertes?
¡LA CORRUPCION Y LA IMPUNIDAD REINANTES EN HONDURAS!
Siguiendo el ejemplo de nuestros hermanos GUATEMALTECOS: ¡HONDURAS DESPIERTA!

Las y los Hondureños en el mundo entero, nos estamos uniendo a las protestas en nuestro país de origen, alzando nuestras voces en contra de la corrupción y la impunidad.
¡SEDIENTOS DE JUSTICIA, CANSADOS DE TANTOS ABUSOS POR PARTE DE LOS CORRUPTOS POLÍTICOS HONDUREÑOS!

Gegen die Korruption und Straflosigkeit in Honduras

Berlin: Kundgebung vor der Botschaft von Honduras 
 
Am 29.06.2015, 12:00 Uhr
Gegenüber der Honduranischen Botschaft, Cuxhavenerstr.14 (S-Bhf Tiergarten/ U9 Hansaplatz)
Die Menschenrechtskette Honduras (CADEHO) ruft zur internationalen Solidariät mit den seit einem Monat gegen die Korruption und Straflosigkeit in Honduras Protestierenden auf. Diese wollen wir mit einer Kundgebung gegenüber der Honduranischen Botschaft in Berlin, Cuxhavenerstr. 14 am Montag, den 29. Juni 2015 um 12:00 Uhr, zum Ausdruck bringen.

Wir verurteilen die Verwicklung der Honduranischen Regierung in schwerwiegende Korruptionsfälle im Zusammenhang mit dem Gesundheitssystem (IHSS), die sich auf eine Gesamtsumme von über 350 Millionen US-Dollar belaufen. Es wird geschätzt, dass diese Veruntreuung fast 3.000 Todesfälle nach sich gezogen hat,  da sich die prekäre Situation in der Gesundheitsversorgung dadurch weiter verschärft hat. Mutmaßlich in den Betrug verwickelt sind Funktionäre sowohl der Regierung des Ex-Präsidenten Porfirio Lobo als auch der Regierung des amtierenden Präsidenten Juan Orlando Hernández. Hernández hat zugeben, dass seine Partei (Partido Nacional) Gelder aus dem Sozialversicherungssystem erhalten hat.

Montag, 22. Juni 2015

Berlin: Marcha en solidaridad con el pueblo de Honduras

El lunes 29 de Junio, 12:00 del medio día frente a la Embajada de Honduras en Berlín (Alemania) Cuxhavenerstr. 14, (S­Bahn Berlin ­Tiergarten /U9 Hansaplatz).

Cadena de Derechos Humanos por Honduras ­Alemania (CADEHO) hace un llamamiento a la solidaridad internacional para apoyar las masivas movilizaciones populares que se están realizando en Honduras desde hace un mes contra la corrupción e impunidad. 
Convocando a una concentración el lunes 29 de Junio, 12:00 del medio día frente a la Embajada de Honduras en Berlín (Alemania) Cuxhavenerstr. 14, (S­Bahn Berlin ­Tiergarten /U9 Hansaplatz).

Denunciamos los graves hechos de corrupción que enfrenta el Gobierno Hondureño en el Sistema de Seguridad Social (IHSS), que superan los 350 millones de dolares, y que se estima que a generado casi 3 mil muertes ocasionadas por esa estafa, debido a la precaria situación en la que se encuentra este sistema público de salud. Presuntos implicados son funcionarios vinculados al ex-presidente Porfirio Lobo y al actual mandatario Juan Orlando Hernández, quien admitió que su partido (Partido nacional) recibió dinero del Seguro Social.

