Freitag, 20. August 2021
LGBTIQ-Personen in Honduras besonders gefährdet
Dienstag, 17. August 2021
UNHCR kritisiert Abschiebepolitik der USA
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Mauer an der Grenze Mexiko-USA. Immer mehr Menschen versuchen, sie zu überwinden
Quelle:
Xinhua
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Genf/Washington. Das Hochkommissariat für Flüchtlinge der Vereinten Nationen (UNHCR) hat die derzeitige US-Politik der Abschiebung mittelamerikanischer Asylbewerber:innen nach Südmexiko scharf kritisiert. Die Regierung von Präsident Joe Biden setzt die unter der Präsidentschaft von Donald Trump eingeführte Politik fort, die die Abschiebungen mit der öffentlichen Gesundheit im Zuge der Corona-Pandemie rechtfertigt.
Mittwoch, 11. August 2021
onda-info 518
Das sind die Themen in diesem Ondainfo 518: Chile ist auf dem Weg zu einer neuen Verfassung und dabei, das Erbe der Pinochet-Diktatur abzuschütteln und dem neoliberalen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell ein Ende zu setzen. Leonel Yañez Uribe und Ute Löhning haben für die Rosa-Luxemburg-Stiftung in einem Feature Chiles Weg zu einer neuen Verfassung nachgezeichnet. Wir übernehmen diesen Beitrag mit freundlicher Genehmigung der RLS, der auch auf www.rosalux.de zu finden ist.
Sonntag, 8. August 2021
Dauerkrise in Honduras - Korruption, Kokain und Klimawandel
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| Samael Méndez schloss sich der Karawane der Menschen Richtung Norden an. (Foto: Martin Reischke) |
Die meisten Flüchtlinge, die aus Mittelamerika Richtung Norden ziehen, kommen aus Honduras. Nicht nur die Perspektivlosigkeit, auch der Klimawandel vertreibt die Menschen. Das Land erlebte im vergangenen Herbst zwei verheerende Wirbelstürme.
Auf der Tribüne des Sportstadions Jesús Martínez „Palillo“, im Nordosten von Mexiko-Stadt, sitzt ein Mann und wartet. „Mein Name ist Samael Méndez González, ich komme aus San Pedro Sula, Honduras, und bin 35 Jahre alt“, erzählt er.
Sein Blick schweift über den Sportplatz zu seinen Füßen. Dort, wo normalerweise Läufer ihre Runden drehen, hat die Verwaltung von Mexiko-Stadt riesige weiße Zelte aufstellen lassen. Migranten aus El Salvador, Guatemala oder Nicaragua sind hier untergebracht – vor allem aber aus Honduras. Es ist im Herbst 2018.
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Freitag, 6. August 2021
Offener Brief zum Besuch des deutschen Botschafters bei ZEDE Próspera am 28.7.2021
Herrn Botschafter Jens Janik,
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Honduras
Tegucigalpa, Honduras
München/Berlin, 6. August 2021
Sehr geehrter Herr Botschafter,
wir schreiben Ihnen in Bezug auf Ihren Besuch bei der ZEDE Próspera auf Roatán am 28. Juli 2021. Ziel Ihres Besuchs war es laut der entsprechenden Veröffentlichung auf dem offiziellen Twitter-Account der Deutschen Botschaft, "sich ein umfassendes und eigenes Bild über ein sehr wichtiges Thema wie #ZEDEs zu machen"[1].
Donnerstag, 22. Juli 2021
Verschwundene Garífuna in Honduras: Ein Jahr des Schweigens
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Miriam Miranda, Koordinatorin von Ofraneh, vor dem Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft
Quelle:
@nicaraguaymas
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Von den vier afroindigene Aktivisten fehlt weiter jede Spur. Ofraneh und Angehörige fordern sorgfältige Ermittlungen und Suche nach den Verschwundenen
Von Jutta Blume amerika21
Tegucigalpa. Ein Jahr nach dem gewaltsamen Verschwindenlassen von vier Männern aus der afroindigenen Garífuna-Gemeinde Triunfo de la Cruz haben Demonstrierende am Dienstag erneut Aufklärung und Gerechtigkeit gefordert.
