Seit Mitte März besteht aufgrund der Corona-Pandemie in Honduras der Ausnahmezustand. Viele Menschen leiden Hunger, da sie nicht mehr ihren Erwerb nachgehen können. Seit mehreren Monaten verteilt das Movimiento Amplio por la Dignidad y la Justicia (MADJ) Lebensmittel an die ärmsten Haushalte. Mit 30
Euro Spende kann ein Haushalt mit sieben Mitgliedern einen Monat
überleben.
Ihr könnt das MADJ direkt bei ihrer
wichtigen Arbeit für die Menschen in Honduras unterstützen:
Mit einer Spende von 30 Euro kann MADJ einen Haushalt mit sieben Mitgliedern eine Lebensmittelration für einen Monat bringen.
Mit einer Spende von 100 Euro kann MADJ fünf Haushalte mit drei Mitgliedern Lebensmittelrationen für einen Monat bringen.
Online-Konzert von Karla Lara (Gesang) und José Antonio Velásquez (Piano)
Die honduranische Musikerin und Aktivistin Karla Lara und ihr kongenialer Pianist José Antonio Velásquez (Piano) kreieren im Studio in Tegucigalpa einen Rhythmus, einen Takt und Kompass, der uns in Zeiten von COVID19 rund um die Welt begleitet: Erstklassiger, poetischer Trova-Sound - Karla Lara-typisch kombiniert mit einem hochpolitischen Diskurs, der klar sagt, was Sache ist, in Zeiten der neokolonialen Hyperausbeutung, von Rassismus und Patriarchat. Mit Beiträgen der autonomen feministischen Organisation CDM, von COPINH (Rat der zivilgesellschaftlichen und indigenen Organisationen von Honduras) und OFRANEH (Geschwisterliche Schwarze Organisation in Honduras).
HondurasDelegation und Ökubüro München unterstützen das Konzert und Karla Laras rebellischen Aufruf, Alternativen zum herrschenden System zu konstruieren. Leider geht es nicht ganz ohne Geld und das ist in Honduras in der Corona-Krise für Künstler*innen knapper denn je.
Deshalb bitten wir alle, die Karlas und José Antonios Arbeit schätzen und das Konzert hören, um einen finanziellen Beitrag, den wir weiterleiten (wie immer steuerlich absetzbar):
SPENDENKONTO:
Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V.
Stadtsparkasse München
IBAN: DE65 7015 0000 0056 1762 58
Zweck: Spende Compás Kara Lara
Kampagne zur Unterstützung der Arbeit von COMPPA und kommunitären Radios in Guatemala und Honduras
Seit 16
Jahren ist die Arbeit von COMPPA dank der Unterstützung von
verschiedenen internationalen Organisationen und Einzelpersonen
möglich. Sie teilen unsere Vision: Eine
partizipative, demokratische
und von der Basis
ausgehende Kommunikation und der Aufbau von eigenen
Kommunikationsmedien sind Schlüsselelemente zur Stärkung der
Autonomie und der Kämpfe indigener Gemeinschaften und
Basisorganisationen.
Heute
starten wir diese Spendenkampagne, um unsere Arbeit weiterführen zu
können.
Wir, Comunicadores y
Comunicadoras Populares por la Autonomía (COMPPA), sind ein
Kollektiv, das den Aufbau von alternativen Medien in Mexiko,
Guatemala und Honduras begleitet und stärkt. Wir arbeiten mit über
einem Dutzend indigener und kleinbäuerlicher Organisationen
zusammen, die sich für die Erhaltung ihres Gemeindelandes, ihrer
Kultur und für den Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen
einsetzen.
Indigene Bewegungen und Menschenrechtsaktivist*innen in Honduras benötigen heute mehr denn je eine internationale Öffentlichkeit und internationale Solidarität, um einen Mindestschutz vor der Willkür des Staates zu haben. Deshalb wird eine Delegation nach Honduras fahren um von vor Ort zu berichten.
Seit dem Putsch 2009 hat sich die politische und Menschenrechtslage in Honduras kontinuierlich verschlechtert und im März 2016 mit dem Mord an der indigenen Aktivistin Berta Cáceres einen traurigen Höhepunkt erreicht. Eingeschränkte Pressefreiheit, Verfolgung und Bedrohung von Menschenrechtsverteidiger*innen, Journalist*innen, Anwält*innen, LGTBI*-Aktivist*innen und Umweltaktivist*innen gehören mittlerweile zum Alltag. Der Ausverkauf besonders indigener Territorien bedroht die Lebensgrundlage indigener Gemeinden, die verstärkt Repressionen durch staatliche und nicht-staatliche Akteuren ausgesetzt sind.
Seit 2010 organisieren wir Delegationen, um auf die prekäre Menschenrechtslage in Honduras aufmerksam zu machen. Neben der Berichterstattung vor Ort, spielt der Austausch und die Solidarität mit den sozialen und indigenen Bewegungen eine sehr wichtige Rolle.
