Dienstag, 21. März 2017

Zwei Mordverdächtige waren Geheimdienstoffiziere. Training in berüchtigter Schule der US-Streitkräfte in Fort Benning

Zwei Mordverdächtige waren Geheimdienstoffiziere. Training in berüchtigter Schule der US-Streitkräfte in Fort Benning





Protest nach dem Mord von Berta Cáceres in Honduras
Quelle: cidh Lizenz: CC by 2.0
Ein Jahr nach dem Verbrechen an der honduranischen Aktivistin Berta Cáceres haben 1 Nachforschungern ergeben, dass zwei der für den Mord festgenommenen Personen Offiziere des Geheimdienstes waren. Sie wurden in der School of the Americas in Fort Benning im US-Bundesstaat Georgia, ausgebildet.

Grundlage dieser Information sind Aufzeichnungen der honduranischen Streitkräfte und juristische Dokumente, zu denen die Journalistin Nina Lakhani Zugang hatte. Sie veröffentlichte am Dienstag, den 28. Februar einen Artikel in der britischen Tageszeitung The Guardian.


Umkämpftes Tropenparadies: Garifuna in Honduras

Medellin David Hernández
Quelle: HondurasDelegation

Die afro-indigenen Garifuna leben in kleinen Gemeinden an der Karibikküste Zentralamerikas – seit Generationen. Doch der Druck auf sie wächst: In Honduras, dem Land in dem die meisten Garifuna leben, sollen sie Investoren weichen, die sich von ihrem Land und den Ressourcen ein lukratives Geschäft erhoffen. Doch die Garifuna wehren sich gegen die mächtigen Gegner und kämpfen für ihr Land – und ums Überleben. Ende 2016 war eine Delegation von Aktivist*innen in Honduras unterwegs, um sich die Situation vor Ort genauer anzusehen.



erschienen auf:
https://www.npla.de/podcast/umkaempftes-tropenparadies-garifuna-in-honduras/

Mittwoch, 8. März 2017

ILA mit dem Schwerpunkt Honduras erschienen

"Mit seinen 112 000 Quadratkilometern kommt Honduras auf etwa ein Drittel der Fläche Deutschlands, hat aber nur knapp neun Millionen EinwohnerInnen. Das zentralamerikanische Land sorgt seit vielen Jahren nur für Negativschlagzeilen.(...)


Sonntag, 5. März 2017

Veranstaltung in Köln - Film und Diskussion am 9. März

Film und Diskussion über Widerstand und Repression in Honduras, anlässlich des Todestages von Berta Cáceres

„La Voz del Gualcarque“ Do, 9. März 2017 - 19 Uhr
Im Allerweltshaus Köln, Körnerstr. 77-79, Köln-Ehrenfeld
Großer Saal

Zahl was du kannst, was es dir wert ist


Ein Jahr nach dem Mord an Berta Cáceres (03.03.2016), zeigen wir den Film „La Voz del Gualcarque", um an das Leben und Wirken von Berta zu erinnern. Der Mord an der international ausgezeichnete Umweltaktivistin und Feministin Berta Cáceres ist der bisherige Höhepunkt der Repressionen des Protestes gegen das geplante Wasserkraftwerk „Agua Zarca" in West- Honduras. Der Dokumentarfilm begleitet ein Jahr lang die Gemeinden, die sich gegen den Bau des Staudamms auf ihrem Territorium in Rio Blanco wehren, und mit vielfältigen Protesten versuchen, sich Recht zu verschaffen.

Dieser Konflikt ist einerseits Beispielhaft für die zahllosen Energie,- Bergbau-, und Tourismus Projekte, die seit dem Putsch von 2009 unter dem Motto „Honduras is Open for Business“ mit starker Beteiligung internationaler Investoren ins Leben gerufen wurden. Andererseits ist die Kriminalisierung des Protestes und die ausufernde Gewalt beispielhaft für die Lage all jener, die sich in dem zentralamerikanischen Land für Demokratie, die Verteidigung der Gemeingüter (v.a. Land und Wasser) und eine andere Gesellschaft einsetzen. Berta Cáceres ist die prominenteste unter den zahlreichen Opfer der systematischen Repression und der anhaltenden Straflosigkeit. Zu Lebzeiten und auch nach ihrem Tod ist Berta Inspirationsquelle für den ungebrochenen Widerstand -auch über die Landesgrenzen hinaus. Weltweit wird eine unabhängige Aufklärung des Mordes gefordert, bislang vergeblich. Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit mit den Filmemacher*innen über die Lage in Honduras, den kolonialen Charakter „grüner“ Energieprojekte, sowie Handlungsmöglichkeiten hierzulande zu diskutieren.

Mehr infos unter:
http://www.allerweltshaus.de

Samstag, 4. März 2017

"Berta lebt! Die Stimme des Gualcarque"

En Rio Blanco en la orilla del río Gualcarque; Fuente: CADEHO

MITTWOCH - 08.03.2017 10:00 – 14:00 Uhr Brunch + Film: Brunch und Projektion des Dokumentarfilms über die indigene Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres, der Kampf für die Verteidigung der Aktivist*innen und für die Umwelt in Anwesenheit von Ocote-Film, die den Dokumentarfilm realisierten und Cadena de Derechos Humanos Honduras (CADEHO).

MIÉRCOLES - 8 de marzo 2017  10:00 – 14:00 h | Brunch + Film: “¡Berta vive! La voz
del Gualcarque”. Documental sobre Berta Cáceres y su lucha por el agua en Honduras con equipo Ocote-Film, que realizó el documental y Cadena de Derechos Humanos Honduras (CADEHO). Traer algo para compartir en el desayuno.

