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Dienstag, 10. Januar 2023

Ein schwarzes Jahr für die LGBTI-Community in Honduras

 Von  amerika21

CATTRACHAS, eine in Honduras engagierte feministische Organisation

Dienstag, 9. Februar 2016

EILAKTION: Journalist und LGBTI*-Menschenrechtsverteidiger in akuter Lebensgefahr


Wir bitten Sie sich rasch ( möglichst bis Ende der Woche)  an unserer Eilaktion für den  Journalisten und LGBTI*-Menschenrechtsverteidiger Ely Vallejo aus San Pedro Sula (Honduras) zu beteiligen. Der Reporter des oppositionellen TV-Senders Cholusat Sur- Canal 36 befindet sich nach einer Serie von Übergriffen in AKUTER LEBENSGEFAHR.

Vor wenigen Tagen wurde Ely Vallejo von Polizist_innen an seiner Arbeit gehindert, angegriffen und bedroht. 2015 war er bereits Opfer einer Serie von Verfolgungen, Schlägen und einer Kurzzeit-Entführung durch Bewaffnete, ohne dass es ernsthafte Ermittlungen oder Schutzmaßnahmen seitens des Staates für ihn gegeben hätte.

Bitte appellieren Sie an die honduranische Ministerin für Menschenrechte, Karla Cueva, sich nun unverzüglich für den gesetzlich garantierten Schutz von Ely Vallejo und die Aufklärung der bisherigen Vorfälle einzusetzen.

Im Anhang finden Sie die entsprechenden Mailadressen, einen Musterbrief auf Spanisch und die Übersetzung des Briefes ins Deutsche.
Sowohl Journalist*innen als auch Mitglieder der LGBTI*-Community haben in Honduras hohe Mordraten bei gleichzeitiger Straflosigkeit der Verbrechen zu beklagen: Von 2009 bis heute wurden mehr als 200 Morde an Mitgliedern der Lesbisch-.Schwulen und Trans*-Community in Honduras registriert. Nur 33 davon kamen vor Gericht.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Petition zur Aufklärung des Mordes an Angy Ferreira und Schutz für LGBTI*-Aktivist_innen


Die LGBTI-Gemeinde in Honduras trauert um ihre Aktivistin Angy Ferreira (26). Auf sie wurde in der Nacht vom 25. auf den 26. Juni 2015 aus einer Gruppe von vier Unbekannten geschossen. Eine Polizeipatrouille, die am Tatort erschien, kam der noch Lebenden nicht zu Hilfe. Eine Augenzeugin des Mordes wurde einige Tage später ebenfalls von Unbekannten zusammengeschlagen.

Angy war Koordinatorin der Trans*Frauen-Gruppe bei der LGBTI-Organisation Arcoíris. Arcoíris setzt sich seit 2003 für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen (LGBTI*)in Honduras ein.

Seit dem Staatsstreich in Honduras 2009 sind mindestens 198 Angehörige der LGBTI-Community in Honduras Opfer von hate crimes geworden. Strafrechtlich verfolgt werden diese Verbrechen nur sehr selten. Stattdessen sind LGBTI mit willkürlichen Verhaftungen, Polizeigewalt und Mordanschlägen konfrontiert.

Dienstag, 28. April 2015

Solidarität mit der LGBTI*-Bewegung in Honduras – unterstützt den IDAHOT-Day in Tegucigalpa!


LGBTI-Bewegung in Honduras

Seit dem Staatsstreich in Honduras 2009 sind mindestens 186 Angehörige der LGBTI*-Community in Honduras Opfer tödlicher hate crimes geworden, so die Statistik der honduranischen Staatsanwaltschaft. Strafrechtlich verfolgt werden Verbrechen an lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, transsexuellen und intersexuellen (LGBTI*) Menschen nur sehr selten. Verurteilt wurde bisher kein einziger Täter. Stattdessen sind LGBTI* in Honduras mit immer mehr willkürlichen Verhaftungen, Polizeigewalt, Mordanschlägen, Überfällen aller Art konfrontiert. Von alltäglicher Diskriminierung und Misshandlung, zum Beispiel im staatlichen Gesundheitswesen, ganz zu schweigen. Die Community versucht dennoch, sich nicht einschüchtern zu lassen. Schließlich hat sie sich nach dem Putsch erstmals als politisches Subjekt konstituiert und ist auf die Straße gegangen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Freitag, 8. Februar 2013

