Montag, 17. Februar 2020

FrauenGedenken – FrauenWiderstand

Offenes Café für Frauen und LGTBIQ, um Marielle Franco und Berta Cáceres zu gedenken und Transparente für die Frauendemo am 8. März zu gestalten.

Samstag, 7. März 2020, 15-19 Uhr im Hausprojekt in der Malmöer Str. 29, 10439 Berlin

Foto: Cadeho

Das Menschenrechtskollektiv CADEHO und die Kolumbienkampagne laden euch ein, mit uns am Wandbild in der M29 (https://www.mural-berta-marielle.site/) den beiden ermordeten Frauen Marielle Franco und Berta Cáceres und weiteren für euch wichtigen Frauen mit einer Videobotschaft zu gedenken und den Internationalen Frauentag vorzubereiten.
Im März 2020 jährt sich die Ermordung von Berta Cáceres zum vierten Mal und die von Marielle Franco zum zweiten Mal. Beide Frauen setzten sich entschlossen gegen Raubbau an der Natur, Menschenrechtsverletzungen und Polizeigewalt ein. Deshalb wurden sie umgebracht. Doch die Kämpfe gehen weiter, viele Frauen in Lateinamerika verteidigen Menschenrechte, insbesondere Frauenrechte und prangern die neoliberale Politik des Raubbaus an der Natur und der damit einhergehenden Vertreibung von Menschen an. Diese Frauen riskieren damit ihr Leben.

Solidarisieren wir uns mit ihnen! Bringt Laken, Farben und andere Materialien mit! Bei Kaffee, Kuchen und guter Musik tauschen wir uns aus und malen Transparente für die Frauendemo. Beiträge zum Essen sind herzlich Willkommen.
Kontakt: cadeho@riseup.net <mailto:cadeho@riseup.net>

Freitag, 14. Februar 2020

Das Territorium ist wie ein Gemeinschaftshaus

Radiobeitrag von Jutta Blume und Rita Trautmann
aus der Radioreihe „Umkämpfte Natur in Lateinamerika“ - ein Kooperationsprojekt des Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika e.V. (FDCL) mit dem Nachrichtenpool Lateinamerika e.V. (NPLA), vom 13. Januar 2020



 
Foto: Paola Reyes
Honduras liegt in Zentralamerika, einer Region die nur 0,5% der weltweiten Landmasse ausmacht, aber mehr als 7% des weltweiten Artenreichtums beherbergt. Doch die natürlichen Ressourcen und die Biodiversität sind stark gefährdet. In Honduras sind die Ursachen dafür einerseits der Klimawandel: Honduras gehört zu den vom Klimawandel am stärksten betroffenen Ländern weltweit. Andererseits ist es die neoliberale Wirtschaftspolitik, die auf einen schonungslosen Abbau der natürlichen Ressourcen trotz des Klimawandels setzt. Die an der Nordküste lebenden Garífuna wehren sich dagegen und versuchen gleichzeitig, sich vor den schlimmsten Folgen des Klimawandels zu schützen.

Zum Audiobeitrag

Kampf ums Überleben


Die Morde an Aktivist*innen der afro-indigenen Garífuna erreichten 2019 einen traurigen Höhepunkt

Im vergangenen Jahr wurden 17 Angehörige der afro-indigenen Garífuna in Honduras ermordet. Sechs von ihnen waren Frauen, die sich in ihren Gemeinden engagierten. Miriam Miranda, Koordinatorin der Garífuna-Organisation OFRANEH sieht darin einen „Plan, die Garífuna auszurotten“.

Miriam Miranda: Die Aktivistin kämpft seit Jahren für die Rechte der Garífuna
Mirna Teresa Suazo wurde am 8. Septem-ber 2019 von Unbekannten in ihrem Restaurant in Masca (Dpt. Cortés) erschossen. Die Täter flohen mit einem Motorrad. Suazo war Gemeinderats-präsidentin in Masca. Die Gemeinde hatte sich zweimal erfolgreich dem Bau von Wasserkraftwerken am gleichnamigen Fluss entgegengestellt.