Xochicuicatl e.V.
Winsstr. 58 10405 Berlín Teléfono: 030 - 278 63 29     
www.xochicuicatl.de www.coro-xochi.net

Wenn „Entwicklung“ tödlich ist



Solidarität mit den Kämpfen um Land und Selbstbestimmung in Lateinamerika

Wir gedenken am 3. März 2017 der vor einem Jahr ermordeten honduranischen Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres. Einige von uns haben sie persönlich gekannt, viele hat sie mit ihrem Mut, ihrer klaren Analyse und ihrem Beharren auf eine gerechtere Welt inspiriert. „Berta ist nicht gestorben – sie hat sich verfielfacht“

Wir wollen nicht Berta alleine gedenken, sondern all denjenigen – viel zu vielen – die ebenfalls im Kampf um die Menschenrechte, für das Rechte auf eine saubere Umwelt, den Kampf gegen Vertreibung in ganz Lateinamerika ermordet wurden. 217 Menschenrechtsverteidiger*innen starben der Organisation Frontline Defenders zufolge allein im Jahr 2016 eines gewaltsamen Todes, 85 in Kolumbien, 58 in Brasilien, 33 in Honduras, 26 in Mexiko, 12 in Guatemala und jeweils eine*r in El Salvador, Peru und Venezuela. Auch das laufende Jahr hat mit einer erschreckenden Zahl von Morden begonnen, nach Angaben der Interamerikanischen Menschenrechtskommission waren es bis Anfang Februar 2017 14. Es findet ein Krieg gegen die ärmsten Bevölkerungsschichten statt, ein Krieg, in dem nur die Opfer zu sehen sind und die Täter, gedeckt von Regierungen, Militär und Wirtschaftseliten selten ermittelt oder gar bestraft werden. Wir fordern daher im Mordfall Berta Cáceres, aber auch in vielen weiteren Fällen vollständige Aufklärung und die Bestrafung der Täter, einschließlich der Auftraggeber der Morde. Die überwiegende Straflosigkeit trägt dazu bei, dass die Morde an Menschenrechtsverteidiger*innen immer weiter gehen.

Donnerstag, 2. März 2017

Nach einem Jahr ihrer Aussaat: Berta lebt, COPINH kämpft weiter


Unsere Schwester, Compañera und Generalkoordinatorin Berta Cáceres zeigte uns, dass wir um unsere Rechte kämpfen müssen, und dass die Lencas in ihren Territorien jahrhundertelang unter Diskriminierung und Fremdherrschaft leiden mussten. Berta hat uns gezeigt, dass man Würde weder kaufen noch verkaufen kann; dass gerechte Kämpfe dem Leben einen Sinn geben; dass es wichtig ist, sein Leben für den Kampf und für den Aufbau einer neuen Gesellschaft zu widmen und auch, dass wir keine Angst haben dürfen, das zu verteidigen was unser ist.

Vor einem Jahr haben sie die Compañera Berta Cáceres ermordet, haben ihr das Leben genommen, weil sie es nicht ertragen konnten, dass eine Frau, eine Indigene, sich mit ihren Leuten mutig der Ausbeutung unserer Territorien widersetzt hat und dabei Erfolg hatte.
Sie haben sie ermordet, weil in diesem Land dem Morden der Vorzug gegeben wird, anstatt miteinander zu sprechen und weil man der Annahme ist, dass durch den Mord auch die Ideen zum Schweigen gebracht werden.

Mittwoch, 1. März 2017

MENSCHENRECHTE ERKENNEN UND HANDELN - ¡Berta Vive!

Ein Jahr nach dem Mord an Berta Cáceres (03.03.2016), zeigen wir den Film „La Voz del Gualcarque", um an das Leben und Wirken von Berta zu erinnern. Der Mord an der international ausgezeichnete Umweltaktivistin und Feministin Berta Cáceres ist der bisherige Höhepunkt der Repressionen des Protestes gegen das geplante Wasserkraftwerk „Agua Zarca" in West- Honduras. Der Dokumentarfilm begleitet ein Jahr lang die Gemeinden, die sich gegen den Bau des Staudamms auf ihrem Territorium in Rio Blanco wehren, und mit vielfältigen Protesten versuchen, sich Recht zu verschaffen.

Dieser Konflikt ist einerseits Beispielhaft für die zahllosen Energie,- Bergbau-, und Tourismus Projekte, die seit dem Putsch von 2009 unter dem Motto „Honduras is Open for Business“ mit starker Beteiligung internationaler Investoren ins Leben gerufen wurden. Andererseits ist die Kriminalisierung des Protestes und die ausufernde Gewalt beispielhaft für die Lage all jener, die sich in dem zentralamerikanischen Land für Demokratie, die Verteidigung der Gemeingüter (v.a. Land und Wasser) und eine andere Gesellschaft einsetzen. Berta Cáceres ist die prominenteste unter den zahlreichen Opfer der systematischen Repression und der anhaltenden Straflosigkeit. Zu Lebzeiten und auch nach ihrem Tod ist Berta Inspirationsquelle für den ungebrochenen Widerstand -auch über die Landesgrenzen hinaus. Weltweit wird eine unabhängige Aufklärung des Mordes gefordert, bislang vergeblich. Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit mit den Filmemacher*innen über die Lage in Honduras, den kolonialen Charakter „grüner“ Energieprojekte, sowie Handlungsmöglichkeiten hierzulande zu diskutieren.