Donnerstag, 1.9.2016, 19.30 Uhr,
Film „La Voz del
Gualcarque/Die Stimme von Gualcarque” (Spanisch mit deutschen
Untertiteln),
Diskussion mit der Regisseurin Paola Reyes, Gedenken und
Protest
Buchhandlung BiBaBuZe, Aachener Str.1, Düsseldorf
Die indigene, anti-kapitalistischen Umweltaktivistin und Feministin
Berta Cáceres aus Honduras wurde in der Nacht vom 2. auf den 3. März
2016 von Auftragskillern ermordet. Berta hat uns 2012 in Düsseldorf besucht und von ihrem Kampf berichtet.
Daher wollen wir, die Veranstalter von damals, ein halbes Jahr nach
diesem politischen Mord, an Berta erinnern, über ihre Anliegen
informieren und ihre Organisation COPINH (Rat indigener und sozialer Organisationen Honduras) in ihrem Kampf unterstützen.
Freitag, 12. August 2016
Freitag, 8. Juli 2016
Weitere Aktivistin des COPINH in Honduras ermordet

Marcala, Honduras. Am Mittwoch ist in Honduras die Leiche der Aktivistin Lesbia Yaneth Urquía Urquía auf einer Müllhalde in der Nähe der Kleinstadt Marcala im Verwaltungsbezirk La Paz gefunden worden. Die 49-jährige Gemeindeaktivistin, die seit 2009 im Zivilen Rat der Indigenen und Volksorganisationen (COPINH) organisiert war, galt seit dem Vortag als verschwunden.
Donnerstag, 23. Juni 2016
Berta Cáceres stand auf der Todesliste des honduranischen Militärs, sagt ein früherer Soldat
Verfasst von Nina Lakhan, veröffentlicht am 21.06.2016 TheGuardian y ElDiario
Eine vom US Spezialkräften trainierte Einheit war mit
dem Mord an der Umweltaktivistin, die im März umgebracht wurde, beauftragt, so
ein ehemaliger Soldat, der nun um sein Leben fürchtet
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| Berta Cáceres, Mitbegründerin von COPINH © Goldman Environmental Prize |
Berta Cáceres, die ermordete Umweltaktivistin, erschien auf einer
Todesliste, die an eine von US-Spezialkräften trainierte Einheit des honduranischen
Militärs verteilt wurde; Monate vor ihrem Tod, behauptet ein ehemaliger Soldat.
Nach Oberfeldwebel Rodrigo Cruz, 20, wurden Listen mit Namen und Fotos Dutzender von Aktivist*innen sozialer und Umweltbewegungen, an zwei Eliteeinheiten gegeben mit dem Befehl jeden von der Liste zu eliminieren.
Donnerstag, 16. Juni 2016
Dienstag, 7. Juni 2016
Audio: Die Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres aus Honduras
Berta Cáceres erhielt seit Jahren Morddrohungen, weil sie in Honduras
für die Rechte des indigenen Volkes und für Umweltschutz kämpfte. Anfang
März wurde sie ermordet.
zum Audiobeitrag auf SWR2
zum Audiobeitrag auf SWR2
Mittwoch, 1. Juni 2016
Sonntag, 29. Mai 2016
Aufruf: HondurasDelegation 2016
Hintergrund
Die
Menschenrechtslage in Honduras hat sich seit dem Putsch 2009 kontinuierlich
verschlechtert. Eingeschränkte Pressefreiheit, Verfolgung und Bedrohung von Menschenrechtsverteidiger*innen,
Journalist*innen, Anwält*innen, LGTBI-Aktivist*innen und Umweltaktivist*innen
gehören zum Alltag. Verletzungen der Menschenrechte werden durch strukturelle
Schwächen und Korruption im Justiz- und Sicherheitsapparat sowie strukturelle
Diskriminierung und Marginalisierung insbesondere von indigenen
Bevölkerungsgruppen gefördert. Eines der größten Probleme in Honduras ist die
Straflosigkeit, die sich sowohl auf die allgemeine schlechte Sicherheitslage
auswirkt, aber besonders im Hinblick auf die Menschenrechtslage im Land fatal
ist. Seit dem Putsch wird eine neoliberale Politik des Ausverkaufs der
Ressourcen des Landes vorangetrieben, die vor allem die Landrechtsfrage in den
Mittelpunkt stellt und zu permanenten Vertreibungen der ländlichen und
indigenen Bevölkerung im ganzen Land führt. In Folge des Putsches haben
Gesetzesänderungen dazu geführt, dass über 500 Konzessionen für Bergbauprojekte
und Wasserkraftwerke vergeben wurden. Die Vergabe der
Konzessionen findet ohne Zustimmung der betroffenen Bevölkerung statt und die
von Honduras 1995 ratifizierte ILO-Konvention 169 zum Schutz der indigenen
Bevölkerung wird nicht eingehalten. Indigene und ländliche Gemeinden kämpfen um
den Erhalt ihrer Lebensgrundlage, d.h. um Land und Zugang zu Wasser. Dabei sind
sie der Willkür von Unternehmen und staatlicher Repression ausgesetzt. Ein
Beispiel der extremen Kriminalisierung und Repression ist der Widerstand der
indigenen Organisation COPINH gegen das Staudammprojekt Agua Zarca, infolge dessen
im März dieses Jahres die Menschenrechts- und Umweltaktivistin Berta
Cáceres von COPINH ermordet wurde. Indigene Bewegungen und
Menschenrechtsaktivist*innen in Honduras benötigen heute mehr denn je zuvor
eine internationale Öffentlichkeit und internationale
Solidarität, um einen Mindestschutz vor der Willkür des Staates zu bekommen.
