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Sonntag, 31. Mai 2026

Filmvorführung und Diskussion: Die politische Ökonomie der Gewalt

Bericht zum Mord an der honduranischen Umweltverteidigerin Berta Cáceres und der Rolle internationaler Entwicklungsbanken

mit Bertha Zúniga und Camilo Bermúdez (COPINH)
sowie einem Videobeitrag der Menschenrechtsanwältin Roxanna Altholz (GIEI Honduras)

Dienstag, 09.05.2026 ab 18:00 Uhr
Versammlungsraum des Mehringhof
Gneisenaustr. 2A, 10961 Berlin
Mit Simultanverdolmetschung Deutsch - Spanisch


en
español más abajo:
Berta Cáceres war eine international bekannte indigene Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin. Als Leiterin des Zivilen Rates der Indigenen und Basisorganisationen von Honduras (Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras - COPINH) war sie das Gesicht des Widerstandes der Lenca-Gemeinden von Río Blanco gegen das Wasserkraftwerk „Agua Zarca“. In der Nacht vom 2. auf den 3. März 2016 erschoss ein Killerkommando Berta in ihrem Haus. Vier Auftragsmörder und einige Mittelsmänner wurden drei Jahre später zu Haftstrafen verurteilt. Die Auftraggeber:innen blieben lange im Dunkeln.

Sonntag, 8. März 2026

Berta Cáceres - 10 Jahre Straflosigkeit

“Despertemos, despertemos humanidad, ya no hay tiempo”

“Lasst uns aufwachen, Menschheit! - es bleibt keine Zeit mehr!”


Foto: Giorgio Trucchi


Wer war Berta Cáceres?


Berta Cáceres wurde am 4. März 1971 in La Esperanza-Intibucá, im ländlich geprägten Westen von Honduras geboren. Sie war eine Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin.

Montag, 2. März 2026

Berta Cáceres: Vos tenés la bala, yo tengo la palabra

 


Berlin. Am 2.März 2026 versammelten sich Aktivistinnen des Menschenrechtskollektivs CADEHO und Mitglieder des Naturfreunde-Chors zu einem gemeinsamen Gedenken vor dem Kanzleramt, um der indigenen Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres zu gedenken, die vor zehn Jahren aufgrund ihres Widerstandes gegen das illegale Wasserkraftwerk Agua Zarca in Honduras ermordet wurde.

Dienstag, 17. Februar 2026

Gedenken an Berta Cáceres - Kundgebung

Berta ist nicht gestorben, sie hat sich vervielfacht

 

Vor 10 Jahren wurde Berta Cáceres, Menschenrechts- und Umweltverteidigerin, indigene Aktivistin, Feministin, in ihrem Haus in La Esperanza in Honduras ermordet. Der politische Femizid folgte einem Mordkomplott zugunsten von Wirtschaftsinteressen, dessen Auftraggeber bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen wurden. Staatliche Stellen wussten im Voraus von dem Plan, taten aber nichts, um Berta zu schützen. An ihrem 10. Todestag wollen wir gemeinsam Berta Cáceres gedenken sowie vollständige Aufklärung und Gerechtigkeit fordern. Dazu gehört auch die Anerkennung territorialer Rechte indigener Gemeinschaften. Wir protestieren gegen die fortdauernde Kriminalisierung, Bedrohung und Ermordung von Menschenrechtsverteidiger:innen in Honduras und ganz Lateinamerika.

Wann? Montag, 02.03. 2026 um 17:00 - 18:00 Uhr

Wo? Forum vor dem Kanzleramt

Freitag, 23. Januar 2026

Neue Banknote in Honduras ehrt die ermordete Aktivistin Berta Cáceres

 Von  amerika21

Berta Cáceres wurde während der Regierungszeit der rechten Nationalpartei ermordet, die ab dem 27. Januar mit Präsident Nasry Asfura das Land wieder regieren wird

Tegucigalpa. Die Zentralbank von Honduras hat eine neue Banknote mit der Abbildung von Berta Cáceres vorgestellt. Die indigene Aktivistin wurde aufgrund ihres Widerstands gegen ein Wasserkraftprojekt am 2. März 2016 ermordet. Während der Präsentation der 200-Lempira-Banknote (circa 6,5 Euro) drückte Austraberta Flores, die Mutter der Aktivistin, ihre Dankbarkeit für diese institutionelle Anerkennung aus.