María Digna Montero war Lehrerin und Mitglied des Komitees für interkulturelle zweisprachige (Spanisch und Garífuna) Bildung bei OFRANEH (Organización Fraternal Negra Hondureña). Am 12. Oktober 2019 saß sie vor ihrem Haus in der Gemeinde Cusuna (Dpt. Colón), als Unbekannte auf sie schossen und mit einem Motorrad flohen. Die Morde liefen nach ähnlichem Muster ab; genau wie bei den anderen 15 Opfern waren es Ortsfremde, die die Taten ausübten.

Mittwoch, 12. Februar 2020

Welche Folgen hat die andauernde US-Unterstützung für Honduras?

Honduras ist ein wichtiger regionaler Verbündeter der USA. Dass die Regierungen dort sich kriminell verhalten, stört dabei nicht, meint Parker Asmann

Montag, 10. Februar 2020

Fall Caceres in Honduras: Forderung nach Ermittlung der Drahtzieher des Mordes


Die Hintergründe des Mordes an Berta Cáceres sind
Tegucigalpa. Fast vier Jahre nach dem Mord an Berta Cáceres fordern über 500 internationale
Organisationen die weitere Ermittlung und Strafverfolgung der Auftraggeber. Außerdem mahnen sie den honduranischen Staat an, die Konzession für die Nutzung des Flusses Gualcarque zurückzuziehen.

Einen Monat, bevor sich der Todestag der Menschenrechtsverteidigerin, Koordinatorin und Mitbegründerin des Zivilen Rates für indigene und Basisorganisationen in Honduras (Copinh) jährt, hat dieser der honduranischen Staatsanwaltschaft ein von 512 Organisationen und Hunderten von Einzelpersonen aus ganz Lateinamerika, den USA und Europa unterzeichnetes Dokument übergeben, in dem Gerechtigkeit für den Mord an Berta Cáceres in der Nacht vom 2. auf den 3. März 2016 gefordert wird. Am 2. Dezember 2019 waren sieben Auftragsmörder und Mittelsmänner für den Mord an Cáceres und den versuchten Mord an Gustavo Castro zu Gefängnisstrafen zwischen 30 und 50 Jahren verurteilt worden. Der Prozessauftakt gegen den Geschäftsführer des Wasserkraftunternehmens Desarrollos Energéticos S.A. (Desa), Roberto David Castillo Mejía, der beschuldigt ist, den Mord in Auftrag gegeben zu haben, wurde hingegen bereits drei Mal verschoben. Es liegen jedoch nicht nur Beweise gegen Castillo vor, sondern auch gegen den Finanzchef des Unternehmens sowie gegen Aufsichtsratsmitglieder und Mehrheitsanteilseigner aus der einflussreichen Unternehmerfamilie Atala.

Vier Jahre seien ausreichend Zeit, um gegen die kriminelle Organisation, die hinter dem Mordkomplott steht, vorzugehen, befindet der Copinh. "Der fehlende politische Wille kommt in der Nachlässigkeit und Ineffizienz zum Ausdruck, die wiederum zur Straflosigkeit für die Herren Daniel Atala Midence, José Eduardo Atala, Pedro Atala und Jacobo Atala geführt hat", schreibt die Organisation in einer Pressemitteilung.

Berta Cáceres wurde wegen ihres Widerstands gegen das Wasserkraftprojekt Agua Zarca ermordet. Der Mord erregte aber international derartiges Aufsehen, dass Agua Zarca zum Erliegen kam. Die Konzession über den Fluss Gualcarque besteht indessen weiter, obwohl ihre Vergabe mutmaßlich ein Fall von Korruption war. Die Internationale Unterstützungsmission gegen Korruption und Straflosigkeit in Honduras (MACCIH) hatte im März 2019 gemeinsam mit der honduranischen Sonderstaatsanwaltschaft für Korruptionsdelikte (UFECIC) einen Prozess wegen Betrugs bei der Erlangung von Konzessionen und Genehmigungen eröffnet. Einer der Angeklagten war ebenfalls Roberto David Castillo Mejía.