Die Lernreise:
Mit der Lernreise
soll eine freundschaftliche und persönliche Basis zwischen journalistischen und
gesellschaftlichen Multiplikator*innen in Deutschland und unterschiedlichen
Akteur*innen der sozialen Bewegungen in Honduras geschaffen bzw. vertieft
werden. Eine langfristige solidarische
Zusammenarbeit soll gefestigt werden, um sich gemeinsam für eine gerechte Welt
im Süden wie im Norden einzusetzen.
Die Reise soll dazu
beitragen, in Deutschland über die Menschenrechtslage zu informieren. Als
Ergebnis der Reise sollen Artikel, Publikationen und eine Fotoausstellung
entstehen. Die Teilnehmenden werden auf öffentlichen Veranstaltungen über die
Situation berichten und das Recherchematerial bearbeiten und veröffentlichen.
Wir suchen:
-
Menschenrechtsaktivist*innen,
Umweltaktivist*innen, Anwält*innen, die an Themen der indigenen Bewegungen,
Landrechte, Großprojekte interessiert sind und nach der Reise öffentliche Veranstaltungen
mit uns durchführen
-
Journalist*innen
(Print, Radio, TV), die Beiträge der Reise veröffentlichen
-
Gruppen in ganz
Deutschland, die Diskussionsveranstaltungen, Seminare und Workshops zur
Menschenrechtssituation in Honduras organisieren
Voraussetzungen:
-
Interesse an Menschenrechtsarbeit
-
Interesse an politischer Berichtserstattung
-
Gute Spanischkenntnisse
-
Teilnahme an Vor- und Nachbereitungsseminaren (2
zweitägige Vorbereitungsseminare im Sommer und September 2016, 1
Nachbereitungsseminar im Februar 2017)
Kosten:
- Flugkosten (evtl. gibt es einen Zuschuss für die Flugkosten)
- ca. 700 EUR (Vor- und Nachbereitung, Aufenthalt im Land)
Mehr
Informationen / Kontakt:
Ökumenisches Büro
für Frieden und Gerechtigkeit e. V.
Ansprechpartnerinnen:
Andrea Lammers (Ökumenisches Büro, elsal@oeku-buero.de), Rita Trautmann
(HondurasDelegation, rita-ded@gmx.net)
Mittwoch, 25. Mai 2016
Berta Cáceres in Koordination mit der Gemeinde San Antonio gegen das Wasserkraftwerk El Tigre
Freitag, 13. Mai 2016
Audio: Menschenrechtsverbrechen in Honduras: Wer steht dahinter?
von Jutta Blume
zum Audiobeitrag bei Radio onda
Am 3.März 2016 wurde in Honduras Berta Cáceres, eine der bekanntesten Menschenrechtsaktivistinnen ermordet. Die Ermittlungen verliefen bislang schleppend, nun hat die Staatsanwaltschaft vier Tatverdächtige festnehmen lassen. Mitglieder der Indigenenorganisationen COPINH, deren Koordinatorin Berta Cáceres war, sind aber der Meinung, dass es sich bei den Festgenommenen allenfalls um die materiellen Täter, nicht aber um die Auftraggeber des Mordes handelt.
Foto: HondurasDelegation
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