Dienstag, 24. Februar 2015

Flyer: „Grüne Energie“ und „Entwicklung“ – zwei Lügen ergeben keine Wahrheit

Flyer zur Siemens-Aktionärsversammlung mit informationen zu Menschenrechtsverletzungen bei den Staudammprojekt Agua Zarca (Honduras) und Windparks in Tehuantepec (Mexiko)

zum Flyer

Mittwoch, 18. Februar 2015

Die neue Sklaverei der Modellstädte

Bald nach dem Putsch vom Juni 2009 begann die Regierung in Tegucigalpa mit  einem US-Ökonomen die Planung von „Modellstädten“, in denen es keinen Schutz  vor Ausbeutung und keine staatliche Souveränität mehr gibt.

Erschienen in Lateinamerika Anders Nr 1/2015, Autorin Magdalena Heuwieser

Die „Bananenrepublik“ Honduras galt schon Anfang des vorigen Jahrhunderts als Enklaven-Musterkind. Die US-Bananenfirmen hatten die honduranische Regierung unter ihren Fittichen und bildeten sozusagen Staaten im Staat. Der Militärputsch 2009 bereitete dann den Boden für ein Comeback der Enklaven: Die ultra-neoliberale Initiative der „Arbeits- und wirtschaftlichen Entwicklungszonen“ (ZEDEs), auch bekannt als „Modellstädte“, hebelt jegliche Form staatlicher Kontrolle und demokratischer Einflussnahme aus. Die ZEDEs könnten zu einem neuen Boom von Land Grabbing in Honduras führen.

GREEN GRABBING

Land Grabbing im Namen von Klima- und Umweltschutz

In Honduras machen sich die Widersprüche, Gefahren und kolonialen Muster aktueller Klima- und Umweltstrategien bemerkbar. Die zwei bedeutendsten Klimaschutzinstrumente stellen in dem zentralamerikanischen Land der Clean Development Mechanism (CDM) des Emissionshandels und das Waldschutzprogramm REDD+ dar.1 Auch der erneuerbare Energiesektor wird ausgebaut. Soziale und indigene Bewegungen fürchten die dadurch steigende Aneignung von Land und Ressourcen was als „Green Grabbing“2 bezeichnet wird.

zum kompletten Artikel im Rundbrief 4/2014 des Forums Umwelt und Entwicklung (Seite 29)

Dienstag, 17. Februar 2015

Film und Vortrag in Hamburg: Territoriale Souveränität von Indigenen und Bäuer_innen

Am Donnerstag, 19 März um 19 Uhr
im Centro Sociale, Sternstr. 2, 20357 Hamburg
 
Dokumentarfilm, Vortrag und Diskussion

Mit Paola Reyes und Domingo Marin, Aktivisten des Kollektivs Menschenrechtskette Honduras (Cadena de Derechos Humanos Honduras - CADEHO) aus Berlin

Der Verlust der Souveränität in den Regionen Honduras ist Ergebnis einer strikten neoliberalen Politik, die von der Elite forciert wird, die die politische und wirtschaftliche Macht im Land hat. Hypnotisiert von den ausländischen Investitionen und dem Trugbild einer schnellen Entwicklung verkauft sie Land und Bodenschätze ohne die Auswirkungen auf die Menschen abzuschätzen, die in diesen Regionen leben. Die spirituelle Interaktion der kulturellen und ethnischen Minderheiten Honduras wird dabei verachtet. Der Dokumentarfilm ist zwischen 2013 und 2014 entstanden und spiegelt die verschiedenen aktuellen Prozesse des zivilgesellschaftlichen Widerstandes in Honduras.