Eilaktion von Amnesty: LGBT-Aktivist bedroht


Am 22. Januar erhielt der Honduraner Patricio Vindel Morddrohungen. Er setzt sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern (LGBT) ein. Sein Leben ist in Gefahr.
Patricio Vindel ist Vorsitzender der Gruppe Organización Pro-Unión Ceibeña (OPROUCE), die sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern (LGBT) im Norden Honduras einsetzt. Die Gruppe befasst sich mit HIV-Prävention und sensibilisiert die Öffentlichkeit für die Menschenrechte der örtlichen LGBT-Gemeinschaft.
Am 22. Januar befand sich die Belegschaft aufgrund eines Workshops nicht im Büro. Unbekannte drangen in dieser Zeit in den Hof vor dem Gebäude ein und sprühten mit Farbe eine Nachricht an die Wand: "Patricio, du wirst sterben" ("Patricio vas a morir").
Patricio Vindel meldete den Vorfall unmittelbar dem Menschenrechtsombudsmann (Comisionado Nacional de Derechos Humanos - CONADEH) und der Polizei. Die Polizei kam am Nachmittag desselben Tages in das OPROUCE-Büro und sicherte Beweise. Am 21. Januar war ein verdächtiges Fahrzeug ohne Nummernschild gesehen worden, das am Nachmittag mehrere Male an dem Büro vorbeigefahren war.
Vor diesem Vorfall hatte Patricio Vindel zwischen August und Oktober 2012 mehrere Drohungen per SMS erhalten. Der Absender der Nachrichten machte darin abfällige Bemerkungen über Patricio Vindels sexuelle Orientierung und erklärte, es wäre bekannt, wo er lebe, und man würde jemanden schicken, um ihn zu töten.

Montag, 20. August 2012

Eilaktion von Amnesty: LGBT-Aktivist Donny Reyes in Lebensgefahr

Zur Eilaktion von Amnesty

Am 5. Juli ist der prominente Menschenrechtler Donny Reyes, der sich für die Rechte sexueller Minderheiten engagiert, von einem bewaffneten Mann auf einem Motorrad bedroht worden. Ihm gelang die Flucht, doch er ist weiter in Lebensgefahr. Ungeachtet entsprechender Anordnungen der Interamerikanischen Menschenrechtskommission haben die Behörden Donny Reyes keinerlei Schutzmaßnahmen zur Verfügung gestellt.
Donny Reyes ist Koordinator der Organisation Rainbow Association, die sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi- und Transgendern (engl. lesbian, gay, bisexual and transgender - LGBT) einsetzt. Am Morgen des 5. Juli verließ Donny Reyes seine Wohnung, um sich zu seinem Arbeitsplatz zu begeben. Dabei bemerkte er einen Mann auf einem Motorrad, der an einer Straßenecke nahe seines Hauses geparkt hatte. Als Donny Reyes losfuhr, folgte der Mann ihm. Aus Furcht um seine Sicherheit beschleunigte Donny Reyes und fuhr zum Hintereingang seines Hauses, um in das Gebäude zurückzukehren.
Als nach einer Stunde keine Anzeichen mehr darauf hindeuteten, dass sich der Mann in der Nähe des Hauses befand, begab sich Donny Reyes erneut auf den Weg zu den Büroräumen von Rainbow Association. Als er sich seinem Ziel näherte, erschien der Mann auf dem Motorrad ein weiteres Mal. Er fuhr neben Donny Reyes her und starrte ihn an, als er sein T-Shirt hob und nach einer an seiner Hose befestigten Pistole griff. Donny Reyes fuhr zu einer Polizeidienststelle. Der Mann verfolgte ihn, bis er kurz vor der Polizeistation das Weite suchte. Da Donny Reyes um seine eigene Sicherheit bangte, informierte er seine Arbeitsstelle und flüchtete in das Gebäude einer anderen LGBT-Organisation. Rechtsbeistände der Menschenrechtsorganisation Centro de Investigación y Promoción de los Derechos Humanos (CIPRODEH) informierten die Polizei und forderten sie auf, Donny Reyes an einen sicheren Ort zu begleiten. Die Polizei kam dieser Bitte jedoch nicht nach. Stattdessen erhielt Donny Reyes Hilfe von Angehörigen der Organisation CIPRODEH. Sie setzten sich mit der Menschrechtsabteilung des Innenministeriums in Verbindung und vereinbarten für den darauffolgenden Tag ein Treffen mit MitarbeiterInnen des Ministeriums, der Generalstaatsanwaltschaft und der Polizei. Eine halbe Stunde vor dem Termin wurde das Treffen abgesagt.
Die Interamerikanische Menschenrechtskommission hat 2009 schon einmal Schutzmaßnahmen für Donny Reyes angeordnet. Die Behörden kamen damals den Anordnungen nicht nach und setzten Donny Reyes somit einer großen Gefahr aus. Seine Anfrage, man möge ihm Leibwächter zur Verfügung stellen, wurde aufgrund mangelnder Ressourcen abgelehnt.