Sonntag, 21. Juni 2015

Massive Proteste gegen Korruption und Straflosigkeit in Honduras


Vizepräsidentin des Parlaments unter anderem wegen Betrugs unter Verdacht. Breite Bewegung fordert Rücktritt von Präsident Hernández
Tegucigalpa. Seit rund drei Wochen protestieren zehntausende Honduraner in den Städten und Gemeinden gegen die offensichtliche Veruntreuung von Geldern aus dem Sozialversicherungsinstitut (IHSS) durch hochrangige Funktionäre verschiedener Institutionen als auch der Regierungspartei. Seit vergangenen Donnerstag steht nun auch die Vizepräsidentin des Parlaments, Lena Gutiérrez der Nationalen Partei, wegen Betrugs, Straftaten gegen die Gesundheit und Fälschung öffentlicher Dokumente unter Verdacht.

Die Protestierenden fordern den Rücktritt von Präsident Juan Orlando Hernández und die Schaffung einer Internationalen Kommission gegen Straflosigkeit in Honduras (CICIH). Aktivisten dieser Bewegung betonen, dass sie von keiner politischen Partei geführt werde. Sie würden so lange demonstrieren, bis die Verantwortlichen bestraft würden.

Freitag, 19. Juni 2015

Buchpräsentation und Diskussionsveranstaltung in Berlin

DER GRÜNE KOLONIALISMUS
... IM NAMEN DES
KLIMASCHUTZES

Jour Fixe Politische Ökologie
an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR)

Buchpräsentation und Diskussionsveranstaltung
WANN? am Dienstag, 7. Juli, 18 Uhr
WO? HWR, Badensche Str. 50-51, 10825 Berlin
Raum B 5.12 (linker Aufgang, ganz oben)


Emissionshandel, marktbasierter Waldschutz (REDD+) und das Freikaufen von Umweltsünden über Offset-Gutschriften… Aktuelle Lösungsvorschläge für die Klimakrise lenken nicht nur von den wahren Ursachen und Verursachern der globalen Erwärmung und der Naturzerstörung ab.

Die „grünen” Projekte werden nicht selten auf autoritäre und gewaltsame Art und Weise durchgesetzt. Sie können zu „Green Grabbing“ – zu Land Grabbing im Namen des Klimaschutzes – und zur „Finanzialisierung der Natur“ führen.

Die Autorin Magdalena Heuwieser verdeutlicht im Gespräch die Widersprüche, Gefahren und kolonialen Muster aktueller Klimastrategien sowie die Widerstandsformen und das „Commoning“ sozialer und indigener Bewegungen in Honduras.  

Mehr Informationen zum Buch „Grüner Kolonialismus in Honduras. Land Grabbing im Namen des Klimaschutzes und die Verteidigung der Commons“: 

 

Mittwoch, 3. Juni 2015

Korruptionsskandal erschüttert Honduras

Beweise für Verwicklung der regierenden Nationalen Partei und des Präsidenten Juan Orlando Hernández. Demonstranten fordern seinen Rücktritt 

Samstag, 30. Mai 2015

Aktivist in Honduras ermordet, neue Repressalien gegen bekannte Aktivistin


Freitag, 29. Mai 2015

„Der Gipfel ruft, wir kommen alle!“ – Transnationale Mobilisierungstour für Bewegungsfreiheit, Autonomie und Gutes Leben statt G7

Route:

Do, 14.05. Münster, BUKO
Fr, 15.05. Münster, BUKO
Sa, 16.05. Münster, BUKO
So, 17.05. Münster, BUKO
Mo, 18.05. Bremen
Di, 19.05. Hamburg
Mi, 20.05. Berlin
Do, 21.05. Berlin
Fr, 22.05. Dresden
Sa, 23.05. Wendland
So, 24.05. Wendland, internes Vernetzungsseminar
Mo, 25.05. Wendland, internes Vernetzungsseminar
Di, 26.05. Kassel
Mi, 27.05. Bielefeld
Do, 28.05. Dortmund/ Bochum
Fr, 29.05. Köln
Sa, 30.05. Frei
So, 31.05. Marburg (TBC)
Mo, 01.06. Karlsruhe/ Frankfurt
Di, 02.06. Tübingen
Mi, 03.06. München, Gipfel der Alternativen
Do, 04.06. München, Gipfel der Alternativen/Stattpark Olga
Fr, 05.06. München/ Garmisch-Partenkirchen
Sa, 06.06. Garmisch-Partenkirchen, Demo

