Donnerstag, 14. November 2013

Eilaktion zu Rio Blanco


Honduras, 13. November 2013

Eskalation der Gewalt in der Region Río Blanco. Honduranische Polizei droht mit Blutbad in dem indigenen Dorf La Tejera, Río Blanco, Intibucá.

Video mit Interviews mit den Dorfbewohner_innen

Llamada Alerta Urgente (spanisch)

An die Kommunikationsmedien
An die Menschenrechtsorganisationen
An die nationale und internationale Zivilgesellschaft

Am 1. November stürmten schwerbewaffnete und zum Teil vermummte Polizeieinheiten der nationalen Polizei und des Polizeipostens des Dorfes El Barrial Häuser des Dorfes La Tejera. Ein Großteil der Dorfbewohner_innen befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Friedhof, um die Tochter eines Mitglieds des Ältestenrates des Dorfes zu beerdigen. Die Polizisten, die auf der Suche nach dem Vorsitzenden des indigenen Rates des Dorfes waren, brachen Haustüren auf und bedrohten anwesende Kinder und Senior_innen mit ihren Waffen.

Informe sobre Mineria en Choluteca y Valle,Honduras 2013

Der Bericht wurde von internationalen Menschenrechtsbeobachter_innen im Zeitraum von Juli bis Oktober 2013 erstellt. Anstosß dafür waren die Anfragen verschiedener Dorfgemeinschaften im Zuge der Demonstration gegen Bergbau am 30. Juli 2013 in Nacaome - Jícaro Galán im Departement de Valle.

Während unseres Aufenhaltes im Süden von Honduras stießen wir auf die Problematik des Bergbaus, als ein mittel- oder langfristiger Risikofaktor für den Großteil der Bevölkerung der Departements de Valle und Choluteca. In diesem Kontext standen wir in Verbindung mit Organisationen, lokalen Räten der Wasserversorgung, Dorfräten und Umweltkomitees. Die gesammelten informationen in Treffen und persönlichen Gespräche in den Dörfern dienen als Grundlage für diesen Bericht. Die Daen über die Bergbaukonzessionen kommen von der Organisation CEHPRODEC

Der Bericht umfasst 59 Seiten und ist in Spanisch.

Bericht ansehen oder downloaden


-------------------------------------------------- Español -------------------------------------------------------------------

El informe fue realizado por Observadores/as de Derechos Humanos voluntarios/as en el periodo julio-octubre del 2013, a raíz de las demandas manifestadas por varias comunidades en el marco de la marcha contra la minería del 30 de Junio de 2013 Nacaome - Jícaro Galán en el departamento de Valle.

Durante nuestra Observación en el sur de Honduras descubrimos la problemática minera, como un factor de riesgo a mediano y largo plazo para gran parte de la población de los departamentos de Valle y Choluteca. En este contexto, contactamos personas vinculadas a organizaciones, juntas de agua, patronatos y comités de defensa ambiental, usando las reuniones y entrevistas personales en las comunidades como medio para recopilar los testimonios, elemento base de este informe. Los datos sobre las concesiones mineras provienen de CEHPRODEC.

ver el informe

onda-info SPEZIAL 318: Vor den Wahlen in Honduras


Kurzbeschreibung
Am 24. NoWahlen Ondavember sind Wahlen in Honduras, vielleicht die wichtigsten in Lateinamerika dieses Jahr. Nach letzten Umfragen liegen der Kandidat der aktuellen Regierungspartei, Juan Orlando Hernández von der "Nationalpartei" Kopf an Kopf mit Xiomara Castro, Ehefrau des 2009 gestürzten Präsidenten Mel Zelaya, die für das Widerstandsbündnis LIBRE antritt. Die Umfragen sind allerdings mit Vorsicht zu geniessen, vor allem die traditionellen Parteien, Liberale und Nationale, winken mit ihnen genehmen Umfragen, damit sich hinterher keiner wundert, wenn sie denn auch gewinnen.
Allerdings ist eine Wechselstimmung in Honduras deutlich spürbar, bis hin zur gutsituierten Mittelschicht, die bislang immer zu den traditionellen Parteien tendierte. Aber Korruption und die Gewalt in Honduras sowie die Empörung über den Putsch von 2009 und die zunehmende Militarisierung des Landes sind so gross, dass eine gefühlte Mehrheit eintweder zur Antikorruptionspartei PAC, oder zu LIBRE tendiert. Schlimmer könne es bei 90 Morden pro 100.000 EinwohnerIn und Jahr ja auch nicht mehr werden, sagen viele.
Wir haben uns in Honduras umgeschaut und widmen dem Land und den Wahlen ein komplettes onda-info. Beim nächsten info wissen wir dann schon, wie die Wahlen aus Sicht der Wahlbehörde ausgegangen sein wird...
Dieses Info entstand mit freundlicher Produktionshilfe aus Berlin, Costa Rica, Mexiko und Brasilien. Besonders danken wir Radio Progreso für die grossartige Unterstützung bei den Recherchen.

