Montag, 30. März 2015

Massive Schüler- und Studentenproteste in Honduras

Vier ermordete Aktivisten in 48 Stunden. Fehlende Dialogbereitschaft und Repression durch die Regierung. Minister beschuldigt Lehrergewerkschaft

Veranstaltung “Der grüne Kolonialismus” in Wien

…im Namen des Klimaschutzes

Diskussionsveranstaltung und Buchpräsentation

am Montag, den 4. Mai, um 19 Uhr
im LAI-Europasaal, Schlickgasse 1, 1090 Wien

Emissionshandel, marktbasierter Waldschutz (REDD+) und das Freikaufen von Umweltsünden über Offset-Gutschriften… Aktuelle Lösungsvorschläge für die Klimakrise lenken nicht nur von den wahren Ursachen und Verursachern der globalen Erwärmung und der Naturzerstörung ab. Die „grünen” Projekte werden auch häufig auf autoritäre und gewaltsame Art und Weise durchgesetzt.
Mit Fotos, Videos, Interview-Ausschnitten und Anekdoten verdeutlicht Magdalena Heuwieser die Widersprüche, Gefahren und kolonialen Muster aktueller Klimastrategien sowie die Widerstandsformen und das „Commoning“ sozialer und indigener Bewegungen in Honduras.

Auch die Diskussion über Handlungsoptionen hierzulande kommt bei der Veranstaltung nicht zu kurz – das Netzwerk gegen die „Finanzialisierung der Natur“ (F&T Watch) stellt sich vor und Mobilisierungsansätze und -ziele in Österreich rund um den kommenden UN-Klimagipfel werden besprochen.

Mit Magdalena Heuwieser: Autorin von „Grüner Kolonialismus in Honduras. Land Grabbing im Namen des Klimaschutzes und die Verteidigung der Commons“

Kommentare von Alexandra Strickner (Attac) und einem*r Vertreter*in von F&T Watch

Mehr infos zum Buch hier

Buch: Grüner Kolonialismus in Honduras


Land Grabbing im Namen des Klimaschutzes und die Verteidigung der Commons


Ein Buch von Magdalena Heuwieser, erschienen im Promedia-Verlag im März 2015

Honduras – das weltweit am stärksten vom Klimawandel beeinträchtigte Land. Wie wirken sich dort gewisse ‚grüne‘ Klimaschutz-Projekte aus? Weshalb stoßen sie auf Widerstand?



Der Einsatz gegen Klimawandel braucht eine fundierte Kritik an falschen Lösungsstrategien.
Magdalena Heuwieser begibt sich auf Spurensuche zwischen Schein und Sein „grüner” Projekte. Das Buch entlarvt den Mythos der „Green Economy“ und zeigt Widersprüche, Gefahren und koloniale Muster einer Klima- und Umweltschutzstrategie auf, die zur „Finanzialisierung der Natur“ führt und von den eigentlich notwendigen Maßnahmen ablenkt. Es wird deutlich: Hinter technischen Namen wie REDD+ oder CDM verstecken sich hochpolitische Fragen.

Das einzige aktuelle deutschsprachige Sachbuch zu Honduras.
Die Autorin thematisiert den historischen und politischen Kontext dieses vergleichsweise unbekannten Landes, das sich seit dem Putsch 2009 in einem beschleunigten Strudel aus Abhängigkeiten, Repression und Neoliberalisierung befindet. Das Buch verschafft einen Überblick über Land Grabbing in Honduras (inklusive Modellstädte bzw. ZEDEs) sowie über den Widerstand sozialer und indigener Bewegungen und die Verteidigung der Territorien und Commons.

Inhaltsverzeichnis

Flyer Grüner Kolonialismus

Magdalena Heuwieser studierte Internationale Entwicklung in Wien und begleitet seit Jahren innerhalb der HondurasDelegation soziale und indigene Bewegungen in Honduras. Sie ist engagiert in der Bewegung für Ernährungssouveränität (Nyéléni Austria und Deutschland) und arbeitet bei der österreichischen Plattform Finance & Trade Watch als Koordinatorin der Themenbereiche Finanzialisierung der Natur und Klimavernetzung.