Mittwoch, 13. Mai 2015

„Der Gipfel ruft, wir kommen alle!“

Transnationale Mobilisierungstour für Bewegungsfreiheit, Autonomie und Gutes Leben statt G7

Anfang Juni treffen sich die Herrschenden der mächtigsten Staaten der Welt, der „Gruppe der Sieben“ (G7), zu ihrem jährlichen Gipfeltreffen auf Schloss Elmau in den bayerischen Alpen. Die negativen Folgen ihrer Politik bekommt die gesamte Welt zu spüren. Daher werden sich Tausende Aktivist*innen auf den Weg machen, um zwischen dem 3. und 8. Juni die Idylle mit massiven Protesten zu stören. Der 37. BUKO-Kongress findet zweieinhalb Wochen zuvor in Münster statt (14. bis 17. Mai). Dort werden einige Hundert Aktivist*innen debattieren, was transnationale Solidarität heute bedeutet. Die Parole lautet „future.unwritten“: Es ist an der Zeit die Geschichte selbst neu zu schreiben.

Was liegt näher als diese beiden Orte zusammenzubringen? Mit der Inspiration des Kongresses in Münster werden wir eine international zusammengesetzte Mobilisierungstour starten, bei der wir auf dem Weg zu den Anti-G7-Protestaktionen in zahlreichen deutschen Städten Halt machen, werden beleuchten, warum weltweit Menschen gegen die Politik der G7-Staaten kämpfen. So wollen wir zu den Protestaktionen gegen das Gipfeltreffen mobilisieren und eine solidarische Diskussion sowie eine Vernetzung Süd-Nord und Süd-Süd ermöglichen: Was sind die Bedingungen und Gemeinsamkeiten unserer Kämpfe? Wie können Süden und Norden gemeinsam für politische Veränderungen eintreten?

Dienstag, 28. April 2015

Solidarität mit der LGBTI*-Bewegung in Honduras – unterstützt den IDAHOT-Day in Tegucigalpa!


LGBTI-Bewegung in Honduras

Seit dem Staatsstreich in Honduras 2009 sind mindestens 186 Angehörige der LGBTI*-Community in Honduras Opfer tödlicher hate crimes geworden, so die Statistik der honduranischen Staatsanwaltschaft. Strafrechtlich verfolgt werden Verbrechen an lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, transsexuellen und intersexuellen (LGBTI*) Menschen nur sehr selten. Verurteilt wurde bisher kein einziger Täter. Stattdessen sind LGBTI* in Honduras mit immer mehr willkürlichen Verhaftungen, Polizeigewalt, Mordanschlägen, Überfällen aller Art konfrontiert. Von alltäglicher Diskriminierung und Misshandlung, zum Beispiel im staatlichen Gesundheitswesen, ganz zu schweigen. Die Community versucht dennoch, sich nicht einschüchtern zu lassen. Schließlich hat sie sich nach dem Putsch erstmals als politisches Subjekt konstituiert und ist auf die Straße gegangen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Montag, 20. April 2015

Internationale Auszeichnung für indigene Aktivistin aus Honduras


Samstag, 18. April 2015

Veranstaltung in München: Grüne Energie auf wessen Kosten

Staudammprojekte in Brasilien und Honduras – und die Rolle europäischer
Konzerne


Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Verena Glass (Xingu Vivo
para Sempre, Brasilien) und Andrea Lammers (HondurasDelegation/Öku-Büro
München)

Wann? Dienstag, 21. April 2015, 19 Uhr
Wo? Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, 80802 München
Sprache? Deutsch und Portugiesisch (mit Übersetzung)

Im brasilianischen Amazonasgebiet entsteht der drittgrößte Staudamm der
Welt, Belo Monte am Fluss Xingu. In Honduras forderte die Repression gegen
den lokalen Widerstand gegen das Staudammprojekt Agua Zarca mehrere Tote.
Die Projekte werden trotz massiver nationaler und internationaler Kritik
mit dem Verweis auf die Vorteile „grüner" und „sicherer"
Stromproduktion in Zeiten des Klimawandels propagiert und gegen den
Widerstand Betroffener durchgesetzt. Sie werfen den Baukonzernen und
Regierungen Umweltzerstörung und Missachtung der Rechte der lokalen
Bevölkerung vor. Überdies komme der dort produzierte Strom der
exportorientierten Industrie sowie den Ballungszentren in den Ländern
zugute – die Bevölkerung vor Ort habe nichts davon.