Der Gemeindevorsteher Alberth Sneider Centeno sowie die Mitglieder der Garífuna-Organisation Ofraneh, Gerardo Tróchez, Milton Martínez und Suami Mejía waren am 18. Juli 2020 am frühen Morgen von rund 30 bewaffneten Männern, die sich als Polizisten zu erkennen gaben, aus ihren Häusern geholt worden und sind seither verschwunden.
"Wir fordern, dass sie uns unsere Brüder zurückgeben!" sagte Miriam Miranda, Koordinatorin von Ofraneh vor dem Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft in Tegucigalpa, begleitet von Sprechchören: "Lebendig wurden sie uns genommen, lebendig wollen wir sie wieder haben!"
Hunderte von Garífuna waren in die Hauptstadt gereist, um Antworten von den honduranischen Ermittlungsbehörden einzufordern. "Von vier oder fünf verschiedenen Staatsanwaltschaften hat jede ihre eigene Version", so Miranda. Aus diesem Grund fordert Ofraneh nun die Berufung eines Sonderstaatsanwalts für gewaltsames Verschwindenlassen. Bereits im Februar riefen die Organisation und die Angehörigen der Verschwundenen ein Garífuna-Komitee zur Ermittlung und Suche der Verschwundenen von Triunfo de la Cruz (Sunla) ins Leben (amerika21 berichtete).
Die honduranischen Behörden haben bislang abgelehnt, das Komitee in die Ermittlungen einzubinden, was gegen die international verbrieften Rechte der Angehörigen von Opfern des gewaltsamen Verschwindenlassens verstößt. Im Juni forderten über 200 nationale und internationale Organisationen den honduranischen Staat in einem offenen Brief auf, mit Sunla zusammenzuarbeiten, doch auch hierauf gab es keine Antworten.
Mit der Demonstration vor der Staatsanwaltschaft wiederholten die Garífuna ihre Forderung nach einer sorgfältigen, unabhängigen und professionellen Suche und Ermittlungen sowie der Einbindung der Angehörigen der Opfer. Außerdem drängten sie erneut auf die Umsetzung der Urteile des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte zugunsten der Gemeinden Triunfo de la Cruz und Punta Piedra aus dem Jahr 2015.
Laut diesem Gerichtsurteil müssen den Gemeinden ihre angestammten Territorien zurückgegeben werden, die von gemeindefremden Personen illegal angeeignet wurden. Das Urteil verpflichtet den Staat auch, Leben und körperliche Integrität der Führungspersonen aus Triunfo de la Cruz und Punta Piedra zu schützen.
Doch anstatt dass den Garífuna Gerechtigkeit zuteil werde, würden sie weiter juristisch verfolgt, erklärte Miriam Miranda. In Trujillo wurden in den letzten Monaten drei Garífunaaktivist:innen willkürlich festgenommen und nur gegen Meldeauflagen wieder freigelassen. Gegen 29 weitere Personen, die die Landrechte der afroindigenen Gemeinschaft verteidigen, liegen Haftbefehle vor.
"Die Regierung muss davon absehen, die nationale Strafgesetzgebung als Instrument der Einschüchterung gegen Personen einzusetzen, die die Menschenrechte verteidigen", forderte kürzlich Mary Lawlor, Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die Situation von Menschenrechtsverteidiger:innen, bezugnehmend auf die Kriminalisierung von Garífuna in Honduras.
