Zur Zeit befindet sich eine Delegation von JournalistInnen in Honduras, um die Arbeit alternativer Medien zu unterstützen. Bei einem Seminar in Tegucigalpa traf die Delegation mit honduranischen Kolleginnen und Kollegen und Menschenrechtsverteidigerinnen zusammen. Wie es um Pressefreiheit und Menschenrechte in Honduras bestellt ist, darüber geht es in unserem ersten Beitrag.
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Donnerstag, 26. Juli 2012
Mobilisierung gegen"Charter-Städte" in Honduras
Indigene Gemeinden und soziale Bewegungen protestieren gegen staatsfreie Sonderwirtschaftszonen
Von Kirstin Büttner, amerika21.de
Ein im Oktober des vergangenen Jahres verabschiedetes Verfassungsstatut hatte Ausländern in Honduras die Möglichkeit eingeräumt, in den Sonderwirtschaftszonen (Regiones Especiales de Desarollo, RED) Landbesitz zu erwerben. Die Wirtschaftszonen mit eigener Verwaltung, eigenem Haushaltsplan und eigener Gesetzgebung sollen autonom handeln können und dürften den Plänen nach sogar eigene Steuern erheben. Die nationale Regierung soll weder Abgaben etablieren noch einfordern dürfen.
Dienstag, 24. Juli 2012
Von der JournalistInnen-Delegation 2012 - Bericht 9
Lempira vive!
La Esperanza, Donnerstag, 19. Juli. Auf den Gängen des bäuerlichen Vierkanthofes riecht es nach frischer Farbe, die auf Wandmalereien wie auch auf selbstgemachten Transparenten trocknet; an einem Tisch fertigen Berta Cáceres‘ Tochter und ihr Freund Masken aus Zeitungspapier an, Tische und Sessel werden unter das Dach der Freiluft-Versammlungshalle getragen, Lautsprecherkabel über die Kuhweide verlegt. Süßlicher Kaffeedampf nebelt die Feuerstelle am Küchenplatz ein; gekocht wird heute für über hundert Mägen.Bereits seit den frühen Morgenstunden schmücken, klirren, klappern, rühren, räumen und organisieren Dutzende Menschen im Ausbildungszentrums "Utopía" von COPINH: Die Köpfe der Menschenrechtsorganisation, die sich für die Rechte der inidigenen Bevölkerung – insbesondere der Lenca - in vier Departements einsetzt, hat anlässlich des Gedenktages an Lempira am 20. Juli geladen.
Samstag, 21. Juli 2012
Von der JournalistInnen-Delegation 2012 - Bericht 8
Entsetzen und Unverständnis
Gestern Abend gegen 18:30 wurden drei Männer aus dem Ort von maskierten und schwerbewaffneten Männern in Polizeiuniformen zunächst entführt und wenig später mit einer Vielzahl von Schüssen ermordet. Die Entführung geschah in der Dämmerung vor den Augen zahlreicher Passantinnen und Passanten. Über die Täter, sowie über die Motive der grausamen Morde ist bislang nichts bekannt. Die meisten Menschen im Ort vermuten eine Mara-Bande im Hintergrund. Heute herrschte in Triunfo Entsetzen und Sprachlosigkeit, niemand hatte mit einer solchen Tat gerechnet. Auch uns fehlen die Worte. An dieser Stelle geben wir daher die Erklärung der Organización Fraternal Negra Hondureña, OFRANEH, wieder:
Freitag, 20. Juli 2012
Bauernmorde nach Gerichtsurteil in Honduras
Erneut drei Bauernaktivisten in Region Bajo Aguán ermordet. Großgrundbesitzer gehen nach Annulierung von Landtiteln in die Gegenoffensive
Von Johannes Schwäbl, amerika21.de
Tocoa. Nach einem Gerichtsurteil Ende Juni zugunsten der Kleinbauernorganisation MARCA spitzt sich der Landkonflikt in der nordhonduranischen Region Bajo Aguán erneut zu. Alleine in der ersten Juniwoche wurden drei Mitglieder der Kleinbauernorganisation MUCA ermordet und ein weiterer schwer verletzt. Bereits am 7. Juli war laut Informationen des lokalen Menschenrechtszentrums OPIDHA der Kleinbauer Jacobo López Erazo in dem Dorf Quebrada de Arena ermordet worden. Nur einen Tag später wurde José Luís Dubón Díaz in der Nähe der Ansiedlung La Lempira getötet. Zuvor war am 6. Juli die Leiche des 69-jährigen Gregorio Chávez Aranda auf einer Finca des Großgrundbesitzers Miguel Facussé aufgefunden worden. Chávez lebte in der Ansiedlung Panama und war 25 Jahre lang der Sprecher des Dorfes. Bewohner des Dorfes berichteten von Drohungen und Verfolgung durch staatliche und private bewaffnete Kräfte in den letzten Tagen.
