Sonntag, 24. Mai 2020

FELICIDADES AL MADJ!!!

...por sus 12 años de lucha!





Desde Alemania felicitamos al Movimiento Amplio por la Dignidad y la Justicia (MADJ) por su compromiso, por su lucha por los derechos humanos, los bienes comunes y la justicia.

Von Deutschland aus gratulieren wir der Breiten Bewegung für Würde und Gerechtigkeit (MADJ) für ihre unermüdlichen Eintreten und Kampf für Menschenrechte, Gemeingüter und Gerechtigkeit.

Dienstag, 19. Mai 2020

Ausgebremst durch Covid-19 – Der „sichere Drittstaat“ Honduras

aus: NPLA, vom 15.05.2020

Foto: Erika Harzer
Die Corona-Pandemie bestimmt seit Wochen den öffentlichen Diskurs, ausgehend von einem „wir“, das spätestens an den Außengrenzen Europas aufhört. Für Geflüchtete sind die Grenzen undurchdringbarer denn je zuvor. Gerade auch in Mittelamerika. Gegenüber der zahlenmäßig kontinuierlich angestiegenen Migrationsbewegung aus den mittelamerikanischen Ländern schloss US-Präsident Trump schon vor der Pandemie wirkungsvolle Abkommen mit Mexiko, Guatemala, El Salvador und Honduras, um die Migrant*innen von der US-Grenze fernzuhalten. Auf Kosten der Migrant*innen, wie der aktuelle Blick nach Zentralamerika zeigt.
Foto: Migrant*innen am Grenzfluss Suchiate -Guatemala-Mexiko.





Zu diesem Podcast gibt es hier einen poonal-Artikel.

Donnerstag, 14. Mai 2020

Webinar der HondurasDelegation


Honduras: Verteidigung der Gemeingüter - Indigene Gemeinden und ihre widerständige Selbstorganisation

Mittwoch, 27. Mai 2020, 18 Uhr 

Indigene und kleinbäuerliche Gemeinden geraten in Honduras immer mehr in Bedrängnis. Agrarkonzerne haben Interesse an ihrem fruchtbaren Land, Bergbaukonzerne wollen auf ihren Territorien Rohstoffe fördern und der Energiesektor setzt auf so genannte grüne Energien, dafür werden Wasserkraftwerke und Windparks gebaut. In Honduras sind seit dem Putsch von 2009 ca. 30 Prozent des Landes per Konzessionen an Unternehmen vergeben. Die in diesen Gebieten lebende Bevölkerung wurde nicht gefragt. Honduras hat die ILO-Konvention 169 zu den Rechten von Indigenen zwar ratifiziert, der Staat untergräbt trotzdem die Forderungen von Indigenen und Afro-Indigenen zur Verteidigung ihres Lebensraumes.

Das Webinar gibt eine Einführung in die aktuellen Kämpfe der sozialen Bewegungen und zeigt am Beispiel der afro-indigenen Garífuna die Konflikte und Strategien der sozialen Kämpfe.  Ein weiteres Vertiefungs - Webinar mit einer Aktivistin der Garífuna ist geplant.

Das Webinar richtet sich an alle, die sich für Honduras und soziale Kämpfe weltweit interessieren. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Dauer: 90 Minuten

Sprache: Deutsch

Anmeldung mit Namen und E-Mail bitte bis Freitag, 22. Mai 2020 an: elsal@oeku-buero.de

Wir schicken dann rechtzeitig einen Link für die virtuelle Konferenz.

