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Freitag, 23. August 2024

Dengue-Fieber fordert 137 Todesopfer in Honduras

 Von  amerika21

Karte der Dengue-Verbreitung für die Jahre 2019 - 2020
 

Tegucigalpa. Am Dienstag hat Amy Carolina Tovar vom honduranischen Gesundheitsministerium bekanntgegeben, dass seit Jahresbeginn mehr als 109.800 Personen mit Verdacht auf Dengue und mehr als 7.800 Dengue-Patienten registriert worden sind. 137 Personen verstarben an der von Mücken übertragenen Virusinfektion. Kinder und ältere Menschen sind besonders von schweren Krankheitsverläufen betroffen.

Dienstag, 9. Februar 2021

Honduras 2020 - Hurrikans, Covid19 und Korruption

 

Tres Reyes im Landkreis Pimienta wurde im November durch den über die Ufer getretenen Fluß Ulúa zerstört. Foto Sean T. Hawkey 




Honduras ist eines der anfälligsten Länder gegenüber dem Klimawandel. Dürren und  Überschwemmungen sind jährlich wiederkommende Phänomene, doch dieses Jahr kamen zwei verheerende Hurrikans dazu. Die Bevölkerung leidet unter der anhaltenden politischen Krise seit dem Militärputsch im Jahr 2009, an der uferlosen Korruption der Funktionär*innen und nun auch an der Covid19-Pandemie. Auffällig dabei ist ein fehlendes Krisenmanagement.

Von Daniela Dreißig erschienen in Tierra y Libertad - Nr. 82 - Winter / Frühjahr 2021

Hurrikans verwüsten den Norden  

Im November 2020 suchten innerhalb von zwei Wochen die Hurrikans Eta und Iota Honduras heim. Enorme Niederschläge, die die Stürme begleiteten, verwüsteten den gesamten Norden des Landes. Auf Fotos und Videos in den sozialen Netzwerken sind über die Ufer getretene Flüsse, eingestürzte Brücken und schlammbedeckte Landstriche zu sehen, voll mit Habseligkeiten der Menschen, die einst dort lebten. Viele von den Fluten Überraschte harrten tagelang auf Dächern aus und campierten unter Brücken. Die Bilanz Mitte Dezember: 98 Tote, 4,1 Millionen direkt Betroffene und 216.000 Hektar zerstörte Anbauflächen. Zwei Wochen nach Durchzug von Iota waren noch immer 184.626 Menschen ohne Kontakt zur Außenwelt und 89.076 Menschen lebten in Herbergen. 

Montag, 11. Januar 2021

Zwischen Corona und Korruption: Honduras steckt in schwerer Wirtschaftskrise

Bruttoinlandsprodukt und Direktinvestitionen rückläufig. Auch weniger Überweisungen von Angehörigen in den USA spielen eine Rolle

 Von amerika21

Tegucigalpa. Die Partei Libre um den ehemaligen Präsidenten von Honduras, Manuel Zelaya, hat einen detaillierten Bericht über die desaströse wirtschaftliche Situation in dem mittelamerikanischen Land vorgelegt. Neben der fehlenden wirtschaftlichen Kompetenz der aktuellen Regierung von Präsident Juan Orlando Hernández werden auch die grassierende Korruption und die Corona-Pandemie als Faktoren benannt.

Donnerstag, 6. August 2020

Kollektive Versorgung

INTERVIEW MIT DER AKTIVISTIN MIRIAM MIRANDA ÜBER SELBSTORGANISIERTE GESUNDHEITSZENTREN IN DEN GARÍFUNA-GEMEINDEN IN HONDURAS

Weil die staatliche Gesundheitsversorgung in Honduras nicht funktioniert, haben sich die Garífuna-Gemeinden kollektiv organisiert und ein eigenes System aufgebaut, um der Pandemie zu begegnen. Die LN sprachen mit Miriam Miranda, Koordinatorin der Garífuna-Basisorganisation OFRANEH, die den Prozess  mit angestoßen hat. Sie berichtet, welche Strategien die Gemeinden zu ihrem Schutz entwickelt haben und wie diese durch organisierte Kriminalität und staatliche Maßnahmen bedroht werden.


