Während die Ereignisse um die Wahl und
den von den Parteien LIBRE und PAC vermuteten Wahlbetrug langsam aber
stetig ihren Lauf nehmen, wenden wir uns zwei Themen zu, die wir als
Honduras-Delegation schon zu lange nicht verfolgt hatten. Die
Botschaft der EU in Tegucigalpa ist eine Villa mit recht schönem
Ausblick, die über drei bemannte Sicherheitsschleusen zugänglich
ist. Wir werden empfangen von den beiden Zuständigen für die
Entwicklungszusammenarbeit und vom Botschafter der EU, Ketil Karlsen.
Der Botschafter gibt seiner Erleichterung Ausdruck, dass wir nicht
wegen der Wahlen und der EU-Beobachtungsmission gekommen sind. Wir
wissen nicht genau, ob er unseren offenen Brief an die
EU-Beobachtungsmission gelesen hat, aber seiner Mitarbeiterin ist
anzumerken, dass sie über die Frage nach dem Projekt zur Stärkung
des Sicherheitssektors PASS nicht gerade begeistert ist. Der
Botschafter würde eigentlich gerne mit uns über die Menschenrechte
sprechen, immerhin sind wir ja eine Menschenrechtsdelegation, und er
hat seinerseits auch schon gewisse Anstrengungen in diesem Bereich
unternommen, indem er in einem Brief an die honduranische Regierung
zu den Fällen des Campesino-Rechtsanwaltes Trejo, der Entführung
zweier europäischer Menschenrechtsbeobachter_innen in Nueva
Esperanza und der Bedrohung der COPINH-Direktorin Berta Caceres
Stellung bezog. Angesichts dessen, was wir von den Regierungen
nördlicher Länder kennen, ist das schon eine erfrischende
Information. Unsere Fragen beziehen sich aber auf andere Aktivitäten
der EU.
Posts mit dem Label Delegation2013 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Delegation2013 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Samstag, 7. Dezember 2013
Reisebericht, letzter Teil: EU - Assoziierungsabkommen und Entwicklungshilfe für den Sicherheitssektor
Zu Besuch bei der Botschaft der EU in
Tegucigalpa
Donnerstag, 28. November 2013
Offener Brief an die Wahlbeobachtungsmission der Europäischen Union für Honduras
Sehr geehrte Frau Lunacek,
sehr geehrte Mitglieder der EU-Wahlbeobachtungsmission für Honduras,
die überregionale Arbeitsgruppe HondurasDelegation ist bestürzt über den am Dienstag, 26.11.2013 erschienenen vorläufigen Bericht der EU-Beobachtungsmission zur Wahl in Honduras.
Der Bericht wurde von den honduranischen Medien als Bestätigung des Wahlergebnisses aufgenommen. Er stellt einen Schlag ins Gesicht der honduranischen Wähler_innen und insbesondere für die Parteien LIBRE und PAC dar. Letztere hatten bereits in der Nacht zum Montag das bis dato vom obersten Wahlgericht (TSE) präsentierte Ergebnis angefochten und einen Vergleich der Kopien der Auszählungslisten der Wahlurnen mit den vom TSE präsentierten Ergebnissen der einzelnen Wahllokale gefordert. Diese Forderung ist durch das Wahlgesetz abgedeckt und aufgrund zahlreicher - teilweise sogar in Ihrem eigenen Bericht erwähnter - Unregelmäßigkeiten überaus berechtigt. Durch die verfrühte und sachlich nicht haltbare Anerkennung der Wahlen als “transparent” und “friedlich” wurde ihr seitens der EU-Mission jedoch jegliche Unterstützung entzogen.
sehr geehrte Mitglieder der EU-Wahlbeobachtungsmission für Honduras,
die überregionale Arbeitsgruppe HondurasDelegation ist bestürzt über den am Dienstag, 26.11.2013 erschienenen vorläufigen Bericht der EU-Beobachtungsmission zur Wahl in Honduras.