Zur Eilaktion von Amnesty

Mittwoch, 11. Juli 2012

US-Kongressmitglieder fordern Aufklärung der LGBT-Morde in Honduras

Kurzmeldung auf Amerika21.de 

Washington/Tegucigalpa. In einem Brief haben 84 Mitglieder des US-Kongresses die US-Außenministerin Hillary Clinton gebeten, die honduranische Regierung zur Aufklärung über die Mordwelle gegen LGBT-Aktivisten in dem mittelamerikanischen Land zu drängen. Der Brief von Ende Juni nimmt Bezug auf einen Menschenrechtsbericht des US-Außenministeriums. Darin werden die honduranischen Sicherheitskräfte mit Menschenrechtsverletzungen in Verbindung gebracht und auf die starke Korruption und den Machtmissbrauch innerhalb der Polizei hingewiesen. Eine der gesellschaftlichen Gruppen, die davon besonders betroffen sind, ist die LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual und Trans) -Gemeinschaft.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Weiterer Mord an Oppositionellen in Honduras

Leiche von Martínez Ávila aufgefunden. Schwuler Aktivist setzte sich in Partei LIBRE für sexuelle Rechte ein. Proteste am 17. Mai geplant 

Von Sebastian Henning, amerika21.de

 

Tegucigalpa. Erneut ist in Honduras ein Aktivist der Opposition einem Mord zum Opfer gefallen. Erick Martínez Ávila wurde am Morgen des 7. Mai ermordet an der Fernstraße von Tegucigalpa nach Olancho im Nordosten aufgefunden, nachdem er bereits seit Sonntag vermisst worden war. Erst vor zwei Wochen war er von der linksoppositionellen Partei LIBRE zum Kandidaten für einen Listenplatz für sexuelle Rechte ernannt worden.

Samstag, 22. Oktober 2011

Veranstaltung Wien: Auf meinen Stöckelschuhen - Queerer Widerstand in Honduras


Freitag, 4. November, 19:00: Informeller Austausch in der Rosa-Lila-Villa
Kontakt und Erfahrungsaustausch zwischen dem honduranischem LGBT-Aktivisten Fernando Reyes und Wiener LGBT Aktivist*innen
o   Sprache: Englisch / Spanisch / Deutsch
o   Ort: Rosa-Lila-Villa, Clubräume – Linke Wienzeile 102, 1060 Wien

Samstag, 5. November, 19:00: Film und Diskussion im TOP-Kino
Filmvorführung und Diskussion mit LGBT-Aktivist Fernando Reyes
o   Kurz-Spielfilm „Esperándola – Awaiting her“ von James Joint über die transsexuelle Lebensrealität in Honduras; 15 min; Spanisch mit engl. Untertiteln
o   Dokumentarfilm „En mis tacones - Auf meinen Stöckelschuhen“ von Fernando Reyes über die Diskriminierung von Trans-Menschen seit dem Militärputsch; 30 min; Spanisch mit dt. Untertiteln
o   Anschließende Diskussion mit Fernando Reyes
o   Sprache: Spanisch / Deutsch
o   Eintritt: Freie Spende geht an LGBT-Projekte in Honduras
o   Ort:  TOP-Kino; Rahlgasse 1, 1060 Wien

Donnerstag, 20. Oktober 2011

'En mis Tacones' - 'Auf meinen Highheels'

Von 27.10. bis 10.11.2011 ist der honduranische LGBT-Aktivist Fernando Reyes auf Rundreise in Deutschland und Österreich. In sieben Städten finden Veranstaltungen statt, in denen der von ihm gedrehte Dokumentarfilm "En mis tacones - Auf meinen Stöckelschuhen" gezeigt wird. Fernando erzählt über die transsexuellen Lebensrealtiäten in Honduras, die Diskriminierung von Lesbinnen, Schwulen, Bi- und Trans-Personen und deren Aktivitäten in der Widerstandsbewegung gegen den Militärputsch in Honduras.


