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La Paz/Berlín.
Im andauernden Konflikt um den Ausgang der Präsidentschaftswahl in
Bolivien hat sich nach der Europäischen Union, den USA und
rechtsgerichteten lateinamerikanischen Regierungen am Freitag auch die
Bundesregierung für eine Stichwahl ausgesprochen. Die Europäische Union
habe bereits deutlich gemacht, dass eine zweite Abstimmung die beste
Möglichkeit sei, um Vertrauen wiederherzustellen und die Entscheidung
des Volkes zu respektieren, sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike
Demmer in Berlin. Dieser Forderung aus Brüssel "können wir uns nur
anschließen", fügte sie hinzu.
Amtsinhaber Evo Morales war zuvor von der obersten Wahlbehörde nach
Auszählung von über 99 Prozent der Stimmen zum Wahlsieger erklärt
worden. Oppositionskandidat Carlos Mesa spricht von Wahlbetrug. Er
erkennt das Ergebnis nicht an und ruft zu weiteren Protesten auf.