Miriam Miranda (Foto: Rel-UITA Regional Latinoamericana via Flickr, CC BY 2.0)


MIRIAM MIRANDA
ist Koordinatorin der Organización Fraternal Negra Hondureña (OFRANEH), die sich seit 30 Jahren für die Rechte der Garífuna in Honduras einsetzt. Gemeinsam mit ihrer Organisation engagiert sie sich gegen Landraub und Menschenrechtsverletzungen, von denen die afroindigenen Garífuna betroffen sind. Die meisten Garífuna leben in einer der 48 Gemeinden an der Karibikküste. Doch das Territorium der Garífuna ist stark umkämpft und wird sowohl durch Gruppen der organisierten Kriminalität bedroht als auch durch touristische Großprojekte, Bergbauvorhaben sowie die neoliberalen Pläne der Regierung, Sonderwirtschaftszonen einzurichten. Allein 2019 wurden 17 Garífuna in Honduras ermordet, darunter vor allem Menschenrechtsverteidiger*innen und Umweltaktivist*innen (siehe LN 548).

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Samstag, 13. Juni 2020

Zwischen kollabiertem Gesundheitssystem und "intelligenter Wiederöffnung" der Wirtschaft

Lockdown traf viele Honduraner hart. Zahl der Covid-19-Neuinfektion weiterhin stark ansteigend

Mittwoch, 15. April 2020

Radiobeitrag für die kommunitären Radios in Honduras

Solidarische Statements von Mitgliedern des RESH (Europäisches Netzwerk in Solidarität mit Honduras) zur aktuellen Corona-Krise aus Deutschland, der Schweiz und Spanien und in Honduras.
Entwickelt durch Mitglieder der RESH.








Sonntag, 22. März 2020

Corona-Pandemie: Zentralamerika zwischen Leugnung und Abschottung

Staaten der Region unterschiedlich betroffen. Auch in Mittelamerika Debatten um Ausgangssperren. Massendemo gegen Virus in Managua

Donnerstag, 15. August 2019

Wie immer bleibt nur der Protest

Lateinamerika Nachrichten Nr. 541/542 Juli/August 2019
von Johannes Schwäbl

In Honduras wehrt sich die Bevölkerung gegen Pläne zur Privatisierung des Gesundheits- und BildungssystemsSeit Mitte April befinden sich in Honduras Gewerkschaften des Bildungs- und Gesundheitssektors im Streik. Was mit Protesten gegen ein neoliberales Umstrukturierungsgesetz begann, ist mittlerweile zu einem landesweiten Aufstand geworden, in dem sich die Unzufriedenheit breiter Bevölkerungsteile und die fehlende Legitimierung des autoritären Regimes von Präsident Juan Orlando Hernández manifestiert.

Foto: Luis Méndez

Sonntag, 2. Juni 2019

Generalstreik in Honduras gegen Privatisierung von Gesundheit und Bildung

Tausende Honduraner protestieren in Tegucigalpa
Tegucigalpa. Tausende Honduranerinnen und Honduraner sind am 30. und 31. Mai dem Aufruf der Plattform zur Verteidigung der öffentlichen Gesundheit und Bildung gefolgt und haben landesweit Straßen und Plätze besetzt. In ländlichen Regionen wurden Brücken und Fernverkehrsstraßen blockiert.

Dem medizinischen und pädagogischen Personal schlossen sich breite Bevölkerungsteile an, die in den großen Städten wie auch in ländlichen Regionen durch staatliche bewaffnete Kräfte unter Einsatz von Tränengas, Wasserwerfern und scharfer Munition angegriffen wurden. Es wurde von Schwerverletzten in Siguatepeque und Trujillo berichtet. In der Hauptstadt Tegucigalpa kam es am Donnerstag zwischen den Protestierenden und der Polizei am internationalen Flughafen der Hauptstadt zu schweren Auseinandersetzungen, wobei ein Polizeifahrzeug in Flammen aufging. Der am Freitag in Brand gesetzte Eingang der US-amerikanischen Botschaft, sorgte ebenfalls für Aufmerksamkeit.

Dienstag, 28. Mai 2019

Anhaltende Gewerkschaftsproteste in Honduras

Die Proteste der Gewerkschaften des Bildungs- und Gesundheitssektors gegen 
Tegucigalpa. In Honduras dauern die starken Proteste der Gewerkschaften des Bildungs- und
Gesundheitssektors gegen mehrere vom Kongress verabschiedete Gesetze weiter an. Seit Ende April befinden sich 18 Gewerkschaften, die sich in der Plattform zur Verteidigung der Bildung und Gesundheit organisieren, landesweit im Streik. Auf Versammlungen, Demonstrationen und mit Straßenblockaden wird die Rücknahme der Gesetze gefordert, die als ein Schritt zur Privatisierung des angeschlagenen Bildungs- und Gesundheitssystems gesehen werden. Dabei erhalten die Proteste zunehmenden Rückhalt aus der Bevölkerung, welche den Rücktritt von Präsident Juan Orlando Hernández fordert.