Sonntag, 24. Mai 2020

FELICIDADES AL MADJ!!!

...por sus 12 años de lucha!





Desde Alemania felicitamos al Movimiento Amplio por la Dignidad y la Justicia (MADJ) por su compromiso, por su lucha por los derechos humanos, los bienes comunes y la justicia.

Von Deutschland aus gratulieren wir der Breiten Bewegung für Würde und Gerechtigkeit (MADJ) für ihre unermüdlichen Eintreten und Kampf für Menschenrechte, Gemeingüter und Gerechtigkeit.

Dienstag, 19. Mai 2020

Ausgebremst durch Covid-19 – Der „sichere Drittstaat“ Honduras

aus: NPLA, vom 15.05.2020

Foto: Erika Harzer
Die Corona-Pandemie bestimmt seit Wochen den öffentlichen Diskurs, ausgehend von einem „wir“, das spätestens an den Außengrenzen Europas aufhört. Für Geflüchtete sind die Grenzen undurchdringbarer denn je zuvor. Gerade auch in Mittelamerika. Gegenüber der zahlenmäßig kontinuierlich angestiegenen Migrationsbewegung aus den mittelamerikanischen Ländern schloss US-Präsident Trump schon vor der Pandemie wirkungsvolle Abkommen mit Mexiko, Guatemala, El Salvador und Honduras, um die Migrant*innen von der US-Grenze fernzuhalten. Auf Kosten der Migrant*innen, wie der aktuelle Blick nach Zentralamerika zeigt.
Foto: Migrant*innen am Grenzfluss Suchiate -Guatemala-Mexiko.





Zu diesem Podcast gibt es hier einen poonal-Artikel.

Donnerstag, 14. Mai 2020

Webinar der HondurasDelegation


Honduras: Verteidigung der Gemeingüter - Indigene Gemeinden und ihre widerständige Selbstorganisation

Mittwoch, 27. Mai 2020, 18 Uhr 

Indigene und kleinbäuerliche Gemeinden geraten in Honduras immer mehr in Bedrängnis. Agrarkonzerne haben Interesse an ihrem fruchtbaren Land, Bergbaukonzerne wollen auf ihren Territorien Rohstoffe fördern und der Energiesektor setzt auf so genannte grüne Energien, dafür werden Wasserkraftwerke und Windparks gebaut. In Honduras sind seit dem Putsch von 2009 ca. 30 Prozent des Landes per Konzessionen an Unternehmen vergeben. Die in diesen Gebieten lebende Bevölkerung wurde nicht gefragt. Honduras hat die ILO-Konvention 169 zu den Rechten von Indigenen zwar ratifiziert, der Staat untergräbt trotzdem die Forderungen von Indigenen und Afro-Indigenen zur Verteidigung ihres Lebensraumes.

Das Webinar gibt eine Einführung in die aktuellen Kämpfe der sozialen Bewegungen und zeigt am Beispiel der afro-indigenen Garífuna die Konflikte und Strategien der sozialen Kämpfe.  Ein weiteres Vertiefungs - Webinar mit einer Aktivistin der Garífuna ist geplant.

Das Webinar richtet sich an alle, die sich für Honduras und soziale Kämpfe weltweit interessieren. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Dauer: 90 Minuten

Sprache: Deutsch

Anmeldung mit Namen und E-Mail bitte bis Freitag, 22. Mai 2020 an: elsal@oeku-buero.de

Wir schicken dann rechtzeitig einen Link für die virtuelle Konferenz.

