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Dienstag, 20. Dezember 2022

Honduras im Kampf gegen weitverbreitete Korruption einen Schritt weiter

 Von  amerika21

Unterzeichnung der Absichtserklärung im UN-Hauptsitz in New York. Im Hintergrund Präsidentin Xiomara Castro und UN-Generalsekretär Antonio Guterres QUELLE: XIOMARACASTROZ

Montag, 21. März 2022

Auf Wunsch der Regierung: UN-Kommission gegen Korruption und Straflosigkeit in Honduras

Bei Protesten gegen die Regierung Hernández wurde immer wieder die Forderung nach Einrichtung einer internationalen Kommission gegen Korruption und Straflosigkeit laut
Tegucigalpa. Die Vereinten Nationen richten eine Internationale Kommission gegen die Korruption und die Straflosigkeit in Honduras (CICIH) ein. Dies teilte der honduranische Außenminister Enriue Reina mit. UN-Generalsekreträr António Guterres habe auf ein entsprechendes Ersuchen von Präsidentin Xiomara Castro vom Februar geantwortet und Miroslav Jenča, Untergeneralsekretär für Europa, Zentralasien und Amerika in politischen Angelegenheiten, als Ansprechpartner für die Einrichtung des CICIH benannt.

In einem ersten Telefonat habe Jenča erklärt, dass sie bereits ein Expertenteam zusammenstellen, das in der ersten Aprilhälfte in Honduras eintreffen werde. Die CICIH soll aus Fachleuten für Korruptionsbekämpfung, Ermittlern und Juristen gebildet werden, die unabhängig agieren und von der Regierung unterstützt werden. Das UN-Team werde mit Vertretern der Staatsanwaltschaft, der Zentralregierung, der Judikative und anderen an der Strafverfolgung und Rechtspflege beteiligten Stellen zusammentreffen, so der Außenminister.

Präsidentin Castro hatte betont, die Arbeit der CICIH werde "zum Kampf gegen die von der Vorgängerregierung hinterlassenen Übel – Korruption und Straflosigkeit –" sowie zur Stärkung der Ermittlungsbehörden des Landes beitragen, die "von den Mafia- und Korruptionsnetzen, die völlig ungestraft operieren, ausgehöhlt wurden".

Anfang März hob der honduranische Kongress bereits das Gesetz über die Geheimhaltung (Klassifizierung) öffentlicher Dokumente auf, das dazu diente, Informationen über den Umgang mit öffentlichen Geldern zu verbergen und zur Verschleierung von Korruptionsfällen benutzt wurde.

Im Januar 2020 hatte die Regierung von Juan Orlando Hérnandez eine Internationale Unterstützungsmission gegen Korruption und Straflosigkeit in Honduras (Maccih) der Organisation Amerikanischer Staaten aus dem Land geworfen (amerika21 berichtete).

Die Maccih war 2016 nach massiven Protesten gegen einen 350-Millionen-Dollar-Betrug mit Geldern aus der Sozialversicherung gebildet worden. Die Mission hatte gemeinsam mit der Sonderstaatsanwaltschaft ein Korruptionsnetz aufgedeckt, in das über 60 Abgeordnete verwickelt waren. Dies war einer von 14 Fällen, in denen sie erfolgreich ermitteln konnten. Beispiele sind der "Betrug am Gualcarque" über die kriminellen Machenschaften in Bezug auf das Wasserkraftwerk "Agua Zarca", "Patuca III" über die Veruntreuung von Geldern in Zusammenhang mit dem Bau des gleichnamigen Staudamms, illegale Wahlkampffinanzierung zugunsten der PN und mehrere Fälle von Veruntreuung und Unterschlagung von Staatsgeldern.

Ex-Präsident Hérnandez wurde am 15. Februar 2022 auf Gesuch der US-Justiz verhaftet. Das New Yorker Bundesgericht wirft ihm unter anderem den Handel mit 500 Tonnen Kokain, Waffenhandel und Verschwörung vor. Das Oberste Gericht von Honduras genehmigte vergangene Woche die Auslieferung in die USA, dagegen legte seine Vereidigung Widerspruch ein.


