Sonntag, 28. Juni 2020

11 Jahre Widerstand in Honduras

in Solidarität mit den sozialen Bewegungen in Honduras!




Am 28. Juni 2009 wurde der damalige Präsident Zelaya gestürzt und außer Landes gebracht. Für Honduras markiert dieses Datum eine Zäsur und für ganz Lateinamerika leitete es einen Rechtsschwenk ein.

In dem solidarischen Radiobeitrag des Kollektivs Cadeho und der Hondurasdelegation wird die deutsche Politik bezüglich des Putsches und Honduras beleuchtet.

Demo gegen den Putsch in Honduras, Foto: Cadeho

Samstag, 27. Juni 2020

Un compás, que acompaña - Ein Rhythmus, der dich begleitet

Online-Konzert von Karla Lara (Gesang) und José Antonio Velásquez (Piano)

Die honduranische Musikerin und Aktivistin Karla Lara und ihr kongenialer Pianist José Antonio Velásquez (Piano) kreieren im Studio in Tegucigalpa einen Rhythmus, einen Takt und Kompass, der uns in Zeiten von COVID19 rund um die Welt begleitet: Erstklassiger, poetischer Trova-Sound - Karla Lara-typisch kombiniert mit einem hochpolitischen Diskurs, der klar sagt, was Sache ist, in Zeiten der neokolonialen Hyperausbeutung, von Rassismus und Patriarchat. Mit Beiträgen der autonomen feministischen Organisation CDM, von COPINH (Rat der zivilgesellschaftlichen und indigenen Organisationen von Honduras) und OFRANEH (Geschwisterliche Schwarze Organisation in Honduras).






Samstag, 27. Juni und Samstag, 4.Juli 2020, jeweils 19 Uhr auf youtube:
https://www.youtube.com/channel/UCE5IaIYtXPHqdW0e5q5m9Dw?view_as=subscriber

HondurasDelegation und Ökubüro München unterstützen das Konzert und Karla Laras rebellischen Aufruf, Alternativen zum herrschenden System zu konstruieren. Leider geht es nicht ganz ohne Geld und das ist in Honduras in der Corona-Krise für Künstler*innen knapper denn je.

Deshalb bitten wir alle, die Karlas und José Antonios Arbeit schätzen und das Konzert hören, um einen finanziellen Beitrag, den wir weiterleiten (wie immer steuerlich absetzbar):

SPENDENKONTO:
Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V.
Stadtsparkasse München
IBAN: DE65 7015 0000 0056 1762 58
Zweck: Spende Compás Kara Lara

online spenden




Montag, 22. Juni 2020

Veranstaltungshinweis: The Human Rights Crisis of Covid-19 + Prisons in Honduras

organisiert von: UUSC: Unitarian Universalist Service Committee

<https://www.facebook.com/uusc4all/>

Freitag, 26. Juni 2020 von 14:30 bis 16:00

(Texto en español más abajo)
Foto: Wasser-Aktivist*innen Guapinol
 Join us for a discussion on the human rights challenges of the COVID-19 pandemic in Honduras, the humanitarian crisis in the country’s prison system, and an update on the current situation of the unjustly detained Guapinol water activists. Our panel will include Jennifer Ávila, award winning journalist and director of Contra Corriente; Yolanda González, researcher at ERIC SJ/Radio Progreso; and Juan López, Guapinol activist and member of FSAR and Comité Municipal en Defensa de los Bienes Públicos y Comunes de Tocoa. UUSC members will have the opportunity to ask questions during the discussion moderated by Amelia Frank-Vitale from the University of Michigan Ann Arbor and facilitated by UUSC researcher Leonardo Valenzuela Pérez.

This event will be offered in Spanish, simultaneous English interpretation will be provided. Register at bit.ly/uusc20honduras.
***
Acompáñenos en nuestro evento sobre los desafíos que la pandemia del COVID-19 ha planteado en términos de derechos humanos para Honduras, la crisis humanitaria en el sistema penitenciario del país y una actualización sobre la situación actual de los activistas de Guapinol detenidos injustamente en la cárcel de Olancho. Nuestro panel incluirá a Jennifer Ávila, Directora de Contra Corriente; Yolanda González, Investigadora de ERIC SJ / Radio Progreso; y Juan López, activista de Guapinol y miembro de FSAR y del Comité Municipal en Defensa de los Bienes Públicos y Comunes de Tocoa. Las y los participantes tendrán la oportunidad de hacer preguntas durante la discusión moderada por Amelia Frank-Vitale de la Universidad de Michigan Ann Arbor y facilitada por el investigador de UUSC Leonardo Valenzuela Pérez.