 

 

Mittwoch, 13. Mai 2020

Bruder des Präsidenten bereits wegen Drogenhandels verurteilt. Ehemaliger Polizeichef in mehrere illegale Aktivitäten verstrickt
Der Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández,
 steht nach einer Anklage gegen den ehemaligen 
Polizeichef immer mehr unter Druck
Tegucigalpa/New York. Eine Anklage der New Yorker Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen Polizeichef von Honduras, Juan Carlos "El Tigre" Bonilla Valladares, wegen Verschwörung zum Drogenhandel, Mord und illegalen Waffenbesitz könnte den honduranischen Präsidenten, Juan Orlando Hernández, weiter in Bedrängnis bringen. Im Oktober 2019 war bereits sein Bruder, Juan Antonio "Tony" Hernández, von einem New Yorker Gericht wegen jahrelanger Zusammenarbeit mit Drogenkartellen verurteilt worden. Auch der Präsident selbst, nach Informationen des US-Justizministeriums im Prozess "Mitverschwörer 4"genannt, habe mehrere Millionen US-Dollar Wahlkampfhilfe aus dem Drogentransport erhalten. Bonilla hingegen soll seine Position als hochrangiger Polizeioffizier genutzt haben, um Kokaintransporte durch Honduras Richtung Norden schützen zu lassen. Zudem sei er laut Staatsanwalt Geoffrey S. Berman für einen Mord an einem mit den Hernández-Brüder rivalisierenden Drogenboss verantwortlich. "Tony" Hernández soll ihn damit beauftragt haben.

Präsident Hernández hatte 2019 alle Vorwürfe und seine Rolle als Mitverschwörer bestritten. Mit der Anklage gegen Bonilla zieht die US-Justiz nun die Schlinge um seinen Hals noch ein wenig enger. Im Gegensatz zu 2019 rechnet jedoch in Honduras offensichtlich niemand mit einem unmittelbar bevorstehenden Rücktritt des Präsidenten. Vielmehr werden Szenarien diskutiert, die von Ermittlungen gegen ihn nach Ende seiner Amtszeit ausgehen. Regulär wäre dies Anfang 2022. Er könnte sich dann durch einen Sitz im zentralamerikanischem Parlament Immunität sichern. Es gibt aber auch Spekulationen, Hernández wolle seine vom Militär und den USA gestützte Macht in einer dritten, dann verfassungswidrigen Amtszeit weiter behaupten.

"El Tigre" Bonillas Ernennung zum Chef der honduranischen Polizei im Jahr 2012 hatte damals für scharfe Kritik gesorgt, da ihm Beziehungen zu Todesschwadronen und "soziale Säuberungen" wie außergerichtliche Hinrichtungen von Bandenmitgliedern vorgeworfen wurden. Ein interner Bericht der damaligen Polizeikommissarin, Maria Luisa Borjas, hatte mehrere solcher Fälle ans Licht gebracht und war damals auch von der Nachrichtenagentur AP aufgegriffen worden. Dies hatte eine Kontroverse über die Verwendung von US-Staatsgeldern für den honduranischen Sicherheitsapparat ausgelöst.
Bonilla musste 2013 seinen Posten aufgeben, da er nach dem Auftragsmord an einem rivalisierenden Drogenboss nicht mehr zu halten war. Er wurde anschließend in diplomatischer Mission nach Kolumbien entsandt, wo er die dortigen Drogengeschäfte von "Tony" Hérnandez tatkräftig unterstützt haben soll. 2016 legte ihm der bis heute amtierende Sicherheitsminister, General Pacheco, nahe, in den Ruhestand zu gehen. Dem Minister werden ebenfalls Verbindungen zu Drogenkartellen nachgesagt.

Bonilla bestritt nun in einem fast einstündigen Telefongespräch mit einem lokalen Fernsehsender sämtliche Punkte der New Yorker Anklage. Er betonte mehrfach seine jahrelang guten Beziehungen zur US-amerikanischen Drug Enforcement Administration (DEA). Auf Nachfragen antwortete er, da er sich nichts vorzuwerfen habe, könne er sich "wo auch immer" furchtlos der Justiz stellen. Seither rätseln die honduranischen Medien über seinen Aufenthaltsort.

In Tegucigalpa kündigte die Staatsanwaltschaft indes ein Verfahren gegen Bonilla wegen Geldwäsche an. Dies könnte möglicherweise eine Auslieferung in die USA verhindern. Ex-Kommissarin Borjas riet Bonilla, sich dennoch den US-Behörden zu stellen, um die Gefahr für sein Leben zu minimieren, die ihm in Honduras – auch im Gefängnis – drohe.