Freitag, 17. April 2015

Regierung in Honduras: Menschenrechtler "diffamieren das Land"


Dienstag, 7. April 2015

Schattenblick - BERICHT/051: Investment Honduras - Ureinwohner wehren sich ...

Kampf gegen das Staudammprojekt am Rio Blanco

Dokumentarfilm und Vortrag am 19. März 2015 im Centro Sociale in Hamburg

aus: Schattenblick, 31.3. 2015


In Honduras werden die Menschenrechte geachtet, freie Wahlen abgehalten und die Lebensverhältnisse dank ausländischer Investoren stetig verbessert - das besagt zumindest die offizielle Lesart der Bundesregierung und deutscher Unternehmen, die in dem mittelamerikanischen Land Geschäfte machen. Die Berliner Politik attestiert der Regierung in Tegucigalpa die Wahrung demokratischer Prinzipien, deutsche Wahlbeobachtermissionen finden am Urnengang in Honduras nichts auszusetzen, und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) finanziert eine kartographische Bestandsaufnahme der dortigen Bergbauressourcen durch deutsche Ingenieure. Die leidigen Turbulenzen um den früheren Präsidenten Manuel Zelaya Rosales, der am 28. Juni 2009 vom Militär gestürzt wurde, sind Schnee von gestern.

Montag, 30. März 2015

Massive Schüler- und Studentenproteste in Honduras

Vier ermordete Aktivisten in 48 Stunden. Fehlende Dialogbereitschaft und Repression durch die Regierung. Minister beschuldigt Lehrergewerkschaft

Veranstaltung “Der grüne Kolonialismus” in Wien

…im Namen des Klimaschutzes

Diskussionsveranstaltung und Buchpräsentation

am Montag, den 4. Mai, um 19 Uhr
im LAI-Europasaal, Schlickgasse 1, 1090 Wien

Emissionshandel, marktbasierter Waldschutz (REDD+) und das Freikaufen von Umweltsünden über Offset-Gutschriften… Aktuelle Lösungsvorschläge für die Klimakrise lenken nicht nur von den wahren Ursachen und Verursachern der globalen Erwärmung und der Naturzerstörung ab. Die „grünen” Projekte werden auch häufig auf autoritäre und gewaltsame Art und Weise durchgesetzt.
Mit Fotos, Videos, Interview-Ausschnitten und Anekdoten verdeutlicht Magdalena Heuwieser die Widersprüche, Gefahren und kolonialen Muster aktueller Klimastrategien sowie die Widerstandsformen und das „Commoning“ sozialer und indigener Bewegungen in Honduras.

Auch die Diskussion über Handlungsoptionen hierzulande kommt bei der Veranstaltung nicht zu kurz – das Netzwerk gegen die „Finanzialisierung der Natur“ (F&T Watch) stellt sich vor und Mobilisierungsansätze und -ziele in Österreich rund um den kommenden UN-Klimagipfel werden besprochen.

Mit Magdalena Heuwieser: Autorin von „Grüner Kolonialismus in Honduras. Land Grabbing im Namen des Klimaschutzes und die Verteidigung der Commons“

Kommentare von Alexandra Strickner (Attac) und einem*r Vertreter*in von F&T Watch

Mehr infos zum Buch hier

Buch: Grüner Kolonialismus in Honduras


Land Grabbing im Namen des Klimaschutzes und die Verteidigung der Commons


Ein Buch von Magdalena Heuwieser, erschienen im Promedia-Verlag im März 2015

Honduras – das weltweit am stärksten vom Klimawandel beeinträchtigte Land. Wie wirken sich dort gewisse ‚grüne‘ Klimaschutz-Projekte aus? Weshalb stoßen sie auf Widerstand?