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"Lebendig wurden sie uns genommen, lebendig wollen wir sie wieder haben"
Quelle:
ofraneh
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Donnerstag, 8. Juli 2021
Ein kriminelles Netz der Eliten
Interview mit Joseph Berra zum Prozess gegen David Castillo, einen der mutmaßlichen Auftraggeber des Mordes an Berta Cáceres
| Bewohner*innen aus der Region Río Blanco Foto: COPINH |
Im April 2021 begann in Tegucigalpa (Honduras) der Prozess gegen David Castillo, ehemaliger Geschäftsführer des honduranischen Energieunternehmens Desarrollos Energéticos (DESA). Die indigene Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres hatte sich gemeinsam mit den Gemeinden von Río Blanco gegen den Bau des DESA-Wasserkraftwerkes Agua Zarca gewehrt. Am 2. März 2016 wurde sie in ihrem Haus erschossen. Sieben Auftragsmörder und Mittäter des Mordes an Berta Cáceres und des versuchten Mordes an dem Umweltaktivisten Gustavo Castro wurden 2018 schuldig gesprochen und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Der bisherige Verlauf des Verfahrens gegen Castillo bringt wichtige Hinweise zur Verfolgung von Berta Cáceres durch DESA-Angestellte und dem Agieren des DESA-Aufsichtsrates unter Führung der mächtigen Bankiersfamilie Atala Zablah. Gegen DESA-Finanzchef Daniel Atala Midence, der als Zeuge vor Gericht aussagen sollte, wird inzwischen auch offiziell ermittelt. Zum aktuellen Prozess sprach Daniela Dreißig Mitte Juni mit Joseph Berra, Mitglied der internationalen Beobachtermission zum Mordfall Berta Cáceres und Direktor des Projektes „Menschenrechte in den Amerikas“ an der Universität von Kalifornien, Los Angeles.
Mittwoch, 7. Juli 2021
Gericht verurteilt DESA-Geschäftsführer als Drahtzieher im Mordfall Berta Cáceres
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Die honduranische Menschenrechts- und Umweltaktivistin Berta Cáceres wurde am 3. März 2016 ermordet Quelle:
@Flickr Lizenz:
CC
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Von Jutta Blume amerika21
Tegucigalpa. Der Geschäftsführer des Wasserkraftunternehmens DESA ist als ein Drahtzieher der Ermordung der indigenen Menschenrechts- und Umweltaktivistin Berta Cáceres schuldig gesprochen worden.
Über fünf Jahre nach dem Mord an Cáceres ist Roberto David Castillo für seine Mittäterschaft verurteilt worden. Nach 49 Prozesstagen verkündete der Gerichtshof in Tegucigalpa am 5. Juli sein Urteil gegen den Geschäftsführer des Unternehmens Desarollos Energeticos SA (DESA) und ehemaligen Offizier des militärischen Geheimdienstes.
Dienstag, 6. Juli 2021
URTEIL: David Castillo wird des Mordes an Berta Cáceres FÜR SCHULDIG befunden
URTEIL
| Quelle: COPINH |
Roberto David Castillo Mejía wird von den drei Richter*innen des 1. Gerichtssaals des Nationalen Strafgerichtshofs für den Mord an Berta Cáceres für SCHULDIG befunden. Das Gericht entschied, dass Castillo Mitverursacher des Mordes ist (wie ursprünglich von den Anwälten der Familie Cáceres behauptet), indem er das Team von Auftragskillern und Mittelsmännern koordinierte, und dies vor allem durch den pensionierten Militärleutnant Douglas Bustillo, der sich mit dem aktiven Militärmajor Mariano Diaz Chavez und dem Auftragskiller Henrry Hernández sowie anderen DESA-Führungskräften abstimmte - um Bertas Leben zu nehmen und ihren und COPINHs Widerstand gegen den Agua Zarca-Staudamm zu beenden.
Donnerstag, 1. Juli 2021
Eine bahnbrechende Entscheidung für Vicky
Interamerikanischer Gerichtshof verurteilt Honduras wegen Mordes an Trans*frau
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| Quelle: Red Lésbica Cattrachas |
Von Giorgio Trucchi | Rel UITA
Am heutigen Montag (28.Juni 2021 d.Red.) fällte der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte (IACHR) ein historisches Urteil zum Mord an Vicky Hernández, einer 26-jährigen Trans*frau und Aktivistin des Colectivo Unidad Color Rosa, die in den frühen Morgenstunden des 28. Juni 2009, während eines blutigen Staatsstreichs in Honduras, von Mitgliedern der Sicherheitskräfte getötet wurde.