Montag, 20. April 2020

Corona-Pandemie zeigt erneut prekäre Situation von Hausangestellten

Noch mehr Arbeit, noch schlechtere Bedingungen in der 
Tegucigalpa. Hausangestellte in Honduras sind von den Auswirkungen des Coronavirus besonders
betroffen. Sie haben meist nur die Wahl zwischen dem Ausharren bei ihren Arbeitgebern unter extremen Bedingungen oder der Rückkehr zu ihren Familien ohne jegliches Einkommen.

Das mittelamerikanische Land hat am 16. März einen Ausnahmezustand ausgerufen und Ausgangssperren im ganzen Land verhängt, um dem neuartigen Virus SARS-CoV-2 zu begegnen. Dabei dürfen die Bürger einen Tag in der Woche das Haus verlassen, um einzukaufen, zur Bank zu gehen, oder ihr Auto zu betanken.

Sonntag, 19. April 2020

Virus trifft auf Korruption


Die Pandemie wird von einer Skandal-Regierung gemanagt. Durch fehlende Kontrollen nehmen Menschenrechtsverletzungen zu.

aus: taz, 18.04.2020, von Fernando Silva Cruz


Gebet am Karfreitag in der Hauptstadt Tegucigalpa/Foto: reuters















TEGUCIGALPA taz | Kaum ein Land in Lateinamerika ist so schlecht auf eine Pandemie vorbereitet wie Honduras. Das geht aus dem von der Johns Hopkins University erstellten globalen Gesundheitssicherheits-Index (Global Health Security-Index) hervor. Laut dieser Skala hat nur Venezuela noch schlechtere Bedingungen, um mit einer solchen Pandemie fertig zu werden.

Jetzt ist Covid-19 im Land angekommen. Es sind 397 registrierte Fälle, und das Gesundheitssystem steht kurz vor dem Kollaps, was an den fehlenden Mitteln liegt – und an einem öffentlichen Gesundheitswesen, das die schlimmsten Konsequenzen staatlicher Korruption zu erleiden hatte.


weiter zum Artikel

Mittwoch, 15. April 2020

Radiobeitrag für die kommunitären Radios in Honduras

Solidarische Statements von Mitgliedern des RESH (Europäisches Netzwerk in Solidarität mit Honduras) zur aktuellen Corona-Krise aus Deutschland, der Schweiz und Spanien und in Honduras.
Entwickelt durch Mitglieder der RESH.








Webinar der HondurasDelegation

Honduras: Soziale Bewegungen zwischen Drogenstaat, Militär und Korruption

Dienstag, 28. April 18 Uhr

Seit dem Putsch von 2009 hat sich die Menschenrechtslage in Honduras kontinuierlich verschlechtert und soziale Bewegungen werden immer mehr in ihren Handlungsspielräumen eingeschränkt. Kriminelle Netzwerke durchsetzen staatliche Institutionen und Wirtschaft. Demokratische Kontrollmechanismen und Gewaltenteilung sind de facto außer Kraft gesetzt, Einfluss und Präsenz des Militärs nehmen stetig zu. Soziale Bewegungen leisten Widerstand und fordern weiter ihre Rechte ein. Gemeinden verteidigen ihre Territorien gegen extraktivistische Projekte wie zum Beispiel Wasserkraftwerke, Tagebaue und „Modellstädte“. Journalist*innen berichten unter Lebensgefahr über korrupte Seilschaften und Menschenrechtsverletzungen.

Das Webinar gibt eine Einführung in die aktuelle politische Situation sowie einen Überblick über soziale Bewegungen und die Menschenrechtslage (auch bzgl. der aktuellen Corona-Krise). Es richtet sich an Interessierte am Land. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Ein weiteres Webinar wird sich speziell mit der Situation der Garifuna-Gemeinden an der honduranischen Nordküste beschäftigen.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Dauer: 90 Minuten

Sprache: Deutsch

Mehr Infos zum deutsch-österreichischen Netzwerk HondurasDelegation: https://hondurasdelegation.blogspot.com/

Anmeldung mit Namen und E-Mail bitte bis Freitag, 24. April 2020 an: elsal@oeku-buero.de

Wir schicken dann rechtzeitig einen link für die virtuelle Konferenz.