Samstag, 15. Januar 2022

Honduras – Xiomara Castro, die Frau, die es mit dem Ende der zentralamerikanischen „Bananenrepubliken“ ernst meint

 

Foto: Partido Libertad y Refundación (Libre)

 Ein Artikel von Frederico Füllgraf | Verantwortlicher: Redaktion erschienen in NachDenkenSeiten

Die Vorherrschaft konservativer Regierungen in Zentralamerika bröckelt. Mit den endgültigen Zahlen bestätigte der Nationale Wahlrat (CNE) von Honduras kurz vor Weihnachten 2021 den am 28. November errungenen Sieg der progressiven Präsidentschaftskandidatin der Partei der Freiheit und Neugründung (auch bekannt als „Libre“), Xiomara Castro. Mit 51,12 Prozent gegen 36,93 Prozent der Stimmen ihres wichtigsten konservativen Herausforderers der Nationalen Partei, Nasry Asfura, wurde sie für den Zeitraum 2022 bis 2026 zur neuen Präsidentin des zentralamerikanischen Landes gewählt. Dass nahezu 70 Prozent der Wahlberechtigten (rund 3,6 Millionen Wähler) im 10 Millionen Einwohner zählenden Land zu den Urnen strömten, wurde im In- und Ausland als Zeichen eines „Basta ya!“ („Es reicht!“) an die Adresse uferloser Korruption, Gewalt und sozialer Unsicherheit gewertet, die insbesondere vom abdankenden Präsidenten Juan Orlando Hernández verkörpert wird. 

Samstag, 27. November 2021

Bruchlandung für die Menschenrechte

                                                                      veröffentlicht am 26.11.2021 Ökumenisches Büro München

Flughafen München arbeitet weiter mit einem zweifelhaften honduranischen Unternehmer zusammen. Kriminalisierten honduranischen Umweltschützern drohen bis zu 30 Jahre Haft. Medien in El Salvador thematisieren Millionen-Wahlkampfspende an Präsident Bukele vor dem Vertrag für den Ausbau des Cargo-Terminals.

Am 24. November 2021 sollte ein erster Linienflug auf dem neuen Palmerola International Airport im zentralamerikanischen Honduras landen. Möglich wurde der Bau und Betrieb des Flughafens durch das Engagement der Münchner Flughafengesellschaft mit ihrem Tochterunternehmen MIA, das dem honduranischen Partner EMCO/PIA unentbehrliches Know How und Kontakte zur Verfügung stellt.

Die Eigentümer*innen von EMCO/PIA Lenir Pérez und Ana Facussè sind in Honduras mehr als umstritten. 2013 war Lenir Pérez gemäß glaubwürdigen Zeug*innenaussagen unter anderem in die Bedrohung und Einschüchterung internationaler Menschenrechtsbeobachter*innen verwickelt. Der Schweizer und die Französin wurden durch eine Gruppe bewaffneter Männer in ein Waldgebiet verschleppt. Sie begleiteten eine Gemeinde, die gegen eine Eisenerzmine des Unternehmers protestierte.

Freitag, 26. November 2021

Honduras vor den Wahlen: "Das Oppositionsbündnis hätte gute Chancen"

Die Elite hat eine Hass- und Angstkampagne geführt, die zögerliche Wähler:innen entmutigen soll, für das progressive Bündnis von Xiomara Castro zu stimmen

Sonntag, 21. November 2021

Dokumentarfilm "Al borde de las sombras" - "Am Rande des Schattens"

Am 17. November wurde der Dokumentarfilm "Al Borde de las Sombras" von der Künstlergruppe La Cofradía (Regie und Produktion: Luis Méndez, Axel Chávez Zambrano, Ramón Hernández, Ariel Martínez, Dilcia Zavala und Karla Díaz) veröffentlicht.