Der Einsatz gegen Klimawandel braucht eine fundierte Kritik an falschen Lösungsstrategien.
Magdalena Heuwieser begibt sich auf Spurensuche zwischen Schein und Sein „grüner” Projekte. Das Buch entlarvt den Mythos der „Green Economy“ und zeigt Widersprüche, Gefahren und koloniale Muster einer Klima- und Umweltschutzstrategie auf, die zur „Finanzialisierung der Natur“ führt und von den eigentlich notwendigen Maßnahmen ablenkt. Es wird deutlich: Hinter technischen Namen wie REDD+ oder CDM verstecken sich hochpolitische Fragen.

Das einzige aktuelle deutschsprachige Sachbuch zu Honduras.
Die Autorin thematisiert den historischen und politischen Kontext dieses vergleichsweise unbekannten Landes, das sich seit dem Putsch 2009 in einem beschleunigten Strudel aus Abhängigkeiten, Repression und Neoliberalisierung befindet. Das Buch verschafft einen Überblick über Land Grabbing in Honduras (inklusive Modellstädte bzw. ZEDEs) sowie über den Widerstand sozialer und indigener Bewegungen und die Verteidigung der Territorien und Commons.

Inhaltsverzeichnis

Flyer Grüner Kolonialismus

Magdalena Heuwieser studierte Internationale Entwicklung in Wien und begleitet seit Jahren innerhalb der HondurasDelegation soziale und indigene Bewegungen in Honduras. Sie ist engagiert in der Bewegung für Ernährungssouveränität (Nyéléni Austria und Deutschland) und arbeitet bei der österreichischen Plattform Finance & Trade Watch als Koordinatorin der Themenbereiche Finanzialisierung der Natur und Klimavernetzung.


Das Buch “Grüner Kolonialismus in Honduras. Land Grabbing im Namen des Klimaschutzes und die Verteidigung der Commons” ist zu bestellen bei:
<elsal@oeku-buero.de> (für Deutschland)
<magdalena.heuwieser@ftwatch.at> (für Österreich)

Mittwoch, 18. März 2015

Onda-Info 351: Interview mit Juan Mejía, Tirza Flores und Martha Arnold

Unter anderem mit dem Thema:

Besuch von Menschenrechtsaktivist*innen aus Honduras in Berlin und Genf anlässlich der anstehenden Bewertung der Menschenrechtssituation durch die Vereinten Nationen

zum Onda-Info 351

Freitag, 13. März 2015

AI-Eilaktion Honduras: Journalist César Omar Silva Rosales

Eilaktion für den bedrohten Journalisten César Omar Silva Rosales. Online-Appelle sind unter diesem Link möglich: Journalist bedroht | Amnesty International Deutschland
Der honduranische Journalist César Omar Silva Rosales ist mit dem Tod bedroht worden. In den vergangenen Jahren ist er immer wieder tätlich angegriffen worden. Allem Anschein nach hängen die Vorfälle mit seiner journalistischen Arbeit zusammen. Es besteht Sorge um seine Sicherheit.

César Omar Silva Rosales wurde am 24. Januar in der Hauptstadt Tegucigalpa der Zugang zu einer Sitzung des honduranischen Parlaments verweigert. Er wollte in seiner Funktion als Journalist über eine Debatte berichten, in der entschieden werden sollte, ob der Militärpolizei Verfassungsrang zugesprochen wird. Man sagte César Omar Silva Rosales, dass sein Name nicht auf der Liste der akkreditierten Journalist_innen stünde. Als er eine Erklärung verlangte, deutete ein hochrangiger Militärangehöriger mit dem Finger auf ihn und sagte: "Du kannst nicht rein, weil ich es sage, und ich treffe hier die Entscheidungen. Und wenn du weiterhin Aufnahmen von Militärs veröffentlichst, die Hunde essen, wirst du schon sehen, dass man dich mundtot und mit gelben Beinen im Graben wiederfinden wird" (No entras porque yo no quiero y yo soy el que manda aquí y seguí publicando vídeos de militares comiendo perro y veras…amordazado y con las patas amarillas en una cuneta te van a encontrar).