Das Mandat der MACCIH wurde mittlerweile von Seiten der honduranischen Regierung beendet, eine Fortführung des Betrugsprozesses um Agua Zarca soll dennoch geplant sein.

Sonntag, 2. Februar 2020

Machtkonzentration und Straflosigkeit in Honduras

Internationalen Menschenrechtsinstitutionen droht das Aus für ihre Arbeit. Unterstützungsmission gegen Korruption und Straflosigkeit bereits aus dem Land gewiesen
Deckblatt des Berichts des Hochkommissariats für
 Menschenrechte der Vereinten Nationen in Honduras
 Genf. Zwei Jahre nachdem Juan Orlando Hernández von der Nationalen Partei Ende Januar 2018 in Honduras seine zweite Amtszeit als Präsident angetreten hat, befindet sich das Land weiterhin in einer tiefen Krise. Korruption, Straflosigkeit und die starke Gefährdung von Menschen-rechtsverteidigern prägen die Situation.

Samstag, 1. Februar 2020

Regierung von Mexiko deportiert über 2.000 Migranten in zehn Tagen

Donnerstag, 30. Januar 2020

Erneut Attentat auf Trans-Aktivistin in Honduras

LGBT-Community lebt in dem mittelamerikanischen Land unter hohem Risiko. Das Ende der Internationalen Mission gegen Korruption und Straflosigkeit verschärft die Situation

Dienstag, 28. Januar 2020

Massives Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Migranten in Chiapas

Dienstag, 21. Januar 2020

Honduras wirft Mission gegen Korruption aus dem Land

Internationale Gruppe Maccih muss Arbeit einstellen. Aktivisten und Experten fürchten schwere Konsequenzen für Rechtsstaat

Montag, 20. Januar 2020

Erste Karawane 2020 mit Migranten aus Honduras erreicht Mexiko

Freitag, 17. Januar 2020

Eskalierende Gewalt, Rassismus und Straflosigkeit

Erneut Morde an afro-indigenen Aktivisten. Gewalt gegen Bewohner von Masca soll im Zusammenhang mit geplanter Arbeits- und Wirtschaftszone stehen. Gesetzesprojekt "zur Befragung" umstritten
Afro- und indigene Gemeinschaften kämpfen in Honduras 
Dublin/San Pedro Sula. Im neuen globalen Bericht der Organisation Frontline Defenders zur Situation der Menschenrechtsverteidiger sind 31 Morde an honduranischen Aktivisten dokumentiert. Demnach hat sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht. Das zentralamerikanische Land liegt damit weltweit an dritter Stelle nach Kolumbien und den Philippinen.

Donnerstag, 9. Januar 2020

Humanitäre Krise in Mexiko: Zahl der Flüchtlingsanträge hat sich mehr als verdoppelt

Dienstag, 7. Januar 2020

Wenn das Wasser kommt - Klimawandel in Honduras

aus: npla, Markus Plate, v.11.12.2019

(Mexiko-Stadt, 2. Dezember 2019, npl) - Vor wenigen Wochen erst hat Chile die Ausrichtung der diesjährigen Klimakonferenz abgesagt – wegen der wochenlangen sozialen und politischen Proteste im Land. Der Klimagipfel findet stattdessen in Madrid statt. Dabei gehört Lateinamerika zu den vom Klimawandel am stärksten betroffenen Regionen der Welt. Bis zum Jahr 2050 könnte er jährliche Schäden verursachen, die in Zentralamerika zwei bis vier Prozent der Wirtschaftsleistung betragen. El Salvador und Honduras sind wegen ihrer Lage zwischen Pazifik und Karibik besonders gefährdet.

Zum Artikel  

Überschwemmungsgefährdet – Karte des Dep Del Valle, Honduras. Foto: Markus Plate

Samstag, 4. Januar 2020

"Ihr seid nicht alleine!": Zweites Internationales Frauentreffen der Zapatistinnen in Mexiko

Gewalt gegen Frauen im Mittelpunkt. Erschütternde Einblicke. Neoliberale Politik der Regierung wird mitverantwortlich für Gewalt gemacht