Donnerstag, 9. April 2020

Alerta del COPINH! - Mörder von Berta Cáceres in Honduras bald frei?

aus: Amerika 21, von Andrea Lammers, 11.04.2020

La Esperanza-Intibucá. Die honduranischen Behörden könnten die Corona-Pandemie nutzen, um zwei Männer freizulassen, die im November 2018 wegen des Mordes an Berta Cáceres zu 30 Jahren Haft verurteilt worden waren. Das befürchtet der Rat der Indigenen und Volksorganisationen aus Honduras (Copinh).



Berta Cáceres war Gründerin und langjährige Koordinatorin von Copinh. Sie wurde in der Nacht vom 2. auf den 3. März 2016 in ihrem Haus in La Esperanza-Intibucá erschossen.

Nun hat der Rat erfahren, dass die Anwälte von Sergio Rodríguez Orellana und Douglas Bustillo deren Freilassung "aus gesundheitlichen Gründen" auf Grund der Risiken der Corona-Pandemie fordern. Die beiden Verurteilten waren zum Tatzeitpunkt Manager für Umwelt und Soziales und ehemaliger Sicherheitschef des Wasserkraft-Unternehmens Desarollos Energéticos S.A. (Desa) der honduranischen Unternehmerfamilie Atala Zablah. Rodríguez und Bustillo gelten zusammen mit dem Major der Armee, Mariano Díaz, als Mittelsmänner zwischen den Auftraggebern aus den höheren Rängen des Unternehmens und dem vierköpfigen Killerkommando, das Cáceres tötete.

EU Parlamentarier*innen fordern die Freilassung der Guapinol-Aktivist*innen!

36 EU Parlamentarier*innen haben die Forderung an die honduranische Regierung unterschrieben, die acht seit 1. September 2019 inhaftierten Umwelt- und Gemeindeaktivist*innen  - Porfirio Sorto Cedillo, José Avelino Cedillo, Orbin Naún Hernández, Kevin Alejandro Romero, Arnold Javier Aleman, Ever Alexander Cedillo, Daniel Marquez and Jeremías Martínez Díaz -  aus der Haft zu entlassen.

Die Aktivist*innen kämpfen gegen das Unternehmen Los Pinares, das zwei Konzessionen für Eisenerztagebauprojekte m Natioanlpark Montana de Botaderos Carlos Escaleros besitzt. Die Projekte bedrohen das Wassereinzugsgebiet der Flüsse Guapinol und San Pedro.

Aufgrund der verschärften Situation wegen COVID-19, sind die Aktivist*innen in den Haftanstalten in Olanchito und La Ceiba einem noch höherem Risiko ausgesetzt als sie unter den prekären Bedingungen in honduranischen Gefängnissen sowieso schon sind. Die Parlamentarier fordern den Obersten Gerichtshof auf, sich an die internationalen Standards zu halten und die Anklagen gegen die Aktivist*innen fallen zu lassen. Sie berufen sich auf die am 25. März ausgeprochene Warnung der UN-Menschenrechtsbeauftragten Michelle Bachelet vor einer flächenbrandartigen Ausbreitung des Coronavirus in Gefängnissen. Sie ruft die Behörden weltweit zu Haftentlassungen auf.

Zum vollständigen Brief geht es hier





Sonntag, 29. März 2020

Honduras unter Quarantäne

ein Radiobeitrag von Darío Maldonado,  Radio Matraca, 29. marzo 2020





 zum Beitrag

FELICIDADES AL COPINH!!

por sus 27 años de lucha!!


Desde Alemania nos juntamos a su fuerza, su alegría y compromiso ejemplar.

Berta vive!

