Dienstag, 5. November 2019

#FueraJOH!

Soziale Bewegungen in Honduras trotzen den Bedrohungen – von den 80er-Jahren bis heute 

 aus: ila, Nr. 429

Foto: Ariel Montoya, La Ceiba_Juli 2019

Als in Honduras vor zehn Jahren der Militär-putsch gegen den damaligen Präsidenten Manuel Zelaya stattfand, waren die neuen Machthaber vom Widerstand der Bevölkerung überrascht. Dass die sozialen Bewegungen 2009 mit so großer und geeinter Stärke auf die Straße gingen und bis heute bunt und aktionsreich protestieren, ist Teil einer langen und bewegten Protestgeschichte in Honduras. In den 80er-Jahren hatten sich Organisationen und Aktionsformen gebildet, mit denen viel erreicht und bis heute die Grundlage für eine vielfältige Zivilgesellschaft geschaffen wurde. Auch wenn sie in Europa nicht besonders wahrgenommen wurden, waren es die sozialen Bewegungen, die in Honduras die schlimmsten Auswirkungen der neoliberalen Politik verhinderten. Ihnen ist es auch zu verdanken, dass die Demokratie zumindest auf minimalem Niveau aufrechterhalten werden konnte. 

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Montag, 4. November 2019

Kriminalität bei US-Behörde, Migrantin zeigt Mitarbeiter wegen Vergewaltigung an

von Melanie Schnipper in amerika21


Washington. Mehrere Nachrichten der letzten Tage berichten über Fälle von Korruption und  Machtmissbrauch bei der Polizei- und Zollbehörde der USA (ICE) des Ministeriums für Heimatschutz der USA.

Migranten in den USA sind der Polizei- und Zollbehörde ICE und ihren 
Die ICE sei im Ministerium als die "Prätorianergarde“ bekannt. Der Begriff, der für die Garde der römischen Kaiser genutzt wurde, soll darauf hinweisen, dass die Behörde mehr und mehr vor allem die Interessen von Präsident Donald Trump vertritt: Sie propagiere und ermögliche die von ihm proklamierte Null-Toleranz-Politik gegenüber Migranten maßgeblich.

Schon während des Wahlkampfes 2016 unterstützte die Mehrheit der ICE-Mitarbeiter Trump. Dieser erklärte daraufhin, die Behörde sei für den Bau der Grenzmauer und teile seine Bezeichnung von Migranten als "Kriminelle, Vergewaltiger und Drogenhändler". Das auf acht Milliarden US-Dollar erhöhte Budget ermöglicht es der ICE schließlich, Rekordzahlen bei Inhaftierungen, Abschiebungen und Trennungen von Familien zu erreichen.

Die Kriminalität bei der Grenzschutzpolizei (CBP) hat laut einem internen Bericht der US-Regierung ein Rekordhoch erreicht. CBP und ICE gehörten schon länger zu den am schlechtesten bewerteten Behörden innerhalb des Heimatschutzministeriums.

Dabei ist vor allem Korruption weit verbreitet. 114 CBP-Mitarbeiter wurden zwischen 2005 und 2012 wegen Korruption verhaftet oder angeklagt. Der Bericht für 2018 listet sieben korruptionsbezogene Verhaftungen auf, vier wegen nicht spezifizierter Wirtschaftskriminalität und mehrere wegen "Fehlverhaltens".

Ein Fall, der jetzt vor Gericht gebracht wird, zeigt die Auswirkungen der Position des ICE: Eine in Connecticut lebende Honduranerin wurde jahrelang von einem Beamten sexuell missbraucht.

Beide trafen 2006 zum ersten Mal aufeinander. Der Beamte erfuhr dabei, dass die Migrantin und ihre Familie ohne Aufenthaltspapiere im Land lebten. Im Anschluss vergewaltigte er sie zum ersten Mal. Er drohte ihr mit Gewalt und Abschiebung und vergewaltigte sie sieben Jahre lang bis zu vier Mal pro Woche. Während der Zeit wurde sie drei Mal von ihm schwanger, er zahlte die Abtreibungen. Auch als er das Amt verließ, drohte er ihr weiterhin, sodass sie erst 2019 den Mut fasste, das Verbrechen anzuzeigen.

Dieser Fall zeigt erneut, dass die bestehenden Strukturen die ICE und ihre Mitarbeiter in eine Machtposition versetzen, denen Migrantinnen und Migranten schutzlos ausgeliefert sind.