Der Bericht wurde von den honduranischen Medien als Bestätigung des Wahlergebnisses aufgenommen. Er stellt einen Schlag ins Gesicht der honduranischen Wähler_innen und insbesondere für die Parteien LIBRE und PAC dar. Letztere hatten bereits in der Nacht zum Montag das bis dato vom obersten Wahlgericht (TSE) präsentierte Ergebnis angefochten und einen Vergleich der Kopien der Auszählungslisten der Wahlurnen mit den vom TSE präsentierten Ergebnissen der einzelnen Wahllokale gefordert. Diese Forderung ist durch das Wahlgesetz abgedeckt und aufgrund zahlreicher - teilweise sogar in Ihrem eigenen Bericht erwähnter - Unregelmäßigkeiten überaus berechtigt. Durch die verfrühte und sachlich nicht haltbare Anerkennung der Wahlen als “transparent” und “friedlich” wurde ihr seitens der EU-Mission jedoch jegliche Unterstützung entzogen.
Dienstag, 26. November 2013
HondurasDelegation: Wo staatliche Institutionen systematisch Menschenrechtsverletzungen zugunsten von Partikularinteressen begehen, sind freie und faire Wahlen nicht denkbar
Pressemitteilung vom 26.11.2013
Die internationale
Arbeitsgruppe HondurasDelegation arbeitet seit dem Putsch 2009 in den
Bereichen Menschenrechte und Journalismus zu Honduras. Unsere
diesjährige Delegationsreise hat das Ziel, die Menschenrechtslage um
den Zeitpunkt der Wahl zu erfassen. Dabei steht die Situation sozialer Bewegungen im Vordergrund, die ihre Landrechte verteidigen. Zu diesem Zweck bereisten
wir in den zwei Wochen vor der Wahl verschiedene Regionen in
Honduras. Wir dokumentieren eine Auswahl der uns geschilderten
Vorfälle:
- In der Gemeinde Nueva Esperanza, im Departamento Atlandida setzt sich die Bevölkerung gegen ein Minenvorhaben der honduranischen Gesellschaft „Minerales Victoria“ zur Wehr. Vor gut einem halben Jahr errichteten bewaffnete „Sicherheitskräfte“ der Minengesellschaft unter dem Schutz der lokalen Polizei einen Stützpunkt in der Gemeinde. Seitdem werden Gemeindemitglieder bedroht, eine Familie musste fliehen, zwei Menschenrechtsbeobachter aus Frankreich und der Schweiz wurden Ende Juli kurzzeitig entführt und erhielten Morddrohungen. In diesem Fall wurde ein Haftbefehl ausgesprochen, der bisher nicht vollstreckt wird. Alle anderen Vorfälle werden von der Staatsanwaltschaft nicht verhandelt.
Vor der Wahl drohte der Eigentümer von Minerales Victoria, Lenir Perez, im Falle eines Wahlsiegs von Juan Orlando mit dem Einmarsch der Militärs in die Gemeinde.
Sonntag, 24. November 2013
NEWSTICKER zum Wahltag in Honduras
Aufgrund der Vielzahl der Ereignisse und Meldungen in den letzten Stunden vor den Wahlen eröffnen wir einen Newsticker und eine Chronologie mit Links für den Wahltag in Honduras. Durch die Linksammlung wollen wir die Geschehnisse am Wahltag dokumentieren und einen Überblick darüber geben. Die Zeitangaben sind in Honduranischer Zeit. Wir werden den Ticker ab 7 Uhr mit aktuellen Meldungen bestücken.
Montag, 25. November
13:31 Uhr
Aus San Pedro Sula gibt es ebenfalls Meldungen über spontane Versammlungen von Libre-Aktivist_innen
13:24 Uhr
Erste Proteste von Libre-Aktivist_innen in Tegucigalpa. Nach der Pressekonferenz der Partei Libre formierte sich ein Demonstrationszug zum Präsidentenpalast. Aufgrund der drohender Repression durch die Präsidentengarde und die nationale Polizei zogen sich die Demonstranten zurück und sind nun auf dem Weg zum Obersten Wahltribunal.
