Freitag, 26. November 2021

Honduras vor den Wahlen: "Das Oppositionsbündnis hätte gute Chancen"

Die Elite hat eine Hass- und Angstkampagne geführt, die zögerliche Wähler:innen entmutigen soll, für das progressive Bündnis von Xiomara Castro zu stimmen

Montag, 22. November 2021

Liberty Cities: Widerstand gegen den neoliberalen (Alb-)Traum

In Honduras kämpfen Umweltaktivist:innen unermüdlich gegen die Entstehung von Liberty Cities – sogenannte freie Städte. Es ist ein Kampf von David gegen Goliath, der sich nun internationalisiert. 

Malte Seiwerth in Das Lamm

"Nein zur ZEDE" – Widerstand gegen die Liberty Cities. (Foto: César Fuentes)

Als der Honduraner Christopher Castillo zum ersten Mal von den ZEDEs hörte, fühlte er Empörung und Angst. Empörung darüber, dass es für Unternehmen so einfach ist, Leute so fundamental zu bedrohen. Angst, weil sein Land und die Ideale, für die der Menschenrechts- und Umweltaktivist kämpft, auf längerfristig aufhören könnten, zu existieren.

Sonntag, 21. November 2021

Dokumentarfilm "Al borde de las sombras" - "Am Rande des Schattens"

Am 17. November wurde der Dokumentarfilm "Al Borde de las Sombras" von der Künstlergruppe La Cofradía (Regie und Produktion: Luis Méndez, Axel Chávez Zambrano, Ramón Hernández, Ariel Martínez, Dilcia Zavala und Karla Díaz) veröffentlicht.

Der Dokumentarfilm prangert "die von der politischen Macht ausgeübte Korruption, das vorsätzlich nicht funktionierende Justizsystem, das Straflosigkeit generiert. Er zeigt die geplante territoriale Enteignung, der die angestammten Völker unterworfen sind, und ein soziales System, das in seinen Grundlagen die Gewalt gegen Frauen und gegen große Teile der Bevölkerung trägt" an. Korruption, Straflosigkeit, Enteignung und Gewalt sind das Ergebnis eines sozioökonomischen Systems, das sein Interesse an exzessivem Profit, an der ungleichen Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums, der Entwürdigung der Bevölkerung hat und das Profitstreben über das menschliche Leben stellt". Gustavo Zelaya Herrera in criterio.hn

Dokumentarfilm in spanisch...



Samstag, 20. November 2021

Comunicado: 10 Tage vor den Wahlen und 16 Monate seit dem gewaltsamen Verschwindenlassen

 



Hayek in Honduras: Eine Schweizer Stiftung verspricht Reichen das Paradies

In Honduras bauen internationale Investor:innen Privatestädte zur Steuerflucht. Spuren des marktradikalen Projekts führen nach St. Gallen, Zürich und Genf.

Thomas Schwendener erschienen in Das Lamm

In Honduras erbauen internationale Investor:innen Privatstädte zur Steuerflucht. Spuren des marktradikalen Projekts führen nach St. Gallen, Zürich und Genf.

Geschmackvoll wohnen vor idyllischer Kulisse: die Próspera-Kolonie auf der honduranischen Insel Roatán. (Foto: www.propera.hn)

Lockdown, Inflation, wirtschaftlicher Zerfall, Massenüberwachung und „Cancel Culture“ führen zu gesellschaftlichen Turbulenzen und Unruhen. So malen sich die Veranstalter:innen der Konferenz Liberty in Our Lifetime die Zukunft aus. Organisiert wurde diese Mitte Oktober von einer Stiftung mit Sitz in Zürich, die gegen das drohende Unheil auch gleich eine Lösung zur Hand hat: Dem „Totalitarismus“ entrinnt man durch einen unvermittelten Sprung in die Freiheit autonomer Privatstädte.

Freitag, 19. November 2021

Die Landwirtschaft dem Klimawandel anpassen

Jerónimo Carranza Zepeda (60) ist Koordinator der Abteilung Territorium beim jesuitischen Forschungszentrum Eric in El Progreso, Honduras, das vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt wird. Mit ihm hat Knut Henkel über neue Anbau-, und Präventionskonzepte im Kontext des Klimawandels gesprochen sowie über die Auswirkungen der Wirbelstürme Eta und Iota vor einem Jahr.