Montag, 11. November 2013

Menschenrechtsdelegation zu den Wahlen in Honduras


Vom 10. November bis 1. Dezember 2013 befindet sich eine Delegation aus freien Journalist_innen, Vertreter_innen unabhängiger Nichtregierungsorganisationen und Initiativen aus Europa in Honduras.

Ziel der mittlerweile vierten Delegationsreise der HondurasDelegation ist es, die Geschehnisse um die Präsidentschaftswahlen am 24. November zu beobachten und darüber zu informieren. Dabei stehen angesichts der politischen Morde, Bedrohungen und Vertreibungen die aktuelle Menschenrechtslage und die Situation sozialer und politischer Bewegungen in der Hauptstadt sowie in besonders von Konflikten betroffenen Regionen im Vordergrund. Durch die internationale Präsenz soll zudem die Sicherheit von Menschenrechtsverteidiger_innen, Vertreter_innen sozialer und politischer Organisationen sowie kritischen Journalist_innen in der Zeit vor und nach den Wahlen erhöht werden. Ein besonderes Interesse der Delegation gilt außerdem der Sicherheit und Chancengleichheit der Kandidat_innen. So wurden Kandidat_innen und Aktive mehrerer politischer Parteien ermordet oder bei Attentaten verletzt. Laut der Menschenrechtsorganisation COFADEH sind weiterhin zahlreiche Kandidat_innen Opfer von Verfolgung und erhalten Morddrohungen.

Sonntag, 10. November 2013

Menschenrechtslage in Honduras verschlechtert sich

Amnesty International: Dramatischer Anstieg der Gewalt im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 
Von , amerika21.de

Tegucigalpa. Die Situation der Menschenrechte in Honduras verschlechtert sich offenbar jeden Tag. Diese Einschätzung veröffentlichte der Leiter des Amerika-Programms von Amnesty International, Guadalupe Marengo, am 5. November in einer Pressemitteilung. "Es sieht so aus, als ob niemand vor der weit verbreiteten Gewalt und der schlechten Sicherheitslage geschützt sei. Diejenigen, die Menschenrechte verteidigen, sind Misshandlungen und Angriffen in besonderem Maße ausgesetzt", heißt es darin weiter. Marengo rief die Präsidentschaftskandidaten des zentralamerikanischen Staates dazu auf, sich öffentlich für den Schutz von Menschrechtsaktivisten und ein Ende der weit verbreiteten Straflosigkeit einzusetzen. Ein besonderes Problem sei, dass Polizei und Armee zum Anstieg der Gewalt effektiv beitrügen, statt sie zu bekämpfen - unterstützt dadurch, dass sie sich praktisch nie für ihre Misshandlungen verantworten müssten.

Donnerstag, 7. November 2013

Amnesty International: Offener Brief an die Präsidentschaftskandidaten in Honduras

Amnesty International richtet sich im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen am 24. November an die acht PräsidentschaftskandidatInnen und fordert sie in einem offenen Brief auf,die Menschenrechte anzuerkennen und MenschenrechtsverteidigerInnen zu schützen.
Offener Brief spanisch
Offener Brief englisch

Montag, 28. Oktober 2013

Honduras: Linksbündnis führt in Wahlumfragen

Meinungsumfragen schwanken stark. Vorwurf der Umfragemanipulation. Zahlreiche Aktivisten und Kandidaten ermordet

Von , amerika21.de

Tegucigalpa. Einen Monat vor den Präsidentschaftswahlen in Honduras führt die Kandidatin der neuen Linkspartei LIBRE, Xiomara Castro, weiterhin die Umfragen an. Allerdings variieren die Meinungserhebungen  je nach Umfrageinstitut stark. Laut einer Befragung von TecniMerk, die zwischen dem 28. September und dem 5. Oktober durchgeführt wurde, kommt Castro auf 31,2 Prozent. Damit liegt sie zehn Prozent vor dem Kandidaten der nationalen Partei Juan Orlando Hernández, welcher auf 21,2 Prozent kommt. Salvador Nasralla von der Antikorruptionspartei (PAC), kommt auf 14,8 Prozent der Stimmen. Die stark angeschlagene liberale Partei und deren Kandidat Mauricio Villeda kommen auf 13,3 Prozentpunkte.