Livemeldung von Radio Globo
12:30 Uhr
Manuel Zelaya und führende Aktivist_innen der Partei LIBRE sprechen auf einer Pressekonferenz in Tegucigalpa von einem Wahlbetrug und erklären die Wählerstimmen falls nötig, auch auf der Straße zu verteidigen.
Übertragung von Radio Globo
Montag, 25. November
13:31 Uhr
Aus San Pedro Sula gibt es ebenfalls Meldungen über spontane Versammlungen von Libre-Aktivist_innen
13:24 Uhr
Erste Proteste von Libre-Aktivist_innen in Tegucigalpa. Nach der Pressekonferenz der Partei Libre formierte sich ein Demonstrationszug zum Präsidentenpalast. Aufgrund der drohender Repression durch die Präsidentengarde und die nationale Polizei zogen sich die Demonstranten zurück und sind nun auf dem Weg zum Obersten Wahltribunal.
Livemeldung von Radio Globo
12:30 Uhr
Manuel Zelaya und führende Aktivist_innen der Partei LIBRE sprechen auf einer Pressekonferenz in Tegucigalpa von einem Wahlbetrug und erklären die Wählerstimmen falls nötig, auch auf der Straße zu verteidigen.
Übertragung von Radio Globo
Reisebericht, achter Teil: Gewaltsame Vertreibung von Einwohner_innen aus La Nueva Esperanza
Arizona
In Arizona, einem
Städtchen zwischen Tela und La Ceiba an der Nordküste treffen wir
uns mit Einwohner_innen aus La Nueva Esperanza, die seit März von
dem Bergbauunternehmen Minerales Victoria S.A. terrorisiert werden,
mit dem Ziel, sie von ihrem Land zu vertreiben, das einem Tagebau
weichen soll. La Nueva Esperanza liegt abgelegen in den Bergen, die
Reise dorthin dauert mehrere Stunden mit dem Bus und eine weitere
Stunde zu Fuss, die Straße ist zu schlecht für unseren Kleinbus.
Unsere Delegation ist
inzwischen auf über 20 Leute angewachsen, bzw. setzt sich an diesem
Morgen aus der HondurasDelegation und einer kanadischen Delegation
zusammen. Letztere interessiert sich besonders für die
Bergbauprojekte im Land, da hinter den meisten kanadische Investoren
stehen. Das Treffen findet in der Pfarrgemeinde Nuestra Señora de
Pilar statt, die die Einwohner_innen von La Nueva Esperanza in ihrem
Kampf gegen den Bergbau unterstützt.
Freitag, 22. November 2013
Reisebericht, siebter Teil: MADJ – Anwälte für Landrechte und Naturressourcen
Es ist ungewöhnlich, dass Rechts- und
Staatsanwälte sich zu einer Organisation zusammenschließen, die
sich die Verteidigung der Landrechte zum Ziel gesetzt hat.
Ungewöhnlich ist auch die Entstehungsgeschichte der Gruppierung MADJ
("Breite Bewegung für Würde und Gerechtigkeit"): Im Jahr 2008 hatten sich 60
Staatsanwälte zu einem öffentlichen Hungerstreik gegen die
Korruption zusammengefunden. Der Streik markierte einen Neubeginn der
sozialen Bewegungen in Honduras und zog die Gründung der Breiten
Bewegung für Würde und Gerechtigkeit, der MADJ, nach sich. Die
Organisation arbeitet heute in 28 Landkreisen der nördlichen
Departamentos und unterstützt unter anderem Gemeinden, die sich
gegen Minenkonzerne, Staudammprojekte und Großgrundbesitzer zur Wehr
setzen um ihre Landrechte zu verteidigen.
