Donnerstag, 30. Juli 2020

Kommuniqué von OFRANEH zum gewaltsamen Verschwindenlassen in Triunfo de la Cruz

Kriminelle Strukturen im Dienste des Staates und das gewaltsame Verschwinden der Garifuna in Honduras 
(KOMMUNIQUÉ VON OFRANEH). In den frühen Morgenstunden des 18. Juli 2020 wurde die friedliche Stille in der Garifuna-Gemeinde von Triunfo de la Cruz in der Bucht von Tela an der honduranischen Karibikküste zerstört, als über zehn schwer bewaffnete Männer - in Bekleidung der Militärpolizei (PMOP) und andere mit Westen mit den Insignien des Departements der Untersuchungspolizei (DPI) – gewaltsam in Haus des Gemeindevorstehers Alberth Snaider Centeno eindrangen. Er und drei weitere Bewohner des Ortes wurden gewaltsam aus ihren jeweiligen Häusern gezerrt und sind nmehr als zehn Tage später noch immer verschwunden.

Der Staat will den einzigen bisher in diesem Fall Festgenommenen demnächst wieder freilassen.

Aus diesem Grund weisen wir mit großer Dringlichkeit auf Folgendes hin:

Sonntag, 26. Juli 2020

Fears growing for five indigenous Garifuna men abducted in Honduras (englisch)

aus: The Guardian, 23.07.2020, von Nina Lakhani,

 

The Triunfo de la Cruz region has been embroiled in a struggle to save their ancestral land from developers and drug traffickers

 

Fears are growing for the safety of five black indigenous men in Honduras who were abducted from their homes last weekend by heavily armed gunmen in police uniform.
The victims are Garifuna fishermen from the town Triunfo de la Cruz on the north coast – a region where communities are embroiled in a longstanding struggle to save their ancestral land from drug traffickers, palm oil magnates and tourism developers aided by corrupt officials and institutions.
The Garifunas are descendants of an Afro-indigenous population from the Caribbean island of St Vincent, who were transported from their home by the British and abandoned on the Honduran coast in the late 18th century.
In Honduras, they and other indigenous communities have suffered decades of violent land grabs, which have been carried out with almost total impunity. weiter zum Artikel



Unterschriften-Aktionen:



Change.org
¡Aparición con Vida Ya! Lideres Garifunas secuestrados en Honduras. Return them Alive Now!




#VivosLosQueremos
#SusVidasSonNuestrasVidas
#VidasGarífunasImportan

Donnerstag, 23. Juli 2020

Gewaltsames Verschwindenlassen von Garífuna

Samstag, 18. Juli 2020

ALERTA! - GARIFUNA-AKTIVISTEN ENTFÜHRT & VERSCHWUNDEN



DRINGEND: GARIFUNA-AKTIVISTEN ENTFÜHRT & VERSCHWUNDEN

Handeln Sie jetzt! Verlangen Sie von den Behörden eine sofortige Notfalluntersuchung und Maßnahmen, um das Leben von Snaider Centeno und das der anderen zu retten: https://bit.ly/snidercenteno

Centeno, der Präsident des gewählten Gemeinderates in Triunfo de la Cruz, Milton Joel Martinez Alvarez, Suami Aparicio Mejia, und Alber Sentana Thomas sind entführt und seitdem verschwunden! Die OFRANEH-Aktivisten wurden um 6 Uhr morgens von einer Gruppe von Unbekannten mit großkalibrigen Waffen und kugelsicheren Westen vor den Augen ihrer Familien gewaltsam aus ihren Häusern geholt.

Weitere Informationen:
OFRANEH 




Donnerstag, 16. Juli 2020

Erneut Mord an Trans*Aktivistin

Scarleth Cáceres Foto: Asociación Arcoiris
Tegucigalpa (oeku-buero). Es war wieder ein Mitglied der Trans*Frauengruppe unserer Freund*innen der Asociación LGTB Arcoíris de Honduras und es geschah wieder zur Zeit der Pride-Aktionen, auch wenn sie dieses Jahr hauptsächlich digital veranstaltet wurden. Letztes Jahr trauerten wir um Bessy Ferreira. Dieses Jahr um die junge Aktivistin der Muñecas de Arcoíris, Scarleth Cambell (Scarleth Cáceres). Am Freitag, 10. Juli gegen 20 Uhr wurde Scarleth  im Stadtzentrum von Tegucigalpa von Unbekannten erschossen. Bisherigen Berichten zufolge aus einem Van heraus. Scarleth wurde noch lebend ins Krankenhaus gebracht und erlag bei einer Notoperation ihren schweren Verletzungen. Laut Red Nacional de Defensoras de Derechos Humanos en Honduras wurden dieses Jahr bereits zehn Trans*Frauen in Honduras ermordet. Asociación Arcoíris weist darauf hin, dass in Honduras durchschnittlich alle elf Tage ein Mitglied der LGBT*-Comunity ermordet wird, 33 pro Jahr. Über 90 Prozent der Morde bleiben straflos. “Dies ist auch das Produkt eines failed state, der seine Laizität nicht respektiert, sondern der Gesellschaft religiöse Konzepte aufdrückt, die nichts mit den Forderungen und Bedürfnissen der sozial am meisten benachteiligten und verwundbar gemachten Gruppen zu tun haben“, so Arcoíris in einer Pressemitteilung.

Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte in Honduras (OACNUDH) forderte vom honduranischen Staat eine rasche, umfassende und unparteiliche Aufklärung des Mordes an Scarleth Cambell. OACNUDH hatte ebenso wie die Interamerikanische Menschenrechtskommission CIDH wiederholt konkrete Maßnahmen zum Schutz der LGBT*-Community in Honduras, wie auch von Menschenrechtsverteidiger*innen gefordert. Das Ökumenische Büro für Frieden und Gerechtigkeit bekräftigt inmitten von Trauer, Wut und Schmerz seine Solidarität mit Asociación Arcoíris. Wir schliessen uns ausdrücklich auch der Kritik von Arcoíris und des Capítulo Garifuna des BLMP (Black LGBT+ Migrant Project) aus den USA wegen der diskriminierenden und trans*feindlichen Berichterstattung der honduranischen Medien an.

Facebook Asoc. Arcoíris
Bericht Giorgio Trucchi REL-UITA
Twitter OACNUDH