Der Dokumentarfilm prangert "die von der politischen Macht ausgeübte Korruption, das vorsätzlich nicht funktionierende Justizsystem, das Straflosigkeit generiert. Er zeigt die geplante territoriale Enteignung, der die angestammten Völker unterworfen sind, und ein soziales System, das in seinen Grundlagen die Gewalt gegen Frauen und gegen große Teile der Bevölkerung trägt" an. Korruption, Straflosigkeit, Enteignung und Gewalt sind das Ergebnis eines sozioökonomischen Systems, das sein Interesse an exzessivem Profit, an der ungleichen Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums, der Entwürdigung der Bevölkerung hat und das Profitstreben über das menschliche Leben stellt". Gustavo Zelaya Herrera in criterio.hn

Dokumentarfilm in spanisch...



Freitag, 22. Oktober 2021

Späte Wahlallianz der Opposition in Honduras


aus: amerika21, 20.10.2021,

von Jutta Blume


Xiomara Castro und Salvador Nasralla unterzeichnen das Abkommen


Tegucigalpa. Kurz vor den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Honduras am 28. November verzichtet der Präsidentschaftskandidat der Partei Salvador de Honduras (PSH), Salvador Nasralla, auf seine Kandidatur zugunsten von Xiomara Castro von der Partei Libertad y Refundación (Libre).

"Dieser wichtige Pakt spiegelt einfach den Willen der Bevölkerung wieder, die besonders von der Opposition Einheit verlangt, um die Diktatur besiegen zu können", erklärte Xiomara Castro bei einem gemeinsamen Auftritt mit Nasralla. Der Kandidat der PSH würde im Fall des Wahlsiegs das Vizepräsidentenamt erhalten. Beiden Parteien wollen außerdem daran arbeiten, Wahlbeobachter in alle Wahllokale entsenden zu können, um Unregelmäßigkeiten wie bei den letzten Wahlen 2017 entgegenwirken zu können.

Umfragen zufolge würden die beiden Parteien gemeinsam auf über 30 Prozent der Stimmen kommen und damit vor der regierenden Nationalen Partei (PN) mit nur 20 Prozent liegen, berichtet der lateinamerikanische Nachrichtensender Telesur.

Freitag, 8. Oktober 2021

Pandora Papers in Lateinamerika: wer taucht auf, gegen wen wird ermittelt?

"Honduras ist eines der korruptesten Länder, das am meisten verarmt und in dem sich der Reichtum am stärksten konzentriert. Viele [der in den Pandora-Papers erwähnten] Gelder wurden in Offschore-Firmen gewaschen, die je nach Bedarf der Kund:innen geöffnet und geschlossen werden, wie es der ehemalige Präsident Porfirio Lobo Sosa, der derzeitige Vizepräsident Ricardo Álvarez und der derzeitige Bürgermeister und Präsidentschaftskandidat Tito Asfura [alle drei Nationale Partei - Regierungspartei seitdem Militärputsch 2009] getan haben. Und in Sachen Geheimgesellschaften und Geldwäsche ist der Präsidentschaftskandidat der Liberalen Partei, Yani Rosenthal, nicht weit entfernt.

Das Forbes-Magazin bezeichnete Camilo Atala im Jahr 2019 als den reichsten Mann von Honduras, und seltsamerweise tauchen in den "Pandora Papers" die Finanzgruppe FICOHSA und die Internationale Gesellschaft FICOHSA mit Dutzenden von Offshore-Firmen zu seinen Gunsten auf. Es stellt sich die Frage, was Herr Camilo Atala und die Finanzgruppe in diesen Geheimgesellschaften verbergen?" Radio Progreso


Foto: ContraCorriente

Der Artikel "Pepe Lobos unbekannte Offshore-Firmen während seiner Zeit als Präsident von Honduras" der digitalen honduranischen Zeitung ContraCorriente erklärt detailliert die Verwicklungen honduranischer Funktionär:innen in den Pandora-Papers. Darin werden weitere honduranische Akteur:innen erwähnt, die Offshore-Firmen gegründet haben wie z.B. Jacobo Atala Zablah und die ex-First Lady und Gattin von Lobo Rosa Elena Bonilla.