La lucha sigue!!!


https://copinh.org/2020/03/saludos/
#27AñosDeLucha
 






Samstag, 28. März 2020

Honduras: "Das Land der Pandemien"

Steigende Infektionszahlen. Tränengas gegen Hungerrevolten. Mehrheit der Bevölkerung wegen Ausnahmezustand ohne Einkommen. Forderung nach Freilassung politischer Gefangener
Tegucigalpa. Am Donnerstag ist in Honduras der erste Tote, verursacht durch das Coronavirus SARS- CoV-2 in einem Krankenhaus in der nördlichen Handelsmetropole San Pedro Sula gemeldet worden. Bisher wurden 67 Menschen positiv auf das Virus getestet. Die meisten nachweislich Infizierten leben in der Hauptstadt Tegucigalpa und im Departamento Cortés.

Die Infektiologin und ehemalige Gesundheitsministerin Elsa Palou geht davon aus, dass bereits mehr als 5.000 Menschen infiziert sind. Es fehlten jedoch ausreichend Tests im Land. Im Gegensatz zum medizinischen Personal seien Polizei und Militärpolizei mit Schutzkleidung gegen die Ansteckung ausgerüstet.

Sonntag, 22. März 2020

Corona-Pandemie: Zentralamerika zwischen Leugnung und Abschottung

Staaten der Region unterschiedlich betroffen. Auch in Mittelamerika Debatten um Ausgangssperren. Massendemo gegen Virus in Managua

Sonntag, 8. März 2020

Berta se hizo millones…

Radiobeitrag von Daniela Dreißig, Giulia Fellin, Stephanie Wassermann,
NPLA, vom 5. März 2020




Internationales Treffen „Berta Vive“ 2016. Quelle: CADEHO


März 2016: Zwei Tage vor ihrem Geburtstag wurde die international bekannte Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres ermordet.
Doch sie war viel mehr: Sie war Feministin, kämpfte gegen patriarchale Strukturen und Rassismus, in ihren Reden verdammte sie den Kapitalismus und trat für die Solidarität unter den Marginalisierten dieser Welt ein. Was sie sagte begeisterte Viele.
Ziel ihrer Ermordung war nicht nur, sie zum Schweigen zu bringen, sondern die progressiven sozialen Bewegungen in Honduras zu zerschlagen. Gelungen ist es den Mördern nicht. Radio Onda sprach mit zwei honduranischen Aktivistinnen darüber, wie sie von Berta Cáceres in ihrer alltäglichen Arbeit inspiriert werden.

Dienstag, 3. März 2020

Warum in Honduras eine neue Allianz um Zugang zu Wasser kämpft

Von Bergbau und Wasserkraftprojekten betroffene Gemeinden leiden unter vielfältigen ökologischen Schäden und der Verschmutzung ihres Trinkwassers
 
"Das Wasser verteidigen ist kein Delikt": Solidarität mit den acht 
Tegucigalpa. In Honduras haben sich 17 Organisationen zu einer landesweiten "Front zur Verteidigung des Wassers" zusammengeschlossen, um gemeinsam mit Gruppen aus dem Nachbarland El Salvador den Widerstand gegen die zunehmende Privatisierung und die Verschmutzung natürlicher Wasservorkommen zu organisieren. In der vergangenen Woche hatten sich dafür in der Autonomen Universität von Honduras Aktivisten aus Regionen getroffen, die von Bergbau- und Wasserkraftprojekten betroffenen sind. Ziel war ein Austausch über die lokalen Probleme und eine Bündelung der Kräfte im Kampf gegen den Ausverkauf von Flüssen, Wäldern und Schutzgebieten.

Derzeit bestehen in Honduras Konzessionen für 371 Minen und 120 Wasserkraftprojekte, berichtete der Koordinator des Gemeindekomitees zum Schutz der öffentlichen Güter aus Tocoa, Juan López. Die betroffenen Gemeinden litten unter zahlreichen Umweltschäden, vor allem aber unter der Verschmutzung ihres Trinkwassers.

Montag, 17. Februar 2020

FrauenGedenken – FrauenWiderstand

Offenes Café für Frauen und LGTBIQ, um Marielle Franco und Berta Cáceres zu gedenken und Transparente für die Frauendemo am 8. März zu gestalten.