Veranstalter: zapapres e.V. Mexiko-Nachrichten-Import / Honduras-Koordination Hamburg www.zapapres.de
Im Rahmen der Hamburger Romerotage 2015 www.romerotage.de

Montag, 16. Februar 2015

Podiumsdiskussion: „Weil unser Land nicht zu verkaufen ist…“


Donnerstag, 05.03.2015 von 19 -21 Uhr
Berlin, Haus der Demokratie, Robert Havemann Saal
Wie Basisorganisationen sich gegen Großprojekte wehren

Eine indigene Gemeinde blockiert seit fast zwei Jahren den Bau eines Staudamms auf ihrem Territorium, auch andernorts protestiert die indigene oder kleinbäuerliche Bevölkerung gegen Staudämme, die sie ihrer Wasserressourcen berauben. Andere Gemeinden erklären ihr Gebiet als frei vom Bergbau. In dem Maß, wie in Honduras der Verkauf der Naturgüter vorangetrieben wird, organisiert sich die Bevölkerung und leistet Widerstand gegen die Zerstörung ihrer Umwelt und ihrer Lebensgrundlagen, wie auch gegen den Verlust ihrer Souveränität vor den Interessen von Investoren. Die seit einem Jahr amtierende Regierung von Staatspräsident Juan Orlando Hernández hat die Privatisierungspolitik ihrer Vorgängerin intensiviert. Gleichzeitig wird die Gesellschaft unter dem Vorwand, gegen das hohe Ausmaß von Gewaltverbrechen im Land vorzugehen, immer weiter militarisiert.

Montag, 2. Februar 2015

Erste Niederlage für Präsident Hernández in Honduras



Staatschef wollte direkte Befehlsgewalt über die Militärpolizei. Parlament lehnte Gesetzentwurf ab. Kritik an Militarisierung des Landes

Von Claudia Fix, amerika21

Sonntag, 1. Februar 2015

Siemens: Profite vor Menschenrechten

Deutscher Technologiekonzern wird auf seiner Jahreshauptversammlung mit Menschenrechtsverletzungen in Lateinamerika konfrontiert

München, Deutschland – Dutzende Aktivist/-innen und Menschenrechtler/-innen einer Koalition deutscher und internationaler Organisationen fanden sich heute vor der Olympiahalle in München bei der Hauptversammlung der Aktionär/-innen von Siemens ein, um gegen die Verwicklung des Unternehmens in Menschenrechtsverletzungen in Brasilien, Honduras und Mexiko zu protestieren. Anhand zahlreicher Beispiele kritisieren Nichtregierungsorganisationen (NGOs) die Mitverantwortung von Siemens an Menschenrechtsvergehen bei umstrittenen Projekten, die der deutsche Technikkonzern beliefert, obwohl sie erwiesenermaßen gegen zahlreiche internationale Rechtsstandards verstoßen und in deren Umfeld Aktivist/-innen bedroht und ermordet wurden.
  

Samstag, 31. Januar 2015

Onda-Info 347: Reportage über den Widerstand in Rio Blanco

Unter anderem mit dem Thema: 

Kritische Aktionär_innen bei der SIEMENS-Hauptversammlung in München: 
Am 27. Januar 2015 wollen sie auf Menschenrechtsverletzungen bei der Umsetzung von SIEMENS-Projekten in Honduras aufmerksam machen. 
Eine Reportage über den Kampf gegen den Staudamm am Rio Gualcarque.

Zur Onda-info vom 22.01.2015

Mittwoch, 14. Januar 2015

Opposition in Honduras gegen Wiederwahl von Präsident Hernández


Freitag, 21. November 2014

Bauernführer Juan Galindo in Bajo Aguan ermordet




Bajo Aguan, Honduras. Der "Rat der Volks- und indigenen Organisationen von Honduras" (Copinh) hat am 13. November bekannt gegeben, dass der Bauernführer Juan Galindo ermordet worden ist.

Galindo sei in der Nacht des 11. November in der Gemeinschaft Rigores (Departement Colón) umgebracht worden, so die Organisation in einer Erklärung. Galindo sei wegen seiner Aktivitäten im Zusammenhang mit den Forderungen um Landrechte bedroht worden und war deshalb in Schutzprogramme von Menschenrechtsorganisationen und –institutionen aufgenommen worden, so etwa der Interamerikanischen Menschenrechtskommission CIDH (Comisión Interamericana de Derechos Humanos), die ihm vorläufigen Rechtsschutz gewährt hatte.