Donnerstag, 5. März 2015

»Das beruht auf Empfehlungen der Weltbank«


Honduras: Konzerne investieren in Bergbau und Wasserkraft. Die Bevölkerung leidet unter den Folgen. Gespräch mit Tomás Gómez
Von Lena Kreymann


 

Mittwoch, 4. März 2015

Veranstaltung in München: „Weil unser Land nicht zu verkaufen ist…“ - Wie Basisorganisationen sich gegen Großprojekte wehren

Podiumsdiskussion mit Aktivisten aus Honduras im EineWeltHaus München: Tomás Gómez (Radiojournalist, Aktivist für indigene Rechte) und Juan Mejía (Umweltschützer, Menschenrechtler). Mit Übersetzung.



 


Freitag, 6. März, 19 - 21 Uhr
EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80, 80336 München
Raum: Kleiner Saal 211+212, 2. OG
Rollstuhlgerecht

Eine indigene Gemeinde blockiert seit fast zwei Jahren den Bau eines Staudamms auf ihrem Territorium, auch andernorts protestiert die indigene oder kleinbäuerliche Bevölkerung gegen Staudämme, die sie ihrer Wasserressourcen berauben und Bergbauprojekte.

Soziale Bewegungen, die sich dem neoliberalen Kurs der Regierung oder schlichtweg dem Verlust der Lebensgrundlagen der Bevölkerung entgegen stellen, sind mit hohen Risiken konfrontiert. Morde, gewalttätige Übergriffe, Morddrohungen, Entführungen und Kriminalisierung treffen auf das allgemeine Klima von Korruption und Straflosigkeit. Sechs Jahre nach dem zivil-militärischen Putsch hat sich die politische Krise des Landes zugespitzt.

Dienstag, 3. März 2015

Frauenrechtsaktivistin in Honduras erneut kriminalisiert



Delegation zum UPR Verfahren Honduras

Die Hondurasdelegation und MISEREOR sind von ihren Partnerorganisationen gebeten worden, Vertreter/innen des Netzwerks „Plataforma EPU“ aus Honduras dabei zu unterstützen, europäische Regierungen und Institutionen über die Menschenrechtssituation in dem mittelamerikanischen Land zu informieren. Honduras stellt sich im Mai 2015 dem Universal Periodic Review Verfahren im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen. Die über 50 Mitgliedsorganisationen der Plattform haben einige Schattenberichte bei den VN eingereicht.

Dienstag, 24. Februar 2015

Flyer: „Grüne Energie“ und „Entwicklung“ – zwei Lügen ergeben keine Wahrheit

Flyer zur Siemens-Aktionärsversammlung mit informationen zu Menschenrechtsverletzungen bei den Staudammprojekt Agua Zarca (Honduras) und Windparks in Tehuantepec (Mexiko)

zum Flyer

Mittwoch, 18. Februar 2015

Die neue Sklaverei der Modellstädte

Bald nach dem Putsch vom Juni 2009 begann die Regierung in Tegucigalpa mit  einem US-Ökonomen die Planung von „Modellstädten“, in denen es keinen Schutz  vor Ausbeutung und keine staatliche Souveränität mehr gibt.

Erschienen in Lateinamerika Anders Nr 1/2015, Autorin Magdalena Heuwieser

Die „Bananenrepublik“ Honduras galt schon Anfang des vorigen Jahrhunderts als Enklaven-Musterkind. Die US-Bananenfirmen hatten die honduranische Regierung unter ihren Fittichen und bildeten sozusagen Staaten im Staat. Der Militärputsch 2009 bereitete dann den Boden für ein Comeback der Enklaven: Die ultra-neoliberale Initiative der „Arbeits- und wirtschaftlichen Entwicklungszonen“ (ZEDEs), auch bekannt als „Modellstädte“, hebelt jegliche Form staatlicher Kontrolle und demokratischer Einflussnahme aus. Die ZEDEs könnten zu einem neuen Boom von Land Grabbing in Honduras führen.

