von Rita Trautmann, erschienen in E+Z, April 2017
Wiederwahl ist in Honduras
ein Unwort. Juan Orlando Hernández nimmt es trotzdem in den Mund. Seine
Wiederwahl im November wäre verfassungswidrig – doch das stört den Präsidenten
nicht. Die Demokratie in Honduras könnte dann endgültig begraben werden.
Nach den düsteren Erfahrungen der Militärdiktaturen gab sich
Honduras 1982 eine Verfassung, die die Wiederwahl des Staatspräsidenten unabänderlich
verbot. Die übrige Verfassung wurde jedoch nicht an die neuen Gegebenheiten
angepasst. Dementsprechend gibt es viel Reformbedarf.