 

 

Mittwoch, 13. Mai 2020

Bruder des Präsidenten bereits wegen Drogenhandels verurteilt. Ehemaliger Polizeichef in mehrere illegale Aktivitäten verstrickt
Der Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández,
 steht nach einer Anklage gegen den ehemaligen 
Polizeichef immer mehr unter Druck
Tegucigalpa/New York. Eine Anklage der New Yorker Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen Polizeichef von Honduras, Juan Carlos "El Tigre" Bonilla Valladares, wegen Verschwörung zum Drogenhandel, Mord und illegalen Waffenbesitz könnte den honduranischen Präsidenten, Juan Orlando Hernández, weiter in Bedrängnis bringen. Im Oktober 2019 war bereits sein Bruder, Juan Antonio "Tony" Hernández, von einem New Yorker Gericht wegen jahrelanger Zusammenarbeit mit Drogenkartellen verurteilt worden. Auch der Präsident selbst, nach Informationen des US-Justizministeriums im Prozess "Mitverschwörer 4"genannt, habe mehrere Millionen US-Dollar Wahlkampfhilfe aus dem Drogentransport erhalten. Bonilla hingegen soll seine Position als hochrangiger Polizeioffizier genutzt haben, um Kokaintransporte durch Honduras Richtung Norden schützen zu lassen. Zudem sei er laut Staatsanwalt Geoffrey S. Berman für einen Mord an einem mit den Hernández-Brüder rivalisierenden Drogenboss verantwortlich. "Tony" Hernández soll ihn damit beauftragt haben.

Präsident Hernández hatte 2019 alle Vorwürfe und seine Rolle als Mitverschwörer bestritten. Mit der Anklage gegen Bonilla zieht die US-Justiz nun die Schlinge um seinen Hals noch ein wenig enger. Im Gegensatz zu 2019 rechnet jedoch in Honduras offensichtlich niemand mit einem unmittelbar bevorstehenden Rücktritt des Präsidenten. Vielmehr werden Szenarien diskutiert, die von Ermittlungen gegen ihn nach Ende seiner Amtszeit ausgehen. Regulär wäre dies Anfang 2022. Er könnte sich dann durch einen Sitz im zentralamerikanischem Parlament Immunität sichern. Es gibt aber auch Spekulationen, Hernández wolle seine vom Militär und den USA gestützte Macht in einer dritten, dann verfassungswidrigen Amtszeit weiter behaupten.

"El Tigre" Bonillas Ernennung zum Chef der honduranischen Polizei im Jahr 2012 hatte damals für scharfe Kritik gesorgt, da ihm Beziehungen zu Todesschwadronen und "soziale Säuberungen" wie außergerichtliche Hinrichtungen von Bandenmitgliedern vorgeworfen wurden. Ein interner Bericht der damaligen Polizeikommissarin, Maria Luisa Borjas, hatte mehrere solcher Fälle ans Licht gebracht und war damals auch von der Nachrichtenagentur AP aufgegriffen worden. Dies hatte eine Kontroverse über die Verwendung von US-Staatsgeldern für den honduranischen Sicherheitsapparat ausgelöst.
Bonilla musste 2013 seinen Posten aufgeben, da er nach dem Auftragsmord an einem rivalisierenden Drogenboss nicht mehr zu halten war. Er wurde anschließend in diplomatischer Mission nach Kolumbien entsandt, wo er die dortigen Drogengeschäfte von "Tony" Hérnandez tatkräftig unterstützt haben soll. 2016 legte ihm der bis heute amtierende Sicherheitsminister, General Pacheco, nahe, in den Ruhestand zu gehen. Dem Minister werden ebenfalls Verbindungen zu Drogenkartellen nachgesagt.

Bonilla bestritt nun in einem fast einstündigen Telefongespräch mit einem lokalen Fernsehsender sämtliche Punkte der New Yorker Anklage. Er betonte mehrfach seine jahrelang guten Beziehungen zur US-amerikanischen Drug Enforcement Administration (DEA). Auf Nachfragen antwortete er, da er sich nichts vorzuwerfen habe, könne er sich "wo auch immer" furchtlos der Justiz stellen. Seither rätseln die honduranischen Medien über seinen Aufenthaltsort.

In Tegucigalpa kündigte die Staatsanwaltschaft indes ein Verfahren gegen Bonilla wegen Geldwäsche an. Dies könnte möglicherweise eine Auslieferung in die USA verhindern. Ex-Kommissarin Borjas riet Bonilla, sich dennoch den US-Behörden zu stellen, um die Gefahr für sein Leben zu minimieren, die ihm in Honduras – auch im Gefängnis – drohe.