Este evento será transmitido en español, ofreceremos traducción simultánea al inglés. Regístrese en bit.ly/uusc20honduras.

Widerstand in COVID19-Zeiten: Online-Gespräch und Musik mit Karla Lara aus Honduras

Stattpark Olga und Ökubüro München laden herzlich ein zum Digitalen Platzcafé

*am Donnerstag, 25. Juni, 21 - 22:30 Uhr*

Honduras ist eines der gefährlichsten Länder weltweit für Umweltaktivist*innen, die Feminizid-Rate ist eine der höchsten in der gesamten Region.

Hinter einer demokratischen Fassade herrscht, gestützt von der US-Regierung, ein nationaler Sicherheitsrat. Staat, Wirtschaft und organisiertes Verbrechen sind eng miteinander verwoben. Inmitten dieses Szenarios und jetzt auch noch unter den besonders repressiven Bedingungen der COVID19-, Dengue- und Hungerkrise kämpfen die sozialen Bewegungen weiter.


Karla Lara mit Miriam Miranda und Garifuna-Musikerinnen am 8.März 2020. Foto: Giorgio Trucchi
Die Musikerin Karla Lara ist Teil dieser Kämpfe: „Wir singen all die Leben, die Träume und Aktionen, die jetzt schon beweisen, dass wir anders leben wollen. Wir konstruieren eine parallele Macht zur herrschenden Politik. Wir denken uns als originäre Gemeinschaften neu, wir erkennen, dass wir Wurzeln haben, eine Geschichte, die brutal abgeschnitten wurde und die wir jetzt anfangen, neu zu verstehen. Da liegt unsere Macht. Und wir sind dabei, sie aufzubauen.“
Karla Lara singt und berichtet uns live über die aktuelle Situation und die Strategien organisierter kleinbäuerlicher und afroindigener Gemeinden, der COVID-19-Krise zu trotzen und dabei autonome, solidarische Strukturen aufzubauen.

 
Sprache: Spanisch mit deutscher Übersetzung
Zutritt zum Digitalen Platzcafé am 25. Juni direkt via http://olga089.blogsport.de/
Dort gibt es auch die entsprechenden Instruktionen zu Browsern und weiteren technischen Details. Bitte vorher kurz durchlesen und beachten.

Samstag, 13. Juni 2020

Zwischen kollabiertem Gesundheitssystem und "intelligenter Wiederöffnung" der Wirtschaft

Lockdown traf viele Honduraner hart. Zahl der Covid-19-Neuinfektion weiterhin stark ansteigend

Dienstag, 9. Juni 2020

Online-Seminar der HondurasDelegation


Vallecito – Ort des Kampfes und der Hoffnung

Miriam Miranda (OFRANEH) berichtet über die aktuellen Kämpfe der afro-indigenen Garífuna

Dienstag, 16. Juni 2020, 19 – 20:30 Uhr 

Miriam Miranda, Koordinatorin OFRANEH
Die afro-indigenen Garífuna in Honduras sind seit 1978 organisiert. Ihre Organisation OFRANEH unterstützt die Gemeinden unermüdlich im Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen, Landraub, Rassismus und Korruption. Denn das Gebiet, das die Garífuna bewohnen, ist von Staat und Unternehmen heiß begehrt. Die Atlantikküste von Honduras ist attraktiv für Tourismusprojekte, Sonderentwicklungszonen (sogenannte Modellstädte) und für die Agrarindustrie.

Miriam Miranda ist Koordinatorin von OFRANEH und setzt sich mit ihrer Organisation seit 30 Jahren für die Rechte der Garífuna ein. Und sie arbeitet gemeinsam mit ihren Mitstreiter*innen an der Verwirklichung einer Vision vieler Garífuna: Inmitten von Ölpalmplantagen bauen sie die autonome und selbst verwaltete Gemeinde Vallecito auf und pflanzen dort Kokospalmen. „Die Arbeit in Vallecito ist eine konkrete Strategie, unser Territorium zu verteidigen und zum Erhalt der Kultur der Garífuna beizutragen“, sagt Miriam Miranda.

Sonntag, 24. Mai 2020

FELICIDADES AL MADJ!!!

...por sus 12 años de lucha!





Desde Alemania felicitamos al Movimiento Amplio por la Dignidad y la Justicia (MADJ) por su compromiso, por su lucha por los derechos humanos, los bienes comunes y la justicia.

Von Deutschland aus gratulieren wir der Breiten Bewegung für Würde und Gerechtigkeit (MADJ) für ihre unermüdlichen Eintreten und Kampf für Menschenrechte, Gemeingüter und Gerechtigkeit.