Von Johannes Schwäbl, amerika21.de
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| Private Sicherheitskräfte des Großgrundbesitzers René Morales |
Donnerstag, 19. Juli 2012
Von der JournalistInnen-Delegation 2012 - Bericht 7
Si a la vida – No a la mineria!
Ja zum Leben – Nein zur Minenwirtschaft!
| Die Brücke über den Rio Lempa verbindet Honduras und El Salvador |
160
Kilometer sind es von La Esperanza in Honduras nach Santa Marta in El
Salvador. 160 Kilometer, für die wir mehr als acht Stunden
brauchen, denn die Fahrt geht über holprige Schotterpisten, die
manchmal mehr ausgewaschenen Flussbetten ähneln als einer Straße.
Nur 30 Kilometer der Verbindungsstrecke zwischen den beiden Ländern
sind asphaltiert. Mit einem Kleinbus fahren wir am Freitagmorgen
gemeinsam mit 32 COPINH-AktivistInnen zum „Trinationalen Treffen
zum Schutz des Flusses Lempa“.
Der
Rio Lempa entspringt in Guatemala, fließt durch Honduras und
El Salvador, wo er in den pazifischen Ozean mündet. Er ist eine der
wichtigsten Wasseradern der Region, insbesondere in El Salvador, wo
er mehr als die Hälfte der gesamten Bevölkerung und der
BewohnerInnen der Hauptstadt San Salvador mit Wasser versorgt.
Mittwoch, 18. Juli 2012
Von der JournalistInnen-Delegation 2012 - Bericht 6
„Ist das
vielleicht Entwicklung?“
(Teil 1) Lenca-Gemeinden streiten für ihre Autonomie
(Teil 1) Lenca-Gemeinden streiten für ihre Autonomie
| © NK |
Montag, 16. Juli 2012
Von der JournalistInnen-Delegation 2012 - Bericht 5
Recht hat, wer Macht hat.
Freitag, 13. Juli 2012
Von der JournalistInnen-Delegation 2012 - Bericht 4
Triunfo de a Cruz
Nachrichten gegen die Privatisierung
Ein sonniger Nachmittag
unter der Woche, der Strand von Triunfo de la Cruz ist nahezu
menschenleer. Auf dem türkisblauen Meer schäumen kleine Wellen,
Kokospalmen spenden großzügig Schatten auf dem hell glänzenden
Strand. Ab und an fliegt ein Pelikan dicht über der Wasseroberfläche
entlang. Es ist kein Wunder, dass die Bahía de Tela, die Bucht, in
der Triunfo liegt, seit Jahrzehnten Begehrlichkeiten der
Tourismusindustrie weckt. Doch der Strand ist kollektives Eigentum
der Garífuna-Gemeinde Triunfo. „Wenn wir nicht hier wären, stünde
hier schon alles voller Hotels“, meint Alfredo López, Koordinator
beim Radio Faluma Bimetu (Coco Dulce).
Mittwoch, 11. Juli 2012
US-Kongressmitglieder fordern Aufklärung der LGBT-Morde in Honduras
Kurzmeldung auf Amerika21.de
Washington/Tegucigalpa. In einem Brief haben 84 Mitglieder des US-Kongresses die US-Außenministerin Hillary Clinton gebeten, die honduranische Regierung zur Aufklärung über die Mordwelle gegen LGBT-Aktivisten in dem mittelamerikanischen Land zu drängen. Der Brief von Ende Juni nimmt Bezug auf einen Menschenrechtsbericht des US-Außenministeriums. Darin werden die honduranischen Sicherheitskräfte mit Menschenrechtsverletzungen in Verbindung gebracht und auf die starke Korruption und den Machtmissbrauch innerhalb der Polizei hingewiesen. Eine der gesellschaftlichen Gruppen, die davon besonders betroffen sind, ist die LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual und Trans) -Gemeinschaft.
Washington/Tegucigalpa. In einem Brief haben 84 Mitglieder des US-Kongresses die US-Außenministerin Hillary Clinton gebeten, die honduranische Regierung zur Aufklärung über die Mordwelle gegen LGBT-Aktivisten in dem mittelamerikanischen Land zu drängen. Der Brief von Ende Juni nimmt Bezug auf einen Menschenrechtsbericht des US-Außenministeriums. Darin werden die honduranischen Sicherheitskräfte mit Menschenrechtsverletzungen in Verbindung gebracht und auf die starke Korruption und den Machtmissbrauch innerhalb der Polizei hingewiesen. Eine der gesellschaftlichen Gruppen, die davon besonders betroffen sind, ist die LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual und Trans) -Gemeinschaft.
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