Termine:
27.10.2011, 18:00 - 20:00 Uhr Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin

30.10.2011, 19:00 Uhr Lateinamerikatage Hamburg, Werkstatt 3, Nernstweg 32-34    http://www.zapapres.de/Veranstaltungen.html

31.10.2011, Bochum, Soziales Zentrum

01.11.2011, 19:30 Uhr, Düsseldorf, Linkes Zentrum 'Hinterhof'
http://beta.linkes-zentrum.de/termine/2011-11-auf-meinen-highheels-diversitaet-im-widerstand

02.11.2011, 19:30 Uhr Bonn, Kult 41, http://www.kult41.net/index.php?id=69

04.11.2011, 19:00 Uhr Wien, Rosa-Lila-Villa
05.11.2011, 19:00 Uhr Wien, TOP-Kino
http://hondurasdelegation.blogspot.com/search/label/Veranstaltung

07.11.2011, 20:00 Uhr, München, Ligsalz8
http://www.oeku-buero.de/terminleser/events/En_mis_Tacones.html

Donnerstag, 21. Juli 2011

Sie können alle Blumen abschneiden

Zwei Jahre nach dem Putsch gegen Präsident Zelaya sind die Bot- schafter von EU und Deutschland längst nach Honduras zurückgekehrt. Geblieben sind der Terror gegen Minderheiten und Oppositionelle, sowie die ungleiche Verteilung von Land. Entstanden ist eine kraftvolle Widerstandsbewegung.
Von Øle Schmidt
Veröffentlicht in der Berliner Wochenzeitung der Freitag

»Es bricht mir das Herz. Aber wir mussten den Befehl der Politik ausführen, und das von den Bauern besetzte Land räumen. Wir hatten keine Wahl.« Alex Madrid ist Medienoffizier der honduranischen Polizei. Und er ist geschult. Als ein Familienvater ihn unter Tränen fragt, warum sie Frauen und Kindern ihr Obdach nehmen, antwortet Madrid: »Vielen Dank für ihren Beitrag zur Demokratie.« Und lächelt. Hinter ihm schlagen kleine Flammen aus den provisorischen Hütten der Bauern. Rauch liegt schwer in der Luft. Bewaffnete Soldaten stehen auf kaputtem Geschirr und zerrissener Kleidung. Die landlosen Bauern hatten das Gebiet im Bajo Aguán, im Norden Honduras, besetzt, nachdem die Regierung ihr Versprechen auf die kleinen Parzellen nicht eingelöst hatte. Haben sie Waffen bei der Räumung gefunden? »Nein«, antwortet Alex Madrid. Dann trägt der PR-Offizier mit der martialischen Uniform einem staunenden Publikum ein selbst geschriebenes Gedicht über Ungerechtigkeit in seinem Mutterland vor. Am Abend wird Alex Madrid im Fernsehen sagen, dass Polizei und Armee das besetzte Land räumen mussten, nachdem sie schwere Waffen bei den Bauern gefunden hatten.

Samstag, 18. Dezember 2010

12. Tag - Offizielle Wahrheitskomission, Sängerin Karla Lara, Doku Transsexuelle in Honduras

Offizielle Wahrheitskommission

Im Büro der „Comisión de la Verdad y Reconciliación” (Wahrheits- und Versöhnungskommission) werden Teilnehmende der Delegation von Kommissions-Exekutivsekretär Sergio Menbreno und den MitarbeiterInnen Martha Savillón, Antonio Delgado, Veronica Puentes und Judi Mora empfangen. Diese offizielle Kommission wurde beim Amtsantritt Pepe Lobos einberufen und ist Teil seiner sog. Regierung der Versöhnung. Spannend ist, dass dieses Jahr somit zwei Wahrheitskommissionen in Honduras eingerichtet wurden: Die „Comisión de la Verdad“ und die alternative „Comisión de Verdad“. 

Montag, 13. Dezember 2010

8. Tag - Schauprozess und LGBT-Kundgebung

Der Tag der DelegationsteilnehmerInnen begann mit einem Besuch des Gerichts La Granja. Dort fand heute der Auftakt eines Prozesses gegen sechs PolizistInnen wegen der illegalen Festnahme von 26 Personen bei einer Demonstration am 12. August 2009 statt. Die Betroffenen berichten von Schlägen und Folter, davon, dass sie nicht über den Haftgrund in Kenntnis gesetzt wurden und ihren Angehörigen der Zutritt zum Militärgefängnis verwehrt wurde.