Dienstag, 19. Mai 2020

Ausgebremst durch Covid-19 – Der „sichere Drittstaat“ Honduras

aus: NPLA, vom 15.05.2020

Foto: Erika Harzer
Die Corona-Pandemie bestimmt seit Wochen den öffentlichen Diskurs, ausgehend von einem „wir“, das spätestens an den Außengrenzen Europas aufhört. Für Geflüchtete sind die Grenzen undurchdringbarer denn je zuvor. Gerade auch in Mittelamerika. Gegenüber der zahlenmäßig kontinuierlich angestiegenen Migrationsbewegung aus den mittelamerikanischen Ländern schloss US-Präsident Trump schon vor der Pandemie wirkungsvolle Abkommen mit Mexiko, Guatemala, El Salvador und Honduras, um die Migrant*innen von der US-Grenze fernzuhalten. Auf Kosten der Migrant*innen, wie der aktuelle Blick nach Zentralamerika zeigt.
Foto: Migrant*innen am Grenzfluss Suchiate -Guatemala-Mexiko.





Zu diesem Podcast gibt es hier einen poonal-Artikel.

Donnerstag, 14. Mai 2020

Online-Seminar der HondurasDelegation


Honduras: Verteidigung der Gemeingüter - Indigene Gemeinden und ihre widerständige Selbstorganisation

Mittwoch, 27. Mai 2020, 18 Uhr 

Indigene und kleinbäuerliche Gemeinden geraten in Honduras immer mehr in Bedrängnis. Agrarkonzerne haben Interesse an ihrem fruchtbaren Land, Bergbaukonzerne wollen auf ihren Territorien Rohstoffe fördern und der Energiesektor setzt auf so genannte grüne Energien, dafür werden Wasserkraftwerke und Windparks gebaut. In Honduras sind seit dem Putsch von 2009 ca. 30 Prozent des Landes per Konzessionen an Unternehmen vergeben. Die in diesen Gebieten lebende Bevölkerung wurde nicht gefragt. Honduras hat die ILO-Konvention 169 zu den Rechten von Indigenen zwar ratifiziert, der Staat untergräbt trotzdem die Forderungen von Indigenen und Afro-Indigenen zur Verteidigung ihres Lebensraumes.

Das Webinar gibt eine Einführung in die aktuellen Kämpfe der sozialen Bewegungen und zeigt am Beispiel der afro-indigenen Garífuna die Konflikte und Strategien der sozialen Kämpfe.  Ein weiteres Vertiefungs - Webinar mit einer Aktivistin der Garífuna ist geplant.

Das Das Online-Seminar richtet sich an alle, die sich für Honduras und soziale Kämpfe weltweit interessieren. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Dauer: 90 Minuten

Sprache: Deutsch

Anmeldung mit Namen und E-Mail bitte bis Freitag, 22. Mai 2020 an: elsal@oeku-buero.de

Wir schicken dann rechtzeitig einen Link für die virtuelle Konferenz.

 

 

Mittwoch, 13. Mai 2020

Bruder des Präsidenten bereits wegen Drogenhandels verurteilt. Ehemaliger Polizeichef in mehrere illegale Aktivitäten verstrickt
Der Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández,
 steht nach einer Anklage gegen den ehemaligen 
Polizeichef immer mehr unter Druck
Tegucigalpa/New York. Eine Anklage der New Yorker Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen Polizeichef von Honduras, Juan Carlos "El Tigre" Bonilla Valladares, wegen Verschwörung zum Drogenhandel, Mord und illegalen Waffenbesitz könnte den honduranischen Präsidenten, Juan Orlando Hernández, weiter in Bedrängnis bringen. Im Oktober 2019 war bereits sein Bruder, Juan Antonio "Tony" Hernández, von einem New Yorker Gericht wegen jahrelanger Zusammenarbeit mit Drogenkartellen verurteilt worden. Auch der Präsident selbst, nach Informationen des US-Justizministeriums im Prozess "Mitverschwörer 4"genannt, habe mehrere Millionen US-Dollar Wahlkampfhilfe aus dem Drogentransport erhalten. Bonilla hingegen soll seine Position als hochrangiger Polizeioffizier genutzt haben, um Kokaintransporte durch Honduras Richtung Norden schützen zu lassen. Zudem sei er laut Staatsanwalt Geoffrey S. Berman für einen Mord an einem mit den Hernández-Brüder rivalisierenden Drogenboss verantwortlich. "Tony" Hernández soll ihn damit beauftragt haben.