Das Buch “Grüner Kolonialismus in Honduras. Land Grabbing im Namen des Klimaschutzes und die Verteidigung der Commons” ist zu bestellen bei:
<elsal@oeku-buero.de> (für Deutschland)
<magdalena.heuwieser@ftwatch.at> (für Österreich)

Mittwoch, 18. März 2015

Onda-Info 351: Interview mit Juan Mejía, Tirza Flores und Martha Arnold

Unter anderem mit dem Thema:

Besuch von Menschenrechtsaktivist*innen aus Honduras in Berlin und Genf anlässlich der anstehenden Bewertung der Menschenrechtssituation durch die Vereinten Nationen

zum Onda-Info 351

Freitag, 13. März 2015

AI-Eilaktion Honduras: Journalist César Omar Silva Rosales

Eilaktion für den bedrohten Journalisten César Omar Silva Rosales. Online-Appelle sind unter diesem Link möglich: Journalist bedroht | Amnesty International Deutschland
Der honduranische Journalist César Omar Silva Rosales ist mit dem Tod bedroht worden. In den vergangenen Jahren ist er immer wieder tätlich angegriffen worden. Allem Anschein nach hängen die Vorfälle mit seiner journalistischen Arbeit zusammen. Es besteht Sorge um seine Sicherheit.

César Omar Silva Rosales wurde am 24. Januar in der Hauptstadt Tegucigalpa der Zugang zu einer Sitzung des honduranischen Parlaments verweigert. Er wollte in seiner Funktion als Journalist über eine Debatte berichten, in der entschieden werden sollte, ob der Militärpolizei Verfassungsrang zugesprochen wird. Man sagte César Omar Silva Rosales, dass sein Name nicht auf der Liste der akkreditierten Journalist_innen stünde. Als er eine Erklärung verlangte, deutete ein hochrangiger Militärangehöriger mit dem Finger auf ihn und sagte: "Du kannst nicht rein, weil ich es sage, und ich treffe hier die Entscheidungen. Und wenn du weiterhin Aufnahmen von Militärs veröffentlichst, die Hunde essen, wirst du schon sehen, dass man dich mundtot und mit gelben Beinen im Graben wiederfinden wird" (No entras porque yo no quiero y yo soy el que manda aquí y seguí publicando vídeos de militares comiendo perro y veras…amordazado y con las patas amarillas en una cuneta te van a encontrar).

Donnerstag, 5. März 2015

»Das beruht auf Empfehlungen der Weltbank«


Honduras: Konzerne investieren in Bergbau und Wasserkraft. Die Bevölkerung leidet unter den Folgen. Gespräch mit Tomás Gómez
Von Lena Kreymann


 

Mittwoch, 4. März 2015

Veranstaltung in München: „Weil unser Land nicht zu verkaufen ist…“ - Wie Basisorganisationen sich gegen Großprojekte wehren

Podiumsdiskussion mit Aktivisten aus Honduras im EineWeltHaus München: Tomás Gómez (Radiojournalist, Aktivist für indigene Rechte) und Juan Mejía (Umweltschützer, Menschenrechtler). Mit Übersetzung.



 


Freitag, 6. März, 19 - 21 Uhr
EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80, 80336 München
Raum: Kleiner Saal 211+212, 2. OG
Rollstuhlgerecht

Eine indigene Gemeinde blockiert seit fast zwei Jahren den Bau eines Staudamms auf ihrem Territorium, auch andernorts protestiert die indigene oder kleinbäuerliche Bevölkerung gegen Staudämme, die sie ihrer Wasserressourcen berauben und Bergbauprojekte.

Soziale Bewegungen, die sich dem neoliberalen Kurs der Regierung oder schlichtweg dem Verlust der Lebensgrundlagen der Bevölkerung entgegen stellen, sind mit hohen Risiken konfrontiert. Morde, gewalttätige Übergriffe, Morddrohungen, Entführungen und Kriminalisierung treffen auf das allgemeine Klima von Korruption und Straflosigkeit. Sechs Jahre nach dem zivil-militärischen Putsch hat sich die politische Krise des Landes zugespitzt.

Dienstag, 3. März 2015

Frauenrechtsaktivistin in Honduras erneut kriminalisiert



Delegation zum UPR Verfahren Honduras

Die Hondurasdelegation und MISEREOR sind von ihren Partnerorganisationen gebeten worden, Vertreter/innen des Netzwerks „Plataforma EPU“ aus Honduras dabei zu unterstützen, europäische Regierungen und Institutionen über die Menschenrechtssituation in dem mittelamerikanischen Land zu informieren. Honduras stellt sich im Mai 2015 dem Universal Periodic Review Verfahren im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen. Die über 50 Mitgliedsorganisationen der Plattform haben einige Schattenberichte bei den VN eingereicht.