Sonntag, 3. November 2019

Junkerland in Bauernhand Nr. VI

Soliparty für Umweltaktivist*innen in Honduras 

mit Fotoausstellung, Live-Musik und Djs 

am 15.11.2019, ab 22:00 NY 59 im Bethanien

10 Jahre sind seit dem Militärputsch in Honduras vergangen, das sind 10 Jahre Widerstand von indigenen und kleinbäuerlichen Organisationen gegen massiven Landraub durch Bergbau, Wasserkraftwerke und Agroindustrie.
Mit der Soliparty rufen wir zu internationaler Solidarität mit den Aktivist*innen in Honduras auf, die sich gegen die Unternehmen und die korrupte Regierung wehren. Dafür werden sie kriminalisiert, verfolgt, verhaftet und ermordet, wie dies aktuell in Guapinol, Dpt. Colón der Fall ist. Wegen der Proteste gegen ein Bergbauprojekt in einem Naturschutzpark wurden 7 Personen festgenommen <https://hondurasdelegation.blogspot.com/2019/09/kriminalisierung-von-umwelt-protesten.html> und in ein Hochsicherheitsgefängnis gebracht.

Soliparty mit:

• Fotoausstellung “10 Jahre Widerstand seit dem Militärputsch in Honduras”,
• Live-Musik Nicolás Miquea<https://www.youtube.com/watch?v=OQrYZX61Bz8> (Liedermacher) • Djs : ◦ Bony Selektor<https://www.youtube.com/watch?v=FJJq54eYKVM> (Cumbia-Latinfusion)
• Kollektiv Paranormal Unfall<https://soundcloud.com/solidstaitparanrmalunfall/paranormalsolidstaitone> (Uk Bass, House,Techstep) ◦
• NG Selecta<https://soundcloud.com/guerilljah/digital-rock> ( Reggae,Dub-Bassmusic) ◦
• Dj Tamson<https://bit.ly/2pgQ3F7> (HipHop, Cumbia)
• Solyverlosung mit Überraschungspreisen!!

New Yorck 59 im Bethanien Mariannenplatz 2A, 10997 Berlin-U Görlitzer Bahnhof, Kottbuser Tor; S Ostbahnhof Bethanien-Südflügel, Eingang rechts

Mittwoch, 30. Oktober 2019

#ATENCIÓN DENUNCIA PÚBLICA (es/en)

Este sábado 26 de Octubre, una misión de solidaridad con Rio Blanco visitó a la comunidad debido a las ultimas quemas y envenenamiento a los cultivos de la comunidad por parte de la familia Madrid. Cuando nuestras compañeras y compañeros se trasladaba a los predios de la Vega del Culatón donde la comunidad trabaja la tierra, los mismos responsables de las quemas y envenenamiento, obstaculizaron el paso de una vía pública que lleva a los cultivos de la comunadiad y amenazaron con armas y machetes a lxs compañerxs que fueron a acompañar a la comunidad.

A continuación presentamos un resumen con los distintos ataques vividos este fin de semana. Sábado 26 Octubre -La Familia Madrid amenaza y hostiga con armas a compañerxs de distintas comunidades de COPINH cuando se dirigían a la Vega del Culatón. - José Madrid propinó insultos cargados de violencia machista, difamación y amenazas a nuestra Coordinadora General Berta Zúniga

- Darwin Sánchez Dominguez fue amenazado de muerte por parte de miembros de la familia Madrid. 

-La noche del sábado miembros de la familia Madrid cortaron los frenos del bus que trasladaba a las comunidades de COPINH poniendo en riesgo la vida de familias completas, niñas, niños, mujeres embarazadas y mayores de edad.

-Fredy Leonel Sánchez, hijo de Rosalina Dominguez, al regresar de la Vega del Culatón sufrió un atentado por parte de Alex Madrid hijo de Donato Madrid, quien lo atacó tres veces con el machete a la cara. Él pudo esquivarlos y se defendió.

Leonel Madrid, también hijo de Donato, estaba cerca escondido con un machete. Fredy ya había sido atacado hace 22 días, también con machete, cuando regresaba a su casa.

- Los conductores de COPINH por la noche fueron hostigados y dispararon al carro con el fin de amedrentar a nuestros compañeros.

- El domingo por la mañana, uno de los carros fue interceptado por la familia Madrid, el conductor fue amenazado de muerte, tomando fotografías a su rostro y a la placa del carro.

Entendemos estos ataques sistemáticos y la impunidad en la que continúa la familia Madrid tras las innumerables denuncias hechas este año, como un reflejo del irrespeto al territorio de los pueblos indígenas y a la imposición de proyectos sin el previo consentimiento de los pueblos; generando violencia y división en las comunidades.

Estos ataques son el resultado de la digna lucha y resistencia de la comunidad de Río Blanco por la defensa de su tierra y su título ancestral de terratenientes amparados por el Estado que solo buscan enriquecerse con los recursos de los pueblos.