Samstag, 7. März 2020, 15-19 Uhr im Hausprojekt in der Malmöer Str. 29, 10439 Berlin

Foto: Cadeho

Das Menschenrechtskollektiv CADEHO und die Kolumbienkampagne laden euch ein, mit uns am Wandbild in der M29 (https://www.mural-berta-marielle.site/) den beiden ermordeten Frauen Marielle Franco und Berta Cáceres und weiteren für euch wichtigen Frauen mit einer Videobotschaft zu gedenken und den Internationalen Frauentag vorzubereiten.
Im März 2020 jährt sich die Ermordung von Berta Cáceres zum vierten Mal und die von Marielle Franco zum zweiten Mal. Beide Frauen setzten sich entschlossen gegen Raubbau an der Natur, Menschenrechtsverletzungen und Polizeigewalt ein. Deshalb wurden sie umgebracht. Doch die Kämpfe gehen weiter, viele Frauen in Lateinamerika verteidigen Menschenrechte, insbesondere Frauenrechte und prangern die neoliberale Politik des Raubbaus an der Natur und der damit einhergehenden Vertreibung von Menschen an. Diese Frauen riskieren damit ihr Leben.

Solidarisieren wir uns mit ihnen! Bringt Laken, Farben und andere Materialien mit! Bei Kaffee, Kuchen und guter Musik tauschen wir uns aus und malen Transparente für die Frauendemo. Beiträge zum Essen sind herzlich Willkommen.
Kontakt: cadeho@riseup.net <mailto:cadeho@riseup.net>

Freitag, 14. Februar 2020

Das Territorium ist wie ein Gemeinschaftshaus

Radiobeitrag von Jutta Blume und Rita Trautmann
aus der Radioreihe „Umkämpfte Natur in Lateinamerika“ - ein Kooperationsprojekt des Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika e.V. (FDCL) mit dem Nachrichtenpool Lateinamerika e.V. (NPLA), vom 13. Januar 2020



 
Foto: Paola Reyes
Honduras liegt in Zentralamerika, einer Region die nur 0,5% der weltweiten Landmasse ausmacht, aber mehr als 7% des weltweiten Artenreichtums beherbergt. Doch die natürlichen Ressourcen und die Biodiversität sind stark gefährdet. In Honduras sind die Ursachen dafür einerseits der Klimawandel: Honduras gehört zu den vom Klimawandel am stärksten betroffenen Ländern weltweit. Andererseits ist es die neoliberale Wirtschaftspolitik, die auf einen schonungslosen Abbau der natürlichen Ressourcen trotz des Klimawandels setzt. Die an der Nordküste lebenden Garífuna wehren sich dagegen und versuchen gleichzeitig, sich vor den schlimmsten Folgen des Klimawandels zu schützen.

Zum Audiobeitrag

Kampf ums Überleben


Die Morde an Aktivist*innen der afro-indigenen Garífuna erreichten 2019 einen traurigen Höhepunkt

Im vergangenen Jahr wurden 17 Angehörige der afro-indigenen Garífuna in Honduras ermordet. Sechs von ihnen waren Frauen, die sich in ihren Gemeinden engagierten. Miriam Miranda, Koordinatorin der Garífuna-Organisation OFRANEH sieht darin einen „Plan, die Garífuna auszurotten“.

Miriam Miranda: Die Aktivistin kämpft seit Jahren für die Rechte der Garífuna
Mirna Teresa Suazo wurde am 8. Septem-ber 2019 von Unbekannten in ihrem Restaurant in Masca (Dpt. Cortés) erschossen. Die Täter flohen mit einem Motorrad. Suazo war Gemeinderats-präsidentin in Masca. Die Gemeinde hatte sich zweimal erfolgreich dem Bau von Wasserkraftwerken am gleichnamigen Fluss entgegengestellt.