Die Veröffentlichung zeigen "Ergebnisse einer Analyse von Contracorriente in Honduras und des lateinamerikanischen Zentrums für investigativen Journalismus (CLIP) von Tausenden von Dokumenten mehrerer Firmen, die auf die Verwaltung von Offshore-Gesellschaften in Panama, den Britischen Jungferninseln und anderen Ländern spezialisiert sind. Die Enthüllungen dieser Allianz sind Teil der grenzüberschreitenden Untersuchung Pandora Papers, die vom International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) geleitet wird."

Donnerstag, 30. September 2021

Unsicherheit und Zweifel vor den Wahlen in Honduras

 

Manöver von Regierungsvertretern zur Verhinderung der allgemeinen Wahlen im November. Zahlreiche Kandidaten der Korruption beschuldigt. Wird JOH erneut antreten, um sich Straffreiheit zu sichern?

Donnerstag, 9. September 2021

Wenn die Staatskasse geschröpft wird – Korruption und Unterschlagung im öffentlichen Sektor am Beispiel von Honduras



Online Veranstaltung am 12. Oktober, 18-19.30 Uhr

Das zentralamerikanische Land Honduras steht auf der Liste von 180 Ländern zur Korruption auf Platz 157, Deutschland steht auf Rang 9. Dennoch gibt es in beiden Ländern Korruption. Korrumpierbare Amtsträger*innen wirtschaften überall auf der Welt Gelder in die eigenen Taschen, die eigentlich dem Staat zustehen - nur in unterschiedlichen Ausmaßen und mit verschiedenen Folgen.

Montag, 23. August 2021

In Honduras beginnt der Betrugsprozess zum Wasserkraftwerk Agua Zarca

Staatliche Funktionäre sollen dafür gesorgt haben, dass das Energieunternehmen Desa rechtswidrig Verträge und Genehmigungen erhielt

Schon seit 2013 wehrten sich indigene Gemeinden gegen das Staudammprojekt Agua Zarca

 Von amerika21

Tegucigalpa. Die honduranische Sonderstaatsanwaltschaft gegen Korruption (UFERCO) beschuldigt sechs ehemalige honduranische Staatsbedienstete verschiedener Straftaten, darunter Amtsmissbrauch, Korruption und Urkundenfälschung. Angeklagt sind hochrangige Beamte des Umweltministeriums und des staatlichen Energieversorgers ENEE.

Sonntag, 8. August 2021

Dauerkrise in Honduras - Korruption, Kokain und Klimawandel

aus: deutschlandfunkkultur, vom 3.8.2021
von Martin Reischke
Samael Méndez schloss sich der
Karawane der Menschen Richtung Norden an.
(Foto: Martin Reischke)

Die meisten Flüchtlinge, die aus Mittelamerika Richtung Norden ziehen, kommen aus Honduras. Nicht nur die Perspektivlosigkeit, auch der Klimawandel vertreibt die Menschen. Das Land erlebte im vergangenen Herbst zwei verheerende Wirbelstürme.

Auf der Tribüne des Sportstadions Jesús Martínez „Palillo“, im Nordosten von Mexiko-Stadt, sitzt ein Mann und wartet. „Mein Name ist Samael Méndez González, ich komme aus San Pedro Sula, Honduras, und bin 35 Jahre alt“, erzählt er.

Sein Blick schweift über den Sportplatz zu seinen Füßen. Dort, wo normalerweise Läufer ihre Runden drehen, hat die Verwaltung von Mexiko-Stadt riesige weiße Zelte aufstellen lassen. Migranten aus El Salvador, Guatemala oder Nicaragua sind hier untergebracht – vor allem aber aus Honduras. Es ist im Herbst 2018.

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Beitrag hören:


Weitere Beitrage zum Schwerpunkt Mittelamerika bei deutschlandfunkkultur: 