Die nächste Delegation nach Honduras ist für Ende 2016 geplant. Wichtige Etappe wird der Besuch bei der indigenen Lenca-Organisation COPINH sein. Seit der Ermordung von Berta Cáceres, langjährige COPINH-Koordinatorin, hat sich die Repression auf COPINH verstärkt. Aus diesem Grund ist internationale Präsenz weiterhin wichtig, um Öffentlichkeit und Schutz für die bedrohliche Menschenrechtslage für Aktivist*innen zu schaffen. Wir befürchten, dass auch der Mord an Berta Caceres straflos bleibt und der internationale Druck um diesen Mord aufzuklären gegen Ende des Jahres nicht mehr vorhanden sein wird.
Neben der aktuellen schwierigen Situation von COPINH besteht auch die Notwendigkeit weitere indigene Organisationen zu besuchen, die ähnlich gelagerten Konflikten und Repressionen ausgesetzt sind.
Nach unserer Rückkehr werden wir die Informationen aus Honduras in Zeitungsartikeln, im Radio und natürlich auf unserem Blog veröffentlichen.
Weitere Informationen zur Delegation findet ihr hier: http://hondurasdelegation.blogspot.de
Nach Mord an Berta Cacerer – Teilnahme am Internationalem Vernetzungstreffen
Nach dem Mord an Berta Caceres – Hondurasdelegation will am Internationalem Vernetzungstreffen in Honduras teilnehmen!
Am
2. März wurde Berta Cáceres in ihrem Haus in Honduras umgebracht. Sie
war Mitgründerin und Koordinatorin der indigenen Lenca-Organisation
COPINH (Ziviler Rat der indigenen und Volksorganisationen von Honduras)
und eine der wichtigsten und bekanntesten Umwelt- und
Menschenrechtsaktivist*innen Lateinamerikas.
Die Hondurasdelegation will mit zwei Delegierten an diesem Treffen
teilnehmen. Internationale Solidarität und Präsenz sind in diesem
Moment besonders wichtig, um weiterhin Druck auf die honduranischen
Institutionen auszuüben und um eine Aufklärung des Mordes sowie den
Abbruch des Staudammprojekts Agua Zarca zu verlangen. Zudem sind
Mitglieder des COPINH weiterhin akut bedroht. Durch internationale
Aufmerksamkeit und die Präsenz von Menschenrechtsbeobachter*innen vor
Ort kann dazu beigetragen werden, weitere Verbrechen zu verhindern.
Unterstützt
uns, an diesem Treffen teilnehmen zu können und dabei internationale
Solidarität und Unterstützung für Menschenrechtsverteidiger*innen in
Honduras zu zeigen!
von HondurasDelegation Deutschland-Österreich und Öku-Büro München
An die internationale Solidarität für die Verteidigung der
indigenen Territorien, der indigenen Rechte, der Frauen- und LGBTI*Rechte und
den zivilgesellschaftlichen Widerstand in Honduras:
Nach dem feigen politischen Mord an unserer Genossin und Freundin Berta
Cáceres, Koordinatorin des Rats der indigenen und Volksorganisationen von
Honduras COPINH in der Nacht vom 2. auf den3. März 2016 konzentrieren sich die
Ermittlungen der honduranischen Behörden auf führende Mitglieder des COPINH und
es wird versucht, die Organisation auf diese Weise zu kriminalisieren und von
den wahren Tätern abzulenken, die mit großer Wahrscheinlichkeitin Verbindung
mit dem honduranischen Unternehmen Desarollos Energéticos S.A. DESA stehen, das
seit Jahren versucht, den Widerstand der Lenca-Gemeinden zu brechen, um das
Staudammprojekt „Agua Zarca“ durchzusetzen. „Agua Zarca“, das u.a. mit Geldern
der holländischen und finnischen Entwicklungsbank (Turbinenlieferung: Voith
Hydro, ein Siemens-Joint Venture) finanziert wird, gilt als Schlüsselprojekt
für zahlreiche weitere Staudamm- und nachfolgende Bergbauprojekte in Honduras.
Insgesamt konnten wir 3000 Euro für den Bau des Gemeindehauses und MRB-Camps an den COPINH und das Dorf La Tejera weiterleiten.
Zur Unterstützung der Arbeit des COPINH kann weiterhin unter dem Verwendungszweck "Spende COPINH" an das unten aufgeführte Konto des öku-Büros gespendet werden.
Wir bitten die internationale
Zivilgesellschaft um Solidarität und Unterstützung für den Aufbau
eines Gemeindezentrums und Menschenrechtsbeobachtungscamps in dem
indigenen Dorf La Tejera, im Departement von Intibucá, Honduras.