Lempira vive!
La Esperanza, Donnerstag, 19. Juli. Auf den Gängen des bäuerlichen Vierkanthofes riecht es nach frischer Farbe, die auf Wandmalereien wie auch auf selbstgemachten Transparenten trocknet; an einem Tisch fertigen Berta Cáceres‘ Tochter und ihr Freund Masken aus Zeitungspapier an, Tische und Sessel werden unter das Dach der Freiluft-Versammlungshalle getragen, Lautsprecherkabel über die Kuhweide verlegt. Süßlicher Kaffeedampf nebelt die Feuerstelle am Küchenplatz ein; gekocht wird heute für über hundert Mägen.Bereits seit den frühen Morgenstunden schmücken, klirren, klappern, rühren, räumen und organisieren Dutzende Menschen im Ausbildungszentrums "Utopía" von COPINH: Die Köpfe der Menschenrechtsorganisation, die sich für die Rechte der inidigenen Bevölkerung – insbesondere der Lenca - in vier Departements einsetzt, hat anlässlich des Gedenktages an Lempira am 20. Juli geladen.