Donnerstag, 4. März 2021

Forderung nach Rücktritt von Präsident Hernández


 Von amerika21

Tegucigalpa. 40 Abgeordnete verschiedener politischer Parteien haben im honduranischen Kongress eine öffentliche Stellungnahme unterzeichnet, die den Rücktritt des amtierenden Präsidenten Juan Orlando Hernández fordert. Darin richten sie sich direkt an Hernández und drücken ihre Besorgnis über die prekäre Situation der Bevölkerung aus, die Folge seiner "kriminellen Handlungen" sei. Dabei führen sie das Missmanagement der Corona-Pandemie, das prekäre Gesundheitssystem und die ständige Korruption "im großen Stil" in der Verwaltung der staatlicher Gelder auf. "Die Korruption gibt es schon seit Jahren, als Sie und Ihre Nationale Partei [Partido Nacional de Honduras/PNH] Gelder der Sozialversicherung für Ihre Wahlkampagne verwendeten – ein institutionalisiertes kriminelles Muster, das systematisch zur illegalen Bereicherung fortgesetzt wird", heißt es in dem Dokument.

Dienstag, 9. Februar 2021

Honduras 2020 - Hurrikans, Covid19 und Korruption

 

Tres Reyes im Landkreis Pimienta wurde im November durch den über die Ufer getretenen Fluß Ulúa zerstört. Foto Sean T. Hawkey 




Honduras ist eines der anfälligsten Länder gegenüber dem Klimawandel. Dürren und  Überschwemmungen sind jährlich wiederkommende Phänomene, doch dieses Jahr kamen zwei verheerende Hurrikans dazu. Die Bevölkerung leidet unter der anhaltenden politischen Krise seit dem Militärputsch im Jahr 2009, an der uferlosen Korruption der Funktionär*innen und nun auch an der Covid19-Pandemie. Auffällig dabei ist ein fehlendes Krisenmanagement.

Von Daniela Dreißig erschienen in Tierra y Libertad - Nr. 82 - Winter / Frühjahr 2021

Hurrikans verwüsten den Norden  

Im November 2020 suchten innerhalb von zwei Wochen die Hurrikans Eta und Iota Honduras heim. Enorme Niederschläge, die die Stürme begleiteten, verwüsteten den gesamten Norden des Landes. Auf Fotos und Videos in den sozialen Netzwerken sind über die Ufer getretene Flüsse, eingestürzte Brücken und schlammbedeckte Landstriche zu sehen, voll mit Habseligkeiten der Menschen, die einst dort lebten. Viele von den Fluten Überraschte harrten tagelang auf Dächern aus und campierten unter Brücken. Die Bilanz Mitte Dezember: 98 Tote, 4,1 Millionen direkt Betroffene und 216.000 Hektar zerstörte Anbauflächen. Zwei Wochen nach Durchzug von Iota waren noch immer 184.626 Menschen ohne Kontakt zur Außenwelt und 89.076 Menschen lebten in Herbergen. 

Montag, 11. Januar 2021

Zwischen Corona und Korruption: Honduras steckt in schwerer Wirtschaftskrise

Bruttoinlandsprodukt und Direktinvestitionen rückläufig. Auch weniger Überweisungen von Angehörigen in den USA spielen eine Rolle

 Von amerika21

Tegucigalpa. Die Partei Libre um den ehemaligen Präsidenten von Honduras, Manuel Zelaya, hat einen detaillierten Bericht über die desaströse wirtschaftliche Situation in dem mittelamerikanischen Land vorgelegt. Neben der fehlenden wirtschaftlichen Kompetenz der aktuellen Regierung von Präsident Juan Orlando Hernández werden auch die grassierende Korruption und die Corona-Pandemie als Faktoren benannt.

Dienstag, 5. Januar 2021

Wirbelstürme Eta und Iota erzeugen Millionenschäden

aus: poonal, vom 28.12.2020 
von: Jutta Blume
 
Comunidad Prieta
Fundación San Alonso Rodriguez


(Berlin, 25. Dezember 2020, npla).- Im November zogen im Abstand von zwei Wochen gleich zwei Wirbelstürme über Zentralamerika und lösten vor allem an der Nordküste von Honduras gewaltige Überschwemmungen aus. Über drei Millionen Menschen hatten Schäden zu beklagen, Häuser, Straßen, Brücken und Ernten wurden zerstört. Mangelnde Krisenprävention und ein jahrelanger Raubbau an den Wäldern verstärkten das Ausmaß der Katastrophe. Die wirtschaftlichen Folgen werden noch lange zu spüren sein. Bilder von der Nordküste von Honduras zeigten zwischen Mitte und Ende November ein einziges Meer von schlammig-braunem Wasser, aus dem die Hausdächer hervorragten. Nachdem das Wasser endlich abgeflossen war, offenbarte sich eine Welt unter Schlamm: halbverschüttete Häuser, davor unbrauchbar gewordene Möbel, Matratzen, Elektrogeräte, unpassierbare Straßen. In der Großstadt San Pedro Sula campierten die Menschen aus den überschwemmten Zonen an den Straßenrändern, und auch zum Jahresende leben noch Menschen in Notunterkünften und auf der Straße.