Mittwoch, 14. Januar 2026

Expertenbericht in Honduras belastet Banken und Staat wegen Mord an Cáceres

Mitverantwortung internationaler Entwicklungsbanken bestätigt. Behörden wussten von Mordplänen



                                 Berta ist weltweit zur Ikone 
                    für Widerstand und Umweltschutz geworden


Tegucigalpa. Eine unabhängige Expertenkommission hat am Montag die Ergebnisse ihrer Ermittlung zum Mordfall an der honduranischen Aktivistin Berta Cáceres vorgestellt. Während ihrer einjährigen Arbeit hat die Gruppe die Planung und Ausführung des Verbrechens rekonstruiert und die Verantwortung von Unternehmen, Finanzinstitutionen und des Staates nachgewiesen. Cáceres wurde in der Nacht des 2. März 2016 aufgrund ihres Einsatzes gegen das Staudammprojekt Agua Zarca in ihrem Haus in La Esperanza ermordet.

Sonntag, 2. März 2025

Gedenken an Berta Cáceres



Hoy, 2 de marzo de 2025 nos juntamos en un lugar historico de la capital de Alemania para honrar el legado de una lideresa historica del pueblo Lenca, de Honduras y del mundo.

Hace 9 años fue asesinada nuestra compañera Berta Cáceres por su resistencia a la hidroelectrica Agua Zarca. La dispararon gatilleros a cargo de empleados de la empresa Desarollos Energéticos, DESA.

Mittwoch, 19. Februar 2025

Unabhängige Kommission soll Hintergründe des Mordfalls Cáceres aufklären

 Von  amerika21

Die später ermordete Umweltaktivistin Berta Cáceres im Jahr 2013

Tegucigalpa. Vertreter:innen der honduranischen Regierung, der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH), des Zentrums für Gerechtigkeit und internationales Recht (CEJIL) und des Zivilgesellschaftlichen Rates der indigenen und Volksorganisationen in Honduras (COPINH) haben ein Abkommen über eine interdisziplinäre unabhängige Expertenkommission (GIEI) unterzeichnet. Sie ist eine technische Einheit und wird in den nächsten sechs Monaten den Mord an der indigenen Menschenrechts- und Umweltaktivistin Berta Cáceres untersuchen.

Die GIEI besteht aus drei internationalen Jurist:innen. Eine von ihnen ist die US-amerikanische Anwältin Roxana Altholz, die bereits ab 2016 in der für den Fall Cáceres initiierten internationalen Expert:innen-Gruppe (GAIPE) mitwirkte. Wichtige Erkenntnisse des GAIPE-Berichtes wurden in den Prozessen gegen die sieben verurteilten Auftragsmörder und Mittelsmänner, unter anderen den ehemaligen Geschäftsführer der Betreiberfirma DESA des Wasserkraftwerks Agua Zarca, David Castillo, verwendet.

Donnerstag, 28. November 2024

Urteile im Mordfall Berta Cáceres rechtskräftig

 Von  amerika21

Copinh fordert weiter, die Hintermänner des Mordes an Berta Cáceres zu verhaften

Montag, 19. Februar 2024

In Gedenken an Berta Cáceres

Berta Cáceres (1971-2016)

 8 Jahre ohne Gerechtigkeit!

Am Samstag den 2. März 2024 gedenken wir Berta Cáceres und laden Euch um 14:30 Uhr zum Wandbild in der Malmöer Straße 29 (10439 Berlin) ein. Berta war eine bekannte Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin, die sich mit der indigenen Organisation COPINH gegen Patriachat, Rassismus und Kapitalismus engagierte. Sie wurde wegen ihres Engagements gegen ein illegales Wasserkraftwerk am 2. März 2016 in Honduras ermordet. Die Hintermänner sind nach wie vor straffrei.

#FaltanLosAtala
#DESACulpable
#Bertavive
 

Freitag, 8. Dezember 2023

Mord an Berta Cáceres: Haftbefehl gegen mächtigen Unternehmer

 

von Andrea Lammers amerika21 

Tegucigalpa. Der ehemalige Finanzchef des Unternehmens Desa (Desarrollos Energéticos), Daniel Atala Midence, wird von der honduranischen Justiz beschuldigt, in den Auftragsmord an der bekannten Aktivistin Berta Cáceres verwickelt gewesen zu sein.

