Unter anderem mit dem Thema:
Kritische Aktionär_innen bei der
SIEMENS-Hauptversammlung in München:
Am 27. Januar 2015 wollen sie auf
Menschenrechtsverletzungen bei der Umsetzung von SIEMENS-Projekten in
Honduras aufmerksam machen.
Eine Reportage über den Kampf gegen den Staudamm am Rio Gualcarque.
Zur Onda-info vom 22.01.2015
Samstag, 31. Januar 2015
Mittwoch, 14. Januar 2015
Opposition in Honduras gegen Wiederwahl von Präsident Hernández
Von Johannes Schwäbl, amerika21
Tegucigalpa. Bei einer Pressekonferenz haben
sich die vier Oppositionsparteien im mittelamerikanischen Honduras
unlängst gegen die Politik der regierenden Nationalen Partei unter
Präsident Juan Orlando Hernández ausgesprochen.
In ihrer gemeinsamen Erklärung lehnten die Liberale Partei, die Partei Libertad y Refundación (LIBRE), die Antikorruptionspartei PAC und die sozialdemokratische PINU unter anderem eine geplante Wiederwahl des Präsidenten ab und erklärten, sich als Opposition gemeinsam für die Verteidigung der Verfassung, der Bürgerrechte und für den Ausbau einer partizipativen Demokratie einzusetzen. Die vier Parteien, die bei der Präsidentschaftswahl 2013 über 60 Prozent der Stimmen erhielten, fordern zudem ein neues Wahlgesetz.
In ihrer gemeinsamen Erklärung lehnten die Liberale Partei, die Partei Libertad y Refundación (LIBRE), die Antikorruptionspartei PAC und die sozialdemokratische PINU unter anderem eine geplante Wiederwahl des Präsidenten ab und erklärten, sich als Opposition gemeinsam für die Verteidigung der Verfassung, der Bürgerrechte und für den Ausbau einer partizipativen Demokratie einzusetzen. Die vier Parteien, die bei der Präsidentschaftswahl 2013 über 60 Prozent der Stimmen erhielten, fordern zudem ein neues Wahlgesetz.
Freitag, 21. November 2014
Bauernführer Juan Galindo in Bajo Aguan ermordet
Von Poonal
Bajo Aguan, Honduras. Der
"Rat der Volks- und indigenen Organisationen von Honduras" (Copinh) hat
am 13. November bekannt gegeben, dass der Bauernführer Juan Galindo
ermordet worden ist.
Galindo sei in der Nacht des 11. November in der Gemeinschaft Rigores (Departement Colón) umgebracht worden, so die Organisation in einer Erklärung. Galindo sei wegen seiner Aktivitäten im Zusammenhang mit den Forderungen um Landrechte bedroht worden und war deshalb in Schutzprogramme von Menschenrechtsorganisationen und –institutionen aufgenommen worden, so etwa der Interamerikanischen Menschenrechtskommission CIDH (Comisión Interamericana de Derechos Humanos), die ihm vorläufigen Rechtsschutz gewährt hatte.
Galindo sei in der Nacht des 11. November in der Gemeinschaft Rigores (Departement Colón) umgebracht worden, so die Organisation in einer Erklärung. Galindo sei wegen seiner Aktivitäten im Zusammenhang mit den Forderungen um Landrechte bedroht worden und war deshalb in Schutzprogramme von Menschenrechtsorganisationen und –institutionen aufgenommen worden, so etwa der Interamerikanischen Menschenrechtskommission CIDH (Comisión Interamericana de Derechos Humanos), die ihm vorläufigen Rechtsschutz gewährt hatte.
Donnerstag, 6. November 2014
Offensive gegen Garífuna in Honduras
Mithilfe von Vertreibungen und juristischen Anfechtungen versuchen
Kapital und Regierung in Honduras die Garífuna um ihr Land zu bringen
Von Jutta Blume, amerika21
Am 30. September wurden die etwa 400 Einwohner von Barra Vieja, einem
Ort an der Nordküste von Honduras in der Nähe der Stadt Tela gezwungen,
ihre Häuser aufzugeben. Polizei und Militärangehörige setzten die
Räumung der Garífuna-Gemeinde gemeinsam durch. Die ihres Besitzes durch
extra dafür angestellte Tagelöhner konnten die Einwohner von Barra Vieja
allerdings abwenden.