Donnerstag, 19. November 2020

Auch Hurrikan Iota zieht verheerend über Zentralamerika

Hurrikan der Kategorie fünf. Schäden und Überflutungen wieder enorm. Honduras und Nicaragua stark getroffen. Über 20 Tote

Von amerika21

 

Wohnviertel in San Pedro Sula, Honduras, unter Wasser

Tegucigalpa. Knapp zwei Wochen nach Hurrikan Eta wurde Zentralamerika in den letzten Tagen erneut getroffen, nun von Iota. Wieder kam es zu heftigen Zerstörungen, Überflutungen sowie Toten. Iota zog in den vergangenen Tagen entlang der Ostküste Zentralamerikas. Er traf vor allem Nicaragua und Honduras wieder sehr hart und zog vergangene Nacht über Guatemala und El Salvador, wo er sich dann deutlich abschwächte.

Samstag, 14. November 2020

Honduras unter Wasser

Kritiker machen Regierung für die gegenwärtige Tragödie und die Menschenleben, die sie kosten wird, verantwortlich: "Die staatliche Untätigkeit ist der Hauptverbündete des Hurrikans Eta."                                                            

        Von Übersetzung: amerika21

Überflutung in Villanueva im honduranischen
Am 29. und 30. Oktober hat das Nationale Hurrikanzentrum in Miami Nicaragua und die Länder des Nördlichen Dreiecks alarmiert, dass der Tropensturm Eta auf die Region zusteuert und möglicherweise als Hurrikan in der nördlichen Karibik Nicaraguas auf Festland träfe und dann nach Norden Richtung Honduras und Guatemala drehen würde.

Am Sonntag, dem 1. November, riefen die nicaraguanischen Behörden für die Autonome Region Nordkaribik (RACN) und das Bergbaudreieck Alarmstufe gelb aus. Sofort wurden Notfallpläne und Präventivmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung aktiviert, darüber hinaus wurden Hilfsgüter in die Region gesendet.

Sonntag, 8. November 2020

Hurrikan Eta hinterlässt Tote und schwere Schäden in Zentralamerika

 Von amerika21

Zerstörte Häuser und Straßen im Department Cortés

San Pedro Sula. In Honduras sind mehr als 1,6 Millionen Menschen von den Auswirkungen des Tropensturms Eta betroffen. Bisher sind 34 Tote zu beklagen, dazu kommen Dutzende Vermisste, 20 zerstörte Brücken und 905 unterspülte Straßen. Auch Guatemala und Nicaragua wurden schwer getroffen.

Der Hurrikan der Kategorie 4 traf am Dienstag die Nordostküste Nicaraguas und bewegte sich landeinwärts in Richtung Honduras. Zwar schwächte er sich zu einem Tropensturm ab, dies minderte jedoch die Auswirkungen nicht, da der Sturm von extremen Niederschlägen begleitet war und alle Flüsse anstiegen. Durch die Wassermassen ist besonders der Norden von Honduras betroffen. Viele Menschen im Departamento Cortés harren auf ihren Dächern aus und bitten um Hilfe, die Straßen in den Wohnvierteln sind überflutet.

Mittwoch, 15. April 2020

Radiobeitrag für die kommunitären Radios in Honduras

Solidarische Statements von Mitgliedern des RESH (Europäisches Netzwerk in Solidarität mit Honduras) zur aktuellen Corona-Krise aus Deutschland, der Schweiz und Spanien und in Honduras.
Entwickelt durch Mitglieder der RESH.