Bauer José Abad aus Ojo de Agua, Honduras, bei der Bohnenernte auf seinem Feld. Foto (Symbolbild): Adveniat/Achim Pohl

Blickpunkt Lateinamerika:  Sie waren gerade in der Region Valle de Sula. Wie sieht es dort aus - rund ein Jahr nach den beiden Hurrikans? Sind die Schäden beseitigt, haben die Hilfsprogramme der Region Früchte getragen, laufen die Programme, um das Land besser auf derartige Naturkatstrophen vorzubereiten?

Donnerstag, 18. November 2021

Vor den Wahlen eskaliert die politische Gewalt in Honduras

 Thomas Raabe in amerika21

Anstieg der Morde an Kandidat:innen vor den allgemeinen Wahlen am 28. November. Regierung negiert Zusammenhang. UN-Entwicklungsprogramm aktiviert Frühwarnsystem für Wahlkonflikte

Tegucigalpa. Darío Juárez, Kandidat für den stellvertretenden Bürgermeister der Liberalen Partei (PLH) in Concordia im Departamento Olancho, ist am Montag ermordet worden. Von den Tätern fehlt jede Spur. Am Wochenende zuvor waren bereits Elvir Casaña von der linken Partei Freiheit und Neugründung (Libre) in San Luís, Departamento Santa Bárbara, und Francisco Gaitán, amtierender und erneut kandidierender Bürgermeister der PLH von Cantarranas, während einer politischen Versammlung erschossen worden.

Montag, 15. November 2021

Präsident von Honduras zu Besuch in Taiwan

Von amerika21

 
Der honduranische Präsident Juan Orlando Hernández und die Präsidentin von Taiwan, Tsai Ing-wen
Taipeh. Der honduranische Präsident Juan Orlando Hernández befindet sich derzeit zu einem Besuch auf Taiwan. Der kleine Inselstaat ist in der internationalen Diplomatie auch als Republik China bekannt. Wie Radio Taiwan International berichtet, kam Hernández am Abend des 12. November auf der vor den Küsten der Volksrepublik China (VR China) gelegenen Insel an.

Freitag, 5. November 2021

Honduras: Privatstädte und „libertäre“ Netzwerke - Entwicklungschancen für wen?

Online-Seminar
Descripción en Español abajo

am 13.11.2021 von 16:00 - 20:00 Uhr (Deutsch und Spanisch mit Simultan-Übersetzung)

„Nein zum Verkauf der Territorien. Nein zu ZEDE“
Der Staat kann in Honduras zugunsten wichtiger Projekte
Enteignungen zu einem Schätzpreis vornehmen
und Land an Privatleute übereignen, die dann einer ZEDE beitreten.
Quelle: COPINH

Privatstädte sollen die Entwicklung in armen Ländern befördern und damit auch der lokalen Bevölkerung zugute kommen, versprechen private Investor*innen, die einem „libertären“ Wirtschaftsmodell anhängen. Am weitesten fortgeschritten ist die Einrichtung von Privatstädten - dort ZEDEs genannt - in Honduras, wo sich mindestens drei solcher Projekt in Planung oder im Bau befinden. In Honduras geht das mit massiven Protesten einher, im ganzen Land erklären Gemeinden ihre Ablehnung, indem sie „ZEDEs-freie“ Gebiete ausrufen. Denn die ZEDEs mit eigener Gesetzgebung, eigenen Gerichten und Sicherheitsorganen hebeln nicht nur die Souveränität des Staates aus, sondern drohen auch die und Einwohner*innen der betreffenden Gebiete zu enteignen und zu vertreiben. Hinzu kommt, dass indigene Bevölkerungsgruppen nicht zu geplanten Privatstädten auf ihren Territorien befragt wurden.

Lateinamerika: Flucht und Migration in der Neuen Normalität

 aus: amerika21 v. 31.10.2021

von Radio onda, NPLA

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf die Menschen in Lateinamerika aus?


Foto: Erika Harzer


Etwa sechzig Millionen Menschen sind gegenwärtig weltweit auf der Flucht. Nur eine Minderheit wird dabei in Nordamerika oder Europa aufgenommen. Dennoch wird Migration vom Norden der Welt nach Kräften abgewehrt. Es sei denn, Migration wird gebraucht, auch wenn das Anwerben zum Beispiel von Pflegekräften die Herkunftsländer vor große Probleme stellt. In der Pandemie ist die Armut in den Herkunftsländern größer geworden, im gleichen Maße werden die Gewalt und dadurch auch die Fluchtursachen zunehmen.

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