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Donnerstag, 2. Oktober 2014
Bergbauinteressen und Konflikte in Honduras
Bergbauprojekte verursachten eine Vielzahl von
Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden. Dennoch versucht die
aktuelle Regierung den Bergbausektor auszubauen
Von Uwe Schulz, amerika21.de
Der Abbau von Edelmetallen hat eine lange Geschichte in dem mittelamerikanischen Land Honduras und beeinflusste auf die eine oder andere Weise die Gesetzgebung und die Politik des Landes. So wurde unter anderem der Standort der Hauptstadt danach ausgerichtet. Dennoch verlor der Bergbau Anfang des 20. Jahrhunderts an Einfluss und Größe, unter anderem aufgrund der Ausrichtung auf den Bananenexport.
Von Uwe Schulz, amerika21.de
Der Abbau von Edelmetallen hat eine lange Geschichte in dem mittelamerikanischen Land Honduras und beeinflusste auf die eine oder andere Weise die Gesetzgebung und die Politik des Landes. So wurde unter anderem der Standort der Hauptstadt danach ausgerichtet. Dennoch verlor der Bergbau Anfang des 20. Jahrhunderts an Einfluss und Größe, unter anderem aufgrund der Ausrichtung auf den Bananenexport.
Samstag, 27. September 2014
Ex-Polizist deckt Vorgehen von Todeschwadronen in Honduras auf
Von Andrés Schmidt, amerika21.de
Tegucigalpa. Der
Ex-Mitarbeiter der Nationalpolizei von Honduras, Romero Ellner, hat die
Arbeitsweisen von Todesschwadronen innerhalb dieser Sicherheitsbehörde
offengelegt. Dies gab der Direktor des Rundfunksenders Radio Globo,
David Romero bekannt. Er bezog sich auf ihm vorliegende Dokumente, die
hohe Funktionäre verschiedener Sicherheitsbehörden belasten.
Ellner, Romeros Informant, hatte für mehrere Jahre bei der Ermittlungsabteilung gearbeitet und versichert, über die von ihm genannten Vorgänge Bescheid zu wissen, da er bei jedem von ihnen persönlich beteiligt war.
Ellner, Romeros Informant, hatte für mehrere Jahre bei der Ermittlungsabteilung gearbeitet und versichert, über die von ihm genannten Vorgänge Bescheid zu wissen, da er bei jedem von ihnen persönlich beteiligt war.
Machterhalt erfolgreich gesichert
Interview mit dem oppositionellen Abgeordneten Jari Dixon Herrera über die Beschneidung der Rechte des honduranischen Parlaments
Bei den honduranischen Wahlen im November 2013 konnte die Nationale Partei (PN) mit Juan Orlando Hernández einen Sieg der oppositionellen Präsidentschaftskandidatin Xiomara Castro durch Wahlbetrug und Wahlfälschung verhindern (LN 475). Castros Partei für Freiheit und Neugründung (LIBRE) wurde jedoch zweitstärkste Partei im Parlament. Erstmals seit 100 Jahren wurde das Zweiparteiensystem in Honduras aufgebrochen, womit sich seitens der Opposition wie der EU-Wahlbeobachter_innen große Hoffnungen verbanden. Nach acht Monaten zeigt sich, dass die beiden traditionellen Parteien PN und PL (Liberale Partei) die parlamentarischen Rechte der drei Oppositionsparteien einschränken. Die LN sprachen mit dem LIBRE-Abgeordneten Jari Dixon Herrera über die Arbeit im Kongress.
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| Jari Dixon Herrera |
Die
beiden traditionellen Parteien, die PN und die PL, wählten den
Kongressvorstand gemeinsam. LIBRE machte zusammen mit zwei weiteren
Oppositionsparteien einen Vorschlag für mögliche eigene Kandidaten,
den Innenminister Áfrico Madrid jedoch ohne weitere Erklärung
abehnte. Das gleiche passierte bei der Wahl des Kongresspräsidenten.
Der aktuelle Kongressvorstand besteht jetzt zu 90 Prozent aus
Abgeordneten der PN, Kongresspräsident Mauricio Oliva ist ebenfalls
von der PN.