GREEN GRABBING

Land Grabbing im Namen von Klima- und Umweltschutz

In Honduras machen sich die Widersprüche, Gefahren und kolonialen Muster aktueller Klima- und Umweltstrategien bemerkbar. Die zwei bedeutendsten Klimaschutzinstrumente stellen in dem zentralamerikanischen Land der Clean Development Mechanism (CDM) des Emissionshandels und das Waldschutzprogramm REDD+ dar.1 Auch der erneuerbare Energiesektor wird ausgebaut. Soziale und indigene Bewegungen fürchten die dadurch steigende Aneignung von Land und Ressourcen was als „Green Grabbing“2 bezeichnet wird.

zum kompletten Artikel im Rundbrief 4/2014 des Forums Umwelt und Entwicklung (Seite 29)

Dienstag, 17. Februar 2015

Film und Vortrag in Hamburg: Territoriale Souveränität von Indigenen und Bäuer_innen

Am Donnerstag, 19 März um 19 Uhr
im Centro Sociale, Sternstr. 2, 20357 Hamburg
 
Dokumentarfilm, Vortrag und Diskussion

Mit Paola Reyes und Domingo Marin, Aktivisten des Kollektivs Menschenrechtskette Honduras (Cadena de Derechos Humanos Honduras - CADEHO) aus Berlin

Der Verlust der Souveränität in den Regionen Honduras ist Ergebnis einer strikten neoliberalen Politik, die von der Elite forciert wird, die die politische und wirtschaftliche Macht im Land hat. Hypnotisiert von den ausländischen Investitionen und dem Trugbild einer schnellen Entwicklung verkauft sie Land und Bodenschätze ohne die Auswirkungen auf die Menschen abzuschätzen, die in diesen Regionen leben. Die spirituelle Interaktion der kulturellen und ethnischen Minderheiten Honduras wird dabei verachtet. Der Dokumentarfilm ist zwischen 2013 und 2014 entstanden und spiegelt die verschiedenen aktuellen Prozesse des zivilgesellschaftlichen Widerstandes in Honduras.

Veranstalter: zapapres e.V. Mexiko-Nachrichten-Import / Honduras-Koordination Hamburg www.zapapres.de
Im Rahmen der Hamburger Romerotage 2015 www.romerotage.de

Montag, 16. Februar 2015

Podiumsdiskussion: „Weil unser Land nicht zu verkaufen ist…“


Donnerstag, 05.03.2015 von 19 -21 Uhr
Berlin, Haus der Demokratie, Robert Havemann Saal
Wie Basisorganisationen sich gegen Großprojekte wehren

Eine indigene Gemeinde blockiert seit fast zwei Jahren den Bau eines Staudamms auf ihrem Territorium, auch andernorts protestiert die indigene oder kleinbäuerliche Bevölkerung gegen Staudämme, die sie ihrer Wasserressourcen berauben. Andere Gemeinden erklären ihr Gebiet als frei vom Bergbau. In dem Maß, wie in Honduras der Verkauf der Naturgüter vorangetrieben wird, organisiert sich die Bevölkerung und leistet Widerstand gegen die Zerstörung ihrer Umwelt und ihrer Lebensgrundlagen, wie auch gegen den Verlust ihrer Souveränität vor den Interessen von Investoren. Die seit einem Jahr amtierende Regierung von Staatspräsident Juan Orlando Hernández hat die Privatisierungspolitik ihrer Vorgängerin intensiviert. Gleichzeitig wird die Gesellschaft unter dem Vorwand, gegen das hohe Ausmaß von Gewaltverbrechen im Land vorzugehen, immer weiter militarisiert.