                                      

Dienstag, 5. Juli 2022

Mordfall Berta Cáceres in Honduras: Strafanzeige gegen niederländische FMO-Bank

Ermittlungen sollen klären, ob Gelder der FMO für illegale Aktivitäten verwendet wurden, möglicherweise sogar für die Finanzierung des Auftragsmordes

Mittwoch, 22. Juni 2022

Mordfall Berta Cáceres: "Ein erster Schritt in Richtung Gerechtigkeit"

Keine Höchststrafe für Mittäter des Mordes an Cáceres. COPINH kritisiert Gericht und fordert Ermittlungen gegen Auftraggeber des Verbrechens

Montag, 20. Juni 2022

Internationales Forum für Menschenrechte in Honduras zur heutigen Verkündigung des Strafmaßes

Die Verurteilung von David Castillo muss ein Schritt in Richtung Gerechtigkeit für Berta Cáceres sein 


Heute, am 20. Juni 2022, findet die Verurteilung des honduranischen Ex-Militärs und Geschäftsmannes David Castillo statt, der des Mordes an Berta Cáceres am 3. März 2016 schuldig gesprochen wurde. Das Internationale Forum für Menschenrechte in Honduras ist sich bewusst, dass die Ermordung der Anführerin Cáceres der indigenen Gemeinschaft der Lenca eine offene Wunde in der honduranischen Bevölkerung hinterlassen hat. Wir fordern die honduranischen Justiz auf, dafür zu sorgen, dass das Urteil im Einklang mit dem Gesetz und den internationalen Menschenrechtsstandards dem entspricht, was im Prozess gegen David Castillo bewiesen wurde.

Samstag, 28. Mai 2022

Ermordete Menschenrechtsverteidigerin zur Nationalheldin erklärt

 Von  amerika21

Berta Cáceres Foto: Giorgio Trucchi
Tegucigalpa. Die Mehrheit des honduranischen Parlaments hat am Mittwoch zugestimmt, die im März 2016 ermordete Berta Isabel Cáceres Flores zur Nationalheldin zu erklären. Damit verbunden schlägt Jari Dixon, Abgeordneter der linken Partei Libertad y Refundación (Libre) vor, dass das Gesicht von Cáceres auf den 200 Lempira-Geldscheinen abgebildet werden soll. Der Gesetzesvorschlag sieht auch die Schaffung eines Preises vor, der jährlich an engagierte Menschenrechts- und Umweltschützerinnen vergeben werden soll.

Cáceres wehrte sich zusammen mit den indigenen Lenca-Gemeinden am Fluss Gualcarque gegen den Bau des Wasserkraftwerkes Agua Zarca, das durch die Betreiberfirma Desarrollos Energéticos S.A. (Desa) und mit Ko-Finanzierungen der niederländischen und finnischen Entwicklungsbanken errichtet werden sollte.

Zu den bisher verurteilten Tätern gehören sowohl Auftragskiller als auch Angestellte und der damalige CEO der Betreiberfirma DESA, David Castillo. DESA ist Eigentum der Familie Atala, denen auch die zweitgrößte Bank von Honduras, Ficosah, gehört. In dem Prozess gegen den Desa-CEO Castillo sollte im Jahr 2021 Daniel Atala vorgeladen werden. Dies unterblieb, da bekannt wurde, dass die Sonderstaatsanwaltschaft gegen Korruption im Fall "Betrug am Gualcarque-Fluss" gegen ihn ermitteln würde (amerika21 berichtete). Inzwischen wurde im Gericht in Tegucigalpa die Beweisaufnahme in diesem Korruptionsfall eröffnet, in den mindestens sechs ehemalige Funktionäre involviert sind.

Die Pläne zu einer Ehrung von Cáceres haben den letzten Tagen in den sozialen Netzwerken zu einer Kontroverse geführt. Laura Zúniga, Tochter von Cáceres, hebt hervor, dass die Auftraggeber des Mordes an ihrer Mutter nach wie vor straffrei sind: "Es schmerzt mich zu sehen, dass das Gesicht meiner Mutter in den Banken ihrer Mörder aufbewahrt wird, dass dieses rebellische Gesicht ein Abbild ihrer Bereicherung sein wird. Werden sie die nächsten Morde mit 200 Lempira-Scheinen zahlen?"

"Berta in eine Banknote zu verwandeln, ist eine Beleidigung für die Erinnerung an ihren historischen Kampf. […] Wir fordern die Achtung unserer angestammten territorialen Rechte", äußert sich Miriam Miranda, führendes Mitglied der Garífuna-Organisation OFRANEH.

Olivia Zúniga, eine weitere Tochter von Cáceres und ehemalige Kongressabgeordnete, verteidigt hingegen die Auszeichnung. Ihre Mutter sei "im nationalen historischen Gedächtnis zu bewahren, und der Kampf um Gerechtigkeit für Berta mit der Inhaftierung der Familie Atala zu fördern, was in der Verantwortung der Justiz und nicht der Legislative liegt."

Unabhängig von dieser Kontroverse bleibt die Kritik an der weiter bestehende Konzession über den Gualcarque-Fluss präsent. Die Konzession berge die Gefahr in sich, dass das Projekt doch umgesetzt wird und dass die Auftraggeber des Mordes straffrei blieben. Erst kürzlich wurde die Veröffentlichung des Strafmaßes des verurteilten Mittäters David Castillo wieder verschoben.