Responsabilizamos al Estado hondureño por cualquier daño en contra la integridad física y mental de los compañeros y compañeras de Río Blanco. Sus vidas están en grave riesgo.

Exigimos de manera urgente a la Alcaldía de Intibucá, Instituto Nacional Agrario, Ministerio Público, Policía Nacional parar la violencia contra la comunidad con acciones contundentes que resuelvan el conflicto en la comunidad.

Hacemos un llamado a la solidaridad nacional e internacional para exigir que se implementen las medidas de protección básicas para Río Blanco por parte del Mecanismo de Protección debido a los constantes ataques que se viven en la comunidad. 
Mecanismo de Protección: +504 9874-8595 

Encargado de DDHH de la embajada de EE.UU: +504 9463-6353 

Secretaria de Derechos Humanos en Honduras: +504 9995-5297 

Instituto Nacional Agrario: +504 2239-8397 

Policía Nacional +504 2783-4067 

Dirección Policial de Investigaciones: 2240-0400 

Ministerio Público:+504 2764-5889 


#SolidaridadRíoBlanco

 englisch

Dienstag, 29. Oktober 2019

Mutmaßlicher Partner von Drogenhändler Hernández in Honduras getötet

Montag, 28. Oktober 2019

Forderung nach Stichwahl in Bolivien: Misst Berlin mit zweierlei Maß?

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Chef von Energiefirma Desa soll Mord an Aktivistin Cáceres finanziert haben

Die Familie von Berta Caceres und Copinh machen das Unternehmen
Tegucigalpa. Einer der Angeklagten im Mordfall Berta Cáceres in Honduras hat in seiner Aussage den Präsidenten des Energie-unternehmens Desarrollos Energéticos Sociedad Anónima (Desa), Roberto David Castillo Mejía, schwer belastet: Castillo Mejía habe für den Mord an der indigenen Umwelt- und Menschenrechts-aktivistin Berta Cáceres Geld bezahlt. Dies gab die Generalstaatsanwaltschaft von Honduras im Rahmen der Voruntersuchung gegen Castillo Mejía bekannt, der von der Anklagebehörde als Anstifter des Verbrechens beschuldigt wird. Der Elektroingenieur war Leiter der Desa, als die Koordinatorin des Zivilen Rates für indigene und Basisorganisationen in Honduras (Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras, Copinh) am 3. März 2016 in ihrem Haus im Schlaf erschossen wurde.

Sonntag, 20. Oktober 2019

Bruder von Präsident Hernández in den USA wegen Drogenhandels verurteilt

Daniela Dreißig amerika21
Nach dem Urteilsspruch kam es zu spontanen Protesten in Tegucigalpa 
New York/ Tegucigalpa. Am Freitag ist Juan Antonio "Tony" Hernández, Bruder des amtierenden Präsidenten von Honduras, Juan Orlando Hernández, einstimmig durch ein New Yorker Gericht wegen Drogenhandels in großem Stil für schuldig gesprochen worden. Ihm droht eine Haftstrafe von 30 Jahren und lebenslange Haft. Präsident Hernández wurde in dem zwei Wochen dauernden Prozess mehrmals als "Mitverschwörer" erwähnt.

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Erhielt Präsident von Honduras Gelder aus Drogengeschäft?

Prozess gegen Bruder des Präsidenten in New York fortgesetzt. Belastende Zeugenaussagen. Drogengelder in Wahlkampagne. Juan Orlando Hernández dementiert

Die Brüder Hernández: Juan Antonio "Tony" (links) und Juan Orlando (Kollage)
New York/Tegucigalpa. Der Prozess gegen Juan Antonio "Tony" Hernández, Bruder des honduranischen Präsident Juan Orlando Hernández, ist am Dienstag vor einem New Yorker Bundesgericht
fortgesetzt worden. Ein ehemaliger Beamter der US-Drogenbehörde (DEA), sagte aus, dass er bei einer Befragung im Jahr 2016 bestritten hatte, den Anführer des Kartells "Los Cachiros", Devis Leonel Rivera Maradiaga, getroffen zu haben. Die Zusammenkunft wurde jedoch mit einer versteckten Kamera gefilmt, deren Aufnahmen der DEA übergeben wurden. Dabei wurde über Verträge einer Scheinfirma gesprochen, die zur Geldwäsche genutzt wurde.

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Ist Honduras' Präsident in Drogengeschäfte verstrickt?

Podcast SRF vom 2.10.2019

Heute beginnt in New York der Prozess gegen den Honduraner Juan Antonio Hernandez - genannt Tony Hernandez - wegen Drogenschmuggels und Mord. Brisant ist: Tony Hernandez war bis vor kurzem Parlamentsabgeordneter – und er ist der Bruder des Staatspräsidenten Juan Orlando Hernandez.




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