Donnerstag, 21. November 2013
Reisebericht, sechster Teil: Kooperativen im Kampf um Landrechte
El Progreso. Wir besuchen
Magdalena Morales, die Generalsekretärin der CNTC. In der CNTC –
der Nationalen Gewerkschaft der Landarbeiter_innen – sind
Kleinbäuer_innen organisiert, die für das Recht auf Land kämpfen.
Viele Kleinbäuer_innen in der Region haben kein eigenes Land. Sie
arbeiten für Großgrundbesitzer oder in Fabriken, leben in prekären
Verhältnissen an Flussufern. Durch die CNTC konnten bereits 45
Kooperativen in der Region El Progreso gegründet werden. Jede
Kooperative wird von mehreren Familien verwaltet und auch das Land
wird gemeinsam bewirtschaftet. Magdalena gehört der Kooperative „La
Cosecha“ an, 30 Familien pflanzen hier Bohnen, Mais, Yucca und
Kochbananen, die Grundnahrungsmittel in Honduras.
Ernährungssicherheit ist ein wichtiges Thema. Die CNTC unterstützt
Kleinbäuer_innen auch mit Bildungsangeboten zu juristischen Themen
oder zur Finanzplanung. Magdalena erklärt uns, es ginge darum, durch Selbstorganisation der Leute der Armut zu entkommen. Sie selbst habe früher auch in einer
Fabrik gearbeitet, die billige Kleidung für den Export produzierte.
Reisebericht 5. Teil: Warum sich bisher niemand für Honduras interessierte
Der jesuitische Publizist Ismael Moreno
erläutert uns Wissenswertes über die honduranische Geschichte
In dem sehr gepflegten und weitläufigen
Areal der Jesuiten in der Stadt El Progreso ist Ismael Moreno,
bekannt als Padre Melo, die zentrale Figur. „Für was bin ich gut?“
fragt er in die Runde unserer Delegation. Wir wollen gern mit ihm
über seine Analyse des aktuellen politischen Panoramas sprechen. Als
Herausgeber der Zeitschrift Envío und Redakteur von Radio Progreso
ist er landesweit bekannt als eine der bestinformiertesten Stimmen
der Linken. Melo setzt jedoch völlig anders an: Dass hier Hunderte
von ausländischen Beobachter_innen kommen, um eine Wahl zu
verfolgen, hat es soweit er sich entsinnen kann in Honduras noch
nicht gegeben. Woran liegt das?
Dienstag, 19. November 2013
Reisebericht vierter Teil: 18. November
Santa Barbara. Mit
einer buntgemischten Gruppe internationaler Beobachter_innen stehen
wir heute im Innenhof des Justizgebäude von Santa Barbara. Wir
warten auf eine sogenannte „Versöhnungsverhandlung“. Schließlich
erscheinen der Anwalt der Angeklagten Berta Cáceres, sie selbst
taucht allerdings nicht auf. Wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen.
Berta
Cáceres ist die Generalkoordinatorin des COPINH, dem Zivilen Rat der
Basis und indigenen Organisationen von Honduras , in dem die
indigenen Gemeinden der Lenca organisiert sind. Die Organisation, die
1993 gegründet wurde, verteidigt die natürlichen Ressourcen der
Lenca gegen transnationale Großprojekte, zum Beispiel Staudämme und
Minen. Auch wenn dieser Kampf nie einfach war, haben sich die
Bedingungen nach dem Putsch 2009 deutlich verschlechtert.
Berta Cáceres auf einer Versammlung.