Samstag, 21. Mai 2022

Veröffentlichung der Urteilsbegründung im Mordfall Berta Cáceres erneut verschoben

Indigenenverband befürchtet Annullierung der Urteile gegen Auftragsmörder und Auftraggeber. Opferanwalt zu amerika21: "Strukturelles Versagen der Justiz"

Dienstag, 17. Mai 2022

Gerechtes Urteil im Mordfall Berta Cáceres?

Strafmaß und Begründung des Urteils gegen David Castillo mit Spannung erwartet - Wir solidarisieren uns mit den Forderungen des COPINH

Am morgigen 18. Mai wird das Urteil gegen den früheren Geschäftsführer des Unternehmens Desarollos Energéticos (Desa) David Castillo verlesen und das Strafmaß verkündet. Castillo war bereits vor fast elf Monaten als Ko-Autor des Mordes an der honduranischen Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres verurteilt worden, die Urteilsbegründung ließ jedoch auf sich warten. Anhand des morgen öffentlichen Textes wird sich zeigen, ob das Gericht bereit und in der Lage war, die Erkenntnisse aus dem Prozess gegen Castillo angemessen aufzuarbeiten, zu bewerten und angemessene Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.

Wenn ja, ist ein weiterer wichtiger Schritt gegen die Straflosigkeit in Honduras getan und die Ermittlungen können in Richtung der mutmaßlichen weiteren Autor*innen des Verbrechens (Mitglieder der Unternehmerfamilie Atala Zablah) voranschreiten. Sollten allerdings größere Schwächen und Fehler in die Urteilsbegründung „eingebaut“ sein, ist den Möglichkeiten der Verteidiger*innen den Prozess annullieren zu lassen, Tür und Tor geöffnet. Damit wären auch die Chancen, die weiteren Auftraggeber*innen zur Verantwortung zu ziehen und die mutmaßliche Komplizenschaft des Staates an dem Mord aufzudecken, verbaut. Dem Vernehmen nach liegt ein Antrag auf Revision des Verfahrens gegen die 2018 verurteilten Auftragskiller und Mittelsmänner bereits beim zuständigen Gericht, der nächste könnte folgen.

Berta Cáceres war in der Nacht vom 2. auf den 3. März 2016 in ihrem Haus in La Esperanza-Intibucá erschossen worden. Hintergrund war ihr Widerstand gegen das Wasserkraftwerk „Agua Zarca“, das u.a. mit Beteiligung des damaligen Siemens-Joint Ventures Voith Hydro und Ko-Finanzierung durch niederländische und finnische Entwicklungsbanken gebaut werden sollte. Die Tat zielte darauf ab, die Opposition der indigenen Gemeinden am Gualcarque-Fluss zu brechen und den Zivilen Rat der indigenen und Volksorganisationen von Honduras (COPINH) zu zerstören.

WIR UNTERSTÜTZEN DIE FORDERUNGEN DES COPINH:

1.  Die Erste Kammer der Nationalen Strafkammer in Tegucigalpa muss eine Strafe verhängen, die den in der Verhandlung erbrachten Beweisen entspricht. Die mörderischen, frauenfeindlichen, rassistischen und konspirativen Handlungen von David Castillo gegen Berta Cáceres wurden umfassend nachgewiesen.

2.   Verbrechen gegen indigene Gemeinschaften dürfen nicht länger straflos bleiben. David Castillo muss für seine Verbrechen eine angemessene Strafe erhalten, so dass klar wird, dass Straflosigkeit nicht länger geduldet wird.

3.    Die Staatsanwaltschaft und die honduranische Justiz haben die weiteren Drahtzieher des Mordes an Berta Cáceres noch nicht gefasst und vor Gericht gestellt. Der honduranische Staat steht weiterhin in der Pflicht, dies zu tun.

BERTA VIVE - LA LUCHA SIGUE!




Donnerstag, 28. April 2022

"Wir als soziale Organisationen müssen kämpferisch bleiben"

Gespräch mit Bertha Zúniga Cáceres, Koordinatorin des Rats der Volks- und Indigenenorganisationen, über die neue Lage im Land und die Herausforderungen für die Regierung von Xiomara Castro

Sonntag, 2. Januar 2022

Mord an Berta Cáceres in Honduras: "Dahinter können alle möglichen Machenschaften stecken"

Sechs Monate nach dem Schuldspruch gegen einen der Auftraggeber des Mordes gibt es immer noch kein rechtskräftiges Urteil. Gespräch mit dem Anwalt Victor Fernández