María Digna Montero war Lehrerin und Mitglied des Komitees für interkulturelle zweisprachige (Spanisch und Garífuna) Bildung bei OFRANEH (Organización Fraternal Negra Hondureña). Am 12. Oktober 2019 saß sie vor ihrem Haus in der Gemeinde Cusuna (Dpt. Colón), als Unbekannte auf sie schossen und mit einem Motorrad flohen. Die Morde liefen nach ähnlichem Muster ab; genau wie bei den anderen 15 Opfern waren es Ortsfremde, die die Taten ausübten.

Mittwoch, 12. Februar 2020

Welche Folgen hat die andauernde US-Unterstützung für Honduras?

Honduras ist ein wichtiger regionaler Verbündeter der USA. Dass die Regierungen dort sich kriminell verhalten, stört dabei nicht, meint Parker Asmann

Montag, 10. Februar 2020

Fall Caceres in Honduras: Forderung nach Ermittlung der Drahtzieher des Mordes


Die Hintergründe des Mordes an Berta Cáceres sind
Tegucigalpa. Fast vier Jahre nach dem Mord an Berta Cáceres fordern über 500 internationale
Organisationen die weitere Ermittlung und Strafverfolgung der Auftraggeber. Außerdem mahnen sie den honduranischen Staat an, die Konzession für die Nutzung des Flusses Gualcarque zurückzuziehen.

Einen Monat, bevor sich der Todestag der Menschenrechtsverteidigerin, Koordinatorin und Mitbegründerin des Zivilen Rates für indigene und Basisorganisationen in Honduras (Copinh) jährt, hat dieser der honduranischen Staatsanwaltschaft ein von 512 Organisationen und Hunderten von Einzelpersonen aus ganz Lateinamerika, den USA und Europa unterzeichnetes Dokument übergeben, in dem Gerechtigkeit für den Mord an Berta Cáceres in der Nacht vom 2. auf den 3. März 2016 gefordert wird. Am 2. Dezember 2019 waren sieben Auftragsmörder und Mittelsmänner für den Mord an Cáceres und den versuchten Mord an Gustavo Castro zu Gefängnisstrafen zwischen 30 und 50 Jahren verurteilt worden. Der Prozessauftakt gegen den Geschäftsführer des Wasserkraftunternehmens Desarrollos Energéticos S.A. (Desa), Roberto David Castillo Mejía, der beschuldigt ist, den Mord in Auftrag gegeben zu haben, wurde hingegen bereits drei Mal verschoben. Es liegen jedoch nicht nur Beweise gegen Castillo vor, sondern auch gegen den Finanzchef des Unternehmens sowie gegen Aufsichtsratsmitglieder und Mehrheitsanteilseigner aus der einflussreichen Unternehmerfamilie Atala.

Vier Jahre seien ausreichend Zeit, um gegen die kriminelle Organisation, die hinter dem Mordkomplott steht, vorzugehen, befindet der Copinh. "Der fehlende politische Wille kommt in der Nachlässigkeit und Ineffizienz zum Ausdruck, die wiederum zur Straflosigkeit für die Herren Daniel Atala Midence, José Eduardo Atala, Pedro Atala und Jacobo Atala geführt hat", schreibt die Organisation in einer Pressemitteilung.

Berta Cáceres wurde wegen ihres Widerstands gegen das Wasserkraftprojekt Agua Zarca ermordet. Der Mord erregte aber international derartiges Aufsehen, dass Agua Zarca zum Erliegen kam. Die Konzession über den Fluss Gualcarque besteht indessen weiter, obwohl ihre Vergabe mutmaßlich ein Fall von Korruption war. Die Internationale Unterstützungsmission gegen Korruption und Straflosigkeit in Honduras (MACCIH) hatte im März 2019 gemeinsam mit der honduranischen Sonderstaatsanwaltschaft für Korruptionsdelikte (UFECIC) einen Prozess wegen Betrugs bei der Erlangung von Konzessionen und Genehmigungen eröffnet. Einer der Angeklagten war ebenfalls Roberto David Castillo Mejía.