Mittwoch, 24. September 2014
Neue deutsche Botschafterin in Honduras vorgestellt
Verhandlungen über neue Art der Kooperation. Kritik an deutscher Entwicklungszusammenarbeit
Von Johannes Schwäbl, amerika21.de
Tegucigalpa. In Honduras hat die neue deutsche
Botschafterin Beatrix Christina Kania das Amt übernommen. Die
Außenministerin des mittelamerikanischen Landes, Mireya Agüero, empfing
die Diplomatin und nahm deren Beglaubigungsschreiben entgegen. Kania war
zuvor unter anderem in Kuwait und Ankara tätig. Für die KFOR im Kosovo
arbeitete sie als politische Beraterin.
Laut honduranischen Medien befindet sich Honduras und Deutschland aktuell in einem Revisionsprozess hinsichtlich der laufenden Projekte der Zusammenarbeit. Bei der Überprüfung soll der Fortschritt der Projekte evaluiert und bestehende Hürden identifiziert werden, welche die Umsetzung erschweren. Zudem sollen am 23. und 24. September zwischenstaatliche Verhandlungen für eine neue Kooperationsstrategie der beiden Länder stattfinden. Der Schwerpunkt wird dabei auf den Themen Bildung, Umwelt, Klimawandel und Staatsführung liegen.
Laut honduranischen Medien befindet sich Honduras und Deutschland aktuell in einem Revisionsprozess hinsichtlich der laufenden Projekte der Zusammenarbeit. Bei der Überprüfung soll der Fortschritt der Projekte evaluiert und bestehende Hürden identifiziert werden, welche die Umsetzung erschweren. Zudem sollen am 23. und 24. September zwischenstaatliche Verhandlungen für eine neue Kooperationsstrategie der beiden Länder stattfinden. Der Schwerpunkt wird dabei auf den Themen Bildung, Umwelt, Klimawandel und Staatsführung liegen.
Donnerstag, 11. September 2014
Die Macht der Kartelle
Seit dem Putsch im Jahr 2009 hat der Drogenhandel zwischen den
Anbaugebieten in Südamerika und dem Markt in den USA in Honduras an
Bedeutung gewonnen. Die Drogenkartelle konnten sich zwischen
korrumpierten Staatsinstitutionen und einer Wirtschaftsoligarchie, die
über Leichen geht, etablieren.
von Kathrin Zeiske, erschienen in der jungle world
von Kathrin Zeiske, erschienen in der jungle world
Fast drei Jahre nach dem Mord an ihrem Mann hat Hilda Caldera
nachgefragt, welche Ermittlungsergebnisse die Staatsanwaltschaft
inzwischen vorweisen könne. Alfredo Landaverde, Chef der Nationalen
Antidrogenbehörde (DNL) von Honduras und unermüdlicher Kämpfer gegen die
Korruption, war im Dezember 2011 ermordet worden. Seine Witwe, Hilda
Caldera, überlebte schwerverletzt die Schüsse der Auftragsmörder auf den
Wagen ihres Mannes. Es gebe keine Ermittlungsergebnisse, so die
lakonische Antwort der Behörden. Kurz vor seinem Tod hatte Landaverde
öffentlich die enge Zusammenarbeit zwischen Politikern, Polizei und
Drogenbossen in Honduras angeprangert. »Mit dem Mord an Landaverde
setzte der Drogenhandel in Honduras eindeutige Zeichen«, sagt Edgar
Soriano, ein honduranischer Analytiker, mit blick auf die historischen
wie aktuellen Fakten. »Es war eine klare Ansage: Mischt euch nicht ein.«
Dienstag, 2. September 2014
Honduras: Bauernaktivistin Margarita Murillo ermordet
Von Stephan Tschirren, amerika21.de
Tegucigalpa.
In Villanueva nahe der Stadt San Pedro Sula im Nordwesten von Honduras
wurde ein Attentat auf eine der bekanntesten Vertreterinnen der
honduranischen Widerstandsbewegung verübt. Margarita Murillo arbeitete
auf einem Stück Land ihrer Bauerngemeinschaft, als eine Gruppe
schwerbewaffneter und vermummter Männer sie am Morgen des 27. August
erschoss. Die Interamerikanische Kommission hatte zuvor vergeblich von
der Regierung von Honduras Maßnahmen zum Schutz von Murillo gefordert,
da diese seit dem Putsch vom 28. Juni 2009 immer wieder das Ziel von
Bedrohungen geworden war.
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