Foto: HondurasDelegation
|
Labels:
COPINH,
Delegation2013,
Indigenas,
Rio Blanco,
Staudämme
Montag, 18. November 2013
Reisebericht dritter Teil: 16. November
Rio Blanco
Seit sieben Monaten und
16 Tagen blockieren Gemeinden in der Region Rio Blanco das
Staudammprojekt Agua Zarca am Rio Gualcarque. Zu dem Projekt der
honduranischen Firma DESA und der chinesischen Sinohydro sind die
Anwohner_innen, die zur indigenen Gruppe der Lenca gehören, in
keinster Weise konsultiert worden, Gemeindeversammlungen, in der die
Mehrheit der Bevölkerung das Projekt abgelehnt hat, wurden von den
Firmen sowie vom Bürgermeister von Intibuca Martiniano Dominguez
Meza ignoriert, der die Konzession des Flusses an DESA unterschrieben
hat. Wir treffen rund 20 Mitglieder der anliegenden Gemeinde La
Tejera an der Straßensperre, die den Zugang zur Baustelle versperrt.
Der Platz liegt unter einer großen Eiche und wird einfach nur „El
Roble“genannt. Bis vor kurzem haben die Leute hier Tag und Nacht
campiert, seit sich Sinohydro vorübergehend aus dem Projekt
zurückgezogen hat, kommen sie nur noch tagsüber zu Versammlungen
her. Trotzdem bleibt die Repression gegen die Gemeindemitglieder und
Mitglieder der Indigenenorganisation COPINH bestehen, wie Übergriffe
der Polizei und des Militärs auf die Gemeinde am 1. November (siehe Eilaktion), sowie die Kriminalisierung der Koordinator_innen von
COPINH, Berta Cáceres, Tomas Gómez und Aureliano Molina deutlich
machen. Rio Blanco hat sich zu einem Symbol des Widerstands gegen
Staudämme auf dem Territorium der Lenca entwickelt, an denen sich
andere Gemeinden wie La Cuchilla, Intibucá ein Beispiel nehmen. Im
Municipio Opalaca wurde ein Staudamm bereits verhindert.
| Foto: HondurasDelegation |
Sonntag, 17. November 2013
Reisebericht zweiter Teil: 15. November
Unterwegs in Intibucá
Die Bewohner_innen der Gemeinden San Marcos und Barrio Nuevo im Departamento Intibucá sprechen sich deutlich gegen Staudammprojekte auf ihrem Gemeindegebiet aus. Die Bauvorhaben werden von den örtlichen Bürgermeistern und dem Unternehmen Hidrosierra vorangetrieben. Doch die Bewohner der Gemeinden sind entschlossen ihr Land zu verteidigen. Kein Einzelfall in Honduras.
Die Bewohner_innen der Gemeinden San Marcos und Barrio Nuevo im Departamento Intibucá sprechen sich deutlich gegen Staudammprojekte auf ihrem Gemeindegebiet aus. Die Bauvorhaben werden von den örtlichen Bürgermeistern und dem Unternehmen Hidrosierra vorangetrieben. Doch die Bewohner der Gemeinden sind entschlossen ihr Land zu verteidigen. Kein Einzelfall in Honduras.
La Esperanza. 6 Jahre ist es
her, als zum ersten mal Arbeiter_innen kamen, um die Flüsse San Juan und
Rio Negro zu vermessen, berichten Bewohner_innen der Gemeinde Barrio Nuevo,
ein Hinweis, dass konkrete Staudammprojekte schon damals in Planung
gewesen seien. Weit kamen die Vermessungsarbeiten allerdings nicht.
Die Bewohner_innen verhinderten die Vermessung ihres Gebietes, in dem sie
den Arbeiter_innen folgten und die Messgeräte wieder entfernten. Auch
weitere Versuche des Vordringens in ihr Gebiet wurden sabotiert.
Samstag, 16. November 2013
Bericht der Menschenrechtsdelegation in Honduras, 1. Teil: Sonntag, 10. bis Mittwoch 13. November
Ankunft in Tegucigalpa
Die Stadt ist noch immer laut und
voller Autos, allerdings scheint das Ausmaß des Dauerstaus gewachsen
zu sein. Der Taxifahrer schimpft über die Baustelle für die
Metrobuslinie, nicht nur über die Baustelle, sondern auch über das
Projekt an sich, schließlich kostet es auf jeder Straßenseite eine
Autospur.