Das Mandat der MACCIH wurde mittlerweile von Seiten der honduranischen Regierung beendet, eine Fortführung des Betrugsprozesses um Agua Zarca soll dennoch geplant sein.

Sonntag, 2. Februar 2020

Machtkonzentration und Straflosigkeit in Honduras

Internationalen Menschenrechtsinstitutionen droht das Aus für ihre Arbeit. Unterstützungsmission gegen Korruption und Straflosigkeit bereits aus dem Land gewiesen
Deckblatt des Berichts des Hochkommissariats für
 Menschenrechte der Vereinten Nationen in Honduras
 Genf. Zwei Jahre nachdem Juan Orlando Hernández von der Nationalen Partei Ende Januar 2018 in Honduras seine zweite Amtszeit als Präsident angetreten hat, befindet sich das Land weiterhin in einer tiefen Krise. Korruption, Straflosigkeit und die starke Gefährdung von Menschen-rechtsverteidigern prägen die Situation.

Samstag, 1. Februar 2020

Regierung von Mexiko deportiert über 2.000 Migranten in zehn Tagen

Donnerstag, 30. Januar 2020

Erneut Attentat auf Trans-Aktivistin in Honduras

LGBT-Community lebt in dem mittelamerikanischen Land unter hohem Risiko. Das Ende der Internationalen Mission gegen Korruption und Straflosigkeit verschärft die Situation

Dienstag, 28. Januar 2020

Massives Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Migranten in Chiapas

Dienstag, 21. Januar 2020

Honduras wirft Mission gegen Korruption aus dem Land

Internationale Gruppe Maccih muss Arbeit einstellen. Aktivisten und Experten fürchten schwere Konsequenzen für Rechtsstaat

Montag, 20. Januar 2020

Erste Karawane 2020 mit Migranten aus Honduras erreicht Mexiko

Freitag, 17. Januar 2020

Eskalierende Gewalt, Rassismus und Straflosigkeit

Erneut Morde an afro-indigenen Aktivisten. Gewalt gegen Bewohner von Masca soll im Zusammenhang mit geplanter Arbeits- und Wirtschaftszone stehen. Gesetzesprojekt "zur Befragung" umstritten
Afro- und indigene Gemeinschaften kämpfen in Honduras 
Dublin/San Pedro Sula. Im neuen globalen Bericht der Organisation Frontline Defenders zur Situation der Menschenrechtsverteidiger sind 31 Morde an honduranischen Aktivisten dokumentiert. Demnach hat sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht. Das zentralamerikanische Land liegt damit weltweit an dritter Stelle nach Kolumbien und den Philippinen.

Donnerstag, 9. Januar 2020

Humanitäre Krise in Mexiko: Zahl der Flüchtlingsanträge hat sich mehr als verdoppelt

Dienstag, 7. Januar 2020

Wenn das Wasser kommt - Klimawandel in Honduras

aus: npla, Markus Plate, v.11.12.2019

(Mexiko-Stadt, 2. Dezember 2019, npl) - Vor wenigen Wochen erst hat Chile die Ausrichtung der diesjährigen Klimakonferenz abgesagt – wegen der wochenlangen sozialen und politischen Proteste im Land. Der Klimagipfel findet stattdessen in Madrid statt. Dabei gehört Lateinamerika zu den vom Klimawandel am stärksten betroffenen Regionen der Welt. Bis zum Jahr 2050 könnte er jährliche Schäden verursachen, die in Zentralamerika zwei bis vier Prozent der Wirtschaftsleistung betragen. El Salvador und Honduras sind wegen ihrer Lage zwischen Pazifik und Karibik besonders gefährdet.

Zum Artikel  

Überschwemmungsgefährdet – Karte des Dep Del Valle, Honduras. Foto: Markus Plate

Samstag, 4. Januar 2020

"Ihr seid nicht alleine!": Zweites Internationales Frauentreffen der Zapatistinnen in Mexiko

Gewalt gegen Frauen im Mittelpunkt. Erschütternde Einblicke. Neoliberale Politik der Regierung wird mitverantwortlich für Gewalt gemacht