FREISPRUCH!
| Bewohner:innen und Mitglieder der MADJ begleiten die Gerichtsverhandlung Foto: Witness for Peace |
Am 27. September 2023 werden die fünf Menschenrechtsverteidiger:innen, die für den Schutz des Flusses Jilamito eintreten, freigesprochen.
| Bewohner:innen und Mitglieder der MADJ begleiten die Gerichtsverhandlung Foto: Witness for Peace |
Am 27. September 2023 werden die fünf Menschenrechtsverteidiger:innen, die für den Schutz des Flusses Jilamito eintreten, freigesprochen.
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| Zufahrtsstraße zur Baustelle im Landkreis Arizona Foto: Witness for Peace |
1. PROZESSTAG
Die Anwälte der fünf Menschenrechtsverteidiger:innen von Jilamito bittet Richter Zuniga, das Verfahren einzustellen, da das Delikt, das ihnen Last gelegt wird, im neuen Strafgesetzbuch nicht mehr existiert.![]() |
| Bewohner:innen von Jilamito sprechen sich gegen das Wasserkraftwerk aus © Hondurasdelegation Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0 |
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| Quelle: https://twitter.com/IM_Defensoras/status/1704286526685716957 |
In den frühen Morgenstunden des 19. September drangen mindestens vier unbekannte und schwer bewaffnete Männer in die Gemeinde Vallecito in Colón (Honduras) ein und umstellten das Haus von Miriam Miranda, Koordinatorin und Garifuna-Verteidigerin der Organizacion Fraternal Negra de Honduras (OFRANEH). Wir schließen uns dem internationalen Aufschrei der Besorgnis an und
fordern die zuständigen staatlichen Institutionen auf, unverzüglich für einen angemessenen, wirksamen und mit den Garífuna abgestimmten Schutz von Miriam Miranda und der durch Landraub und fortgesetzen Terror von Auslöschung bedrohten Garífuna-Gemeinden in Honduras zu sorgen. Hier das Kommuniqué der Organisation IM-Defensoras.
OFRANEH (Organización Fraternal Negra Hondureña)
In den frühen Morgenstunden des 19. September 2023 drangen mindestens vier unbekannte schwer bewaffnete Männer in das Haus unserer Koordinatorin Miriam Miranda in die Gemeinde Vallecito, Colón, ein, um einen Anschlag auf sie zu verüben. Dieser Vorfall ereignete sich im Rahmen eines Besuchs von Mitgliedern des Technischen Ausschusses des Schutzmechanismus [des staatlichen Mechanismus zum Schutz von Menschenrechtsverteidiger*innen] in dieser Region.
Die Mitglieder des Sicherheitsteams von Miriam Miranda identifizierten die mit Sturmgewehren bewaffneten Männer, als nicht zum Volk der Garífuna gehörend. Die Sicherheitskräfte forderten die Kriminellen auf, sich zu identifizieren, erhielten jedoch keine Antwort.
Dieser Angriff ist Teil eines PLANS, DER AUF DEN VÖLKERMORD UND DIE AUSLÖSCHUNG DER GARÍFUNA abzielt, den wir als OFRANEH anprangern. Er wird durch zahlreiche Aggressionen vorangetrieben, der über Drohungen, Morde bis hin zum gewaltsamen Verschwindenlassen reicht. Forciert wird dieser Plan durch das hohe Maß an Straflosigkeit und Rassismus, mit dem wir als Garífuna konfrontiert sind.
Wir fordern, dass der honduranische Staat das Recht auf
Leben und Sicherheit unserer Compañera Miriam Miranda garantiert und alle
notwendigen Bedingungen schafft, damit sie ihre Arbeit als Verteidigerin des
Territoriums, der Kultur und Des Lebens der Garífuna fortsetzen kann.
La Ceiba, Atlántida, 19. September 2023
| Der neue Consejo Directivo, Foto: HondurasDelegation |
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Am 26.Juni übernimmt die Militärpolizei die Kontrolle in 21 Gefängnissen des Landes |
Tegucigalpa. Die honduranische Regierung hat beschlossen, dass die 21 Gefängnisse des Landes ab heute für ein Jahr unter die Kontrolle der Militärpolizei gestellt werden. Der seit dem 6. Dezember 2022 in Kraft getretene Ausnahmezustand, wird ohne genaue Angaben auf weitere Regionen des Landes erweitert. Die Armee übernimmt landesweit Aufgaben der öffentlichen Sicherheit.
Darüber hinaus ist der im April 2023 eingesetzte Aufsichtsrat des Strafvollzugs aufgelöst, dessen Vorsitz die Vizeinnenministerin Julissa Villanueva innehatte. Die Armee wird angehalten, die Islas de Cisne, eine Inselgruppe vor der karibischen Küste, als neuen Strafvollzug einzurichten, wo die gefährlichsten führenden Häftlinge gebracht werden sollen.