An allen Straßen prangen großformatige
Wahlplakate, vor allem die Nationalpartei sticht mit ihrem
Präsidentschaftskandidaten Juan Orlando Hernandez sofort ins Auge.
Am 24. November sollen Parlament, Präsident und
KommunalvertreterInnen neu gewählt werden - und kaum jemand redet
über etwas anderes. Die Gewissheit, dass das erstarrte
Zweiparteiensystem aufgebrochen wird misch sich mit der Angst, dass
wie nach dem Staatsstreich 2009 wieder der Ausnahmezustand eintreten
könnte.
Montag, 11. November 2013
Menschenrechtsdelegation zu den Wahlen in Honduras
Vom 10. November bis 1. Dezember 2013 befindet sich eine Delegation aus freien Journalist_innen, Vertreter_innen unabhängiger Nichtregierungsorganisationen und Initiativen aus Europa in Honduras.
Ziel
der mittlerweile vierten Delegationsreise der HondurasDelegation ist
es, die Geschehnisse um die Präsidentschaftswahlen am 24. November
zu beobachten und darüber zu informieren. Dabei stehen angesichts
der politischen Morde, Bedrohungen und Vertreibungen die aktuelle
Menschenrechtslage und die Situation sozialer und politischer
Bewegungen in der Hauptstadt sowie in besonders von Konflikten
betroffenen Regionen im Vordergrund. Durch die internationale Präsenz
soll zudem die Sicherheit von Menschenrechtsverteidiger_innen,
Vertreter_innen sozialer und politischer Organisationen sowie
kritischen Journalist_innen in der Zeit vor und nach den Wahlen
erhöht werden. Ein besonderes Interesse der Delegation gilt außerdem
der Sicherheit und Chancengleichheit der Kandidat_innen. So wurden
Kandidat_innen und Aktive mehrerer politischer Parteien ermordet oder
bei Attentaten verletzt. Laut der Menschenrechtsorganisation COFADEH
sind weiterhin zahlreiche Kandidat_innen Opfer von Verfolgung und
erhalten Morddrohungen.
Dienstag, 17. September 2013
Menschenrechtsdelegation zu den Wahlen in Honduras
Von 10.
November bis 1. Dezember befindet sich eine Delegation aus Freien
JournalistInnen, VertreterInnen unabhängiger
Nichtregierungsorganisationen und Initiativen aus Deutschland,
Österreich und der Schweiz in Honduras.
Ziel der
Delegation ist es, die Geschehnisse um die Präsidentschaftswahlen am
24. November zu beobachten und darüber zu informieren. Dabei stehen
angesichts der politischen Morde, Bedrohungen und Vertreibungen die
aktuelle Menschenrechtslage und die Situation sozialer und
politischer Bewegungen in der Hauptstadt sowie in besonders von
Konflikten betroffenen Regionen im Vordergrund.
Während
des Aufenthaltes und nach Rückkehr der Delegation möchten wir
unsere Erfahrungen sowohl publizieren sowie auf Veranstaltungen
darüber berichten. Aktuelle Berichte werden unter anderem auf dem
Blog der Hondurasdelegation erscheinen:
http://www.hondurasdelegation.blogspot.com
Kontakt
unter: hondurasblog2010@gmail.com
Spenden
zur Unterstützung der Delegation:
Ökumenisches
Büro
Konto-Nr. 5617 62 58
Stadtsparkasse München
BLZ: 701 500 00
Verwendungszweck: Novemberdelegation in Honduras
IBAN: DE65 7015 0000 0056 1762 58
SWIFT-BIC: SSKMDEMM
Konto-Nr. 5617 62 58
Stadtsparkasse München
BLZ: 701 500 00
Verwendungszweck: Novemberdelegation in Honduras
IBAN: DE65 7015 0000 0056 1762 58
SWIFT-BIC: SSKMDEMM
Abonnieren
Posts (Atom)