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Mittwoch, 1. Mai 2013

Honduras: Jubiläumsfeier des Radio "Voz De Zacate Grande"

Von Tariq Nadir Butt, amerika21.de


Zacate Grande/Honduras. Das kommunale Radio "La Voz De Zacate Grande" hat sein 3-jähriges Jubiläum gefeiert. Der basisorganisierte Sender ist das Sprachrohr des Wiederstands gegen die fortschreitene Privatisierung der Region. Seit seiner Gründung im April 2010 ist das Radio starken Repressionen von Polizei, Militär und privaten Sicherheitskräften ausgesetzt. Viele Mitarbeitende haben Morddrohungen erhalten.

Gleichzeitig wurde auch das 13- jährige Bestehen der lokalpolitischen Organisation ADEPZA (Vereinigung zur Entwicklung der Halbinsel Zacate Grande) gefeiert. ADEPZA, die kein offizielles Gründungsdatum haben, wählten den 14 April, nachdem 2006 an diesem Tag 12 politische Gefangene der Organisation freigelassen wurden.

Sonntag, 7. April 2013

Eilaktion für den Menschenrechtsverteidiger Pedro Canales Torrez


zum Originaltext von COFADEH

Aufgrund der wiederholten Drohungen gegen den Menschenrechtsverteidiger Pedro Canales Torres ruft das Komitee der Familienangehörigen Verhafteter und Verschwundener in Honduras (COFADEH) die internationale Öffentlichkeit dazu auf, an einer Eilaktion zum Schutz des Menschenrechtsverteidigers teilzunehmen. Canales ist Präsident der Vereinigung für die Entwicklung der Halbinsel Zacate Grande (ADEPZA)
 
Im April 2012 forderte eine Person in autoritärem Ton Canales per Telefon auf, sich mit dem Vertreter des Großgrundbesitzers Miguel Facussé zusammensetzen, um über die unter dem Namen Curil, Playa Julián, Playas los Hornos und el Mudo bekannten Grundstücke in dem Dorf La Flor und anderen zu sprechen und zu verhandeln. Dies sei nötig, um große Schäden zu vermeiden, welche die Bevölkerung und ihn betreffen können.

Am 5. Mai 2012, bekam Canales erneut einen Anruf auf seinem Mobiltelefon, in welchem ihm gedroht wurde. „Alle sind einverstanden, nur du nicht und das wird dir Probleme einbringen.“

Mittwoch, 24. Oktober 2012


Infoblatt Community Radios HondurasNPLA Infoblatt Community Radio:  Honduras erschienen

Community Radio als Sprachrohr sozialer Bewegungen

Schon in den 1990er Jahren entstanden in Honduras Community Radios vereinzelt aus den indigenen und afro-honduranischen Bewegungen heraus. Seit dem zivil-militärischen Putsch im Jahre 2009 sind diese gemeinschaftlich organisierten radios comunitarias für viele weitere zivilgesellschaftliche Organisationen zu einem wichtigen Sprachrohr geworden.

Doch partizipative Radios zu organisieren, war und ist keine leichte Aufgabe. Auch wenn die Meinungs- und Pressefreiheit in der honduranischen Verfassung festgeschrieben ist, verhindern die starke Konzentration kommerzieller Medien und die restriktive staatliche Regulierung für nicht-kommerzielle Radios die praktische Einlösung dieser Garantie. Stattdessen sind Repression und Bedrohung an der Tagesordnung...

Text & Fotos von Kathrin Zeiske für NPLA

Download des PDF auf der Seite des Nachrichtenpool Lateinamerika (NPLA)

Donnerstag, 16. Dezember 2010

11. Tag - Deutsche Botschaft, EU-Vertretung, COFADEH, Liberale im Widerstand

Deutsche Botschaft: Der Putsch muss aufgearbeitet werden, Lobo aber ist zu unterstützen

Am Morgen traf sich die Delegation zu einem Gespräch mit Karl-Heinz Rode, dem deutschen Botschafter in Honduras. Dieser trat sein Amt wegen dem Putsch nicht wie vorgesehen im Juli 2009 an, ist aber seit dem Amtsantritt Lobos Ende Januar 2010 als offizieller Vertreter der Bundesregierung in Tegucigalpa. Als solcher "unterstützt er die Regierung Lobo", obwohl er die Wahlen für kritisierungswürdig hält; aber letztendlich wäre "die Regierung trotzdem eine Chance des Übergangs zur Demokratie". Er rechtfertigt die Wiederaufnahme der Beziehungen vor allem mit der krassen Armut in Honduras und damit, dass man als großer Geldgeber des von finanzieller Entwicklungshilfe abhängigen Landes nicht mehr als ein halbes Jahr die Finanzen einfrieren könne. Berichte über die fatale Situation der Menschenrechte schickt Rode regelmässig nach Berlin. Im Juni wird eine Regierungsdelegation aus Deutschland erwartet, um die Entwicklungszusammenarbeit ab 2011 zu planen (Bildung, Unterstützung von Klein- und Mittelindustrie & Ressourcenschutz).


Mittwoch, 15. Dezember 2010

9. Tag - Zacate Grande

Heute fuhr die Delegation nach Zacate Grande, einer Halbinsel im Süden des Landes. Dort gibt es einen Konflikt zwischen der einheimischen Bevölkerung und verschiedenen einflussreichen GroßgrundbesitzerInnen, unter anderem Miguel Facussé, welcher auch für die Räumungen und Morde in Bajo Aguán verantwortlich gemacht wird. Im Gegenteil zum Konflikt in Bajo Aguán geht es in Zacate Grande allerdings nicht um agrarökonomische Interessen sondern um eine Landnutzung für den Tourismus.
Auf dem Weg nach Puerto Grande, einem Dorf in der Region, in dem die Delegation das kommunale Radio "Voz de Zacate Grande" (Stimme von Zacate Grande) besuchen wollte, erreichte sie die Meldung, dass es in Coyolito, einem nahe gelegenem Dorf, auf Grund eines Räumungsbefehls zu einer Festnahme durch Polizeieinheiten kam und die TeilnehmerInnen der Delegation wurden gebeten, direkt dort hin zu fahren.

Versammlung vor dem Haus des Verhafteten