Voraus gegangen war am Dienstag ein Massaker im Frauengefängnis Támara, 30 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tegucigalpa, dem bislang 46 Insassinnen zum Opfer fielen. Nach offiziellen Angaben wurden 23 Frauen durch Schuss- und Stichwaffen getötet, 23 weitere Frauen sind in ihren Zellen verbrannt. Medienberichten zufolge sind Angehörige der kriminellen Straßengang Barrio 18 in den Gefängnistrakt eingedrungen, in dem die Mitglieder der rivalisierenden Gang Mara Salvatrucha untergebracht waren.
Präsidentin verkündet einschneidende Maßnahmen im Agrarsektor. Unternehmer unterstützen sie. Staatliche Kommission soll Eigentumskonflikte lösen. Bauernverbände befürchten Räumungen
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Am 6. Juni wurden alle Radio- und Fernsehsender in Honduras verpflichtet, sich zu einer sogenannten "cadena nacional" zusammenzuschalten. Begleitet von Mitgliedern des Nationalen Verteidigungs- und Sicherheitsrates trat Präsidentin Xiomara Castro vor die Mikrofone. Sie verkündete einschneidende Maßnahmen im Agrarsektor: Eine Kommission, in der ausschließlich staatliche Institutionen vertreten sind, soll Rechtssicherheit für Agrarunternehmen und Zugangsmöglichkeiten zu Land für Kleinbauern herstellen. Eigentumstitel für landwirtschaftliche Grundstücke sollen überprüft werden.
Reformen der Agrargesetzgebung sollen auf den Weg gebracht und Eigentumstitel für landwirtschaftliche Grundstücke von der staatlichen Kommission unter Vorsitz des Nationalen Agrarinstitutes INA überprüft werden. Einerseits sollen damit formal legale Landtitel, die jedoch von Unternehmen und Privatpersonen auf irregulären Wegen erworben wurden, annulliert werden können. Andererseits kündigte Castro sofortige Räumungen von insgesamt 36.000 Manzanas (etwa 25 Quadratkilometern) Land an, die von Unternehmen und Privatpersonen beansprucht, aber von anderen bewohnt und bebaut werden. Priorität hätten dabei, so die Präsidentin, "besetzte" Ölpalmen-, Zuckerrohr- und Bananenplantagen sowie weitere produktive landwirtschaftliche Flächen.
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QUELLE:@GOBIERNOHN |
Shanghai/Tegucigalpa. Die honduranische Präsidentin Xiomara Castro hat sich im Rahmen ihres Aufenthalts in China um den Beitritt ihres Landes zur Neuen Entwicklungsbank der Brics-Gruppe beworben. Dies besprach sie bei einem Treffen in Shanghai mit der früheren brasilianischen Präsidentin und heutigen Chefin der Bank, Dilma Rousseff.
Die Abkürzung "Brics" steht für die Anfangsbuchstaben der fünf zu der Vereinigung gehörenden Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.
Die Präsidentin drückte beim Einreichen des Antrags die Überzeugung aus, dass ein solcher Schritt ihrem Land mehr Möglichkeiten bieten würde, Mechanismen zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung und zur Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung zu finden. Sie fügte hinzu, dass sie hoffe, dafür Verbündete zu finden.
Eine technische Kommission der honduranischen Regierung soll in den kommenden Tagen mit dem formellen Verfahren beginnen.
Castro hält sich zu einem sechstägigen Staatsbesuch in China auf. Heute soll sie mit ihrem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping zusammentreffen. Dabei wird auch die Unterzeichnung von Abkommen und Memoranden in verschiedenen Bereichen erwartet.
Honduras und China kündigten am 26. März die Aufnahme diplomatischer Beziehungen an, nur wenige Stunden, nachdem das zentralamerikanische Land die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abgebrochen hatte.
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Tegucigalpa. Das Hochkommissariat der Vereinten Nationen in Honduras hat den honduranischen Staat aufgefordert, den gewaltsamen Tod eines indigenen Schwarzen Landverteidigers an der Karibikküste von Honduras aufzuklären.
Steuererleichterungen für Firmen sollen überprüft werden. Teile der Unternehmerschaft organisieren Proteste und drängen Angestellte zur Teilnahme
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| Unternehmer drängen Angestellte zum Protest gegen das Gesetz für Steuergerechtigkeit: "Man muss für meine Rechte protestieren." QUELLE:LUIS BARAHONA |
Choluteca/Tegucigalpa. In Honduras ist es wegen des Gesetzentwurfs zur Steuergerechtigkeit zu einer Demonstration mit tausenden von Angestellten der Krabbenfischerei und der Melonen anbauenden Großunternehmen gekommen.