Freitag, 18. Oktober 2013

Karla Lara zur Verfolgung von JournalistInnen

Radiobeitrag von Ute Löhning vom 17.10.2013 für Radio Honda

Seit dem Putsch 2009 hat sich die Situation in Honduras extrem verschlechtert, trotz Wahlen ist von Demokratisierung keine Spur zu sehen. MenschenrechtlerInnen werden kriminalisiert, verfolgt und umgebracht. Karla Lara, Feministin und Widerstandskämpferin, war in Berlin. Wir berichten von ihrem Besuch. Am Ende des Beitrags gibt es noch einen schönen Song von ihr.

Zum Beitrag

Sonntag, 13. Oktober 2013

Militärische Polizei beginnt Arbeit in Honduras

Von , amerika21.de

Tegucigalpa. Die ersten beiden Bataillone der "militärischen Polizei der öffentlichen Ordnung" (PMOP) haben vergangene Woche in Honduras offiziell mit ihren Einsätzen begonnen. Grundlage für den Aufbau der neuen Militärpolizei, die in den nächsten Monaten von 1.000 auf 5.000 Angehörige aufgestockt werden soll, ist ein im August dieses Jahres vom Kongress verabschiedetes Gesetz.

Laut dem Gesetzestext ist das Ziel der Einheit die Festnahme von Mitgliedern des Organisierten Verbrechens oder von Personen, die in irgendeiner Art und Weise die öffentliche Sicherheit gefährden. Die PMOP soll bei Spezialoperationen zum Einsatz kommen, wie bei der Rückeroberung von Zonen, Vierteln, Siedlungen und öffentlichen Räumen, die unter der Kontrolle von kriminellen Banden und Gruppen wie der "Maras" oder des organisierten Verbrechens stehen. Die Mitglieder der neuen Einheit, die aus dem Militär rekrutiert wurden und dem Verteidigungsministerium unterstehen, besitzen zudem die Ausrüstung und das Wissen für Geheimdienstaufgaben.

Freitag, 4. Oktober 2013

Aufruf zur Verteidigung der indigenen Territorien in Honduras

In einer Stellungnahme des seit etwa zwei Jahren bestehenden Menschenrechtsobservatorium für Indigene und Schwarze Völker von Honduras ODHPINH, werden die vielfachen Verletzungen indigener Rechte in Honduras angeprangert. Die größte Bedrohung sehen die unterzeichnenden Repräsentant*innen der Lenca, Maya-Chorti, Tolupan, Garífuna, Miskito, Pech und Tawahka Völker in Projekten, die ohne vorherige Zustimmung der betroffenen Gemeinden durchgeführt werden und den Zugang auf die Gemeingüter in den indigenen Territorien einschränken, was zur allmählichen Vertreibung, systematischen Unterdrückung und dem Auslöschen ihrer Kultur führt. ODHPINH ruft deshalb dazu auf, diesen Landnahmen, den Bergbau- und Staudamm-Projekten, der Waldenteignung, der Militarisierung und anderen Programmen die Stirn zu bieten und die Territorien zu verteidigen. 

ÖFFENTLICHE STELLUNGNAHME
DES
MENSCHENRECHTS-OBSERVATORIUM FÜR INDIGENE UND SCHWARZE VÖLKER VON HONDURAS, ODHPINH[1]
Die in der Stadt Tegucigalpa im Rahmen des Seminars über den „Free, Prior and Informed Consent“ (die freiwillig vorab und in Kenntnis der Sachlage gegebene Zustimmung)[2] versammelten Vertreter*innen der Lenca, Maya-Chorti, Tolupan, Garífuna, Miskito, Pech und Tawahka Völker klagen an,